| L´ANGE DE MIDI |
DER ENGEL DES MITTAGS
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L´ange de midi frappe a la porte
j´apercois dans ses yeux ce qui reste de la vie
un peu de terre, un pont détruit,
un ciel aimé, des branches mortes.
L´ange de midi a tellement faim
qu´il dort debout les yeux clos.
Qui de nous lui tend la main?
L´ange de midi ne dit plus un mot.
L´ange de midi garde une levre pour la soif
que deviendra-t-il, nul ne le sait.
Au coeur saignant, jour enchanté,
lune blanche et tendre d´hiver.
L´ange de midi dort sur mon épaule
déja raidi comme un bois encore vert,
l´ange ébloui de paix que vous étiez
sur les levres memes du pere.
Entends le son si grele de la faim!
Il est miniut sur l´ange de midi.
Ou courez-vous sur l´aile qui se plie?
Son ombre est la qui finit notre faim.
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Der Engel des Mittags erschreckt mich am Tor.
Ich erkenne in seinen Augen das, was vom Leben bleibt:
Ein wenig Erde, eine zerstörte Brücke,
ein geliebter Himmel, die toten Zweige
Der Engel des Mittags hat so sehr Hunger,
dass er stehend schläft mit geschlossenen Augen.
Wer von uns reich ihm die Hand?
Der Engel des Mittags sagt nie ein Wort.
Der Engel des Mittags hält Wache über den Lippen des Dursts,
den niemand mehr erkennt, wenn er kommt.
Im blutenden Herzen steht am Tage des Jubels
der weisse und zarte Mond des Winters
Der Engel des Winters ruht auf meiner Schulter,
schon schwingend wie ein noch grünes Holz.
Der Engel blendet mit dem Frieden,
den ihr nur haben werdet auf den Lippen des Vaters.
Hört den Ton, es trommelt der Hunger wie Hagel.
Es ist Mitternacht beim Engel des Mittags.
Wo werdet ihr laufen? Auf den ausgebreiteten Flügeln?
Sein Schatten ist schon da, der unseren Hunger beendet.
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