The Nizkor Project: Remembering the Holocaust (Shoah)

Shofar FTP Archive File: people/p/porter.carlos/1998/porter.9805


From cwporter@tornado.be Mon May 18 12:03:35 EDT 1998
Article: 175789 of alt.revisionism
From: "CARLOS W. PORTER" 
Newsgroups: alt.revisionism
Subject: SINCEREST APOLOGIES
Date: 12 May 1998 17:20:14 GMT
Organization: Tornado News Processing System
Lines: 32
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Xref: trends.ca alt.revisionism:175789

AN APOLOGY

It see by the papers that Marlon Brando has apologized to the JEWS for
referring to them as "KIKES". I feel that this gesture shows great
magnanimity of character, and deserves to be widely emulated.

Since "KIKE" is a noun, only, however, while "JEW" is both a verb and noun,
and since both words mean the same thing, it therefore follows that the
word "JEW" is at least twice as offensive as the word "KIKE". 

I therefore apologize to the KIKES of the world for referring to them as
JEWS.

I deeply regret all the pain and suffering which I may inadvertently have
inflicted upon this ancient race of coprophiliacs, urolagniacs,
menstruophobes, incest addicts, child rapists, child murderers, slavers,
pimps, pornographers, con artists, genocide artists, bloodsuckers,
extortioners, and purveryors of filth generally, by the crude, offensive,
and vulgar term of abuse -- JEW -- rather than by the proper term of
respect, which is -- KIKE.

I trust that the present apology will be accepted in the spirit in which it
is intended.

Faithfully,


Carlos W. Porter

[Opus posthumous]
 



From cwporter@tornado.be Tue May 19 15:05:42 EDT 1998
Article: 176425 of alt.revisionism
From: "CARLOS W. PORTER" 
Newsgroups: alt.revisionism
Subject: NICHT SCHULDIG
Date: 19 May 1998 09:13:11 GMT
Organization: Tornado News Processing System
Lines: 2783
Message-ID: <01bd82ef$7b536720$1c5795c2@default>
NNTP-Posting-Host: 194.149.87.28
X-Newsreader: Microsoft Internet News 4.70.1161
Path: trends.ca!hub.org!vncnews!HSNX.wco.com!jupiter.dnai.com!uunet!in3.uu.net!newsfeed.xcom.net!cam-news-hub1.bbnplanet.com!atl-news-feed1.bbnplanet.com!news.bbnplanet.com!news.planetc.com!tornix.tornado.be!not-for-mail
Xref: trends.ca alt.revisionism:176425

Not Guilty at Nuremberg - German
Final revision March 6 1996
All references revised in English and German

DUAL LANGUAGE REFERENCES - GERMAN TRANSLATION -GERMAN PAGE NUMBERS IN
<>

Dedicated to Reinhold Elstner


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WITHOUT WRITTEN PERMISSION FROM THE INTENDED PUBLISHER: Books Unlimited, 20
Madeira Place, Brighton, East Sussex BN2 1TN, England.

Short extracts may be printed mentioning Books Unlimited.


N.B.

Dieser Text wird 1996 als Druckschrift erscheinen und wird an so viele
Menschen wie möglich verteilt werden. Wenn Sie diese Aktion unterstützen
wollen, wären wir für Beiträge zur Kostendeckung dankbar. Spenden bitte als
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Brighton, East Sussex BN2 1TN, England. Briefe mit Geld sollten als
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Literatur in deutscher, dänischer und englischer Sprache.

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NICHT SCHULDIG IN NÜRNBERG-1


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Solange wie man Geschichte geschrieben hat, hat man sie ständig
umgeschrieben.

Die Annalen von Tacitus, zum Beispiel (xv 38), erwähnen ein
"Gerücht", daß Nero Rom niedergebrannt hätte. Das "Gerücht" wurde von
späteren römischen Geschichtsschreibern als "Tatsache" wiederholt (Sueton,
Nero, 38; Dio Cassius, Epistulae, lxii 16; Pliny Naturalis Historia xvii
5).

Spätere Geschichtsschreiber stellten die "Tatsache" in Frage und
degradierten sie zu bloßem "Gerücht".

Im Jahre 1946 wurde es als "bewiesene Tatsache" betrachtet, daß die
Nazis Seife aus Menschenfett hergestellt hätten (Urteil, Nürnberger Prozeß,
IMT I 252 <<283>>; VII 597-600 <<656-659>>; XIX 506 <<566 567>>; XXII 496
<<564>>).

Anscheinend wird diese "Tatsache" heute nur als bloßes "Gerücht"
betrachtet (Hilberg, "Destruction of the European Jews", "revidierte,
endgültige Ausgabe", Holmes and Meier, NY, S. 966: "Der Ursprung des
Gerüchtes von der Seife aus Menschenfett ist bis heute unbekannt
geblieben").

Der Gegenstand des gerichtlich nie überprüften "Gerüchtes"
sowjetischen Ursprungs (eine große Flasche stinkende "Seife aus
Menschenfett", Beweisstück UdSSR-393) liegt im Friedenspalast in Den Haag.
Beamte des Friedenspalastes zeigen ihn eifrigen Besuchern und behaupten,
die "Seife" wäre authentisch - beantworten aber anscheinend Briefe nicht,
die von Leuten kommen, die sie um eine gerichtlich kontrollierte Analyse
bitten.

Im Jahre 1943 gab es das "Gerücht", daß die Nazis Juden brieten,
kochten, vergasten und mit Dampf, Elektrizität und Vakuum umbrächten (siehe
z.B., The Black Book: The Nazi Crime Against the Jewish People, S. 270,
274, 280, 313 - im Nürnberger Prozeß der Kommission als "Beweis"
vorgelegt).

1946 hatten sich die "Judenvergasungen" in "bewiesene Tatsachen"
gewandelt, während das Braten und Kochen sowie die Hinrichtungen durch
Elektrizität, Vakuum und Dampf bloße "Gerüchte" blieben (N.B.: Die
Hinrichtungen durch Dampf wurden im Pohl-Prozeß "bewiesen", Vierter
Nürnberger Prozeß, NMT IV, 1119-1152).

Die "Beweise" für Judenvergasungen sind qualitativ nicht besser als
die "Beweise" für Hinrichtungen durch Dampf, Elektrizität, Vakuum, Braten
oder Kochen. Es scheint uns deshalb zulässig, solche Beweise in Frage zu
stellen.

Dieses Büchlein will die Geschichte nicht "umschreiben", sondern nur
die Leser in historisches Material einführen, das in Vergessenheit geraten
ist. Die 312,022 notariell beglaubigten eidesstattlichen Erklärungen, die
im ersten Nürnberger Prozeß von der Verteidigung vorgelegt wurden, sind
vergessen. Nicht vergessen aber sind die 8 oder 9 eidesstattliche
Erklärungen der Anklage, die angeblich die 312.022 "widerlegt" haben sollen
(XXI 437 <<483>>).

Dieses Buch enthält viele Hinweise auf Seitennummern. Diese werden
weder angegeben, um die Leser zu verwirren, zu beeindruken oder
einzuschüchtern, noch um die Wahrheit der Behauptungen zu beweisen, sondern
nur um interessierten Lesern zu helfen, gewisse Informationen zu finden. Ob
die Behauptungen der Verteidigung mehr Glaubwürdigkeit verdienen als die
von der Anklage vorgelegte Seife aus Menschenfett (Dokument UdSSR-397), die
Strümpfe aus Menschenhaar (Dokument UDSSR-511), oder die Bratwürste aus
Menschenfleisch (Dokument 1873, Tokyo-Prozeß), muß von den Lesern beurteilt
werden.

N.B.:

IMT = International Military Tribunal
(erster Nürnberger Prozeß in 4 Sprachen)
(amerikanische Seitennumerierung)

NMT = National Military Tribunal
(spätere, rein amerikanische Nürnberger Prozesse)
(nur in englischer Sprache erhältlich)

Wenn nichts anderes angegeben wird, beziehen sich alle Seitennummern
auf die amerikanische Ausgabe (IMT).

<< >> = deutsche Seitennummerierung (IMG).


MARTIN BORMANN


Bormann wurde wegen "Unterdrückung der Religion" und vieler anderer
Schwerverbrechen angeklagt. Bormanns Verteidiger, Dr. Bergold, wies darauf
hin, daß viele moderne Staaten (gemeint war die Sowjetunion) ausdrücklich
atheistisch seien und daß Verordnungen, die Priestern verböten, hohe Ämter
zu bekleiden (gemeint waren Ämter in der NS Partei), nicht als
"Unterdrückung" bezeichnet werden könnten. In Dr. Bergolds Worten:

"Die Partei wird als verbrecherisch, als eine Verschwörung
bezeichnet. Ist es denn auch ein Verbrechen, andere Personen von der
Teilnahme an einer verbrecherischen Verschwörung auszuschließen; wird das
als Verbrechen betrachtet?" (V 312 <<353>>).

Dokumente wurden vorgelegt, in denen Bormann jegliche Unterdrükung
der Religion untersagte, und den religiösen Unterricht ausdrücklich
gestattete (XXI 462-465 <<512-515>>). Eine Bedingung für diese Zulassung
war, daß der ganze biblische Text zu Grunde gelegt werden mußte;
Streichungen, Manipulationen und Verdrehungen des Textes waren verboten.
Die Kirchen empfingen staatliche Zuschüsse bis zum Ende des Krieges. Wegen
kriegsbedingten Papiermangels wurden Beschränkungen für den Druck aller
Zeitungen eingeführt, und nicht nur für religiöse Zeitungen (XIX 111-124
<<125-139>>; XXI 262-263; 346; 534; 539; <<292-293; 383; 589; 595>>; XXII
40-41 <<52-53>>).

Bormanns Rechtsanwalt hatte wenig Schwierigkeiten, als er klar
machen wollte, daß Bormann nach keinem Gesetz egal welchen Staates wegen
irgendeines Verbrechens verurteilt werden könne, da es ja einleuchtend sei,
daß Stenographen nicht für alle Dokumente verantwortlich seien, die sie
unterschrieben, und daher auch nicht wegen deren Inhalts bestraft werden
könnten. Es sei nicht klar gewesen, inwieweit Bormann nur als Stenograph
oder auch als Sekretär tätig gewesen sei. Für die Anklage jedoch blieb das
Gesetz unerheblich. Bormann wurde zum Galgen verurteilt. Das Urteil sollte
sofort vollstreckt werden, was umfangreiche Aussagen außer Acht ließ, laut
denen Bormann durch die Explosion eines Panzers getötet worden sei. Es war
deshalb ganz unwahrscheinlich, daß man ihn in einem Stück hätte finden (und
aufhängen) können, was gewisse Probleme praktischer Art mit sich führte
(XVII 261-271 <<287-297>>).



VERBRECHERISCHE ORGANISATIONEN


Die Beweise der Verteidigung der sogenannten "verbrecherischen
Organisationen" bestehen aus den Aussagen von 102 Zeugen und 312.022
notariell beglaubigten eidesstattlichen Erklärungen (XXII 176 <<200>>).

Der Begriff "verbrecherisch" wurde nie definiert (XXII 310 <<354>>;
siehe auch XXII 129-135 <<148-155>>).

Weder wurde je definiert, genau wann diese Organisationen angeblich
"verbrecherisch" wurden (XXII 240 <<272-273>>). Die NS-Partei selbst war
schon seit dem Jahre 1920 "verbrecherisch" (XXII 251 <<285>>) oder
vielleicht nur nach dem Jahre 1938 (XXII 113 <<130>>), oder vielleicht
sogar niemals (II 105 <<123>>).

Die 312.022 notariell beglaubigten eidesstattlichen Erklärungen
wurden einer "Kommission" vorgelegt. Die dieser "Kommission" vorgelegten
Beweise erscheinen nicht im Protokoll des Nürnberger Prozesses. Die
"National Archives" in Washington besitzen keine Kopie des
Kommissionsprotokolls, hatten nie davon gehört, und wußten gar nicht, was
es ist (und daher auch nicht, wo man es finden könnte).

Von den 312.022 Erklärungen wurden nur einige Dutzend je ins
Englische übersetzt; d.h., der Gerichtshof konnte sie gar nicht lesen (XXI
287, 397 398 <<319, 439>>).

Der Vorsitzende des Gerichtshofes, Sir Geoffrey Lawrence, verstand
kein Deutsch; Hauptankläger Robert Jackson auch nicht.

Wegen einer in letzter Minute eingeführten Änderung der
Prozeßordnung (XXI 437-438, 441, 586-587 <<483-485, 488, 645-646>>), wurden
viele andere Erklärungen wegen angeblicher "technischer Unkorrektheiten"
(XX 446-448 <<487-489>>) abgelehnt.

Die "Kommission" bereitete "Zusammenfassungen" vor, die dem Tribunal
vorgelegt wurden (zig-tausend Erklärungen, die die humane Behandlung von
Kriegsgefangenen behaupteten, usw.). Diese "Zusammenfassungen" wurden nicht
als "Beweise" betrachtet. Das Tribunal versprach, alle 312.022 Erklärungen
zu lesen, bevor es zu einem Beschluß kommen würde (XXI 175 <<198>>); 2
Wochen später wurde bekanntgegeben, daß die 312.022 Erklärungen alle unwahr
seien (XXII 176-178 <<200-203>>).

Dann wurde eine einzige Erklärung von der Anklage (Dokument D-973)
als "Widerlegung" von 136.000 Erklärungen seitens der Verteidigung
betrachtet (XXI 588; 437, 366 <<647, 483-484, 404>>).

Die 102 Zeugen wurden gezwungen, vor der "Kommission" zu erscheinen
und da auszusagen, bevor sie vor dem Gericht erscheinen und aussagen
durften. 29 von diesen Zeugen (XXI 586 <<645>>), oder, nach einem anderen
Referat, 22 von diesen Zeugen (XXII 413 <<468>>) wurden dann als Zeugen vor
dem Gericht zugelassen; ihre Aussagen aber durften nicht "kumulativ", d.h.
eine Wiederholung von ihren Aussagen vor der "Kommission", sein (XXI 298,
318, 361 <<331, 352, 398-399>>).

Dann beschloß man, daß 6 eidesstattliche Erklärungen seitens der
Anklage die Aussagen aller 102 Zeugen "widerlegt" hätten (XXI 153 <<175>>,
XXII 221 <<251>>).

Eine dieser 6 Erklärungen war in der polnischen Sprache abgefaßt, so
daß die Verteidigung sie nicht lesen konnte (XX 408 <<446>>). Eine andere
war von einem Juden namens Szloma Gol unterzeichnet, der behauptete, 80.000
Leichen ausgegraben und verbrannt zu haben, einschließlich die von seinem
Bruder (XXI 157 <<179>>, XXII 220 <<250>>).

Laut dem britischen Protokoll hat er nur 67.000 Leichen ausgegraben
und verbrannt.

Zu dem Zeitpunkt hatte die Anklage ihre Beweisführung schon beendet
(XX 389-393, 464 <<426-430, 506>>; XXI 586-592 <<645-651>>).

Die Anklage behauptete dann in ihrem Schlußvortrag, daß im Laufe des
Prozesses 300.000 eidesstattliche Erklärungen dem Gericht vorgelegt und von
diesem berücksichtigt worden wären, was den Eindruck erweckte, es hätte
sich dabei um Dokumente der Anklage gehandelt (XXII 239 <<272>>).

In Wirklichkeit hat die Anklage aber im ganzen Prozeß selbst nur
sehr wenige wirklich wichtige eidesstattliche Erklärungen vorgelegt (siehe
z.B. XXI 437 <<483>>, wo 8 oder 9 Erklärungen von der Anklage vorgebracht
wurden, gegenüber 300.000 von der Verteidigung; siehe auch XXI 200 <<225>>;
477-478 <<528-529>>; 585-586 <<643-645>>; 615 <<686-687>>).

In den verschiedenen KZ-Prozessen, z.B. im Prozeß gegen Martin
Gottfried Weiß, hat man sich über ein einfacheres Vorgehen geeinigt: ein
bloßes Arbeitsverhältnis in einem KZ, sogar nur für einige Wochen, wurde
als Beweis dafür angesehen, daß man den "Gemeinsamen Plan" gekannt hat. Das
Wort "Verschwörung" wurde stets vermieden, damit man mit lockeren
Beweisregeln prozessieren konnte. Der Begriff "Gemeinsamer Plan" wurde
natürlich nie definiert, und es wurde auch nicht für notwendig gehalten,
konkrete Fälle von Mißhandlungen anzuführen, noch zu beweisen, daß irgend
jemand je durch solche Mißhandlungen umgekommen wäre. 36 von den hier 40
Angeklagten wurden zum Tode verurteilt.

Das Protokoll der Kommission des Nürnberger Prozesses wurde im
Friedenspalast in Den Haag archiviert, wo es einen halben feuersicheren,
vom Fußboden bis an die Decke reichenden Panzerschrank füllt. Die Aussage
von jedem Zeugen wurde zuerst mit einer bei Seite 1 angefange nen
Seitennumerierung getippt; dann mit einer fortlaufenden Seitennumerierung
neu getippt, die zu vielen Tausenden von Seiten läuft. Die Entwürfe und die
sauberen Kopien wurden dann in Mappen zusammengeheftet. Das Papier ist
äußerst spröde und die Heftklammern gerostet. Es ist absolut sicher, daß,
mindestens in Den Haag, niemand dieses Material je gelesen hat.

Das Plädoyermaterial, das die Aussagen der 102 Zeugen behandelt,
erscheint hauptsächlich feingedruckt in Band XXI und XXII der Buchausgabe
des Nürnberger Gerichtsprokokoll. Der Feindruck bedeutet, daß diese
Textstellen im Schlußvortrag der Verteidigung ausgelassen wurden, da der
Prozeß sonst viel zu lang geworden wäre (so die Anklage). Dieses Material
umfaßt mehrere hundert Seiten. Im britischen Protokoll fehlt jedes Wort
dieses Materials. Im amerikanischen Protokoll, fehlen 11 Seiten zwischen
Absatz 1 und 2 auf Seite 594 vom Band XXI. Im deutschen Protokoll,
erscheinen diese Stellen in Band XXI 654-664). Davon abgesehen scheinen die
amerikanische und die deutsche Fassung komplett zu sein.


Das Material berichtet beispielsweise über:

den totaler Krieg XIX 25 <<32>>
die Reparationen XIX 224-232 <<249-259>>
die deutschen Gewerkschaften XXI 462 <<512>>
die Gestapo und die KZs XXI 494-530 <<546-584>>
den Röhm Putsch XXI 576-592 <<635-651>>
die Kristallnacht XXI 590-592 <<649-651>>
die Umsiedlungen XXI 467-469, 599-603 <<517-519, 669-674>>
den SD XXII 19-35 <<27-47>>
die Rüstung XXII 62-64 <<75-78>>


Die 312.022 Erklärungen befinden sich wahrscheinlich in einem
deutschen Archiv.

Das Urteil im Nürnberger Prozeß wurde zweimal gedruckt, in Band I
und wieder in Band XXII.

Es ist wichtig, die deutsche Ausgabe von Band XXII zu erhalten und
das Urteil in der deutschen Fassung zu lesen. Das schlechte Deutsch und die
falschen Übersetzungen der Amerikaner sind zusammen mit anderen Fehlern
verbessert und mit Fußnoten versehen worden. Irrtümer dieser Art in
Dokumenten können als Beweise für Fälschungen aufgefaßt werden.

Im allgemeinen sind die deutschen Protokollbände den amerikanischen
vorzuziehen. Häufige Fußnoten überall in diesen Bänden machen den Leser auf
Fehlübersetzungen, fehlende Dokumente und gefälschte Kopien aufmerksam
(z.B., XX 205 auf deutsch: "Dieser Satz ist in dem Originaldokument nicht
enthalten").

Die deutsche Ausgabe ist beim Delphin Verlag, München, als
Taschenbuch erhältlich (ISBN 3.7735.2509.5). (Ausschließlich das
Sitzungsprotokoll; das Protokoll mit Dokumentenbänden sind auf Mikrofilm
bei Oceana Publications, Dobbs Ferry, NY, auf englisch erhältlich).


DOKUMENTE


Die gängige Version der Ereignisse behauptet, daß die Alliierten
100.000 Dokumente geprüft und davon 1.000 ausgewählt hätten, die dann dem
Gerichtshof vorgelegt worden seien; die Originaldokumente seien dann im
Friedenspalast in Den Haag deponiert worden. Das ist alles ziemlich
ungenau.

Die Dokumente, die beim Nürnberger Prozeß als Beweise benutzt
wurden, bestehen meistens aus "Photokopien" von "Kopien". Viele von diesen
"Originaldokumenten" sind auf ganz normalem Papier geschrieben, ohne
Briefkopf, ohne handgeschriebene Markierungen irgendwelcher Art, und von
unbekannten Personen. Manchmal gibt es unleserliche Initialen oder
Unterschriften von mehr oder weniger unbekannten Personen, die das Dokument
als "echt" "beglaubigt" haben sollen; manchmal gibt es deutsche Stempel,
manchmal nicht. Viele davon wurden angeblich von den Russen "gefunden",
oder von sowjetischen Kommissionen zur Untersuchung von Kriegsverbrechen
als "echte Dokumente" beglaubigt.

Band XXXIII, zufällig als Stichprobe genommener Dokumentenband,
enthält 20 Vernehmungen oder Erklärungen, 12 Photokopien, 5 nicht
unterzeichnete Kopien, 5 Originaldokumente mit Unterschriften, 4 Kopien von
gedrucktem Material, 3 vervielfältigte Kopien, 3 Fernschreiben, 1 Kopie auf
Mikrofilm, 1 von irgend jemand anderem unterzeichnete Kopie, und 1
nichtspezifiziertes Dokument.

Im Archiv des Friedenspalastes in Den Haag gibt es - wenn überhaupt
- nur wenige deutsche Originaldokumente aus der Kriegszeit. Den Haag
besitzt viele "Erklärungen" oder eidesstattliche Erklärungen, die nach dem
Krieg abgegeben wurden; man besitzt das Protokoll der Kommission des
Militärgerichtshofs, und viel wertvolles Material der Verteidigung. Man hat
die angebliche "Seife aus Menschenfett", die nie gerichtlich geprüft worden
ist, wie auch das "Originalrezept für die Herstellung von Seife aus
Menschenfett" (Dokument UdSSR-196), das eine Fälschung ist, aber
anscheinend keine deutschen Originaldokumente aus der Kriegszeit. Den Haag
besitzt negative Ablichtungen von diesen Dokumenten, auf außerordentlich
sprödem Papier, das mit Drahtklammern zusammengeheftet ist. Um die
Dokumente zu photokopieren, muß man zuerst die Drahtklammern entfernen.
Nachher müssen die Dokumente nochmals mit Drahtklammern zusammengeheftet
werden, was bekanntlich mehr Löcher macht. Die meisten dieser Dokumente
sind bemerkenswert selten abgelichtet worden. Beamte in Den Haag sagen, daß
sehr wenige Besucher diese Dokumente sehen wollen. "Zitiert" aber werden
sie immer wieder.

Die "National Archives" in Washington (siehe Telford Taylor: "Use of
Captured German and Related Documents, A National Archive Conference")
behaupten, die Originaldokumente seien in Den Haag. Den Haag behauptet, die
Originaldokumente seien in den "National Archives".

Das Stadtarchiv in Nürnberg und das Bundesarchiv in Koblenz besitzen
auch keine Originaldokumente. Beide behaupten, die Originaldokumente seien
in Washington! Da die Originaldokumente in den meisten Fällen nur "Kopien"
sind, gibt es oft keine Beweise dafür, daß die betreffenden Dokumente je
existiert haben.

Hauptankläger Robert Jackson leitete schamlos den Prozeß mit Zitaten
aus folgenden gefälschten oder sonst wertlosen Dokumenten ein: 1947 PS;
1721-PS, 1014-PS, 81-PS, 212-PS u.a.m. (II 120-142 <<141-168>>).

1947-PS soll die "Kopie" einer "Übersetzung" eines Briefes vom
General Fritsch an die Baronessin von Schutzbar-Milchling sein. Später
unterschrieb die Baronessin eine eidesstattliche Erklärung, in der sie
behauptete, den betreffenden Brief nie empfangen zu haben (XXI 381
<<420-421>>).

Der gefälschte "Brief" von General Fritsch an die Baronessin von
Schutzbar-Milchling wurde noch während des Prozesses vom Gerichtshof selbst
als Fälschung erkannt und wurde nicht in die Dokumentenbände aufgenommen,
wo er sonst bei XXVIII 44 hätte erscheinen müssen. Jackson wurde jedoch
nicht vom Gericht ermahnt (XXI 380 <<420>>).

Anscheinend haben die übereifrigen Amerikaner 15 solche
"Übersetzungen" gefälscht. Die "Originaldokumente" sind nachher alle auf
rätselhafte Weise verschwunden (siehe Taylor, "Captured Documents").

1721-PS ist eine Fälschung, in der ein SA-Mann einen Brief an sich
selbst schreibt, in dem er berichtet, auf welche Art und Weise er jetzt
einen Befehl ausführen wolle, den er im Brief wörtlich zitiert.
Handgeschriebene Markierungen auf Seite 2 und 3 sind offenbare Fälschungen
von Markierungen auf Seite 1 (XXI 137-141 <<157-161>>; 195-198 <<219-224>>;
425 <<470>>; XXII 147-150 <<169-172>>; siehe auch "Testimony Before the
Commission", Fuß, am 25. April, und Lucke, am 7. Mai 1946). Die "National
Archives" besitzen eine Positivablichtung von 1721-PS, während der
Friedenspalast eine Negativ ablichtung hat. Das "Originaldokument" ist eine
"Photokopie" (XXVII 485).

1014-PS ist eine falsche "Hitlerrede" auf Papier ohne Briefkopf,
Unterschrift, Stempel, usw., geschrieben von einem Unbekannten. Das
Dokument trägt die Überschrift "Zweite Rede", obwohl es bekannt ist, daß
Hitler an diesem Tag nur eine einzige Rede gehalten hat. Es gibt 4
Versionen von dieser Rede. 3 davon sind Fälschungen: 1014-PS, 798-PS, L-3,
nur eine authentisch, Ra-27 (XVII 406-408 <<445-447>>; XVIII 390 402
<<426-439>>).

Die dritte Fälschung, Dokument L-3, trägt den Stempel eines
FBI-Labors und wurde nicht einmal als Beweis zugelassen (II 286
<<320-321>>); 250 Kopien davon wurden aber als echt an die Presse verteilt
(II 286 293 <<320-328>>).

Dieses Dokument wurde von A.J.P. Taylor auf Seite 254 von "The
Origins of the Second World War", Fawcett Paperbacks, 2nd edition, with
Answer to his Critics") zitiert, der seine Quelle als "German Foreign
Policy, Series D vii, No. 192 und 193" angibt.

L-3 ist die Quelle vieler Hitler zugeschriebener Zitate,
insbesondere "Wer erinnert sich heute an das Schicksal der Armenier", und
"Unsere Feinde sind kleine Würme. Ich habe sie in München gesehen". Der
angebliche Hitler vergleicht sich selbst mit Djengis Khan und kündigt an,
er werde die Polen ausrotten und vor den Photographen Chamberlain in den
Unterleib treten. Das Dokument scheint auf derselben Schreibmaschine
gebastelt worden zu sein wie viele andere Nürnbergdokumente, einschließlich
der 2 anderen Fassungen derselben Rede. Diese Schreibmaschine war
wahrscheinlich eine Martin aus den Triumph-Adler-Werken, Nürnberg.

81-PS ist eine "beglaubigte Kopie" eines nicht unterzeichneten
Briefes auf ganz normalem Papier, geschrieben von einem Unbekannten. Wenn
er authentisch wäre, würde es sicht um den Entwurf eines nie abgeschickten
Briefes handelt. Immer wieder spricht man von einem "Brief" Rosenbergs, was
Rosenberg bestritt (XI 510-511 <<560-561>>). Dem Dokument fehlen
Unterschrift, Initialen, Aktenzeichen (eine bürokratische Angabe), und es
wurde auch nicht bei der Person gefunden, an die es adressiert war (XVII
612 <<664>>). 81-PS ist eine "Photokopie" mit einer sowjetischen
Aktennummer (UdSSR-353, XXV 156-161).

212-PS wurde auch von einem Unbekannten gefertigt, gänzlich auf
normalem Papier, ohne irgendwelche handgeschriebene Markierungen, Datum,
Anschrift, oder Stempel (III 540 <<602>>, XXV 302-306; siehe auch
Photokopien von negativen Photokopien aus Den Haag).

Dies ist leider nur typisch. Dokument 386-PS, das
"Hoßbach-Protokoll", eine angebliche "Hitlerrede" von 5. November 1938, ist
eine "be glaubigte Photokopie" einer Mikrofilmkopie einer neu-getippten
"beglaubigten Kopie", angefertigt von einem Amerikaner, von einer neu
getippten "beglaubigten Kopie", angefertigt von einem Deutschen, von den
-von Hitler nie beglaubigten - handgeschriebenen Notizen, die Hoßbach 5
Tage später aus dem Gedächtnis heraus von einer Hitlerrede gemacht haben
will. Es handelt sich dabei nicht um eines der schlechtesten Dokumente,
sondern um eines der besten, weil wir wenigstens wissen, wer eine der
"Kopien" gebastelt hat. Der Text von 386-PS ist "editiert" worden (XLII
228-230).

Mit anderen Worten bedeutet "Prozeß durch Dokumente" folgendes: A,
ein völlig Unbekannter, überhört angebliche, von B gemachte, "mündliche
Aussagen", und nimmt Notizen davon, oder fertigt gar ein Dokument an, in
dem er diese "Aussagen" festhält. Dieses Dokument wird dann als Beweis
vorgelegt, nicht gegen A, der das Dokument gefertigt hat, sondern gegen
B,C,D,E, und eine ganze Reihe anderer Leute, obwohl es nichts gibt, was
diese Menschen mit dem Dokument oder mit den angeblichen Aussagen in
Zusammenhang bringen könnte. Es wird einfach behauptet, "B hat gesagt", "C
hat getan", oder "C und D haben gewußt". Dieser Vorgang ist ein Verstoß
gegen die Beweisregeln aller zivilisierten Länder. Auch werden die
Dokumente nicht von Zeugen identifiziert.

Zum Fälschen von Originaldokumenten kam es im Nürnberger Prozeß
selten, weil die Dokumente selbst dem Gericht nicht physisch vorgelegt
wurden. Das "Originaldokument", d.h. die originale, nicht unterzeichnete
"Kopie", blieb stets in einem Panzerschrank im Dokumentenzentrum verwahrt
(II 195 <<224>>, 256-258 <<289-292>>).

Dann wurden von der "Kopie" 2 "Photokopien" (V 21 <<29>>) oder, wie
anderswo behauptet, 6 Photokopien gemacht (II 251-253 <<284-286>>); diese
Kopien wurden dann dem Gerichtshof vorgelegt. Alle anderen Kopien wurden
auf eine Matrize neu-getippt und vervielfältigt (IX 504 <<558-559>>).

Im Protokoll wird das Wort "Original" gebraucht, wenn man
"Photokopie" meint (II 249-250 <<283-284>>; XIII 200 <<223>>, 508 <<560>>,
519 <<573>>, XV 43 <<53>>, 169 <<189>> 171 <<191>> 327 <<359>>), um die
"Photokopien" von den vervielfältigten Kopien zu unterscheiden (IV 245 246
<<273-274>>).

"Übersetzungen" waren von allen Dokumenten schon am Anfang des
Prozesses zur Verfügung, (II 159-160 <<187-189>>, 191 <<219-220>>, 195
<<224>>, 215 <<245>>, 249-250 <<282-283>>, 277 <<312>>, 415 <<458>>, 437
<<482-483>>); die "deutschen Originaltexte" gab es aber erst frühstens 2
Monate später. Dies gilt nicht nur für die Anklageschriften und andere
Schriftsätze des Gerichts, sondern für alle Dokumente. Die Verteidigung
hatte vor dem 9. Januar 1946 noch keine Dokumente in deutscher Sprache
erhalten (V 22-26 <<31-35>>).

Dokumente die allem Anschein nach auf derselben Schreibmaschine
zusammengebastelt wurden, sind u.a. Dokument 3803-PS, ein "Brief" von
Kaltenbrunner an den Bürgermeister von Wien, zusammen mit dem
Begleitschreiben dieses selben Bürgermeisters, als er Kaltenbrunners
"Brief" an den Gerichtshof sendet (XI 345-348 <<381-385>>). Der "Brief" von
Kaltenbrunner enthält eine falsche geographische Bezeichnung (XIV 416
<<458>>).



KARL DÖNITZ


Dönitz wurde wegen "verbrecherischer U-Boot-Kriegsführung" gegen die
Briten eingesperrt. Im Völkerrecht ist alles eine Frage von Vergeltung und
internationalen Vereinbarungen, deren Beachtung wiederum nur durch
Vergeltung erzwungen werden kann. Im Krieg ist die beste Verteidigung gegen
irgendeine Waffe ein kräftiger Gegenangriff mit derselben Waffe. Wegen
ihrer Überlegenheit auf der See, haben die Briten in beiden Weltkriegen
Blockaden durchführen können, indem sie das sogenannte "Navicert-System"
angewendet haben. Neutrale Schiffe wurden auf hoher See mit Gewalt
aufgebracht und in einen britischen Hafen gezwungen, wo sie nach
komplizierten Formeln durchsucht wurden: wenn ein neutrales Land mehr
Nahrungsmittel, Düngemittel, Wolle, Baumwolle, Leder, Gummi, usw.
importierte, als man für notwendig für den eigenen Bedarf hielt, ging man
davon aus, daß die Differenz für den Wiederverkauf an die Deutschen
bestimmt war. Ergebnis: das Schiff wurde mit der gesamten Ladung
beschlagnahmt und versteigert (was auch ein Verstoß gegen britische
Versicherungsvereinbarungen war).

In 1918-19 wurde die Blockade nach dem Waffenstillstand acht Monate
lang aufrechterhalten, um die Ratifizierung des Versailler Vertrages zu
erzwingen. Hunderttausende Deutsche verhungerten nach dem Kriege, während
die Diplomaten die Verhandlungen verzögerten, was ein klarer Verstoß gegen
die Bestimmungen des Waffenstillstands und des Völkerrechts war; mit
Hitlers Worten, "das größte Wortbruch aller Zeiten". Der britische
Standpunkt war, daß die Blockade selbst legal war, die Durchführung dagegen
illegal; siehe z.B. 1911 Encylopaedia Britannica, "Neutrality"; 1922
Encylopaedia Britannica "Blockade", "Peace Conference". Im Pazifikkrieg
gegen Japan versanken die Amerikaner "alles was sich bewegte".

Die Neutralen, einschließlich der Vereinigten Staaten, beschwerten
sich über diese Verletzung ihrer Neutralität, gaben aber dann nach und
fügten sich den britischen Wünschen, wobei sie nochmals ihre eigene
Neutralität verletzten. Eine Nation, die mit einer Verletzung ihrer
Neutralität einverstanden ist, darf als kriegsführend betrachtet werden.

Die Fünfte Haager Konvention vom 18. Oktober 1907 über die Rechte
von Neutralen wurde nie von den Briten ratifiziert. Trotzdem betrachteten
die Briten alle Bestimmungen der Konvention als verbindlich für die Japaner
und die Deutschen, obwohl eine Klausel den Vertrag außer Kraft setzt, wenn
eine Macht sich am Krieg beteiligt, die den Vertrag nicht unterschrieben
hat.

1939 besaßen die Deutschen nur 26 U-Boote, die im Atlantik
eingesetzt werden konnten - ein Fünftel von der Stärke der französischen
Flotte allein. Dazu waren die deutschen U-Boote viel kleiner als die der
anderen Länder. Eine Gegenblockade gegen die Briten konnte nur durchgeführt
werden, wenn man die Neutralen davor warnte, in britische
Territorialgewässer zu fahren. Für die Briten, wurde dies als "Verbrechen"
eingestuft.

Von diesen 26 U-Booten waren viele zu irgendeinem gegebenen
Zeitpunkt reparaturbedürftig, so daß es Monate gab, in denen nur 2 oder 3
davon seetüchtig waren. Es liegt auf der Hand, daß U-Boote nicht wie
Überwasserschiffe andere Schiffe aufbringen und Durchsuchungsoperationen
durchführen können. Wenn ein U-Boot einmal aufgetaucht ist, ist es fast
völlig wehrlos sogar gegenüber Kleinkaliberwaffen auf einem Handelsschiff,
von Funk, Radar, und Flugzeugen ganz zu schweigen.

Im Nürnberger Prozeß verlangten die Briten, daß deutsche U-boote
hätten auftauchen und dem Handelsschiff mitteilen müssen, daß man
beabsichtige, das Schiff zu durchsuchen. Dann hätten sie warten müssen, bis
das Handelsschiff die Feindseligkeiten angefangen hätte. Erst dann hätte
man das Schiff versenken dürfen, vermutlich mit den Waffen auf dem
U-Boot-Deck. Jetzt hätte man ferner die vielen Überlebenden an Bord des
U-Boots nehmen müssen (wo sie in viel größerer Gefahr gewesen wären als in
einem Rettungsboot), um sie dann so bald wie möglich ans Land zu setzen.

Wenn britische Flugzeuge auftauchten und ein U-Boot mit Überlebenden
versenkten, wobei auch die Geretteten ums Leben kamen, waren diese
natürlich alle von den Deutschen "ermordet" worden. Kein internationaler
Vertrag verlangt eine derartige Prozedur, und kein Land hat je auf dieser
Weise gekämpft. Da das Retten von Überlebenden das U Boot einsatzunfähig
machte und oft den Verlust von sowohl Boot als Besatzung bedeutete, verbot
Dönitz jeden Rettungsversuch. Die Briten nannten dies einen Befehl, "alle
Überlebenden zu töten". Diese Anklage wurde jedoch nicht im Urteil
aufrechterhalten.

Dönitz wurde auch angeklagt, das deutsche Volk zum hoffnungslosen
Widerstand aufgefordert zu haben, ein auch von Winston Churchill begangenes
"Verbrechen".

Dönitz erwiderte: "Es war sehr schmerzlich, daß unsere Städte noch
zerbombt wurden, und daß wir durch diese Bombenangriffe und durch diesen
Kampf noch Menschen verloren. Die Zahl dieser Menschen ist aber etwa
300.000 bis 400.000, wobei den Hauptanteil daran der Bombenangriff auf
Dresden trägt, der militärisch nicht zu verstehen ist und nicht
vorauszusehen war. Diese Zahl ist verhältnismäßig gering gegenüber den
Millionen von deutschen Menschen, die wir im Osten verloren hätten an
Soldaten und Bevölkerung, wenn wir im Winter kapituliert hätten." (XIII
247-406 <<276-449>>; XVIII 312-372 <<342 406>>).


HANS FRANK


Frank wurde angeklagt, in einem 12.000 Seiten langen, sein
"Tagebuch" genannten Dokument Hunderte von anti-semitischen Bemerkungen
gemacht zu haben. Das "Tagebuch" umfaßt aber nur eine einzige von Frank
unterzeichnete Seite. Darüber hinaus enthält es aber Hunderte von
humanitären Bemerkungen, die ignoriert wurden (XII 115-156 <<129 173>>).
Die anti-semitischen Aussagen wurden von den Russen ausgewählt, in einem
kurzem Dokument aufgeschrieben, und dem Gerichtshof als Dokument 2233-PS
vorgelegt, das immer als "Franks Tagebuch" bezeichnet wird.

Das tatsächliche "Tagebuch" von 12.000 Seiten besteht aus
Zusammenfassungen (nicht wörtlich aufgenommenen Protokollen oder
stenographischen Notizen) von Konferenzen in denen 5 oder 6 Personen in
größter Verwirrung oft gleichzeitig sprachen. Es war daher nicht klar an
wen welche Äußerungen zurückzuführen waren (XII 86 <<97-98>>).

Frank gab sein "Tagebuch" an die Amerikaner in dem Glauben, daß es
ihn entlasten würde: er hatte in öffentlichen Reden gegen Hitlers
Rechtsbrüche protestiert, was mit großem persönlichem Risiko verbunden war,
und er hatte vierzehnmal versucht zurückzutreten (XII 2 114 <<8-128>>;
XVIII 129-163 <<144-181>>).

Frank wurde davon überzeugt, daß deutsche Greueltaten stattgefunden
hatten, nachdem er "in der Auslandspresse" vom sowjetischen Majdanek Prozeß
gelesen hatte (XII 35 <<43>>). Auschwitz lag nicht in dem von Frank
kontrollierten Gebiet.

Frank sah es als seine Aufgabe, in einem nationalsozialistischen
Staat eine unabhängige Justiz zu schaffen, eine Aufgabe, die er unmöglich
fand. In einer Rede vom 19. November 1941, sagte Frank: "Das Recht kann man
nicht zum Handelsobjekt degradieren; man kann es nicht verkaufen, es ist
da, oder es ist nicht da. Das Recht ist keine Börsenware. Wenn das Recht
nicht gestützt wird, dann verliert der Staat den moralischen Halt, dann
sinkt man in den Abgrund der Nacht und des Grauens".

Hitlers Rechtsbrüche schlossen nie das Erlassen eines "ex-post facto
Gesetzes" ein; in 3 Fällen wurden Strafen aber rückwirkend erhöht (XVII 504
<<547>>).

Franks angeblicher Raub von Kunstschätzen wird zusammen mit dem von
Rosenberg besprochen.



WILHELM FRICK


Frick wurde wegen angeblicher "Germanisierung" von den Einwohnern
von Posen, Danzig, Westpreußen, Eupen, Malmedy, dem Sudetenland, dem
Memelland, und ústerreich (!) erhängt. Mit der Ausnahme von ústerreich
waren alle diese Gebiete durch den Versailler Vertrag von Deutschland
abgetrennte ehemalige Teile des preußischen Staates. Malmedy ist ein
französischsprachiges Gebiet; alle andere sind deutschsprachige Gebiete.
ústerreich war nicht in der Lage, nach 1919 als eine wirtschaftlich
unabhängige Einheit zu überleben, und hatte verlangt, durch eine
Volksabstimmung mit Deutschland zusammengeschlossen zu werden. Die
demokratischen, alliierten Siegermächte antworteten mit der Drohung, die
Zufuhr von Nahrungsmitteln abzuschneiden (XVIII 55 <<66>>, XIX 360
<<397>>).

Ein anderes, angeblich von Frick begangenes Verbrechen war die
Tötung von 275.000 Schwachsinnigen, die ihm in dem "Bericht" einer
tschechischen (kommunistischen) "Kriegsverbrechenskommission" zur Last
gelegt wurde.

Wie Göring wurde Frick angeklagt, für das Bestehen der KZs
verantwortlich zu sein. In seiner Verteidigung wurde darauf hingewiesen,
daß es schon vor der nationalsozialistischen Machtergreifung sowohl in
Deutschland als auch in ústerreich die "Schutzhaft" gegeben hatte. In
ústerreich wurde sie "Anhaltehaft" genannt und bildete die Rechtsgrundlage
dafür, Tausende von Nationalsozialisten einzukerkern (XXI 518-521
<<572-576>>). "Schutzhaft" besteht in Deutschland auch heute noch, wo sie
"U-haft" genannt wird.

Im Urteil einer der wichtigsten Dachau-Prozesse ("Trial of Martin
Gottfried Weiss and Thirty Nine Others, "Law Reports of Trials of War
Criminals", Band XI, S. 15, veröffentlicht von den Vereinigten Nationen),
findet man folgenden Satz: 

"Im Fall des Konzentrationslagers Mauthausen... waren die Tatsachen
grundsätzlich dieselben, obwohl die Verlustziffern viel höher lagen, weil
Massentötungen in einer Gaskammer durchgeführt wurden..."


Heißt das etwa, daß man zugibt, daß es in Dachau nie eine Gaskammer
gab? Jedenfalls bestätigen die "Law Reports of Trials of War Criminals",
daß kein Dachau-Prozeß je die Existenz einer "Gaskammer in Dachau" bewiesen
hat.

Im Nürnberger Prozeß wurde "eine beglaubigte Kopie" des Urteils im
"Trial of Martin Gottfried Weiss and Thirty Nine Others", in dem dieser
Satz fehlte, dem Tribunal als Dokument 3590-PS (V 199 <<228>>) vorgelegt,
zusammen mit 3 anderen Dokumenten, die "Massenvergasungen in Dachau"
beweisen sollten (Dokument 3249-PS, V 172-173 <<198>>, XXXII 60; Dokument
2430-PS, XXX 470; und 159-L, XXXVII 621).

Frick wurde von Dr. Franz Blaha, einem Zeugen, der das Gutachten
"Massenvergasungen in Dachau" unterschrieben hatte (Dokument 3249 PS,
geschrieben von Lt. Daniel L. Margolies, der auch an der Fälschung von 3
Hitlerreden beteiligt war, XIV 65 <<77>>) angeklagt, Dachau besucht zu
haben. Frick bestritt dies und bat, als Zeugen vernommen zu werden, um zu
seiner Verteidigung aussagen zu können und mit Blaha konfrontiert zu
werden.

Dies wurde ihm verweigert. Anscheinend gab Frick auf. Er sagte nie
aus. Die Schlußrede seines Verteidigers ist in Band XVIII, Seite 164-189
<<182-211>> abgedruckt.

Der Zeuge, Dr. Franz Blaha, ein Kommunist, war 1961 Vorsitzender des
Internationalen Dachauverbandes, und behauptete dann immer noch, er habe in
Dachau Massenvergasungen gesehen und Hosen und andere Lederwaren aus
Menschenhaut hergestellt.

Der Prozeß von Martin Gottfried Weiss liegt auf 6 Mikrofilmrollen
vor (M1174, National Archives). Die ersten "Gaskammerbeweisstücke"
(Bericht, Skizze, Brausebaddüse, Rolle 1), wurden dem Dachau-Gericht nie
vorgelegt, und sind nicht mehr unter den endgültigen Beweisstücken für den
Prozeß zu finden (Rolle 4). Das Protokoll (Rolle 2 & 3) erwähnt kein
einziges Mal irgendeine Gaskammer in Dachau, außer in einigen Sätzen in der
Aussage von Dr. Blaha (Band 1, S. 166, 169). Die angebliche "Menschenhaut"
stammte von Maulwürfen (Band 4, S. 450,462,464).



HANS FRITZSCHE


Fritzsche kam durch einen an ihn geschriebenen Brief zu der
Überzeugung, daß es in Rußland Massentötungen gegeben hatte. Er versuchte
dies nachzuprüfen, konnte aber keine Beweise dafür finden (XVII 172-175
<<191-195>>).

Fritzsche ist ein wichtiger Zeuge, da in seinem Fall vom Gerichtshof
zugegeben wurde, daß ausländische Zeitungen viele "falsche Nachrichten"
über Deutschland verbreitet hatten (XVII 175-176 <<194 196>>; siehe auch
XVII 22-24 <<30-33>>). Trotzdem hatten eben dieselben Zeitungsartikel und
Runkfunkberichte die "allgemein bekannten Tatsachen" geschaffen, für die es
laut den Beweisregeln des Gerichtshofs keiner Beweise bedurfte (Artikel 21
von den Beweisregeln, I 15 <<16>>, II 246 <<279>>).

Fritzsches Verteidigung wies darauf hin, daß es keine
zwischenstaatliche Vereinbarung zur Regelung und Begrenzung von Propaganda
oder Greueltatgeschichten - wahre oder falsche - gebe. Nur ein einziges
nationales Gesetz eines einzigen Staates (der Schweiz) verbiete es,
ausländische Staatsoberhäupter zu beleidigen. Daß Fritzsche keines
Verbrechens schuldig sein konnte, war im Nürnberger Prozeß unerheblich. Man
betrachtete es als unerwünscht, einen "Prozeß" zu führen, in dem alle
Angeklagten für schuldig befunden würden. Im Kuhhandel, der dem Urteil
vorausging, wurde vereinbart, daß Fritzsche freigesprochen werden sollte
(XVII 135-261 <<152-286>>; XIX 312-352 <<345-388>>).



WALTER FUNK


Funk war klassischer Pianist und stammte aus einer sehr
respektierten Künstlerfamilie. Zur Zeit des Prozesses war er seit 25 Jahren
verheiratet und ehemaliger Finanzredakteur. Wie die meisten anderen
Angeklagten wurde Funk beschuldigt, "unmoralische Handlungen" begangen zu
haben, indem er z.B. Geburtstagsgeschenke von Hitler angenommen habe und
damit "bereitwillige Teilnahme am gemeinsamen Plan" bewiesen hätte.
(Natürlich können solche Handlungen nicht verboten sein!).

Funk behauptete, daß die Briten und die Polen konspiriert hätten, um
Deutschland zum Krieg zu provozieren, weil sie geglaubt hätten, daß die
Generäle dann Hitler stürzen würden. (XIII 111-112 <<125-126>>).

Funk wurde auch beschuldigt, in geheimer Absprache mit der SS
veranlaßt zu haben, daß Insassen der Konzentrationslager getötet worden
seien, damit mit ihrem Zahngold der Kriegseinsatz habe finanziert werden
können. Das Zahngold war angeblich in einem Keller der Reichsbank zusammen
mit Rasierutensilien, Füllfederhältern, großen Weckern und anderem mehr
oder weniger wertlosem Plunder aufbewahrt worden. Vergessen war die
Zeugenaussage von Rudolf Höß, daß die Zähne schon in Auschwitz
eingeschmolzen worden seien (XI 417 <<460>>).

Funk sagte aus, daß die Menge und die Art der Diebesbeute "absurd"
seien, und wies darauf hin, daß die SS als Zollpolizei gedient habe, und
daß ihr die Überwachung der Devisenkontrollregelungen unterstellt gewesen
sei, die es u.a. Privaten untersagten, Gold, Silber, und ausländische
Währung zu besitzen. Es sei ganz normal gewesen, daß die SS große Mengen
von Wertsachen beschlagnahmt habe. Die SS, als Regierungsbehörde, habe
natürlich Finanzkonten besessen, und solche Konten hätten natürlich auch
Wertsachendepots umfaßt. Private Bürger hätten auch Wertsachen in denselben
Tresoren aufbewahrt als die SS; die Reichsbank habe keinen Zugang zu diesen
Tresoren gehabt, weil es sich um private Sicherungsdepots gehandelt habe.

Mit den zunehmenden Bombenangriffen, seien immer mehr Wertsachen von
ganz normalen deutschen Bürgern in den Tresoren aufbewahrt worden. Nach
einem besonders kräftigen Angriff auf die Reichsbank, seien die Wertsachen
zuletzt in eine Kaliummine nach Thüringen gebracht worden. Dort seien die
Wertsachen von den Amerikanern gefunden worden, die davon einen gefälschten
Film gemacht hätten.

Funk und sein Rechtsanwalt bewiesen durch einen Zeugen der Anklage
in den wohl intelligentesten Kreuzverhören und Zeugenaussagen des ganzen
Prozesses, daß der Film tatsächlich eine Fälschung war (XIII 169 <<189
190>>, 203-204 <<227-228>>, 562-576 <<619-636>>; XXI 233-245 <<262-275>>).

Kurzen Prozeß wurde auch mit der lächerlichen Erklärung Oswald Pohls
gemacht, Dokument 4045 PS. In dieser Erklärung wurde Funk angeklagt, bei
einer Abendgesellschaft in Anwesenheit von Dutzenden von Leuten
einschließlich Kellnern - die Anwendung vom Zahngold toter Juden zur
Finanzierung des Kriegseinsatzes diskutiert zu haben (XVIII 220-263
<<245-291>>). Diese Erklärung wurde auf deutsch geschrieben und von Robert
Kempner als Zeugen unterschrieben. Pohl wurde später für schuldig gefunden,
in Treblinka Opfer in 10 "Dampfkammern" zu Tode "gedampft" und aus ihrem
Haar Türmatten hergestellt zu haben (NMT IV 1119-1152) (Vierter
Militärgerichtshof, Nürnberg).

Wie die anderen Angeklagten im Nürnberger Prozeß glaubte Funk auch,
daß Verbrechen vorgekommen waren, behauptete aber, er habe nichts davon
gewußt. Sein Glaube daran ist aber an sich kein Beweis dafür, daß solche
Verbrechen tatsächlich stattgefunden haben.


KURT GERSTEIN


Kurt Gerstein wird oft als "Holocaust-Zeuge" bezeichnet. Dies ist
aber nicht korrekt. Unter "Zeugen" versteht man im allgemeinen eine Person,
die etwas gesehen hat und die vor Gericht erscheint, um darüber auszusagen.
Dies hat Gerstein nicht getan. Gerstein war nicht vereidigt und erschien
nicht vor Gericht. Er trat nur als ein Name am Ende einer mit
Schreibmaschine auf französisch gefertigten "Erklärung" auf, die er
vielleicht geschrieben hat - oder vielleicht auch nicht. (Dokument 1553 PS,
im ersten Nürnberger Prozeß zurückgewiesen).

Nach einer der Überlieferungen über Gerstein soll er die Erklärung
im Cherche Midi-Gefängnis in Frankreich geschrieben haben; unmittelbar
nachher soll er dann Selbstmord begangen haben. Die Leiche ist aber sofort
auf ganz mysteriöse Weise spurlos verschwunden.

Die "Gerstein Erklärung", eine von 6 verschiedenen Ausgaben, wurde
in Nürnberg aus rein technischen Gründen abgelehnt, d.h. irgendein Eid war
nicht richtig geschworen worden (IMT VI 333-334 <<371-372>>, 362 363
<<398-399>>).

Sie wurde im Pohl-Prozeß wiederbelebt (NMT IV 1119-1152), zusammen
mit den 10 "Dampfkammern" in Treblinka (3311-PS).

Es ist viel wahrscheinlicher, daß die Erklärung von einem deutsch
jüdischen Vernehmungsbeamten und "Dolmetscher" auf französisch geschrieben
wurde, und daß einige der Widersprüche (wie z.B. daß es im August Winter
ist, oder daß er in einem Satz mit dem Wagen fährt und im unmittelbar
folgenden Satz mit dem Zug) auf eine fehlerhafte Übertragung der
Vernehmungsnotizen in die Form einer Erklärung zurückzuführen sind. In den
Prozessen gegen die kleineren Kriegsverbrecher und in japanischen
Kriegsverbrecherprozessen kommen solche "Erklärungen" nicht-vereidigter
"Zeugen" ziemlich häufig vor, da man davon ausging, daß solche Erklärungen
zwar weniger "Gewicht" besaßen als eidesstattliche Erklärungen, aber
dennoch einen "Wahrscheinlichkeitswert" hatten. Es ist auch möglich, daß
Gerstein an Verletzungen gestorben ist, die ihm während der Vernehmungen
zugefügt wurden; oder vielleicht hat er sich am Farbband der
Schreibmaschine aufgehängt. Wir wissen es nicht -niemand scheint es zu
wissen.

Dieses Dokument wurde später im Prozeß gegen Oswald Pohl ausführlich
zitiert, wo "bewiesen" wurde, daß man in Treblinka 10 "Gaskammern" und 10
"Dampfkammern" besaß, gleichzeitig.



G.M. GILBERT


Einer der berühmtesten Berichte über das Verhalten und die Psyche
der Angeklagten im Nürnberger Prozeß ist das Buch "Nuremberg Diary" des
deutschgeborenen Psychologen G.M. Gilbert. Das meiste Material des Buches
besteht aus angeblichen Unterhaltungen der Angeklagten bzw. anderer
Personen mit Gilbert, sowie aus Gesprächen der Angeklagten unter sich (!);
dies alles soll Gilbert nachher aus dem Gedächtnis niedergeschrieben haben.

Ein Vergleich der angeblichen "Unterhaltungen" mit dem Protokoll vom
Nürnberger Prozeß macht es deutlich, daß die Angeklagten nicht in dem Stil
gesprochen haben, den ihnen Gilbert zugeschrieben hat. Gilbert nahm keine
Notizen; keine Zeugen waren anwesend.

Wer glaubt, daß die Dokumente 1014-PS, 798-PS und L-3 "Hitlerreden"
sind, mindestens im Vergleich mit Dokument Ra-27, darf weiterhin glauben,
daß Gilberts Buch "Äußerungen der Angeklagten im Nürnberger Prozeß"
enthält. Natürlich schließt das nicht aus, daß die Angeklagten sich
sinngemäß in etwa so ähnlich geäußert haben könnten, wie aus Gilberts
"Erinnerung" hervorgeht.

Gilbert glaubte, daß die Angeklagten Millionen von Juden vergast
hätten. Wenn sie deswegen keine Schuldgefühle zeigten, sei das der Beweis,
daß sie "schizoid" seien.

Es ist offensichtlich, daß eine solche Einstellung seinerseits sein
Wahrnehmungsvermögen und sein Gedächtnis beeinflußt haben muß, auch wenn er
die Wahrheit so wiedergegeben hat, wie er sich daran erinnert. Wenn er
gelogen hat, wäre er bestimmt nicht der einzige "Amerikaner", der beim
Nürnberger Prozeß das getan hat. Telford Taylor, z.B., war schlichtweg
unfähig, die einfachsten Äußerungen wahrheitsgemäß zu wiederholen (siehe XX
626 <<681-682>>), die Äußerungen von General von Manstein, verglichen mit
Taylors "Zitate" von Manstein, XXII 276 <<315>>).

Gilberts Unehrlichkeit wird am besten durch die Eintragung für den
14. Dezember 1945 belegt: "Major Walsh fuhr fort, dokumentarische Beweise
für die Ausrottung von Juden in Treblinka und Auschwitz vorzutragen. In
einem polnischen Dokument hieß es: 'Alle Opfer mußten sich Kleider und
Schuhe ausziehen; die Sachen wurden später gesammelt; nachher wurden alle
Opfer, Frauen und Kinder zuerst, in die Todeskammern getrieben...
Kleinkinder wurden ganz einfach hineingeworfen" (S. 69, 1. Ausgabe).

Natürlich ist der "dokumentarische Beweis" nichts als ein
kommunistischer "Bericht über Kriegsverbrechen", und die "Todeskammern"
sind, natürlich, keine Gaskammern, sondern "Dampfkammern" (III 567-568
<<632-633>>).



HERMANN GÖRING


Göring wurde angeklagt, das KZ-System geschaffen und einen
"Angriffskrieg" gegen Polen angestiftet zu haben. Görings Verteidigung war,
daß Deutschland ein souveräner Staat gewesen sei, den alle Regierungen der
Welt anerkannt hätten (XXI 580-581 <<638-639>>); Hitler sei legal gewählt
worden; jede Regierung sei berechtigt, Gesetze zu machen und seine
Angelegenheiten so zu gestalten, wie sie es für richtig halte; General von
Schleicher habe ohne die Unterstützung der Nationalsozialisten versucht,
gesetz- und verfassungswidrig zu regieren; Deutschland sei 1933 am Rand
eines Bürgerkriegs gewesen; KZs seien im Burenkrieg von den Briten erfunden
worden; Tatsächlich wurden KZs während der französischen Revolution
erfunden, um die Bauern der Vendee einzukerkern. Es handelte sich um eine
ganz "demokratische" Einrichtung. Anmerkung des Verfassers. Internierungen
von feindlichen Staatsbürgern und politischen Gegnern sei während des
Zweiten Weltkriegs von sowohl Amerika als Großbritannien durchgeführt
worden.

Der Befehl, die KZs zu schaffen, war ohne jeden Zweifel legal und
stützte sich auf eine Notstandsklausel der Weimarer Verfassung. Er war auch
von Hindenburg unterzeichnet worden (Reichspräsidentenerlaß vom 28. Februar
1933), gemäß Artikel 48, Absatz 2, der Weimarer Verfassung (XVII 535
<<581>>, XIX 357 <<394>>).

Wie aus einem von der Anklage vorgelegten Dokument, Dokument R-129
(III 506 <<565-566>>), hervorgeht, gab es 1939 insgesamt 21.400 Insassen in
allen deutschen KZs; gleichzeitig saßen 300.000 Personen in den
gewöhnlichen Justizvollzugsanstalten (XVII 535-536 <<581-582>>, XX 159
<<178>>).

Ein Jahr nach dem Kriege waren 300.000 Deutsche gemäß alliierten
Vereinbarungen über die "automatische Verhaftung" in alliierten
Gefangenenlagern eingesperrt (vgl. z.B. Punkt B-5 der Gemeinsamen Erklärung
von Potsdam) (XVIII 52 <<62>>).

Die Mehrheit der Gefangenen in deutschen KZs waren Kommunisten oder
gewöhnliche Verbrecher (XVII 535-536 <<581-582>>, XXI 516-521 <<570-576>>,
607-614 <<677-685>>).

Während des Krieges wurde das Lagersystem wegen der Blockade
ausgebaut, damit man die Arbeitskraft von feindlichen Ausländern,
Verbrechern, Zeugen Jehovas, und Kommunisten ausnutzen könnte. Es wurde
darauf hingewiesen, daß auch Amerika 11.000 Zeugen Jehovas eingesperrt habe
(XI 513 <<563>>).

Großbritannien hat beide Weltkriege unter Verletzung des
Völkerrechts ausgefochten, indem sowohl Deutschland als auch alle besetzten
Gebiete durch Blockade buchstäblich in die Hungersnot getrieben wurden
(XIII 445-450 <<492-497>>; XVIII 334-335 <<365-367>>). Diese Verhältnisse
machten es notwendig, in den besetzten Gebieten Requisitionen und
Arbeitspflicht durchzuführen, was laut Artikel 52 der 4. Haager
Landkriegsordnung vom 18. Oktober 1907 legal war. Aus diesem Grund waren
auch die ausländischen Arbeitnehmer glücklich, in Deutschland arbeiten zu
dürfen und Geld an ihre Familien in der Heimat überweisen zu können
(insgesamt zwischen zwei und drei Milliarden Reichsmark während des
Krieges).

Die "Sklaven" zahlten von ihrem Lohn deutsche Steuern, und konnten
mit Geldstrafen bestraft werden, die einen Wochenlohn nicht übersteigen
konnten (V 509 <<571>>). Bei groben Verstößen gegen die Arbeitsdisziplin
konnten sie für höchstens 56 Tage in ein Arbeitslager geschickt werden
(aber nicht in ein KZ) (XXI 521 <<575-576>>). Es war strengstens verboten,
sie zu prügeln oder mißhandeln.

Kriegsgefangene konnten sich freiwillig zur Arbeit in der Industrie
melden und wurden dann aus dem Kriegsgefangenenlager entlassen; in diesem
Fall wurden sie genau wie alle anderen Industriearbeiter behandelt (XVIII
496-498 <<542-544>>), verloren aber den Schutz unter der Genfer Konvention
über die Behandlung von Kriegsgefangenen. Sie konnten nicht zu diesem
Schritt gezwungen werden.

Die Vichy-Regierung in Frankreich erlangte die Freilassung und
sofortige Heimkehr von 1 Kriegsgefangenen für jede 3 Arbeiter, die nach
Deutschland geschickt wurden, um dort vertraglich für mindestens 6 Monate
zu arbeiten (XVIII 497 <<543>>). Es wäre formell auch nicht möglich
gewesen, die Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen zu
verletzen, indem man etwa Gefangene mit französischer, belgischer oder
holländischer Staatsangehörigkeit gezwungen hätte, an Feindseligkeiten
gegen ihre eigenen Heimatländer teilzunehmen, da ihre eigenen Heimatländer
nicht mehr gegen Deutschland kämpften (XVIII 472-473 <<516>>.

Was den Angriff gegen Polen betrifft, gab es die polnische Krise
schon seit mehr als einem Jahr vor dem Molotov-Ribbentrop Pakt und den
deutschen und sowjetischen Angriffen. Während dieser ganzen Zeit verlangten
die Polen zu keinem Zeitpunkt die Einberufung eines neutralen
internationalen Schiedsgerichts, appellierten sie nie an den Völkerbund
-weil sie keine gerechte Lösung wünschten. Die Polen begnügten sich damit,
weiterhin die von ihnen eingegangenen internationalen Vereinbarungen zu
verletzen, indem sie polnische Staatsbürger deutscher Herkunft sowohl als
auch viele Hunderttausende Juden vertrieben (XVI 275 <<304>>).

Die Masseneinwanderung polnischer Juden nach Deutschland sei die
unmittelbare Ursache für den deutschen Antisemitismus gewesen, behaupteten
viele Angeklagte und Zeugen der Verteidigung (XXI 134-135 <<155>>; XXII 148
<<169>>). Polnische Juden seien in viele Finanzskandale und Betrügereien
verwickelt gewesen, z.B. in die Barnat Kutitsky-Affäre (XXI 569 <<627>>).

Was eine "Anstiftung zur völkerrechtswidrigen Kriegsführung"
anbelangt, waren es natürlich die Briten, die mit ihren massiven
Bombenangriffen gegen die Zivilbevölkerung das Kriegsrecht verletzten.
Deutsche Soldaten gingen mit ausführlichen, gedruckten Anweisungen in den
Kampf: Privatbesitz müsse respektiert werden; Gefangene müßten human
behandelt werden, Frauen müßten respektiert werden, usw. (IX 57-58
<<68-69>>, 86 <<100-101>>, XVII 516 <<560>>).

Vor den deutschen Kriegsgerichten wurden zahlreiche Prozesse gegen
Angehörige der eigenen Streitkräfte geführt, die wegen Vergewaltigung oder
Plünderung angeklagt wurden, auch wenn es sich dabei manchmal um sehr
geringe Sachwerte ging. Es kam dabei zu vielen Todesurteilen (XVIII 368
<<401-402>>, XXI 390 <<431>>, XXII 78 <<92>>).

Die Beschlagnahme von staatlichem Besitz war nach der Haager
Konvention legal. Die Sowjetunion hatte außerdem diese Konvention nicht
unterzeichnet. Im Übrigen gab es in den kommunistischen Staaten keinen
Privatbesitz. Göring sagte, er sei in Rußland gewesen und habe gesehen, daß
die Leute da nichts hätten, was man hätte stehlen können (IX 349-351
<<390-393>>).

Außerdem taten die Alliierten zur Zeit des Prozesses genau das, was
sie den Deutschen zum Vorwurf machten (XXI 526 <<581>>; XXII 366-367
<<418-420>>).

Göring wies die Anklage wegen "medizinischer Versuche in
Druckkammern" entschieden zurück, indem er darauf hinwies, daß jeder Pilot
seine körperlichen Reaktionen auf Höhenflüge auf die Probe stellen müsse;
es gebe nichts Ungewöhnliches oder Unheimliches an einer sogenannten
"Druckkammer" (XXI 304-310 <<337-344>>). Die Amerikaner führten sogar
während des Nürnberger Prozesses medizinische Experimente mit tödlichem
Ausgang aus (XIX 90-92 <<102 104>>; siehe auch XXI 356, 370 <<393, 409>>).

Ironischerweise wurde behauptet, ein "Verteidigungskrieg" schließe
auch Präventivangriffe (XXII 448 <<508>>) ein, so wie auch Angriffe, um
Bürger anderer Staaten gegen ihre eigene Regierung zu verteidigen (XIX 472
<<527>>; XXII 37 <<49>>) - außer wenn es die Deutschen taten (X 456
<<513>>). Einwände, daß die Deutschen genau das getan hatten, wurden außer
Acht gelassen.

Die Sowjets hatten 10.000 Panzer und 150 Divisionen längs der
ostpolnischen Grenze konzentriert; dazu hatten sie die Zahl der Flughäfen
im sowjetischen Teil von Polen von 20 auf 100 vermehrt. Man hat später
detaillierte Landkarten gefunden, die für reine Verteidigungszwecke nicht
erforderlich gewesen wären. Man hat es in Deutschland für selbstmörderisch
gehalten, auf einen sowjetischen Angriff auf die úlfelder von Rumänien oder
die Kohlengebiete von Schlesien zu warten (XIX 13-16 <<20-23>>, XX 578
<<630-631>>; XXII 71 <<85>>).

Es wäre unnatürlich gewesen, wenn sich Nationen mit riesigen
Kolonialreichen (Großbritannien, Frankreich) oder Ansprüchen auf ganze
Halbkugeln (die Vereinigten Staaten) auf eine brauchbare Definition des
Wortes "Angriffskrieg" hätten einigen können. Es wurde sogar im Urteil des
Nürnberger Prozesses zugegeben, daß Begriffe wie "Verteidigung",
"Aggression", und "Verschwörung" nie definiert worden seien (XXII 464, 467
<<527, 531>>). Zweifelsohne bedeutet der Begriff "Defensivkrieg" nur soviel
wie das mittelalterliche "bellum justum" (der gerechte Krieg) - hier in der
Tarnkappe des liberalistischen Kauderwelschs (IX 236-691 <<268-782>>; XVII
516-550 <<560-597>>; XXI 302-317 <<335 351>>).


RUDOLF HEß


Nach dem Bericht von Robert H. Jackson (zitiert von Richter Bert. A.
Röling vom Tokyo Tribunal, siehe "A Treatise on International Criminal
Law", vol. 1, pp. 590-608, edited by M. Cherif Bassiouni and Ved F. Nanda,
Chas Thomas Publisher), hatten weder die Briten und Franzosen noch die
Sowjets den Wunsch gehabt, im Nürnberger Prozeß die Deutschen der
Anstiftung zum "Angriffskrieg" anzuklagen, und zwar aus einleuchtenden
Gründen. Diese Anklage wurde von den Amerikanern erfunden, zum einzigen,
ausdrücklichen, und zugegebenen Zweck, amerikanische
Völkerrechtsverletzungen zu rechtfertigen.

Solche Verletzungen des Völkerrechts wären z.B. das Lend-Lease
Programm; die Schutzbegleitung und Reparatur von britischen Kriegsschiffen
schon zwei Jahre vor Pearl Harbor; die Erlaubnis der Amerikaner, daß sich
britische Kriegsschiffe als amerikanische tarnen durften, als die
Vereinigten Staaten noch offiziell neutral waren; die illegale Ausdehnung
des Territorialgewässers auf 300 Meilen; die Besetzung von Island; die
Weiterleitung an die Briten von Beobachtungen von deutschen und
italienischen U-Bootbewegungen; Bomben- und Rammangriffe gegen deutsche und
italienische U-Boote schon seit Juli 1941 - und andere ganz eindeutig an
einen "Angriffskrieg" erinnernde Handlungen.

Das heißt, daß Heß 47 Jahre lang eingekerkert war - nicht nur wegen
Handlungen, die nicht verboten waren (z.B. sein Versuch, den Krieg zu
beenden, Millionen von Menschenleben zu retten und die Zerstörung Europas
und des britischen Weltreiches zu vermeiden), sondern vielmehr wegen
"Verbrechen", die erfunden wurden, um die Verbrechen seiner Ankläger zu
tarnen.

Im Nürnberger Prozeß wurde nicht behauptet, daß sich Deutschland
einer "Aggression" gegen Großbritannien und Frankreich schuldig gemacht
hätte; die Frage, ob Großbritannien und Frankreich dann an einer
"Aggression" gegen Deutschland schuldig gewesen seien, blieb ungeklärt (IX
473 <<525>>; XVII 580 <<629>>).

Heß wurde angeklagt, in geheimer Absprache mit Hitler versucht zu
haben, Großbritannien aus dem Krieg zu locken, um es Hitler zu ermöglichen,
dafür die Sowjetunion anzugreifen. Seine einzige Verteidigung war, daß
seine Aktion in seinem aufrichtigen Wunsch begründet gewesen sei, den Krieg
zwischen Deutschland und England zu beenden; von einem Angriff auf Rußland
habe er nichts gewußt.

Das Plädoyer von Rudolf Heß' Verteidiger erscheint in Bd. XIX, S.
353 396 <<390-437>>. Wenn man die letzte (und fast einzige) mündliche
Erklärung liest, die Heß jemals persönlich abgegeben hat (XXII 368-373
<<420-425>>), bekommt man den Eindruck, daß Rudolf Heß in einem Augenblick
total verrückt und nur einen Moment später genial, brillant und logisch
sein konnte. Es ist durchaus möglich, daß dieser Geisteszustand ein
Ergebnis seiner englischen Gefangenschaft war.






RUDOLF HÖß



Rudolf Höß war der Auschwitzkommandant, dessen angebliche
"Geständnisse" "bewiesen" haben sollen, daß Hitler tatsächlich sechs
Millionen Juden vergast hat (oder fünf Millionen, die im Nürnberger Prozeß
normalerweise zitierte Zahl). Sein bekannteste Geständnis ist dasjenige,
das von William L. Shirer auf S. 968-969 von "The Rise and Fall of the
Third Reich" zitiert wird.

Dieses Dokument, 3868-PS, sollte in seinem Kontext gesehen werden.
Die schriftliche "ex-parte" "eidesstattliche Erklärung" (wo sich nur eine
der Parteien äußert - ohne der anderen Partei die Möglichkeit zu geben,
durch einen Kreuzverhör vertiefende Fragen zu stellen) war ein
Hauptwerkzeug der Anklage in den mittelalterlichen Hexenprozessen. Danach
verschwand dieses Instrument der Rechtspflege für mehrere Jahrhunderte, um
dann in den kommunistischen Schauprozessen und den
Kriegsverbrecherprozessen wiederaufzutauchen.

Diese Dokumente verletzen viele Standardregeln des normalen
Strafprozeßverfahrens, z.B. die Regel gegen das Stellen von
Suggestivfragen, die Regel gegen die Vorlage von früher verfaßten,
übereinstimmenden Behauptungen (d.h., das Fabrizieren von Beweisen, indem
man in verschiedenen "Dokumenten" zehnmal dieselben Behauptungen aufstellt;
in modernen Strafprozessen werden solche Dokumente nur vorgelegt, wenn sie
späteren Behauptungen widersprechen), das Recht des Angeklagten, mit seinem
Ankläger konfrontiert zu werden, und ihm in einem Kreuzverhör Fragen zu
stellen; sowohl als auch das Recht des Angeklagten, die Aussage zu
verweigern, um nicht sich selbst zu belasten. Auch wären die in
Kriegsverbrecherprozessen vorgelegten "Beweise" in normalen
Militärprozessen nicht zulässig. Sogar 1946 wurde die Vorlage schriftlicher
Erklärungen an Eides Statt durch die Anklage in Militärprozessen, wo es um
die Todesstrafe ging, durch Artikel 25 von den US Articles of War verboten.
Artikel 38 forderte den Gebrauch der "Federal Rules of Evidence", d.h. der
normalen Bewiesregeln vor amerikanischen Bundesgerichten.

Im Nürnberger Prozeß wurde zu keinem Zeitpunkt der Anschein
vorgetäuscht, daß Höß dieses Dokument selbst geschrieben hätte. Wenn das
der Fall gewesen wäre, hätte es im Dokument nicht geheißen: "Ich verstehe
Englisch, so wie es im vorliegenden Dokument geschrieben ist", sondern,
"Ich habe dieses Dokument selbst geschrieben". In den zweitrangigen
Kriegsverbrecherprozessen (Hadamar, Natzweiler, usw.), ist es völlig
normal, ganze Geständnisse zu finden, die ausschließlich in der Handschrift
des Vernehmungsbeamten und auf englisch geschrieben sind, wo dann der
Gefangene selbst auf deutsch die Erklärung hinzugefügt hat, daß dies seine
eigenen Behauptungen seien, und daß er mit der Äbersetzung ins Englische
zufrieden sei!

(Dabei ist zu bedenken, daß die Englischkenntnisse der Deutschen
damals generell sehr gering waren. Die meisten hatten überhaupt keine
Fremdsprache gelernt. Auch im Fall Höß ist nirgendwo belegt, daß er der
englischen Sprache mächtig war. Alles spricht dagegen! [Anm. des
Übersetzers]).

Ein anderer Wortlaut derselben Beglaubigungsformel findet sich auf
Seite 57 im Hadamarband der "War Crimes Trials" von Sir David Maxwell-Fyfe:
"I certify that the above has been read to me in German, my native tongue
["Ich erkläre, daß mir dieses Dokument in deutscher Sprache, meiner
Muttersprache, vorgelesen worden ist" (auf englisch).

Angeblich wurde der Gefangene von einem Dolmetscher in Frage-und
Antwortform vernommen; die Fragen wurden dann ausgelassen, und die
Antworten wurden zuletzt zu einer Erklärung zusammengeflickt, normalerweise
von einer anderen Person als dem Vernehmungsbeamten, der die Fragen
gestellt hatte.

Zum Beispiel wurden im Belsenprozeß sämtliche Erklärungen immer von
demselben Offizier, Major Smallwood, geschrieben. In diesem Prozeß, eine
Art kombinierter Auschwitz-Belsen Prozeß, richteten die vom Gericht
ernannten britischen und frei-polnischen Pflichtverteidiger einen völlig
vernichtenden Schlag gegen die Beweise der Anklage - auch gegen die
behaupteten "Selektionen für Massenvergasungen". Ihre Argumentation wurde
aber zurückgewiesen, weil man unfreiwillig abgegebene Erklärungen und
Gerüchte in sowohl schriftlicher als mündlicher Form für zugelassen hielt,
"nicht um Unschuldige zu verurteilen, sondern um Schuldigen für schuldig zu
finden" ("Law Reports of Trials of War Criminals", Vol. II (dieser dünne
Band muß als Ganzes gelesen werden).

Nachdem der Offizier, der auf das Schreiben von Erklärungen
spezialisiert war, ein Dokument fertiggestellt hatte, wurde es dem
Gefangenen zur Unterschrift vorgelegt. Wenn die Erklärung nicht
unterschrieben wurde, wurde sie trotzdem dem Gerichtshof als Beweis
vorgelegt. Im Jargon der Kriegsverbrecherprozesse gingen Einwände höchstens
gegen ihr "Gewicht", nicht aber gegen ihre "Zulässigkeit".

Ein Beispiel für eine nicht unterschriebene Erklärung von Rudolf Höß
ist Dokument NO-4498-B. Die Buchstabe B bedeutet, daß das Dokument nur eine
mit der Schreibmaschine "unterschriebene" "Übersetzung" eines in der
polnischen Sprache abgefaßten und angeblich von Höß unterschriebenen
"Originaldokuments", Dokument NO-4498-A. Es gibt auch ein Dokument
NO-4498-C, in der englischen Sprache. Die Erklärungen A und C sind nicht
der Erklärung B beigelegt, die die "beglaubigte Kopie" sein soll.

Dokument 3868-PS, das von Shirer zitiert wird, wurde auf englisch
dreimal unterschrieben, aber die deutsche "Übersetzung" ist nie
unterschrieben worden. Das Dokument enthält eine ganz unwichtige, aber
angeblich von Höß mit einem kleinen "h" versehene Änderung, und einen
ganzen Satz in der Handschrift des Vernehmungsbeamten (vgl. die großen "W")
ohne Paraphierung von Höß. Natürlich ist das "h" da, um zu "beweisen", daß
Höß die Erklärung "gelesen und korrigiert" hat. Der Inhalt dieses
handgeschriebenen Satzes wird anderswo widerlegt (XXI 529 <<584>>).

Wenn eine Erklärung dem Gefangenen zur Unterschrift vorgelegt wurde,
wurde sie manchmal weitgehend geändert, was dazu führte, daß es von einem
Dokument oft 2 oder mehr verschiedene Versionen gibt. In diesen Fällen
werden die längeren Versionen "zitiert", während die kürzeren "verloren
gehen". Ein Beispiel für diese Praktik ist Dokument D-288, die Erklärung
von Dr. Wilhelm Jäger (siehe Albert Speer), die von William L. Shirer auf
S. 948-949 zitiert wird.

Jäger sagte aus, er habe 3 oder 4 Kopien desselben Dokuments
unterschrieben. Es sei aber ein viel kürzeres Dokument gewesen. Das kürzere
wurde zuerst gegen den älteren Krupp vorgelegt, bevor der Prozeß gegen ihn
aufgegeben wurde. Im längeren Dokument ist die Übersetzung ins Englische
mit einem früheren Unterschriftsdatum versehen als das "Original". Jägers
Erscheinung vor dem Gericht war eine echte Katastrophe, aber das hat man
vergessen (XV 264-283 <<291 312>>).

Wenn der Unterzeichner einer solchen "Erklärung" erschien, um vor
Gericht auszusagen, widersprach er immer der schriftlichen Erklärung die
Widersprüche sind aber vergessen. Andere Zeugen, die vorher eine Erklärung
unterschrieben hatten, und deren Erscheinen vor dem Gerichts hof
katastrophal war, sind u.a. General Westhoff, der seiner "Erklärung", die
nicht eidesstattlich war, 27mal widersprach (XI 155-189 <<176 212>>); und
ein "Experte für die bakteriologische Kriegsführung", Schreiber, (XXI
547-562 <<603-620>>). Im Fall Paul Schmidt - Hitlers Dolmetscher - wurde
ihm seine "Erklärung", Dokument 3308-PS, zur Unterschrift vorgelegt, als er
zu krank war, um sie sorgfältig zu lesen, und er hat sie denn auch später
teilweise widerrufen (X 222 <<252>>); die Erklärung wurde aber trotzdem
gegen von Neurath gebraucht, obwohl sich Schmidt davon distanziert hatte
(XVI 381 <<420-421>> XVII 40-41 <<49-50>>). Ernst Sauckel unterschrieb eine
Erklärung, die vor seiner Ankunft in Nürnberg (XV 64-68 <<76-80>>)
ausgefertigt worden war; er unterschrieb sie unter Zwang (seine Frau und
seine 10 Kinder wären sonst an die Polen oder die Russen ausgeliefert
worden).

Weil die Unterzeichner ganz selten (wenn überhaupt) ihre eigenen
"Erklärungen" geschrieben haben, ist es ganz natürlich, daß man oft in
verschiedenen Dokumenten identische, oder beinahe identische, Sätze oder
ganze Abschnitte findet - auch wenn die Dokumente an verschiedenen Tagen
und angeblich auch von verschiedenen Personen ausgefertigt wurden. Als
Beispiele nur die Erklärungen 3 und 5 von Blaskovitz und Halder
(Beweisstück 536-US und 537-US; Dokument UdSSR-471 und UdSSR 472 und 473;
und Dokument UdSSR-264 und 272 (Erklärungen über die Herstellung von Seife
aus Menschenfett).

Andere von Höß unterzeichneten Erklärungen sind u.a. Dokument NO
1210, das zuerst auf englisch geschrieben wurde und umfangreiche
Einschiebungen, Ergänzungen, und Verbesserungen enthält, darunter 2
verschiedene Entwürfe von Seite 4 und 5. Die "Erklärung" wurde später ins
Deutsche übersetzt und von Höß unterzeichnet. Das heißt, daß die
"Übersetzung" in Wirklichkeit das "Originaldokument" ist - und das
"Originaldokument" die "Übersetzung".

Dokument 749(b)D wurde vor der Unterzeichnung durch Höß "mündlich
aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt". Die Unterschrift ist schwach
bis an die Unleserlichkeit, was auf Krankheit, Müdigkeit oder Folterung
deuten könnte. Die Folter wird von Rupert Butler in "Legions of Death"
(Hamlyn Paperbacks) beschrieben.

Das "Geständnis", das am 1. April 1946 (das Datum war wohl ein
Zufall) von Sir David Maxwell-Fyfe zitiert wurde, in dem Höß die Tötung von
4 Millionen Juden gestanden haben soll (X 389 <<439-440>>), (statt der 2.5
Millionen vom 5. April), hat entweder nie existiert oder ist in der
Zwischenzeit "verloren gegangen".

Es ist ganz einfach nicht wahr, daß die Aussagen von Höß im
Nürnberger Prozeß im wesentlichen nur die Behauptungen seiner Erklärung
bestätigt haben sollen; das gilt nur für seine Aussagen im Kreuzverhör des
Col. John Amen von der U.S. Army.

Im Gegenteil, Höß erschien um auszusagen, und wie gewöhnlich
widersprach er seiner Erklärung und sich selbst soviel er nur konnte (XI
396-422 <<438-466>>).

Wo die Erklärung zum Beispiel behauptet: "Wir wußten, wann die Leute
tot waren, weil ihre Schreie aufhörten" (XI 416 <<460>>) - ganz
einleuchtend eine toxikologische Unmöglichkeit - behauptet er in seiner
mündlichen Aussage aber - als Antwort auf grobe, unzulässige
Suggestivfragen des "Verteidigers" von Kaltenbrunner - daß die Opfer das
Bewußtsein verloren hätten (XI 401 <<443>>), was die Frage ungeklärt ließ,
genau wie er genau wissen konnte, wann die Opfer tatsächlich tot waren.

Offensichtlich vergaß er zu erwähnen, daß die Tötung von Insekten
mit Zyklon 2 Tage dauerte, eine Tatsache, auf die er anderswo aufmerksam
gemacht hatte (Dokument NO-036, S. 3, deutscher Text, Antwort auf Frage 25;
siehe auch "Kommandant in Auschwitz", S. 155). Mit einem so langsam
wirkenden Gift, wären die Leute schon erstickt, lange bevor das Gas hätte
wirken können.

Höß behauptete, daß der Befehl, die europäischen Juden zu töten,
mündlich (XI 398 <<440>>), der Befehl, die Tötungen zu verschweigen, aber
schriftlich gegeben worden wäre (XI 400 <<442>>). Er behauptete, daß einige
der Opfer in tiefen Gruben verbrannt worden wären, obwohl Auschwitz ein
notorischer Sumpf war (XI 420 <<464>>); die Goldzähne seien auf der Stelle
eingeschmolzen worden (XI 417 <<460>>); trotzdem hätte eine Evakuierung der
Insassen, um eine Gefangennahme durch die Russen zu vermeiden, zu unnötigen
Todesfällen geführt (XI 407 <<449 450>>); und er behauptet sogar beinahe,
daß es überhaupt gar keine Tötungsprogramme gegeben habe! Dieses ist ein
Zitat wert:


"Bis zum Kriegsbeginn 1939 war die Lage in den Lagern, was Verpflegung,
Unterbringung und Behandlung der Häftlinge betraf, wie in jedem anderen
Gefängnis oder einer Strafanstalt des Reiches auch. Die Häftlinge wurden
zwar streng behandelt, aber an eine methodische Verprügelung oder schlechte
Behandlung war nicht zu denken. Der Reichsführer hatte wiederholt Befehle
herausgegeben, daß jeder SS Mann, der sich an einem Häftling vergreift,
bestraft würde, und es sind auch verscheidentlich SS-Männer, die sich an
Häftlingen vergingen, bestraft worden. Die Verpflegung und Unterkunft war
zu diesem Zeitpunkt völlig denen anderer Häftlinge der Justizverwaltung
gleichgestellt.

Die Unterbringung in den Lagern war in den Jahren auch noch normal; denn es
gab zu der Zeit noch nicht diese Massenzuströmungen wie dann während des
Krieges und bei Ausbruch des Krieges. Als der Krieg begann und
Masseneinlieferungen politischer Häftlinge, und später in den besetzten
Gebieten von Häftlingen der Widerstandsbewegung einsetzte[n], kamen die
Baulichkeiten, die Erweiterungen der Lager nicht mehr mit der Zahl der
eingelieferten Häftlinge mit. In den ersten Jahren des Krieges war dies
immer noch zu überbrücken durch improvisierte Maßnahmen, später aber war
dies kriegsbedingt nicht mehr möglich, da fast keinerlei Baumaterialien
mehr zur Verfügung standen. [N.B. Die Leichen wurden angeblich mit Holz als
Brennmaterial verbrannt.] <...> So trat dann der Zustand ein, daß immer
mehr Häftlinge in den Lagern nicht mehr widerstandsfähig genug waren, den
nun allmählich entstehenden Seuchen Widerstand zu bieten <...> Es war nicht
so, daß man darauf ausging, möglichst viele Tote zu haben oder Häftlinge zu
vernichten, sondern dem Reichsführer kam es immer wieder darauf an,
möglichst jede Hand für die Rüstung einsetzten zu können <...> Diese
sogenannten Mißhandlungen und Quälereien in den Konzentrationslagern, die
überall im Volk und später durch die Häftlinge, die von der Besatzung
befreit wurden, verbreitet wurden, waren nicht, wie angenommen, Methode,
sondern es waren Ausschreitungen einzelner Führer, Unterführer und Männer,
die sich an Häftlingen vergriffen <...> Wenn irgendein Vorgang auf
irgendeine Art und Weise bekannt wurde, dann wurde der Betreffende
natürlich sofort von seinem Posten enthoben beziehungsweise an irgendeine
andere Stelle versetzt, so daß er, wenn er nicht bestraft wurde, wenn nicht
genügend Beweismaterial dafür vorlag, daß er bestraft werden konnte, so
wurde er eben an eine andere Stelle versetzt und von den Häftlingen
weggenommen <...> Die katastrophale Lage zu Ende des Krieges war dadurch
hervorgerufen worden, daß durch die Zerstörung des Bahnnetzes, durch die
dauernden Bombardierungen der Werke eine ordnungsmäßige Versorgung dieser
Massen -- ich denke an Auschwitz mit 140,000 Häftlingen -- nicht mehr
gewährleistet war, wenn auch durch improvisierte Maßnahmen,
Lastwagenkolonnen und ähnliche Dinge von den Kommandanten alles versucht
wurde, dies zu bessern; es war nicht mehr möglich. Die Zahl der Kranken war
ins Uferlose gestiegen, es gab nur noch wenige Medikamente, die Seuchen
grassierten. Die arbeitsfähigen Häftlinge wurden immer wieder gebraucht. Es
mußten sogar auf Befehl des Reichsführers Halbkranke noch an irgendwelchen
Stellen der Indu strie, wo sie noch arbeiten konnten, verwendet werden, so
daß auch dadurch alles an Raum in den Konzentrationslagern, was überhaupt
als Unterbringungsraum zur Verfügung stand, von kranken und sterbenden
Häftlingen überbelegt war <...> Es gab zu Ende des Krieges noch 13
Konzentrationslager. Alle anderen hier aufgezeichneten Punkte bedeuten
sogenannte Arbeitslager bei den dort vorhandenen Rüstungsbetrieben <...>
Wenn Mißhandlungen vorkamen, ich selbst habe keine von Wachmannschaften an
Häftlingen beobachtet, so war dies nur in kleinem Maß möglich, denn es
wurde von allen den lagervorgesetzten Dienststellen darauf geachtet, daß
möglichst wenige SS-Männer direkt an die Häftlinge herankamen, denn im
Laufe der Jahre hatte sich das Personal der Wachmannschaft dermaßen
verschlechtert, daß man diese Maßstäbe, die man früher an die
Lagerwachmannschaften anlegte, nicht mehr aufrechterhalten konnte. Wir
hatten Tausende von Wachmännern, die kaum deutsch konnten, die aus aller
Herren Länder als Freiwillige in die Verbände eingezogen waren, oder es
handelte sich um ältere Jahrgänge, 50-bis 60jährige Männer, die am Dienst
völlig uninteressiert waren, so daß man als Lagerkommandant dauernd darauf
zu achten hatte, daß diese Männer auch den geringsten Anforderungen des
Dienstes gerecht wurden. Daß es darunter Elemente nun gab, die sich an
Häftlingen vergriffen, lag auf der Hand, geduldet sind sie aber nie worden.
Weiter war es unmöglich, diese Menschenmassen durch SS-Männer zu
dirigieren, bei der Arbeit oder im Lager, es mußten daher überall Häftlinge
eingesetzt werden, die die anderen Häftlinge wiederum dirigierten, zur
Arbeit anwiesen, und die Verwaltung des Lagers im Innern lag fast
ausschließlich in deren Hand. Da sind natürlich sehr viele Mißhandlungen
vorgekommen, die auch gar nicht abzustellen waren, denn des Nachts war fast
überhaupt kein SS-Angehöriger im Lager. Es durften nur bei bestimmten
Vorkommnissen SS-Männer das Lager betreten, und so waren alle Häftlinge
mehr oder weniger diesen Häftlingsvorgesetzten ausgesetzt."


Frage (von Dr. Babel, Verteidiger für die SS):


"Sie haben schon Angaben gemacht über Vorschriften, die für die
Wachmannschaften bestanden haben. Nun hat aber auch überall eine
Lagerordnung bestanden. In dieser Lagerordnung waren doch auch Strafen
vorgesehen für Häftlinge, die sich gegen die Lagerordnung verstießen.
Welche Strafen waren da vorgesehen?"


Antwort:


"Als erstes, die Überweisung in die Strafkompanie, das heißt, strengere
Arbeit und Beschränkung der Unterkunft und ähnliches; dann Haft im
Zellengebaüde, Dunkelhaft, bei ganz Widerspenstigen Fesselung, Anbinden.
Die Strafe des Anbindens wurde im Jahre 1942 oder 1943, ich kann das nicht
mehr genau sagen, vom Reichsführer verboten. Denn gab es noch ein
sogenanntes Strafstehen am Lagereingang, und als letztes Mittel die
sogenannte Prügelstrafe. Diese Prügelstrafe konnte aber kein Kommandant
selbständig verhängen, er konnte diese nur beantragen."


- Mündliche Aussagen von Rudolf Höß, am 15. April 1946 (XI 403-411
<<445-454>>).

Der Grund, warum Höß überhaupt ausgesagt hat, ist wahrscheinlich,
daß er seine Frau und seine 3 Kinder schützen wollte, und mit der Aussage,
daß nur 60 Personen von den Massentötungen gewußt hätten, versucht er
offensichtlich das Leben von anderen Angeklagten zu retten. Höß versuchte,
Kaltenbrunner zu retten, indem er Eichmann und Pohl belastete, die noch
nicht festgenommen worden waren. (Für einen ähnlichen Fall, siehe die
Erklärung von Heisig, die Räder belasten sollte, XIII 460-461 <<509-510>>).

Höß erschien als "Zeuge der Verteidigung"; die Anklage hat selbst
ihr Kreuzverhör von ihm abgebrochen (XI 418-419 <<461-462>>). Vielleicht
hatte sie Angst, er würde die ganze Lüge platzen lassen.

Die berühmte "Autobiographie" von Höß, "Kommandant in Auschwitz",
ist wahrscheinlich im Laufe der Vernehmungen in Frage-und Antwortform wie
eine riesige "Erklärung" aufgestellt und erst später ausgeschrieben worden,
um in seiner Handschrift kopiert zu werden, und als Dokument ist sie nicht
viel besser als die anderen Erklärungen. In der deutschen Ausgabe dieses
Buches kann man lesen, daß das Feuer von den Menschenverbrennungen
meilenweit weg zu sehen gewesen sei (S. 160 161), den Gestank habe man
meilenweit riechen können (S. 159). Jeder im ganzem Gebiet habe von den
Ausrottungen gewußt (S. 159), die Opfer hätten gewußt, daß sie vergast
werden sollten (S. 110, 111, 125), trotzdem habe man sie aber täuschen
können (S. 123-124; siehe auch Dokument 3868-PS), seine Familie habe aber
nie etwas davon gewußt (S. 129-130). Höß sei ein chronischer Alkoholiker,
der Dinge "gestehe", wenn er getrunken habe (S. 95) oder gefoltert werde
(S. 145).

Es stimmt nicht - wie oft behauptet wird - daß auf Seite 126 von
diesem Buch steht, daß Kapos Leichen aus den Gaskammern geräumt hätten und
dabei gegessen und geraucht hätten und somit keine Gasmasken getragen
hätten; der Text sagt das nicht.

Robert Faurisson hat bewiesen, daß Höß tatsächlich genau diese
Behauptung gemacht hat, aber nicht im Buch, sondern während einer
Vernehmung. Privater Briefwechsel mit dem Verfasser. Die polnische
"Übersetzung" dieses Buches, veröffentlicht vor der Veröffentlichung des
deutschen "Urtextes", scheint mit dem deutschen Text übereinzustimmen; es
fehlen aber Ortsnamen und Daten im polnischen Text. Wahrscheinlich wurde
das Buch zuerst auf Polnisch geschrieben, und diese Einzelheiten sind dann
erst später in den deutschen Text eingeschoben worden.

Die Gesamtausgabe der ungekürzten, nicht edierten Schriften von
Rudolf Höß (?) (auf polnisch) ist durch die internationale Zusammenarbeit
der Bibliotheken zu entleihen ("Wspomnienia Rudolfa Hössa, Komendanta Obozu
Oswiecimskiego"). 



JAPANISCHE KRIEGSVERBRECHERPROZESSE


Während deutsche Angeklagte für schuldig erklärt wurden, "Seife aus
Menschenfett" hergestellt zu haben, (was noch in der 7. Ausgabe von
Oppenheim & Lauterpachts angesehenem "International Law", Band II, S. 450,
ernsthaft geglaubt wird), wurden japanische Angeklagte in mehreren
Prozessen für schuldig gefunden, "Suppe aus Menschenkörperteile" gekocht zu
haben.

Dies ist kein Druckfehler ("soap/soup" [Seife/Suppe]); vielmehr
wurde es im Jahre 1948 als eine "bewiesene Tatsache" betrachtet, daß die
Japaner eine Rasse von Menschenfressern seien, denen es zwar bei
Todesstrafe verboten sei, die Leichen ihrer eigenen Toten kulinarisch zu
verwerten, die aber angeblich offiziell dazu aufgefordert worden seien,
Amerikaner aufzufressen. Amerikaner wurden gebraten serviert,
beziehungsweise als Suppe; die Japaner hätten sogar Menschen gegessen, wenn
andere Lebensmittel erhältlich gewesen seien. Das heißt, daß sich die
Japaner dem Kannibalismus aus Neigung und nicht aus Notwendigkeit zugewandt
hätten. Lieblingskörperteile des japanischen Meisterkochs seien Leber,
Bauchspeicheldrüse, und Gallenblase gewesen; Chinesen dagegen seien in Form
von Pillen verschlungen worden!

Die Prozesse, in denen dies "bewiesen" wurde, sind U.S. vs.
Tachibana Yochio und 13 andere, Mariana Islands, 2.-15. August, 1946;
Commonwealth of Australia, vs. Tazaki Takehiko, Wewak, 30. November 1945;
Commonwealth of Australia vs. Tomiyasu Tisato, Rabaul, 2. April 1946; und
der komplizierteste Kriegsverbrecherprozeß der Geschichte, der
"International Military Tribunal for the Far East" (IMTFE), persönlich
überwacht von Douglas MacArthur, der vom Mai 1946 bis Dezember 1948
andauerte (see "The Tokyo Judgement", vol. 1, S. 409-410, University of
Amsterdam Press, 1977, S. 49,674-5 vom vervielfältigten Protokoll.

Die 25 Angeklagten, die den Prozeß überlebten, wurden alle für
schuldig gefunden; 7 von ihnen wurden aufgehängt.

Man hat ihnen u.a. folgende Verbrechen zur Last gelegt:


1. "Vorbereitung, Einleitung und Durchführung eines Angriffskrieges" gegen
die Sowjetunion. Tatsächlich war es die Sowjetunion, die 2 Tage nach
Hiroshima unter Verletzung eines Gewaltverzichtsvertrags Japan angegriffen
hat; am selben Tag wurde das "Londoner Abkommen" unterzeichnet, nach dessen
Richtlinien der Nürnberger Prozeß durchgeführt wurde.

2. "Vorbereitung, Einleitung und Durchführung eines Angriffskrieges" gegen
Frankreich. Frankreich liegt bekanntlich in Europa.

3. "Unzulässige Seeblockade" und "wahllos Bombardierung der
Zivilbevölkerung" (Prozeß gegen Shimada). D.h., was die Briten in Europa
getan hatten, war ein Verbrechen, wenn es die Japaner angeblich getan
hatten.

4. "Illegale Aburteilung von Kriegsverbrechern vor einem
Militärgerichtshof" (Prozeß gegen Hata und Tojo; siehe auch U.S. vs.
Sawada) Wahrscheinlich die ekelerregendste Anklage von allen: die Opfer
waren 7 Amerikaner, die die japanische Bevölkerung wahllos bombardiert
hatten, wobei 80.000 Frauen und Kinder verbrannt waren.

5. Kannibalismus. Es wurde jedoch nicht behauptet, daß die Angeklagten
persönlich irgendjemanden aufgefressen hätten.


Als Beweise dienten u.a.:


- sowjetische Berichte über Kriegsverbrechen;
- chinesische Berichte über Kriegsverbrechen;
- sowjetische Berichte, basiert auf japanischen Dokumenten, die nicht den
Berichten beigefügt wurden;
- Zusammenfassungen von Berichten über japanische militäre Aggressionen in
China (geschrieben von den Chinesen);
- 317 "Judge Advocate General War Crimes Reports" (amerikanische Berichte
über Kriegsverbrechen, totaler Umfang: 14.618 Seiten); angeblich "zitieren"
diese Berichte "erbeutete" japanische Dokumente, Tagebücher, Geständnisse
von Menschenfressern, Massentötungsverordnungen, Befehle zur "Vergasung"
von Kriegsgefangenen auf ferngelegenen tropischen Inseln, usw. Die
"erbeuteten" Dokumente wurden in keinem Fall den Berichten beigefügt.
Beweise für deren Echtheit wurden nicht benötigt.
- Erklärungen von japanischen Soldaten in Gefangenschaft in Sibirien.
- Erklärungen von japanischen Soldaten, die die Japaner als "Feinde"
bezeichnen.
- Erklärungen von Offizieren der Roten Armee;
- Erklärungen von analphabetischen Ureinwohnern kleiner Südseeinseln.
- Zeitungsausschnitte. Zulässige Beweise für die Anklage, aber
gewöhnlicherweise nicht für die Verteidigung. D.h., Ereignisse in China
wurden bewiesen, indem man die Chicago Daily Tribune, die New Orleans
Times-Picayune, den Sacramento Herald, die Oakland Tribune, den New York
Herald, die New York Times, den Christian Science Monitor usw. zitierte.
- die "Erklärung" von Marquis Takugawa (die auf englisch geschrieben und
ihm nicht auf japanisch vorgelesen wurde).
- die Behauptungen von Okawa. Okawa wurde für geisteskrank erklärt und in
eine Irrenanstalt eingesperrt, aber seine Behauptungen wurden als Beweise
verwendet.
- die Aussagen von Tanaka (ein Berufszeuge, der von den Amerikanern bezahlt
wurde), Okawa, der Tanaka alles gestanden haben soll, wenn er betrunken
war. Tanaka 'das Ungeheuer' Ryukichi war angeblich verantwortlich für
Millionen von Greueltaten. Er wurde aber nicht angeklagt, sondern konnte
überall in Japan zwanglos herumreisen.
- das Tagebuch von Kido (Gerüchte über alle, die Kido nicht mochte).
- die "Erinnerungen" von Harada. Harada hatte einen Schlaganfall gehabt, so
daß man ihn nicht verstehen konnte; wie gut sein Gedächtnis war, oder genau
was er meinte, war reine Vermutung; die Übersetzungen waren reines
Rätselraten; viele verschiedene "Kopien" wurden von einer ganzen Reihe von
Personen "verbessert", an die er nicht diktiert hatte, und die nicht dabei
anwesend waren; außerdem stand er im Ruf, ein notorischer Lügner zu sein.


Die Antwort der Anklagebehörde auf die Argumente der Verteidigung am
Ende der Prozesses war, alle Beweise der Verteidigung mit der Behauptung
zurückzuweisen, daß Dokumente (Übersetzungen von Ausschnitten von "Kopien",
ohne Unterschrift und ohne jeden Beweis für Ursprung und Echtheit) die
besten Zeugen wären. Falls Anklage und Verteidigung dasselbe Dokument
zitierten, habe die Verteidigung immer ohne Rücksicht auf den Zusammenhang
zitiert, nie aber die Anklage. Hörensagen habe Beweiskraft,
Zeitungsausschnitte ebenso; die Aussagen von Zeugen der Verteidigung hätten
keine Beweiskraft, Kreuzverhör sei reiner Zeitverlust.

5 von den 11 Richtern, Richter Webb aus Australien, Richter Delfin
Jaranilla aus den Philippinen, Richter A. Röling aus den Niederlanden,
Richter Henri Bernard aus Frankreich und Richter R.B. Pal aus Indien, gaben
ein Minderheitsvotum ab. Pal schreib eine berühmt gewordene Begründung
dieses Votums von 700 Seiten, in der er die Beweise der Anklage für
Greueltaten als "meistens wertlos" bezeichnete, mit der sarkastische
Bemerkung, er hoffe, wenigstens eines der Dokumente sei auf japanisch
geschrieben.

Eine Besonderheit von Kriegsverbrecherprozessen ist es, daß sie,
statt "Beweise" vorzubringen, sich alle widersprechen. Es wurde im
Tokyoprozeß behauptet, die Chinesen seien "berechtigt" gewesen,
"ungerechte" Verträge zu verletzen. Japanische Bestrebungen, die Einhaltung
solcher Verträge zu erzwingen, seien eine "Aggression" - eben weil die
Verträge "ungerecht" waren.

Als die Atombomben abgeworfen wurden, versuchte Shigemitsu schon
fast 11 Monaten (seit dem 14. September 1944) über eine Übergabe zu
verhandeln. Natürlich wurde dieser Umstand in ein neues "Verbrechen"
umgewandelt: "Verlängerung des Krieges durch Verhandlungen".

Die "Beweise" für einen japanischen Kannibalismus findet man im JAG
Report 317, S. 12.467-8 vom vervielfältigten Protokoll, Beweisstück 1446
und 1447, S. 12.576-7, Beweisstück 1873, S. 14.129-30, und Beweisstück 2056
und 2056A und B, S. 15.032-42.



ALFRED JODL


Jodl wurde wegen Mitschuld am sogenannten Kommandobefehl erhängt,
einem Befehl, britische Soldaten zu erschießen, die in Zivil kämpften, und
die ihre eigenen Kriegsgefangenen erwürgten (XV 316-329 <<347 362>>).

Jodl verteidigte sich damit, daß das internationale Kriegsrecht
dafür geschaffen worden sei, Männer zu schützen, die als Soldaten kämpften.
Soldaten müßten aber ihre Waffen offen tragen, an deutlich erkennbaren
Emblemen oder Uniformen identifizierbar sein und ihre Gefangenen human
behandeln. Der Partisanenkrieg und die Aktivitäten britischer
Kommandoeinheiten seien völkerrechtswidrig. Solche Kommandos vor Gericht zu
stellen und hinzurichten sei unter Berücksichtigung der Bestimmungen des
Artikels 63 der Genfer Kriegsgefangenenkonvention von 1929 durchaus
zulässig. In Siehe auch Minderheitsvotum des Richters Rutledge, US v.
Yamashita; Habeas Corpus Klage von Feldmarschall Milch. der Tat wurde fast
niemand aufgrund des Kommandobefehls erschossen - laut Sir David
Maxwell-Fyfe nur 55 in ganz Westeuropa, XXII 284 <<325>>). Die Absicht sei
gewesen, Soldaten davon abzuschrecken, mit solchen Methoden zu kämpfen in
der Annahme, sie hätten sich einfach nach einer Gefangennahme ergeben
können.

Ein anderes "Verbrechen" war, daß Jodl angeblich dem
Oberbefehlshaber des Heeres mitgeteilt haben sollte, Hitler habe einen
schon erlassenen Befehl wiederholt, daß ein Übergabeangebot der Stadt
Leningrad nicht angenommen werden dürfe. Wie so viele andere angebliche
deutsche Verbrechen blieb auch dieses eine Idee ohne Ergebnis, da man nie
ein Übergabeangebot bekam.

Die Absicht des Befehls sei gewesen, die Bevölkerung zum Rückzug zu
zwingen, da es nicht möglich gewesen wäre, Millionen von Zivilisten oder
Gefangenen zu ernähren, oder Seuchen zu verhindern. In den deutschen Linien
östlich der Stadt seien Lücken offengelassen worden, um der Bevölkerung
einen solchen Rückzug zu ermöglichen. Kiew, Odessa, und Charkow hätten
kapituliert, seien aber miniert gewesen, und Tausende von deutschen
Soldaten seien durch Bomben mit Zeitzündung getötet worden. Die
Hafenanlagen seien für militärische Zwecke benötigt gewesen; die russischen
Eisenbahnen hätten eine andere Spurweite als die deutschen. Man hätte nicht
genügend Lebensmittel vorbringen können, um Millionen von halbverhungerten
Gefangenen oder Juden zu ernähren. Die sowjetische Propagandalüge, die
Deutschen hätten Millionen von russischen Gefangenen getötet, wurde von
vielen Historikern geglaubt, ohne daß sie die Ursachen der Sterblichkeit
kannten. Der Befehl, der Leningrad betraf, Dokument C-123, trägt keine
Unterschrift.

Der Fall Jodl illustriert die Absurdität des ganzen Prozesses. Mit
den Worten von Jodls Verteidiger, Dr. Exner:

"Mord und Revolution. Im Frieden hätte dies zugleich Bürgerkrieg
bedeutet, im Krieg sofortigen Zusammenbruch der Front und Untergang des
Reiches. Er hätte also ausrufen sollen: 'Fiat justitia, pereat patria'? Die
Anklage scheint in der Tat auf dem Standpunkt zu stehen, es wäre von den
Angeklagten ein derartiges Verhalten zu fordern gewesen. Ein erstaunlicher
Gedanke! Ob Mord und Verrat je sittlich zu rechtfertigen ist, darüber mögen
Ethiker und Theologen streiten. Für Juristen ist so etwas jedenfalls
indiskutabel. Bei Strafe verpflichtet zu sein, das Staatsoberhaupt zu
ermorden? Noch dazu als Soldat? Noch dazu im Kriege? Man bestraft seit
jeher die Leute, die ein solches Verbrechen begehen, aber sie zu bestrafen,
weil sie es nicht tun, wäre wirklich neu" (XIX 45 <<54>>; siehe auch XXII
86-90 <<100-105>>).

(In Japan wurden die Generäle übrigens gerade deswegen aufgehängt,
weil sie sich in die Politik gemischt hatten.)

Zu einem anderen Punkt bemerkte Dr. Exner: "Auf einer einzigen Seite der
englisch-amerikanischen Zusammenfassung der Anklage lese ich sechsmal:
'Jodl was present at' [Jodl war anwesend bei]. Was bedeutet das rechtlich?"
(XIX 37 <<44>>).

Jodl wurde von einem der sowjetischen Ankläger, Col. Pokrovsky,
gefragt: "Wissen Sie, daß die deutschen Truppen ... sowjetische
Kriegsgefangene vierteilten, mit dem Kopf nach unten aufhängten und
aufgespießte Gefangene auf dem Lagerfeuer rösteten. Wissen Sie das?"

Hierzu antwortete Jodl: "Daß weiß ich nicht nur nicht, sondern ich
glaube es auch nicht." (XV 545 <<595>>).

So kann man das ganze, umfangreiche Thema der
Kriegsverbrecherprozesse in 2 Sätzen zusammenfassen. (XV 284-561
<<313-612>>; XVIII 506-510 <<554-558>>; XIX 1-46 <<7-55>>).



ERNST KALTENBRUNNER


Während des Kreuzverhörs von Kaltenbrunner, fragte man ihn empört,
wie er die Frechheit besitzen könne zu behaupten, er hätte die Wahrheit
gesagt, während 20 oder 30 Zeugen alle gelogen hätten (XI 349 <<385>>).

Natürlich erschienen die "Zeugen" nicht vor dem Gericht; sie waren
nur Namen auf einem Stück Papier. Einer von diesen Namen ist Franz Ziereis,
Kommandant vom KZ Mauthausen.

Ziereis "gestand", er hätte 65.000 Personen vergast, Lampenschirme
aus Menschenhaut gemacht und Geldscheine verfälscht; er soll auch eine
komplizierte Aufstellung statistischer Daten vorgelegt haben, die die
genaue Zahl von Häftlingen in 31 verschiedenen KZs angibt. Dann klagt
Ziereis Kaltenbrunner an, er hätte befohlen, das ganze Lager (Mauthausen)
zu töten, falls die Amerikaner in die Nähe rückten.

Ziereis war aber schon seit 10 Monaten tot, als er dieses
"Geständnis" abgelegt haben soll; zum Glück "erinnerte" sich aber jemand
plötzlich an das "Geständnis": ein KZ-Häftling namens Hans Marsalek, der
auch nie vor dem Gericht erschien, aber dessen Unterschrift auf einem Stück
Papier erscheint (Dokument 3870-PS, XXXIII 279-286).

Die Seiten 1 bis 6 von diesem Dokument sind mit Anführungszeichen
markiert (!), einschließlich der "statistischen Tabelle", die z.B.
behauptet, es gäbe 12.000 Häftlinge in Ebensee, 12.000 in Mauthausen,
24.000 in Gusen I und II, 20 Häftlinge auf Schloß Lindt, 70 Häftlinge in
der Junkerschule in Klagenfurt usw. für alle 31 Lager in der Tabelle.

Das Dokument ist von sonst niemandem unterzeichnet, von dem man
hätte behaupten können, er wäre beim reuevollen "Geständnis" von Ziereis
dabeigewesen; keine angeblich bei der denkwürdigen Gelegenheit gemachten
Notizen sind dem Dokument beigefügt. Nichts! Das Dokument trägt nur 2
Unterschriften: die von Hans Marsalek, dem Häftling, und diejenige von
Smith W. Brookhart Jr., U.S. Army. Das Dokument trägt das Datum "8. April
1946". Ziereis starb am 23. Mai 1945.

Brookhart war Sohn eines Senators aus Washington, Iowa, und wohnte
1992 18 Hillside Drive, Denver, Colorado, USA. Den Brief des Verfassers hat
er nie beantwortet. 

Angeblich soll Ziereis zu krank gewesen sein (er starb als Folge von
etlichen Schußwunden durch den Magen), um vor seinem Tod irgendein Dokument
zu unterschreiben; er soll aber gesund genug gewesen sein, um dieses
umfangreiche und komplizierte Dokument zu "diktieren", an das sich Marsalek
dann 10_ Monate später noch genau und wortwörtlich "erinnert". Ein solches
Gedächtnis ist ja für die Zeitgeschichtsforschung ein wahres Wunder, und
natürlich hätte Marsalek keinerlei Motiv gehabt zu lügen. Nur Schade, daß
man diesen Mann mit dem einzigartigen Gedächtnis nicht vor dem Gericht hat
erscheinen lassen! Das Dokument ist auf deutsch geschrieben. Brookhart war
"Ghostwriter" von Geständnissen. Er hat auch die Geständnisse von Rudolf
Höß geschrieben (auf englisch, Dokument 3868-PS) sowohl als auch die von
Otto Ohlendorf (auf deutsch, Dokument 2620-PS).

Das "Geständnis" von Ziereis wird immer noch von Reitlinger, Shirer,
Hilberg, und anderen umherziehenden Holocausttrödlern ernst genommen.

Kaltenbrunner behauptete, es habe während des Krieges 13 zentrale
KZs oder "Stammlager" gegeben (XI 268-269 <<298-299>>). Die Angabe von
insgesamt 300 KZs seitens der Anklage sei zustandegekommen, indem man ganz
normale Arbeitslager mit eingeschlossen habe. Das 13. Lager, Matzgau, in
der Nähe von Danzig, sei ein Sonderlager für SS-Wachmänner und Polizisten,
die wegen Straftaten gegen Häftlinge in ihrer Gewalt verurteilt worden
seien, d.h. wegen physischer Mißhandlungen, Unterschlagung, Diebstahl von
persönlichem Eigentum usw. Dieses Lager fiel mit seinen SS-Häftlingen am
Ende des Krieges den Russen in die Hände (XI 312, 316 <<345, 350>>).

Kaltenbrunner behauptete, die Strafurteile von SS- und
Polizeigerichtshöfen seien bei weitem viel strenger gewesen als die Urteile
anderer Gerichtshöfe für dieselben Straftaten. Die SS habe häufig wegen
Straftaten gegen Häftlinge und Verstößen gegen die Disziplin Prozesse gegen
ihre eigenen Männer durchgeführt (XXI 264 291, 369-370 <<294-323,
408-409>>).

"Peinliches Verhör" sei gesetzlich erlaubt gewesen, aber
ausschließlich, um Auskunft über geplante Aktionen des Widerstands zu
bekommen; es habe nicht angewendet werden dürfen, um Geständnisse zu
erpressen. Bei solchen Vernehmungen sei die Anwesenheit eines Arztes
notwendig gewesen, und man habe dem Gefangenen nur einmal höchstens 20
Schläge mit einem Stock auf das nackte Gesäß erteilen dürfen. Man habe dies
nicht später wiederholen dürfen. Andere Formen von "Nazi-Tortur" sei u.a.
Einsperrung in eine dunkle Zelle, oder das Stehen während langer
Vernehmungen gewesen (XX 164, 180-181 <<184, 202-203>>; XXI 502 510;
528-530 <<556-565, 583-584>>).

Kaltenbrunner und viele andere Zeugen der Verteidigung behaupteten,
ähnliche Methoden würden von Polizeibehörden in der ganzen Welt verwendet
(XI 312 <<346>>); angesehene Polizeibeamte hätten Deutschland besucht, um
die deutschen Methoden zu studieren (XXI 373 <<412>>).

Die Beweise der Verteidigung zu diesen Themen bestehen aus Tausenden
von Seiten, sowohl im Protokoll des Gerichtshofs wie in dem der Kommission,
sowie aus 136,000 eidesstattlichen Erklärungen (XXI 346 373 <<382-412>>;
415 <<458>>, 444 <<492>>).

Kaltenbrunner wurde verurteilt, weil er angeblich an einem Komplott
teilgenommen hatte, alliierte Flieger zu lynchen, die bei Bombenangriffen
gegen die deutsche Zivilbevölkerung abgeschossen wurden. Solche Lynchakte
hätten tatsächlich gegen internationales Recht verstoßen, sie fanden aber
nie statt. Im Gegenteil wurden viele alliierte Bombenflieger von deutschen
Beamten vor dem Volkszorn gerettet. Die deutschen lehnten es ab, solche
Methoden zu erwägen, weil sie fürchteten, daß sie zu einer allgemeinen
Niedermetzelung von abgesprungenen Fliegern führen würden. Wie so viele
deutsche Verbrechen, blieb auch dieses "Verbrechen" eine Idee ohne
Konsequenzen (XXI 406-407 <<449-450>>, 472-476 <<522-527>>).

Ein anderes angeblich von Kaltenbrunner begangenes Verbrechen war
die Verantwortlichkeit für den sogenannten "Kugelerlaß". Dies soll ein
Befehl gewesen sein, Kriegsgefangene mit Hilfe eines Meßgeräts zu
erschießen (ein komisches Ding, das wahrscheinlich von der
"pedalangetriebenen Gehirnzertrümmerungsmaschiene" des Paul Waldmann
inspiriert worden war (USSR-52, VII 377 <<416-417>>).

Der "Kugelerlaß", Dokument 1650-PS - wenn das überhaupt ein
authentisches Dokument ist, was wahrscheinlich nicht der Fall ist (XVIII
35-36 <<43-44>>) - ist falsch übersetzt worden: der Sinn des Befehls ist,
daß Gefangene, die zu fliehen versuchten, an eine "Eisenkugel" gekettet
werden sollten, und nicht, daß sie mit einer Kugel erschossen werden
sollten. Das Wort "gekettet" erscheint im Dokument, aber nicht das Wort
"schießen" oder "erschossen" (III 506 <<565>>; XXI 514 <<568>>); Gestapo
Affidavit 75; XXI 299 <<332>>). Das Dokument ist ein Fernschreiben; also
ohne Unterschrift (XXVII 424-428).

"Sonderbehandlung" ist ein Beispiel für das häßliche Kauderwelsch
einer jeden Bürokratie, und könnte wahrscheinlicýten mit "individuelle
Behandlung" übersetzt werden. Es gelang Kaltenbrunner zu beweisen, daß es
in einem Dokument das Recht, Champagner zu trinken und
Französischunterricht zu nehmen bedeutete. Die Anklage verwechselte einen
Wintererholungsort mit einem KZ (XI 338-339 <<374-375>>); (XI 232-386
<<259-427>>; XVIII 40-68 <<49-80>>). (Das Dokument mit dem
Wintererholungsort ist Dokument 3839-PS, XXXIII 197-199, eine
"eidesstattliche Erklärung").



WILHELM KEITEL


Keitel wurde wegen Verantwortlichkeit für angeblich in Rußland
begangene Greueltaten, und für die Kommissar- und Nacht-und Nebelerlasse
aufgehängt. Die Beweise gegen Keitel bestehen größtenteils aus "Berichten"
von sowjetischen Kommissionen zur Untersuchung deutscher Kriegsverbrechen
(XVII 611-612 <<663-664>>, XXII 76-83 <<90-98>>). Diese sind
Zusammenfassungen mit Urteilen, Schlußfolgerungen, und Verallgemeinerungen,
ohne jeden Beweis und ohne Dokumentation. In diesen Berichten haben
Militärdienststellen falsche Bezeichnungen und werden miteinander
verwechselt.

Unter den sowjetischen Dokumenten, die gebraucht wurden, um Keitel
zum Tode zu verurteilen, sind die Dokumente USSR-4; 9; 10; 35; 38; 40; 90;
364; 366; 407; und 470.

USSR-4 ist ein "Bericht", in dem behauptet wird, daß die deutschen
absichtlich Typhus auªêet hätten, um die russische Bevölkerung auszurotten.
Verantwortlich für dieses Verbrechen sei die "Hitlerregierung und das
Oberkommando der Wehrmacht"

Siehe auch "Report on U.S. Crimes in Korea", Peking (1952).
Amerikanischer Bakterienkrieg. Die Dokumente USSR-9, 35, und 38 sind auch
sowjetische Berichte über Kriegsverbrechen.

Dokument USSR-90 ist das Urteil eines sowjetischen
Militärgerichtshofs, wo ganz einfach als Tatsache festgestellt wird, daß
die "eindringenden deutschen Faschisten bestialische Verbrechen begingen".
Diese Verbrechen werden pauschal dem "Oberkommando der deutschen
Streitkräfte" zugeschrieben.

Originaldokumente sind nicht beigefügt; spezifische Befehle werden
nicht erwähnt. Keitels Name wird auch nicht erwähnt. Die anderen Dokumente
sind "beglaubigte Kopien" (XVIII 9-12 <<16-19>>) von Dokumenten, die
angeblich im Besitz der Russen sind.

Der "Nacht-und-Nebel-Erlaß" (XVIII 19-22 <<27-30>>) bot angeblich
eine Alternative zur Todesstrafe für Mitglieder des Widerstands an. Die
Alliierten hatten die Buchstaben N.N. hinter bestimmten Namen von
Gefangenen der Konzentrationslager gefunden und behaupteten mit kühner
Erfindergabe, daß diese Buchstaben für "Nacht und Nebel" stünden. Professor
Robert Faurisson ist der Ansicht, daß die Buchstaben N.N. für Nomine Nescio
(Name unbekannt) stehen, ein internationales, lateinisches Standardkürzel
der Polizei.

Die Anklage gab zu, daß solche Personen gesetzlich erschossen werden
könnten (V 405 <<456>>); die Deutschen aber hätten es für unerwünscht
gehalten, all diese Menschen zum Tode zu verurteilen. Deswegen hätten sich
die Deutschen - mit üblichem Sinn für Sadismus - etwas noch Schlimmeres
einfallen lassen: man habe die Gefangenen isoliert und ihre Angehörigen in
Unsicherheit über ihr Schicksal gelassen! Gefängnisstrafen an sich hätten
wenig Abschrekenswert gehabt, weil jeder geglaubt habe, der Krieg werde in
wenigen Jahren vorbei sein (XXI 524 <<578-579>>). Nach Ansicht der Anklage
wäre es mit anderen Worten in Ordnung gewesen, wenn man sie erschossen
hätte. Dagegen war es ein Kapitalverbrechen, sie zu isolieren.

Der Befehl, sowjetische Kommissare zu erschießen führte in der
Praxis nur zu wenigen Erschießungen, zum Teil weil es schwierig war
festzustellen, wer nun politischer Kommissar war und wer nicht (XXI 404-405
<<446-447>>); XXII 77 <<91>>).

Es wird Keitel bis heute vorgeworfen, er hätte den Zugang zu Hitler
versperrt, d.h., er hätte Hitler vor gewissen Nachrichten abgeschirmt.
Diese Anklage, die an sich äußerst absurd ist, wird auf den Seiten 654 661
<<710-717>> von Band XVII widerlegt.

Als weiteres Beweismittel gegen Keitel diente Dokument 81-PS
(zitiert in der Eröffnungsrede des Hauptanklägers Jackson), und Dokument
470, eine "beglaubigte Kopie" (d.h., das Dokument wurde "neugetippt", um
die "Kopie" zu machen) eines ganz auf serbokroatisch geschriebenen
"Originaldokuments" mit einer maschinengeschriebenen "Unterschrift" von
Keitel, das in Jugoslawien existieren sollte. Es wurde nicht behauptet,
Keitel hätte serbokroatisch verstanden, sondern daß das Dokument eine
"Übersetzung" eines "auf deutsch geschriebenen Dokuments" sei, das die
Jugoslawen leider nicht finden könnten (XV 530-536 <<578-585>>).

Den Fall Keitel findet man unter X 468-658 <<527-724>>; XI 1-28 <<7
37>>; XVII 603-661 <<654-717>>; und XVIII 1-40 <<7-48>>. 



CONSTANTIN VON NEURATH


Von Neurath wurde das Opfer einer groben Verfälschung, Dokument
3859-PS. Die Tschechen nahmen ein authentisches Dokument, tippten es neu
mit umfangreichen Änderungen und Ergänzungen, und legten dem Gericht eine
"Photokopie" ihrer "Kopie" (mit einer mit der Maschine geschriebenen
Unterschrift) vor. Das Originaldokument befand sich angeblich in der
Tschechei. Warum das Original nicht vorgelegt wurde, blieb - wie in anderen
Fällen - unerklärt.

In diesem Dokument ist beinahe alles falsch: die deutsche Bürokratie
war äußerst komplex. Viele Dokumente der Anklage tragen falsche Adressen,
falsche Aktenzeichen, und falsche Bearbeitungszeichen, die nicht sofort
auffallen.

Was dieses Dokument betrifft, sagte Von Neurath: "Dann bedaure ich
sehr, dann lügen Sie!" (XVII 67 <<79>>; 373-377 <<409-413>>).

Von Neurath wurde für schuldig gefunden, tschechische Universitäten
geschlossen zu haben (nach dem Völkerrecht kein Verbrechen, wenn eine
solche Maßnahme von einer Besatzungsregierung durchgeführt wird), und 9
tschechische Studenten nach einer Demonstration erschießen lassen zu haben.
Diese Verbrechen wurden an Hand von verschiedenen Dokumenten "bewiesen":
USSR-489, eine "beglaubigte Kopie", ("beglaubigt" von den Tschechen);
USSR-60, der "Bericht" einer "Kriegsverbrechenskommission", der angeblich
die Behauptungen von Karl Hermann Frank "zitiert"; und USSR 494, eine
"Erklärung", die Karl Hermann Frank noch 33 Tage vor seiner Hinrichtung
unterschrieben hat. Die Frank zugeschriebenen Behauptungen im
Kriegsverbrechensbericht waren freilich weder unterschrieben noch datiert,
und die angeblichen Originaldokumente, die sich in der Tschechei befinden
sollten, wurden natürlich nicht vorgelegt (XVII 85-90 <<98-104>>).

Viele "Beweise" gegen von Neurath, Schacht, von Papen, Raeder, und
andere Angeklagte hatten ihren Ursprung in den Erklärungen eines älteren,
in Mexico ansässigen amerikanischen Diplomats (die Dokumente 1760-PS;
2385-PS; 2386-PS; EC-451).

Es wurde behauptet, der Diplomat, Messersmith, sei zu alt, um vor
dem Gericht erscheinen zu können (II 350 <<387>>); es wurde aber
bestritten, daß er senil war (II 352 <<389>>). Die "Beweise" sind
Messersmiths persönliche Vermutungen zu den Motiven und
Charaktereigenschaften anderer Personen.

Den Fall von Neurath findet man unter XVI 593-673 <<649-737>>; XVII
2-107 <<9-121>>; XIX 216-311 <<242-345>>).



FRANZ VON PAPEN


Von Papen wurde angeklagt, sich mit Hitler verschworen zu haben, um
Hindenburg zu bewegen, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Nach diesem
Gesichtspunkt, soll von Papen Hindenburg vorgetäuscht haben, daß es
andernfalls einen Bürgerkrieg geben würde.

Der damalige Reichskanzler, General von Schleicher, hatte eine
Zeitlang versucht, gegen das Gesetz und die Verfassung zu regieren -ohne
die Unterstützung der Nationalsozialisten, die über die größte Mehrheit in
der Geschichte des Reichstages verfügten. Viele von Hitlers angeblich
gesetzwidrigen Handlungen waren tatsächlich nur Weiterführungen von
Praktiken, die eingeleitet worden waren, als von Schleicher noch am Ruder
war (XXII 102-103 <<118-119>>) - die einzige Alternative zum Chaos von 41
politischen Parteien, die alle irgendwelche private finanzielle Interessen
vertraten.

Die demokratischen Siegermächte verlangten im Jahre 1946, daß von
Papen schon 1933 Hitlers Absicht, "Angriffskriege durchzuführen" hätte
voraussehen müssen und daß er daher mit von Schleicher über die Errichtung
einer Militärdiktatur hätte konspirieren müssen.

Von Schleicher wurde später während des Röhm-Putsches erschossen.
Diese Erschießungen wurden von Hindenburg als legal betrachtet, wie aus
einem Telegramm hervorgeht, wo Hindenburg Hitler gratulierte (XX 291
<<319>>; XXI 350 <<386>>; 577-578 <<636-637>>; XXII 117 <<134 135>>). Auch
von Papen betrachtete die Erschießungen als eine berechtigte
Ausnahmemaßnahme (XVI 364 <<401>>); gleichzeitig aber glaubte er, daß viele
andere Morde stattgefunden hätten, die nicht berechtigt gewesen seien; es
wäre Hitlers Aufgabe gewesen, eine Unter suchung durchzuführen, und diese
Taten zu bestrafen. Eine solche Untersuchung gab es aber nie.

Die Anklagebehörde in Nürnberg mußte zugegeben, daß das
Parteiprogramm der NSDAP nichts Gesetzwidriges enthalte, und geradezu
beinahe lobenswert sei (II 105 <<123>>). Die Nationalsozialisten waren 1925
von den Besatzungsbehörden im Rheinland zugelassen (XXI 455 <<505>>), 1932
vom Höchsten Gericht des Deutschen Reiches (XXI 568 <<626>>) und 1930 vom
Völkerbund und dem polnischen Ministergeneral in Danzig (XVIII 169
<<187-188>>) für legal erklärt worden.

Es konnte im Jahre 1933 nicht klar sein, ob die Reichswehr in
Einmütigkeit von Schleicher gegen die Nationalsozialisten unterstützen
würde, die ja nach dem Gesetz das Recht zu regieren hatten. Hindenburgs
Weigerung, die Verfassung zu brechen und damit einen Bürgerkrieg zu
riskieren, brachte auf ganz legale Weise Hitler in die Regierung XXII
111-112 <<128-129>>).

Von Papen wurde angeklagt, durch "unmoralische Handlungen den
Gemeinsamen Plan" gefördert zu haben - z.B. hatte er den österreichischen
Außenminister, Guido Schmidt geduzt (!). Von Papen bemerkte: "Sir David!
Wenn Sie in Ihrem Leben in ústerreich gewesen wären, dann würden sie
wissen, daß sich in ústerreich fast alle Menschen duzen" (XVI 394 <<435>>).
Handlungen des von Papen, die nicht als "verbrecherisch" bezeichnet werden
konnten, wurden gebraucht, um seine "Duplizität" zu beweisen. Im nachhinein
hat man die Motivation für von Papens Handlungen so gedeutet, als ob er
1933 das Wissen von 1946 hätte haben können.

Es wird manchmal behauptet, die Freisprüche für von Papen,
Fritzsche, und Schacht seien ein Beweis, daß der Nürnberger Prozeß ein
"fairer Prozeß" gewesen wäre. Das Gegenteil wird nicht vom Tokyoprozeß oder
den vielen anderen Kriegsverbrecherprozessen behauptet, in denen niemand
freigesprochen wurde; es wird weiterhin vergessen, daß es in den
Hexenprozessen des 17. Jahrhunderts auch durchschnittlich 5 -10%
Freisprüche gab.

Der Fall von Papen erscheint unter XVI 236-422 <<261-466>>; XIX 124
177 <<139-199>>.



ERICH RAEDER


Raeder wurde wegen "Verschwörung" mit den Japanern angeklagt, die
Vereinigten Staaten anzugreifen. Andere von Raeder begangene Verbrechen
(Beweise für seine "Bereitwilligkeit, am Gemeinsamen Plan teilzunehmen")
waren u.a. die Anwesenheit bei Konferenzen, Kenntnisse von Handlungsplänen
und das Annehmen von Geburtstagsgeschenken.

Raeder bewies, daß die Amerikaner schon 10 Tage vor dem Angriff auf
Pearl Harbor davon wußten, während die Deutschen aber überhaupt gar nichts
wußten (XIV 122 <<137-138>>).

Raeders Erörterung über die deutsche Militärbereitschaft und gewisse
Hitlerreden wird im Abschnitt über von Ribbentrop besprochen (XIII 595-599
<<656-660>>; 617-631 <<680-696>>; XIV 1-246 <<7-275>>; XVIII 372-430
<<406-470>>).



JOACHIM VON RIBBENTROP


Von Ribbentrop wurde aufgehängt, weil er den Molotov-Ribbentrop Pakt
unterschrieben hatte, der dem Angriff an Polen vorausging und ihn überhaupt
ermöglicht hatte.

Ribbentrop verteidigte seine Handlungen mit der Begründung, daß über
einen Zeitraum von 20 Jahren eine Million Deutsche aus dem polnischen
Gebiet vertrieben worden seien. Sie hätten unter zahllosen Greueltaten
leiden müssen, und Klagen an den Internationalen Gerichtshof in den Haag
oder an den Völkerbund seien ebenso lange außer Acht gelassen worden. Die
Opfer seien ethnische Deutsche mit polnischer Staatsangehörigkeit und
Wohnsitz in den Gebieten, die gemäß dem Versailler Vertrag dem neuen
polnischen Staat überlassen worden waren.

Am 23. Oktober 1938 machte Ribbentrop den Polen ein Angebot, das der
britische Botschafter, Sir Neville Henderson, als vernünftig ansah und als
einen "reinen Völkerbundvorschlag" bezeichnete: Ribbentrop bat um eine
Volksabstimmung im polnischen Korridor, die Heimkehr Danzigs (eine rein
deutsche Stadt) ins Reich, und - falls die Polen die Abstimmung gewinnen
sollten - den Bau einer extraterritorialen 2 gleisigen Eisenbahn und einer
Autobahn durch den Korridor nach Ostpreußen, das seit 1920 vom übrigen
Deutschland abgeschnitten war und unlogischerweise praktisch nur mit dem
Schiff erreicht werden konnte; das heißt, die Deutschen wollten eine
Landbrücke nach Ostpreußen (X 260-269 <<295-304>>; 280-281 <<317-318>>;
367-369 <<416-417>>).

Als Gegenleistung hätten die Polen eine vorteilhafte finanzielle
Entschädigung erhalten. Man sagte ihnen Hafenanlagen und die ungehinderte
Ausfuhr von polnischen Gütern durch den Hafen von Danzig zu. Die Zukunft
des Korridors wäre in Übereinstimmung mit dem Prinzip der Selbstbestimmung
entschieden worden, die Polen hätten einen Zugang zum Meer erhalten, und
der Deutsch-Polnische Freundschaftspakt (1934 trotz heftigen deutschen
Widerstands von Hitler unterschrieben), wäre für einen zusätzlichen
Zeitraum erneuert worden (XIX 362-368 <<399-406>>. Für die Auslegung
derselben Ereignisse durch die Anklage, siehe III 209-229 <<237-260>>).

So ähnlich sah der "Naziplan zur Eroberung der Welt" aus, der als
Vorwand für den ganzen Krieg gebraucht wurde, der später zu den Verbrechen
von Pearl Harbor, Hiroshima, und Yalta führen sollte.

Die Polen haben aber geantwortet, daß jede Änderung im Status von
Danzig Krieg mit Polen bedeuten würde. Eine allgemeine Mobilmachung wurde
angeordnet. Die Vertreibungen hörten nicht auf; die Flüchtlingslager an der
Grenze zu Polen wurden immer voller.

Der polnische Botschafter, Lipski, soll am 31. August 1939 gesagt
haben, daß ihm die Zustände in Deutschland völlig bekannt seien, weil er
viele Jahre im Land stationiert gewesen sei. Er sei an keiner Botschaft und
keinem Angebot aus Deutschland interessiert. Falls es Krieg gebe, werde in
Deutschland die Revolution ausbrechen, und die polnische Armee werde in
Siegestriumpf nach Berlin marschieren (XVII 520-521 <<565-566>>; 564-566
<<611-614>>; XX 607 <<661>>).

Ribbentrop sagte aus, daß die Haltung der Polen einen Krieg
unvermeidlich gemacht habe; das Problem des Korridors und die Vertreibungen
hätten gelöst werden müssen; für Hitler sowohl als auch für Stalin seien
die von der Teilung Polens betroffenen Gebiete für beide Länder nach einem
katastrophalen Krieg und ebenso katastrophalen Friedensverträgen verloren
gegangen (X 224-444 <<254-500>>; XVII 555-603 <<602-655>>).

Für die Deutschen im Nürnberger Prozeß gab es nur eine einzige
mögliche Erklärung: die Polen und die Briten waren mit der sogenannten
deutschen Widerstandsbewegung in Kontakt gewesen, die seine eigene
Wichtigkeit ungeheuer übertrieben hatte (XVII 645-661 <<699-717>>; XIII
111-112 <<125-126>>).

Hitlers Dolmetscher erschien als Zeuge und sagte aus, daß die
Deutschen einfach nicht hätten glauben können, daß die Briten auf dieser
Grundlage in einen Krieg gegen Deutschland gegangen wären, wenn der
britische Botschafter zugegeben hätte, daß die Deutschen einen vernünftigen
Lösungsvorschlag gemacht hätten. Laut dem Dolmetscher, Paul Schmidt, habe
eine ganze Minute Stille geherrscht, als die Nachricht von der britischen
Kriegserklärung bekanntgemacht worden sei; endlich habe Hitler sich an von
Ribbentrop mit der Frage gewandt: "Was machen wir denn jetzt?" (X 200
<<227>>).

Schmidts Aussage warf auch ein neues Licht auf eine berühmte von
Ribbentrop zugeschriebene Bemerkung, die Juden sollten entweder getötet
oder in KZs eingesperrt werden. Was geschah, war laut Schmidt (X 203-204
<<231>>) folgendes: Hitler hatte Horthy unter Druck gesetzt, damit er
strengere Maßnahmen gegen die Juden einführen sollte. Horthy fragte: "Ja,
was soll ich denn tun? Soll ich die Juden vielleicht totschlagen?".
Ribbentrop war sehr irritiert und antwortete: "Ja, es gibt nur zwei
Möglichkeiten: entweder das, oder die Juden zu internieren". Diese
Bemerkung war im Konferenzprotokoll so ausgelegt worden: "Der Reichsaußen
minister sagte, die Juden sollten entweder getötet oder in KZs eingesperrt
werden". Diese Bemerkung wurde während des ganzen Prozesses gegen von
Ribbentrop und andere Angeklagte gebraucht, trotz Schmidts Aussage, daß das
Protokoll ungenau sei (X 410-411 <<462 463>>).

Laut von Ribbentrop, Raeder, Göring, und fast allen anderen
Angeklagten außer Schacht waren die Deutschen nicht für einen Krieg
vorbereitet und hatten keine "Aggressionen" geplant (XVII 522 <<566-567>>),
XXII 62, 90 <<76, 105>>).

Der Überfall auf Belgien, Holland, und Frankreich war keine
"Aggression", weil Frankreich Deutschland den Krieg erklärt hatte. Belgien
und Holland erlaubten britischen Flugzeugen, jede Nacht ihre Gebiete zu
überfliegen, um das Ruhrgebiet zu bomben. Die Deutschen hatten 127 mal
schriftliche Beschwerden eingereicht (XVII 581 <<630>>, XIX 10 <<16>>).

Göring, Raeder, Milch, und viele andere sagten aus, daß Deutschland
1939 für den Einsatz im Atlantik nur 26 U-Boote gehabt hätten - gegenüber
315 U-Boote im Jahre 1919 (XIV 26 <<34>>) - und daß diese nicht ausreichend
mit Torpedos ausgestattet gewesen seien. Ferner, daß man einen
"lächerlichen" Bombenvorrat gehabt habe (XIX 4-5 <<11-12>>).

Hitler teilte im Mai 1939 Milch mit, daß man keine volle
Bombenproduktion brauche, weil es zu keinem Krieg kommen werde. Milch
erwiderte, daß man mehrere Monate benötige, um wieder auf die volle
Bombenproduktion zu kommen. Der Befehl, die volle Bombenproduktion
anzufangen, wurde nicht vor dem 12. oder dem 20. Oktober 1939 gegeben (IX
50 <<60-61>>; XVII 522 <<566-567>>).

Die deutsche Luftwaffe war für defensive, genau festgelegte
Bombenabwürfe mit begrenztem Ziel bestimmt; die Deutschen hatten bis 1938
mit den Russen sowohl als auch mit den Briten zusammengearbeitet, indem man
technische Auskünfte von militärtechnischer Bedeutung ausgetauscht hatte
(IX 45-133 <<54 153>>; XIV 298-351 <<332-389>>).

Die Deutschen hatten bei weitem nicht die Zahl von Schiffen, und
insbesondere U-booten (XIV 24 <<31>>) gebaut, die ihnen laut den
Bestimmungen des Anglo-Deutschen Flottenabkommens von 1935 erlaubt gewesen
wäre (XVIII 379-389 <<412-425>>). Mit diesem Abkommen hatten die Briten
anerkannt, daß der Vertrag von Versaille überholt war. Es bedeutete auch,
daß Hitler freiwillig die Zahl der deutschen Seekriegswaffen begrenzte (XIX
224-232 <<250-259>>).

Als der Krieg ausbrach, befanden sich viele deutsche Kriegsschiffe
noch im Bau und mußten verschrottet werden, weil man Jahre benötigt hätten,
um sie fertig zu machen (XIII 249-250 <<279-280>>; 620-624 <<683-687>>).

Laut einer von ihrem Kapitän unterschriebenen Erklärung befand sich
die "Gneisenau", eines von Deutschlands größten Kriegsschiffen, auf einer
Schulungskreuzfahrt bei den Kanarischen Inseln, als der Krieg ausbrach,
ohne Munitionsvorräte (XXI 385 <<425>>).

Hitler sei ein Bluffer gewesen, der Politiker gern mit sehr
unlogischen, in sich widersprüchlichen Reden terrorisiert habe (XIV 34-48
<<43 59>>; 329-330 <<366>>), die sich auch alle gegenseitig widersprochen
hätten (XXII 66-68 <<80-81>>). Aus diesem Grunde seien vor 1941 keine
genauen stenographischen Notizen genommen worden (XIV 314-315 <<349-350>>).

Viele "Hitlerreden" waren "Bearbeitungen" oder Fälschungen (XVII 406
408 <<445-447>>, XVIII 390-402 <<426-439>>; XXII 65 <<78-79>>).

Die Deutschen meinten, sie wären nicht mehr an den Versailler
Vertrag gebunden gewesen, weil deren Bestimmungen, insbesondere die
Präambel zu Teil V, schon von den Briten, und ganz besonders von den
Franzosen verletzt worden seien. Der deutschen Entwaffnung hätte eine
allgemeine Entwaffnung folgen müssen (IX 4-7 <<12-14>>; XIX 242 <<269>>,
356 <<392>>).

Hitler hatte angeboten, bis an das letzte Maschinengewehr zu
entwaffnen, vorausgesetzt, daß die anderen Nationen dasselbe tun würden;
Deutschland konnte aber nicht in aller Ewigkeit in einer geschwächten Lage
bleiben, so daß es zu jeder Zeit angegriffen und vernichtet werden konnte.
Die Besetzung des Rheinlandes gab Deutschland eine natürliche Grenze, die
das Ruhrgebiet schützte, und wäre für jede Regierung eine
Selbstverständlichkeit gewesen. Osteuropa brödelte mit Konflikten zwischen
schwerbewaffneten Staaten; Ostpreußen konnte nicht verteidigt werden; die
Polen verlangten ganz offen Teile von Oberschlesien (XII 476-479
<<520-524>>; XIX 224-232 <<249-259>>, XX 570-571 <<623-624>>).

Das Französisch-Sowjetische Abkommen vom 5. Dezember 1934 verletzte
den Locarnopakt, aber es waren die Deutschen, die in Nürnberg wegen
Verletzung des Paktes verurteilt wurden (XIX 254, 269, 277 <<283, 299,
308>>).

Es war nicht klar, daß die Besetzung von Böhmen und Mähren ein
Verstoß gegen das Münchner Abkommen gewesen war (X 259 <<293 294>>). Der
Einmarsch fand statt, weil die Russen dort im Einvernehmen mit den
Tschechen, Flughäfen bauten, um die Resttschechei in einen "Flugzeugträger"
umzuwandeln, von dem aus Deutschland angegriffen werden konnte (X 348
<<394-395>>; 427-430 <<480-484>>). Roosevelt hatte proklamiert, daß sich
Amerikas Interessen auf alle Teile der westlichen Halbkugel ausdehne;
Großbritanien verlangte Herrschaftsrecht über die halbe Welt. Es wäre wohl
nicht unnatürlich anzunehmen, daß sich deutsche Interessen auch auf die
Tschechei ausdehnen konnten. Von Prag bis Berlin war es eine halbe Stunde
mit dem Flugzeug. Die tschechische Politik war ganz offensichtlich eine
Bedrohung für Deutschland.

Es gibt keine ewiggültigen Verträge auf dieser Welt; normalerweise
werden sie überholt und durch andere Verträge ersetzt. Dies wird
üblicherweise in den Bestimmungen des Vertrags selbst mit den Worten "rebus
sic stantibus" ausgedrückt. Schon seit 1935 waren Locarno und Versailles
überholt.



ALFRED ROSENBERG UND FRITZ SAUCKEL


Wie Frank, wurde Rosenberg wegen angeblicher "Plünderung" und
"Diebstahl" von Kunstwerken angeklagt. Sowohl Rosenberg als auch Frank wies
darauf hin, daß Deutschland gemäß den Bestimmungen der Haager
Landkriegsordnung verpflichtet gewesen sei, Kunstwerke zu schützen; um das
zu tun, habe man die Kunstwerke von den Kriegsgebieten wegbringen müssen.
Die Kunstwerke seien sorgfältig verpackt, bewertet und repariert worden.
Hätten die Deutschen die Absicht gehabt, die Werke zu "stehlen", wäre es
nicht nötig gewesen, sie mit der genauen Angabe des Namens und der Adresse
des Besitzers zu katalogisieren, wenn das Eigentumsverhältnis bekannt war.

Verschiedene Kunstwerke wurden von Göring in Beschlag genommen,
nicht für dessen persönlichen Gebrauch, sondern für ein Museum, das Hitler
in Linz errichten wollte. Rosenberg hatte gegen diese Aneignung
protestiert, mit der Begründung, daß es seine Pflicht sei, diese Sammlungen
bis zum Ende des Krieges intakt zu halten, in der Hoffnung, daß ein
Friedensvertrag auch das Schicksal dieser Objekte regeln würde.

Rosenberg wurde auch angeklagt, Tausende von Eisenbahnwagenladungen
von Möbeln gestohlen zu haben. Die Möbel seien das Eigentum von Juden
gewesen, die beim deutschen Einzug in Paris ihre Wohnungen verlassen
hätten. Jüdische Wohnungen seien 90 Tage versiegelt gewesen, dann seien die
Gegenstände, die sich darin befunden hätten, als aufgegeben betrachtet und
beschlagnahmt worden, da deren sichere Verwahrung nicht habe gewährleistet
werden können. Schließlich seien die Möbel zu Gunsten der durch den
alliierten Bombenkrieg obdachlos gewordenen Deutschen verwertet worden.
Auch in diesem Punkt hätten die Deutschen gehofft, im Friedensvertrag am
Ende des Krieges eine Regelung zu erreichen.

Rosenbergs Ministerium empfing viele Beschwerden, die alle
untersucht wurden. Viele erwiesen sich als völlig grundlos. Im Nürnberger
Prozeß wurde ganz einfach angenommen, daß alle Beschwerden berechtigt
waren. An Rosenberg geschriebene Briefe wurden gegen ihn als Beweise
gebraucht, obwohl seine Antworten auf die Briefe verloren gegangen waren.
Diese Beschwerden und Briefe wurden als Bewies für Rosenbergs "freiwillige
Beteiligung am Gemeinsamen Plan" betrachtet.

Rosenberg wurde angeklagt, in geheimer Absprache mit Sauckel
"Sklaven" für die Kriegswirtschaft erworben zu haben. Rosenberg, Sauckel,
Speer, Göring, und Seyss-Inquart protestierten alle und behaupteten, daß
solche "Plünderung" und "Sklaverei" nicht nötig gewesen wären, wenn es die
alliierte Blockade nicht gegeben hätte; die Seeblockade sei illegal
gewesen, und habe in den besetzten Gebieten Massenarbeitslosigkeit
verursacht; Besatzungsregierungen seien gemäß der Haager Landkriegsordnung
berechtigt, Arbeitsleistungen zu verlangen. Die "Sklaven" hätten dieselben
Löhne erhalten wie deutsche Arbeiter, die auch arbeitspflichtig gewesen
seien. Funk behauptete, die "Sklaven" hätten während des Krieges 2
Milliarden Reichsmark von ihrem Lohn an ihre Familien überwiesen (XIII 136
<<153>>). Seyss-Inquart behauptete, es habe in Holland wegen der Blockade
500.000 Arbeitslose gegeben; wenn für diese Leute keine Arbeit gefunden
worden wäre, sei sie freiwillig gewesen oder gezwungen, dann wären sie zur
Widerstandsbewegung gegangen, was nach dem Völkerrecht verboten gewesen
sei. Die Bevölkerung sei ganz zufrieden gewesen, mit der Errichtung
deutscher Befestigungsanlagen in Holland arbeiten zu können: die Anlagen
verringerten die Wahrscheinlichkeit, daß die alliierte Invasion in Holland
stattfinden würde. (Die Wahrscheinlichkeit einer alliierter Invasion sei
auch der Grund für die Aussiedlung holländischer Juden gewesen) (XV 662-668
<<719-726>>; XIX 99-102 <<113-115>>).

Fritzsche und andere sagten aus, daß jeder habe sehen können, wie
sich die "Sklaven" auf den Straßen aller deutschen Städte hätten frei
herumbewegen können (XVII 163-164 <<183-184>>), daß sie über viel Geld
verfügt und auch den Schwarzmarkt fest im Griff gehabt hätten (XIV 590
<<649>>). Außerdem weigerten sich jetzt dieselben "Sklaven" zu
Hunderttausenden, Deutschland wieder zu verlassen, obwohl ihre eigenen
Länder "befreit" worden seien und Deutschland verwüstet sei (XVIII 155
<<172-173>>). Die "Sklaven" hätten auch am Ende des Krieges keinen Aufstand
gemacht (XVIII 129-163 <<144-181>>; 466-506 <<509 554>>; XIX 177-216
<<199-242>>; XXI 471-472 <<521-522>>).

Sauckel sagte aus, daß die Rekrutierung von "Sklavenarbeitern" in
Frankreich von der französischen Regierung durchgeführt worden sei, sowie
von Organisationen, die mit den Deutschen zusammengearbeitet hätten. Viele
Menschen hätten es vorgezogen, "gezwungen" zu werden, um Repressalien von
seiten der Widerstandsbewegung zu vermeiden (XV 1-263 <<7-290>>); allen
seien aber dieselben Löhne als deutschen Arbeitern bezahlt worden, und sie
hätten genau dieselbe Gesundheitsfürsorge genossen und denselben
Vertragsbestimmungen unterlegen als deutsche Arbeiter. Die Deutschen hätten
die besetzten Gebiete in keiner Weise geplündert, ganz im Gegenteil sei es
notwendig gewesen, allerlei wertvolle Ausrüstung einzuführen. In Rußland
sei alles während des russischen Rückzugs von den Russen selbst zerstört
worden. Wenn die Deutschen Ausrüstungsgegenstände einführten, und später
während ihres eigenen Rückzugs wieder zurückzogen, wurde dies als
"Plünderung" bezeichnet (IX 171-172 <<195-196>>).

Ein Beispiel für eine "Beschwerde", die in ein "Verbrechen"
umgewandelt wurde, war der Fall, in dem Theaterbesucher angeblich
zusammengepfercht und in die "Sklaverei" geschickt worden wären. Sauckel
hatte einige Monate lang den Fall untersucht, und hatte herausgefunden, daß
in diesem Fall ein Arbeitsvermittler eine Zusammenkunft seiner eigenen
Arbeiter unterbrechen mußte, um die Arbeiter an eine andere Arbeitsstätte
zu transportieren (XV 17-18 <<25-26>>).

Als sich die Zustände verschlechterten, wurden häufiger
Zwangsmaßnahmen benötigt. Wenn die Alliierten das Recht hatten, auf offener
See neutralen Besitz zu beschlagnahmen, dann hatten die Deutschen auch das
Recht, die Ressourcen von besetzten Gebieten auf dem Land auszunutzen.

Eine weitere Anklage gegen Rosenberg war die so-genannte "Heu
Aktion", in der 50.000 Kinder angeblich "gekidnappt" und als "Sklaven"
verschleppt worden wären. Sowohl Rosenberg als auch von Schirach sagten
aus, daß es sich um ein Lehrzeitprogramm gehandelt habe, damit Waisenkinder
aus dem Kriegsgebiet einen Beruf hätten lernen können (XI 489-490
<<538-539>> XIV 501-505 <<552-556>>). Wenn nicht Rosenbergs Ministerium die
Waisenkinder aus den Kriegsgebieten fortgeschafft hätte, hätte es die
Wehrmacht getan.

Eine ähnliche Anklage wurde gegen den Verein "Lebensborn" gerichtet,
bei dem es sich angeblich um eine Verschwörung gehandelt hätte, Kleinkinder
zu entführen, nachdem man die Größe ihrer Penisse gemessen hätte (wenn man
geisteskranken jüdischen "Geschichtsschreibern" glauben soll). In Wahrheit
aber war es die Absicht dieser Organisation, das soziale Stigma, das mit
unehelichen Geburten verbunden war, zu entfernen, und Familien mit großen
Kinderscharen zu helfen (XXI 654-664, deutsche Bände; d.h., die Seiten
fehlen im amerikanischen Protokoll. Siehe auch XXI 352 <<389>>.

Den Fall Rosenberg findet man unter XI 444-599 <<490-656>>; XVIII 69
128 <<81-143>>).



HJALMAR SCHACHT


Als Angeklagter ist Schacht eine Anomalie, denn die gegen ihn
gerichteten Anklagen widersprechen denjenigen, die gegen alle anderen
vorgebracht wurden. Den anderen wurde vorgeworfen, daß sie durch angeblich
"unsittliche Handlungen den Gemeinsamen Plan" begünstigt hätten. Zu solchen
"unmoralischen" Handlungen gehörte z.B. daß sie Geburtstagsgeschenke
angenommen und Geburtstagsreden gehalten hatten und daß sie photographiert
worden waren. Ferner, daß sie, wie in der Verfassung vorgeschrieben, vom
Staatsoberhaupt rechtskräftig verabschiedete Gesetze unterschrieben hatten
und mit dem Staatsoberhaupt einer Meinung gewesen waren - oder, wenn das
nicht der Fall gewesen war, weil sie das Staatsoberhaupt nicht gestürzt und
ermordet hatten (aus einleuchtenden Gründen nicht eine Pflicht, die das
Gesetz den Bürgern auferlegen kann). Man hat in Nürnberg Schacht auch all
diese "Verbrechen" vorgeworfen, und darüber hinaus, in krassem Widerspruch
zu den anderen Anklagen, daß er seinen Treueeid zu Hitler gebrochen und
Hitler getäuscht hatte! Dies wurde als Beweis für außergewöhnliche Bosheit
betrachtet (XII 597 <<652-653>>). Wäre er im Sinne der ersten Anklage
unschuldig, wäre er unumgänglich im Sinne der zweiten schuldig - und
umgekehrt. Das Leben ist halt nicht einfach, wenn man das Richtige tun
will!

Schachts Bemerkungen, daß es notwendig gewesen sei, Hitler zu
belügen, werden oft als ein Beweis dafür benutzt, daß die "Nazis" unehrlich
waren; dabei wird vergessen, daß Hitler selbst das Opfer dieser Lügen war!

Schacht machte sämtliche gegen ihn gerichteten Anklagen lächerlich,
indem er sich darüber lustig machte, und mit seinen ständigen Witzen erwies
er sich sogar als sarkastischer als Göring. Dem Hauptankläger Jackson
fehlte jedoch die Intelligenz, um zu begreifen, daß Schacht ihn zum Narren
hielt (XII 416-493 <<454-539>>>>; 507-602 <<554-658>>; XIII 1-48 <<7-58>>;
XVIII 270-312 <<299-342>>.

Jacksons Lüge, daß er Schacht gezwungen habe, "zuzugeben, daß er
gelogen habe", wird von vielen Historikern ernsthaft geglaubt, die es
eigentlich hätten besser wissen müssen. Jackson log aus reiner Gewohnheit
(z.B. II 438 <<483>>; IX 500-504 <<555-559>>).


BALDUR VON SCHIRACH


Von Schirach wurde angeklagt, sich mit Millionen von Kindern
verschworen zu haben, um die Welt in nachgemachten Pfadfinderuniformen zu
erobern. Seine Verteidigung wies darauf hin, daß eine Verschwörung von
Millionen von Menschen eine logische Absurdität darstelle (XIV 360-537
<<399-592>>, XVIII 430-466 <<470 509>>.

Um das Ziel der Verschwörung zu erreichen, übten sich "die
Verschwörer" in Scheibenschießen mit Kleinkalibergewehren (XIV 381
<<420-421>>) und sangen Lieder, von denen einige schon 300 Jahre alt waren
(XIV 474 <<521>>).

Im Nürnberger Prozeß waren überall Verbrechen zu finden. Im Prozeß
gegen die SA diente ein Artikel über Fußpflege als Beweis für die Absicht,
Angriffskriege zu führen (XXI 221-223 <<248-250>>).

Schirach wurde angeklagt, Kenntnisse von Greueltaten gehabt zu haben
- der Zeuge war Hans Marsalek, dessen 6 Seiten lange "Erinnerung" an das
"Geständnis" von Ziereis (ein Jahr nach dessen Tod) gegen Kaltenbrunner
vorgelegt wurde (XI 330-333 <<365-369>>; XIV 436-440 <<480-485>>).

Ein anderes Verbrechen Schirachs war, "kurz und fett" zu sein (ein
"kurzer, fetter Studentenführer" sollte eine anti-semitische Rede gehalten
haben) (Erklärung von Georg Ziemer, 244-PS, XIV 400-401 <<440-441>>).
Schirach bestritt die Anklage.

Schirach sollte als Gauleiter von Wien in seinem Büro Berichte der
Einsatzgruppen empfangen haben. Diese Dokumente sind - wie üblich -
"Photokopien" von "beglaubigten Kopien" auf normalem Papier, ohne Briefkopf
und ohne Unterschrift, ausgefertigt von unbekannten Personen; angeblich
seien sie von den Russen (IV 245 <<273>>, VIII 293-301 <<324-332>>) in
einer Salzmine gefunden worden (II 157 <<185>>). Katyn wird als deutsches
Verbrechen angeführt (NMT IX 96-117, Trial of Otto Ohlendorf).

Die Deutschen sollen 22.000.000 Menschen getötet haben (XXII 238
<<270>>), oder vielleicht nur 12.000.000 (XXII 312 <<356>>). Nach dem
Verbrechen seien die Leichen verbrannt und die Dokumente begraben worden.
Dokumente sind brennbar, Leichen aber nicht.

Sowohl Schirach wie auch Streicher wurden mit Hilfe einer
"Photokopie" eines Hitlerdokuments getäuscht, in dem Hitler Massentötungen
"gestanden" haben soll (XIV 432 <<476>>; XII 321 <<349>>). Da Hitler ein
Genie war (X 600 <<671-672>>), und da Genies nicht Millionen von Menschen
mit Dieselauspuffgasen und Insektiziden tötet, die 24 Stunden benötigen, um
Kleidermotten auszurotten (Dokument NI-9912), ist die Wichtigkeit dieses
"Hitlergeständnisses" wohl überbewertet worden. Tatsächlich ist das
Dokument typisch Hitler (so wie wir ihn aus dem Prozeß kennen):
bombastische Redeweise, aber von ganz geringem sachlichem Inhalt. Es sei
auch nicht klar, ob Hitler 1945 bei vollem Verstand gewesen sei (IX 92
<<107>>). Das "Hitlergeständnis" ist eine "beglaubigte" "Photokopie"
(Verteidigungsdokument Streicher 9, XLI 547).



ARTHUR SEYSS-INQUART


Der Fall Seyss-Inquart ist ein Beispiel für die Art und Weise, in
der ganz normale und legale Handlungen von deutscher Seite zu "Verbrechen"
erklärt wurden, während identische Handlungen von alliierter Seite sogar
wenn sie laut den Statuten des Internationalen Gerichtshofs in Nürnberg
selbst verbrecherisch waren (z.B., die Bombenangriffe auf Dresden, die laut
Artikel 6(b) (XXII 471, 475 <<535, 540>>) der Statuten rechtswidrig waren)
- als unbedeutende Betriebsunfälle eines großartigen Kreuzzuges betrachtet
wurden - wo es ja bekanntlich um die Ausrottung des Bösen selbst ging.

Dem Völkerrecht gemäß sind Besatzungsregierungen berechtigt, Gesetze
zu erlassen, so wie sie es für richtig halten (ein Recht, das vom
Nürnberger Gericht selbst in Anspruch genommen wurde, XXII 461 <<523>>,
aber im Widerspruch zu XXII 497 <<565-565>>. Gehorsam gegen die Autoritäten
der Besatzungsmacht wird im Völkerrecht verlangt. Mit gewissen
Beschränkungen kann die Besatzungsmacht zwangsweise Arbeitskräfte
beschaffen, Regierungseigentum beschlagnahmen und Steuern erheben, um die
Besatzungsskosten zu decken. Besatzungsregierungen sind nicht verpflichtet,
bewaffneten Widerstand, Streiks, und die Veröffentlichung feindlicher
Zeitungen zu dulden, oder örtliche Beamte einzustellen, die die Befehle der
Besatzungsmacht nicht befolgen wollen. Das Paraphieren von Dokumenten, oder
die Weiterleitung von Befehlen sind keineswegs Kriegsverbrechen. Seyss
Inquart verhinderte viele Zerstörungen am Ende des Krieges, die
Kriegsverbrechen gewesen wären (XV 610-668 <<664-726>>; XVI 1-113
<<7-128>>; XIX 46-111 <<55-125>>).

Als Reichskommissar für Holland, leitete Seyss-Inquart Befehle
weiter, Todesurteile gegen Mitglieder von Widerstandsbewegungen zu
vollstrecken, nachdem die Betreffenden in voller Übereinstimmung mit der
Haager Landkriegsordnung wegen verbotener Sabotagetätigkeit oder
bewaffneten Widerstands rechtskräftig verurteilt worden waren. Die
Todesurteile wurden aber nur vollstreckt, nachdem erneute Verbrechen von
Seiten der Widerstandsbewegung stattgefunden hatten. Dieses wurde als
"Erschießung von Geiseln" bezeichnet; das Wort "Geisel" ist aber nicht
korrekt (XII 95-96 <<108>>, XVIII 17-19 <<25-27>>, XXI 526 <<581>>, 535
<<590>>).

Für eine Diskussion über das Völkerrecht vom Standpunkt der
Anklagebehörde aus, in der die Legalität der deutschen Handlungen bestätigt
wird, siehe V 537 <<603-604>>. Die Anklagebehörde in Nürnberg hat
ausdrücklich zugegeben, daß Widerständler erschossen werden dürfen (V 405
<<455-456>>).

Die Vierte Haager Landkriegsordnung vom 18. Oktober 1907 enthält
eine Allbeteiligungsklausel (Art. 2). Kriegsführende, die die Konvention
verletzen, können gezwungen werden, Schadenersatz zu bezahlen (Art. 3);
Bombenangriffe "irgendwelcher Art" gegen unverteidigte Städte und
kulturelle Monumente sind verboten (Art. 23, 25, 27, 56). Nicht von
Bulgarien, Griechenland, Italien und Jugoslawien ratifiziert. Vom
zaristischen Rußland wurde die Konvention aber ratifiziert.



ALBERT SPEER


Albert Speer wurde verurteilt, weil er angeblich Millionen von
Menschen zur "Sklavenarbeit" für die deutsche Kriegsindustrie gezwungen
hätte. Angeblich hätten die Arbeiter dort in Pissoirs schlafen müssen
(Dokument D-288, Erklärung von Dr. Wilhelm Jäger, bereits beim Fall Rudolf
Höß besprochen), und wären in "Torturkasten" gefoltert worden, die man als
ganz gewöhnliche Kleiderschränke getarnt hätte. Komische "Tarnungen" kommen
immer wieder vor; dabei können ganz normale Objekte als "Beweise"
vorgeführt werden), Dokumente USA-894-897). Wieso man die erwünschte
Arbeitsleistung durch Tortur steigern konnte, blieb unerklärt - vielleicht
war das ein Geheimnis der ausgeklügelten Nazis?

Zur Anklage sagte Speer:


"Ich halte das Affidavit für gelogen... es ist nicht möglich, hier das
deutsche Volk in dieser Weise in den Schmutz zu ziehen" (XVI 543 <<594>>).


Speer war der Typ, der in jedem System immer erfolgreich ist. Er
behauptete immer wieder, er habe von "Massenausrottungen" nichts gewußt,
sagte aber auch, daß er davon gewußt hätte, wenn die Opfer mit Hilfe von
Atombomben verbrannt worden wären (eine Wahnvorstellung von Robert Jackson,
XVI 529-530 <<580>>).

Speer behauptete, daß er Hitler mit einem hochentwickelten Nervengas
habe umbringen wollen (XVI 494-495 <<542-544>>). Der Versuch sei
gescheitert, weil das Gas nur bei hohen Temperaturen entwickelt werden
könne (XVI 529 <<579>>).

In der Tat bietet Zyklon-B ein ähnliches Problem. Das Material muß
sich verflüchtigen, was langsam geschieht, wenn nicht geheizt wird. Das
Wissen und Können der deutschen Techniker und die allgemeine industrielle
Entwicklung machen jede Vorstellung vom einem "Holocaust" lächerlich, in
dem man Insektizide oder Dieselauspuffgase zur Tötung von Menschen
verwendet haben soll. Es wäre schwieriger, "das deutsche Volk in den
Schmutz zu ziehen", wenn es nicht Leute wie Albert Speer gäbe (XVI 430-588
<<475-645>>); XIX 177-216 <<199 242>>).


JULIUS STREICHER


Streicher wurde wegen "Aufstachelung zum Rassenhaß" aufgehängt, ein
Verbrechen, das heutzutage immer beliebter wird. Der Fall Streicher ist
bemerkenswert, weil Nationen, die die Trennung von Kirche und Staat so wie
die Meinungs- und Pressefreiheit predigen, sich mit Juden und Kommunisten
zusammengerottet haben, um einen Mann wegen Meinungsäußerungen aufzuhängen,
deren Korrektheit sie nicht einmal bestritten haben.

Ein von Streicher begangenes, angebliches Verbrechen war die
Veröffentlichung einer "Beilage über Ritualmord" zu seiner Zeitschrift "Der
Stürmer". Die Anklage hat ausdrücklich zugegeben, daß seine Abbildungen
authentisch waren (V 103 <<119>>), und daß die Hinweise im Artikel auch
korrekt waren. Unter Streichers Literaturhinweise war mindestens ein
anerkannter Gelehrter, Dr. Erich Bischof aus Leipzig, sowie moderne
Gerichtsverhandlungen (IX 696-700 <<767-771>>). Man meinte, daß es den
Prozeß unnötig verlängert hätte, wenn man die Stichhaltigkeit von
Streichers Material hätte nachprüfen müssen. Deshalb hat man den
Wahrheitsgehalt des Artikels nicht bestritten. Stattdessen wurde ein
Meisterstück an Gedankenübertragung durchgeführt, und Streicher kam wegen
seiner angeblichen Motive und geistigen Prozesse an den Galgen.

Ein anderes, furchtbares Verbrechen, das Streicher begangen hatte,
war, daß er das Alte Testament als "einen schauerlich-schaurigen
Kriminalroman" bezeichnet hatte. "Von Mord und Blutschande, Betrug,
Diebstahl, und Sittlichkeitsverbrechen wimmelt es in diesem 'Heiligem Buch'
geradezu", hatte er geschrieben. Keine Beweise wurden vorgelegt, um diesen
Gesichtspunkt zu widerlegen (V 96 <<112>>).

Streicher ist als "Pornograph", "sexuell Abartiger" und als
"Immobilienschwindler" berühmt. Es stellte sich nach genaueren
Untersuchungen heraus, daß die Pornographiesammlung die Judaicaabteilung im
Stürmerarchiv war (XII 409 <<445>>). Die angeblichen "sexuellen
Abartigkeiten", Schwerpunkt der sowjetischen Anklage, stammten aus dem
sogenannten "Göring-Bericht", der für ein Verfahren vor einem Parteigericht
der NSDAP erstellt worden war, nachdem einer von Streichers vielen Feinden
Klage gegen ihn erhoben hatte. Diese Anklage ließ man aber fallen, und sie
wurde aus dem Protokoll gestrichen. Streicher wurde angewiesen, er brauche
keine Fragen zu dieser Behauptung zu beantworten (XII 330, 339 <<359,
369>>).

Die Anschuldigung des "Immobilienschwindels" kam auch aus dem
Göring-Bericht, und bezieht sich auf einen einzigen Vorfall, die Mars
Werke. Der Mann, der für die im Göring-Bericht gemachten Anklagen
verantwortlich war, war seltsamerweise auch derjenige, der für den Ankauf
verantwortlich war (V 106 <<123>>). Der Bericht behauptet, daß die
Aktienbriefe zurückgegeben wurden und daß das Geld, das Streicher dafür
bezahlt hatte, 5000 Reichsmark, nach den Ermittlungen an Streicher
zurückgegeben wurde.

Streicher hatte seinen Geschäftsführern komplette Vollmacht gegeben
zu tun, was sie wollten. "Laßt mich mit Euren Geschäften in Ruhe. Es geht
um ganz andere Dinge als Geld", hatte er gesagt. Streicher behauptete,
seine Zeitung sei bis zum Kriegsende in einem gemieteten Haus
veröffentlicht worden. Es war keine Parteizeitung, und Streicher hatte
nichts mit dem Krieg zu tun gehabt.

Einer von Streichers Angestellten erschien als Zeuge und sagte aus:
"Wer Herrn Streicher kennt so wie ich, der weiß genau, daß Herr Streicher
niemals etwas von einem Juden genommen hat" (XII 385-386 <<420>>).

Streichers zweite Frau, Adele Streicher, erschien und behauptete:
"Das halte ich für völlig unmöglich, daß Julius Streicher Aktien auf dieser
Art erworben hätte. Ich glaube nicht mal, daß er weiß, wie eine Aktie
aussieht" (XII 391 <<426>>).

Es wurde im Nürnberger Prozeß nicht behauptet, daß Streicher all
seine Zeitungsartikel und Bücher selbst geschrieben hätte. "Trau keinem
Fuchs auf grüner Heid, und keinem Jud' bei seinem Eid", übersetzt von der
Anklage als "Don't Trust a Fox Whatever You Do, Nor Yet the Oath of Any
Jew" (XXXVIII 129), nahm seinen Titel von Martin Luther. "Der Giftpilz" war
von einem von Streichers Schriftleitern geschrieben, und war von einem
berühmten Fall von sexueller Kindesmißhandlung inspiriert worden, dem vom
jüdischen Betriebsführer, Louis Schloß (XII 335 <<364-365>>).

Schloß kam später in Dachau ums Leben, was in noch eine
"Nazigreueltat" umgewandelt wurde. Bei der Erörterung des Todes von Schloß
erwähnte die Anklage nie, daß er Kinder sexuell mißbraucht hatte;
stattdessen wurde einfach indirekt angedeutet, daß Schloß nur wegen seiner
jüdischen Herkunft getötet worden sei, und aus keinem anderen Grund
(Dokument 664-PS, XXVI 174-187).

Man hat nie einen Zusammenhang zwischen den "anti-semitischen
Bemerkungen" von Streicher, Frank, oder Rosenberg und dem Begehen von
irgendwelchem Verbrechen nachgewiesen; noch wurde es je bewiesen, daß das
betreffende Verbrechen (d.h. der sogenannte "Holocaust") je begangen wurde.
Das wurde ganz einfach angenommen, und dazu wurde angenommen, daß
Streichers Schriften das Verbrechen mit "verursacht" hatten.

Streicher machte mehrere "höchst unanständige" Bemerkungen, die aus
dem Protokoll gestrichen wurden, und für die er mit dem Einverständnis
seines Rechtsanwalts, Dr. Marx, vom Gericht verwarnt wurde. Eine dieser
Bemerkungen wurde nach dem fünften Absatz auf Seite 310 <> von Band XII von dem gedruckten Protokoll
gestrichen, kann aber auf den Seiten 8494-5 von dem vervielfältigten
amerikanischen Protokoll gefunden werden. Streicher sagte:


"Wenn ich jetzt mit einer Lebensbeschreibung schließen darf, wird es mit
der Beschreibung eines Erlebnisses sein, die Ihnen zeigen wird, meine
Herren vom Gerichtshof, daß auch ohne den Willen der Regierung Dinge
passieren können, die nicht human und nicht in Übereinstimmung mit den
Prinzipien der Menschlichkeit sind.

"Meine Herren, ich wurde festgenommen, und während meiner Inhaftierung habe
ich Dinge erlebt, deren man uns, die Gestapo, anklagt. Vier Tage lang war
ich nackt in einer Zelle. Ich wurde mit brennenden Gegenständen gefoltert.
Ich wurde auf den Boden geworfen und mit einer Eisenkette gefesselt.
Negern, die mir ins Gesicht spuckten, mußte ich die Füße küssen. Zwei
farbige Soldaten und ein weißer Offizier spuckten mir in den Mund, und als
ich ihn nicht mehr aufmachte, wurde er mit einem Holzstab gewaltsam
aufgezwungen, und wenn ich nach Wasser fragte, wurde ich zur Latrine
geführt, wo man mir befahl, daraus zu trinken.

"In Wiesbaden, meine Herren, bekam ein Arzt Mitleid mit mir - der jüdische
Direktor vom Krankenhaus, muß ich sagen, handelte korrekt. Um nicht
mißverstanden zu werden, muß ich hier feststellen, daß die jüdischen
Offiziere, die uns hier in diesem Gefängnis bewachen, korrekt gehandelt
haben, und die Ärzte, die mich behandeln, sind aufmerksam und
rücksichtsvoll. Daraus sehen Sie den Unterschied, den es bis jetzt zwischen
jenem Gefängnis und diesem gibt." (Rückübersetzung. Deutscher Text nicht
erhältlich).


Noch eine "unanständige Bemerkung" ist nach dem ersten Absatz auf
Seite 349 von Band XII gestrichen worden <>, erscheint aber im amerikanschen vervielfältigten Protokoll auf
Seite 8549: 


"Um ein Mißverständnis zu vermeiden, muß ich sagen, daß ich in Freising so
viel geschlagen wurde, und tagelang ohne Kleidung war, daß ich vierzig
Prozent meines Gehörsinns verloren habe, und die Leute lachen wenn ich
frage. Ich kann nichts dafür, wenn ich so behandelt wurde. Deshalb muß ich
bitten, die Frage nochmals zu hören".


Dazu antwortete Lt. Col. Griffith-Jones:


"Ich kann es ihnen zeigen, und wir werden die Frage so laut wiederholen wie
Sie es wollen."


Da dies eine Angelegenheit war, von der Streicher persönlich
Kenntnis hatte, und nicht ein Gerücht, ist es schwer zu verstehen, warum
die Bemerkungen gestrichen wurden, während Hörensagen zugunsten der Anklage
beibehalten wurde (in der Tat besteht das Material der Anklage fast nur aus
mündlichem oder schriftlichem Hörensagen). Wenn die Anklagebehörde
Streichers Behauptung, er sei gefoltert worden, nicht glaubten, hätten sie
die Möglichkeit gehabt, ihn ins Kreuzverhör zu nehmen, um Ungereimtheiten
herauszufinden, und um zu beweisen, daß er gelogen hatte. Stattdessen,
wurde er einfach verwarnt, und die Bemerkungen wurden gestrichen. Soviel
für Wahrheit, Gerechtigkeit und einen fairen Prozeß.

Streicher behauptete, daß seine Forderungen nach der "Ausrottung"
des Judentums hauptsächlich eine Folge von den Bombenangriffen und den
Aufrufen der anderen Seite zur Ausrottung des deutschen Volkes gewesen sei:


"Wenn in Amerika ein Schriftsteller namens Erich Kauffman in aller
úffentlichkeit fordern kann, daß alle zeugungsfähigen deutschen Männer
sterilisiert werden sollten, um das deutsche Volk auszurotten, dann sage
ich 'Aug' für Aug', und Zahn für Zahn'. Dies ist eine theoretische,
schriftstellerische Angelegenheit" (XII 366 <<398-399>>). (V 91-119
<<106-137>>; XII 305-416 <<332-453>>; XVIII 190-220 <<211-245>>).






Vom selben Verfasser:

MADE IN RUSSIA: THE HOLOCAUST [Der Holocaust als kommunistische
Propaganda]: Photokopien aus dem Nürnberger Prozeßprotokollen: Seife aus
Menschenfett, Strümpfe aus Menschenhaar, Dampfkammern bei Treblinka,
Hinrichtungen mit Elektrizität und Atomwaffen, usw. "Die größten Lügen
aller Zeiten". 412 Seiten; leider nur in englischer Sprache erhältlich.

Von Books Unlimited, 20 Madeira Place, Brighton, East Sussex BN2 1TN,
England zu beziehen.


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NICHT SCHULDIG IN NÜRNBERG-1


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From cwporter@tornado.be Tue May 19 15:05:47 EDT 1998
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Subject: hey jamie, how's your portuguese?
Date: 19 May 1998 18:55:11 GMT
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Not Guilty at Nuremberg - Portuguese
Final revision March 6 1996
All references revised in English and German
DUAL LANGUAGE REFERENCES - PORTUGUESE TRANSLATION

GERMAN PAGE NUMBERS IN <>

Dedicated to S.E. Castan


<< >> = paginação almã>> 

NAO CULPADOS EM NUREMBERG-1


Depõem os defensores dos alemães em Nuremberg

INTRODUCAO

Reescrever a História é coisa tão antiga quanto a própria História.

Os Anais de Tácito, por exemplo (xv 38), mencionam um boato de que Nero
ateou fogo a Roma; tal "boato" foi mais tarde repetido pelos historiadores
romanos como sendo um fato (Suetônio, Nero, 38: Dio Cassius, Epistolae,
lxii 16; Plínio, Naturalis Historia, xvii 5).

Escritores posteriores submeteram esse "fato" a exame e reduziram tal
"fato" à categoria de mero boato.

Em 1946 era "fato provado" que os nazistas haviam feito sabão de seres
humanos (Julgamento, Tribunal de Nuremberg, IMT I 252 <<283>>; VII 597-600
<<656-659>>; XIX 506 <<566-567>>; XXII 496 <<564>>).

Esse "fato", desde então, ao que parece, tornou-se mero "boato" (Hilberg,
"revisão definitiva", Destruição dos Judeus Europeus, Holmes e Mayer, NY,
pg. 966: "Até o dia de hoje a origem do boato de fabrição de sabão humano
não foi confirmada").

O "boato" juridicamente sem provas e de origem soviética (Mostra USSR 393)
(uma garrafa de sabão, um jarro que cheira mal) se encontra no Palácio da
Paz de Haia. Os funcionários desse Palácio da Paz o mostram a visitantes
atentos e lhes dizem que é autêntico mas, ao que parece, não respondem
cartas mandadas por pessoas que pedem que o sabão seja posto à prova.

Em 1943 corria o "boato" de que os nazistas estavam matando os judeus com
vapor, fritura, escaldamento, eletrocução, vácuo e gás; (como exemplo, The
Black Book: The Nazi Crime Against the Jewish People, pp. 270, 274, 280,
313, apresentados como "provas" à comissão de Nuremberg).

Em 1946 os "gaseamentos" haviam-se tornado "fatos", enquanto as
vaporizações, frituras, escaldamentos, eletrocuções, aspiradorizações,
continuavam a ser mero "boato". (Nota: as "vaporizações" foram "provadas"
no Julgamento de Pohl, Quarto Julgamento de Nuremberg, NMT IV, 1119-1152).

A "prova" de que os nazistas "gaseavam" judeus não se mostra melhor, em
qualidade, do que a "prova" de que eles vaporizavam, fritavam, escaldavam,
eletrocutavam ou aspiradorizavam; parece legítimo chamar tal "prova" ao
banco dos réus.

Este livro contém o que não é uma história reescrita, porém simples guia de
material histórico que foi esquecido. Os 312.022 depoimentos juramentados e
autenticados pela lei, apresentados pela defesa no Primeiro Julgamento de
Nuremberg, se viram esquecidos, enquanto os 8 ou 9 depoimentos juramentados
apresentados pela acusação, a promotoria, e que os "desmentiam", são
lembrados (XXI 437 <<483>>).

Este livro contém grande número de referências aos números das páginas. Os
mesmos não se destinam a confundir, impressionar ou intimidar o leitor, nem
a comprovar a veracidade da matéria por eles declarada e sim a ajudar as
pessoas interessadas em pesquisar por conta própria à busca da verdade dos
fatos, descobrir a realidade dos mesmos, verificar o que verdadeiramente
ocorreu.

Se as declarações apresentadas pela defesa são documentos mais idôneos do
que os apresentados pela acusação e referentes a sabão humano (Documento
397), meias de calçar em cabelo humano (Documento USSR-511), hamburgers em
carne humana (Mostra 1873, Julgamento de Tóquio), etc., caberá ao leitor
decidir.


N.B.:

IMT = International Military Tribunal
(Julgamento Internacional de Nuremberg em 4 linguas)

NMT = National Military Tribunal
(julgamentos americanos de Nuremberg em inglês>

Ante a falta de mais indicoes ao contrario, toda paginação refere-se à
edição americana do IMT. 

<< >> = paginação almã do IMT.


MARTIN BORMANN

Bormann foi acusado de "perseguir a religião", e de muitos outros crimes. O
defensor de Bormann, o Dr. Bergold, fez ver que muitos países modernos
(referia-se à União Soviética) são declaradamente ateus e que ordens
proibindo sacerdotes de ocupar altos cargos partidários (isto é, cargos no
Partido Nazista) não podiam ser chamadas de "perseguição". Nas palavras do
Dr. Bergold:

"O Partido é descrito como criminoso, como conspiração. Será crime excluir
determinadas pessoas da participação em uma conspiração criminosa? Isso é
considerado crime?" (V 312 <<353>>).

Foram apresentados documentos nos quais Bormann proibia a perseguição à
religião e permitia expressamente que a religião fosse ensinada (XXI
462-465 <<512-515>>). Uma das condições dessa ordem era a de que todo o
texto bíblico tinha de ser usado; partes apagadas, distorções ou
manipulações do texto eram proibidas. As igrejas receberam subsídios do
governo até o final da guerra. Devido à escassez de papel durante a guerra
foram impostas restrições à impressão de todos os jornais, não apenas os
religiosos (XIX 111-124 <<125-139>>; XXI 262-263; 346; 534; 539; <<292-293;
383; 589; 595>>; XXII 40-41 <<52-53>>).

O defensor de Bormann não teve grandes problemas para demonstrar que
Bormann não podia ser condenado por crime sob as leis de país algum, já que
se torna claro que os estenógrafos não são criminalmente responsabilizáveis
por todos os documentos que assinem. Não ficou claro em que medida Bormann
agiu meramente como estenógrafo ou secretário. Para a acusação, no entanto,
a lei não vinha ao caso e Bormann foi sentenciado à forca. A sentença
deveria ser levada a efeito imediatamente, deixando de lado extenso
testemunho de que ele fora morto pela explosão de um tanque e provavelmente
não se encontraria em um só pedaço, o que apresentava certos problemas de
natureza prática (XVII 261-271 <<287-297>>) na execução da sentença.

"ORGANIZACOES CRIMINOSAS"

As provas da defesa quanto às "organizações criminosas" consistem no
depoimento de 102 testemunhas e 312.022 declarações juramentadas (XXII 176
<<200>>).

A expressão "criminosas" jamais foi definida nesse julgamento (XXII 310
<<354>>; e também XXII 129-135 <<148-155>>).

Tampouco ficou definido quando tais organizações se tornaram "criminosas"
(XXII 240 <<272-273>>). O próprio Partido Nazista foi declarado "criminoso"
a partir de 1920 (XXII 251 <<285>>) ou então, talvez, apenas em 1938 (XXII
113 <<130>>) ou, ainda, não fosse criminoso, em absoluto (II 105 <<123>>).

As declarações juramentadas, em número de 312.022, foram apresentadas a uma
"comissão" e as provas apresentadas a essa "comissão" não surgem nos anais
do Julgamento de Nuremberg. Os Arquivos Nacionais de Washington, USA, não
possuem cópia dos autos da comissão, jamais ouviram falar neles e não sabem
do que se trata. Das 312.022 declarações juramentadas, apenas algumas
dúzias foram traduzidas ao inglês, de modo que o tribunal não as pôde ler
(XXI 287, 397-398 <<319, 439>>).

O presidente do tribunal, Sir Geoffrey Lawrence, não entendia alemão;
tampouco Robert Jackson, acusador nesse "julgamento", conhecia esse idioma.

Devido a alteração de último momento, que foi efetuada (XXI 437-438, 441,
586-587 <<483-485, 488, 645-646>>), muitas outras declarações foram
recusadas, em bases legais (XX 446-448 <<487-489>>).

A "comissão" preparou "resumos" que foram apresentados ao tribunal
(milhares de depoimentos afirmando o tratamento humano proporcionado aos
prisioneiros, etc). Tais resumos não foram levados em conta como prova. O
tribunal prometeu ler os 312.022 testemunhos antes de formar seu veredito
(XXI 175 <<198>>); quatorze dias depois foi anunciado que os 312.022
testemunhos não eram verdadeiros (XXII 176-178 <<200-203>>).

Em seguida um depoimento isolado, apresentado pela acusação, Documento
D-973, foi tido como tendo "rebatido" 136.000 declarações juramentadas,
apresentadas pela defesa (XXI 588; 437, 366 <<647, 483-484, 404>>).

As 102 testemunhas foram forçadas a aparecer e depor ante a "comissão"
antes de se apresentarem ao tribunal. Em seguida, 29 dessas testemunhas
(XXI 586 <<645>>), ou 22 delas (XXII 413 <<468>>) puderam se apresentar ao
tribunal porém seu depoimento não teve permissão para ser "cumulativo", ou
seja, não puderam repetir seu depoimento perante a "comissão" (XXI 298,
318, 361 <<331, 352, 398-399>>).

Em seguida, seis declarações juramentadas apresentadas pela acusação foram
tidas como havendo "desmentido" o depoimento das 102 testemunhas (XXI 153
<<175>>, XXII 221 <<251>>).

Uma dessas declarações juramentadas estava redigida em polonês, de modo que
a defesa não a pôde ler (XX 408 <<446>>). Outra era de judeu chamado Szloma
Gol, afirmando ele ter desenterrado e cremado 80.000 corpos, entre esses o
de seu próprio irmão (XXI 157 <<179>>, XXII 220 <<250>>). (Nos anais
britânicos ele somente inumou 67.000 cadáveres.)

A acusação já encerrara sua apresentação quando isso ocorreu (XX 389-393,
464 <<426-430, 506>>; XXI 586-592 <<645-651>>).

Em seguida a acusação declarou em sua carga final que 300.000 declarações
juramentadas tinham sido apresentadas ao tribunal e haviam sido examinadas
durante o julgamento, dando a impressão de que se tratava de documentos
dela, da acusação (XXII 239 <<272>>).

Na verdade a acusação atravessou todo o julgamento sem mais do que algumas
declarações realmente importantes e dela própria. Vejamos, por exemplo, XXI
437 <<483>>, onde oito ou nove declarações foram apresentadas pela acusação
contra 300.000 pela defesa; ver também XXI 200 <<225>>; 477-478
<<528-529>>; 585-586 <<643-645>>; 615 <<686-687>>).

Nos diversos julgamentos sobre os campos de concentração, como os
julgamentos de Martin Gottfried Weiss, usou-se expediente mais simples: o
mero emprego no campo, ainda que por apenas algumas semanas, foi tido como
constituindo "conhecimento construtivo do Plano Comum". Esse "Plano Comum",
naturalmente, não ficou definido. Não era necessário alegar atos
específicos de mau trato ou mostrar que pessoa alguma houvesse morrido como
resultado desse mau trato. 36 dos 40 acusados foram condenados à morte.

Os Anais da Comissão de Nuremberg se acham em Haia e preenchem metade de um
depósito à prova de fogo e que vai do piso ao teto. O depoimento de cada
testemunha foi datilografado com a numeração iniciando-se à página 1,
depois redatilografado, com paginação consecutiva alcançando muitos
milhares de páginas. Os primeiros rascunhos e a cópia final se acham em
pastas, juntos, grampeados, em papel muito quebradiço, com grampos
enferrujados. E absolutamente fora de dúvida que, a não ser em Haia, alguém
tenha jamais lido esse material.

O resumo relacionado ao depoimento das 102 testemunhas aparece em sua maior
parte em letra pequena, volumes XXI e XXII, nos Anais do Julgamento de
Nuremberg. O tipo pequeno significa que trechos foram apagados no resumo
final da defesa (de outra maneira o julgamento se teria estendido por tempo
demais).

Esse material preenche centenas de páginas. Nos Anais publicados no Reino
Unido cada palavra desse material desapareceu. Em inglês, 11 páginas em
tipo pequeno estão faltando entre os parágrafos 1 e 2 e à página 594 do
Volume XXI. Os mesmos aparecem nos volumes em alemão (XXI 654, 664). A
maior parte do resto parece encontrar-se lá.

Esse material cobre, por exemplo:

Guerra Total XIX 25 <<32>>
Reparações XIX 224-232 <<249-259>>
Sindicatos alemães XXI 462 <<512>>
Gestapo e campos de concentração XXI 494-530 <<546-584>>
Putsch de Röhm XXI 576-592 <<635-651>>
Noite de cristal XXI 590-592 <<649-651>>
Recolocação XXI 467-469, 599-603 <<517-519, 669-674>>
S.D. XXII 19-35 <<27-47>>
Armamentos XXII 62-64 <<75-78>>

Os 312.022 depoimentos provavelmente se encontram depositados em um arquivo
alemão. O Julgamento do Tribunal de Nuremberg é impresso duas vezes, nos
volumes I e XXII. Mostra-se importante obter os volumes em alemão e ler os
julgamentos no volume XXII, em alemão. Alemão fraco, erros de tradução,
etc, cometidos pelos americanos, foram corrigidos com notas ao pé de
página. Erros desse tipo, em documentos, podem ser tomados como
falsificações.

De um modo geral os volumes IMT em alemão são preferíveis aos americanos.
Pés de página freqüentes, por todos esses volumes em alemão, alertam o
leitor quanto a erros de tradução, documentos que desapareceram e cópias
falsificadas (por exemplo, XX 205 do processo verbal alemão: "Esta frase
não está presente no documento original").

Os volumes em alemão em livros de bolso são obteníveis em brochura na
Delphin Verlag, Munique (ISBN 3.7735.2509.5). (Apenas os Anais; anais e
volumes de documentos em inglês são obteníveis na Oceana Publications,
Dobbs Ferry, NY, em microfilmes).

DOCUMENTOS

A versão padronizada dos acontecimentos é a de que os Aliados examinaram
100.000 documentos e escolheram 1.000, que foram trazidos como provas e que
os documentos originais foram então depositados no Palácio da Paz em Haia.
Tal versão apresenta grande inexatidão.

Os documentos usados como provas em Nuremberg consistiam em grande parte em
"fotocópias" de "cópias". Muitos desses documentos originais foram escritos
de fora a fora em papel comum, sem marcas manuscritas de qualquer tipo, por
pessoas desconhecidas. De vez em quando encontra-se inicial ou assinatura
ilegível de uma pessoa mais ou menos desconhecida, declarando o documento
como "cópia verdadeira". As vezes encontram-se carimbos alemães, de outras
não. Muitos desses documentos foram "encontrados" pelos russos, ou
"selecionados" por Comissões Soviéticas de Crimes de Guerra.

O volume XXXIII, volume de documentos apresentados que peguei e examinei ao
acaso, contém 20 interrogatórios ou declarações juramentadas, 12
fotocópias, 5 cópias sem assinaturas, 5 documentos originais com
assinaturas, 4 cópias de material impresso, 3 cópias mimeografadas, 3
teletipos, 1 cópia de microfilme, 1 cópia assinada por outra pessoa e 1 sem
especificação

Haia tem poucos documentos originais do tempo de guerra, se tiver algum.
Também ali se encontram muitas "declarações juradas" originais e
pós-guerra, ou declarações juramentadas, os anais da Comissão do Tribunal e
muito material valioso da defesa. Tem também o "sabão humano" que jamais
foi posto à prova e a "receita original de sabão humano" (Documento
USSR-196) que é uma falsificação; mas, ao que parece, nenhum documento
original alemão do tempo de guerra. Haia tem fotostáticas negativas de tais
documentos em papel extremamente quebradiço e que foi grampeado. Para
fotocopiar as fotostáticas os grampos são retirados e quando regrampeados,
outros furos são feitos no papel. A maioria desses documentos não foi
fotocopiada com freqüência e os funcionários em Haia dizem que é muito
incomum alguém pedir para vê-los.

Os Arquivos Nacionais em Washington (ver o livro de Telford Taylor, Uso de
Documentos Alemães e Correlatos, Capturados, Uma Conferência Nacional de
Arquivos) afirma que os documentos originais estão em Haia. Haia afirma que
os documentos originais se acham nos Arquivos Nacionais.

Os Stadtarchiv de Nuremberg e o Bundesarchiv Koblenz também não possuem
documentos originais e ambos dizem que tais originais se encontram em
Washington. Já que a maioria desses originais se acha, na maior parte, em
forma de "cópias", é freqüente não se ter provas de que os documentos em
questão tenham existido.

Robert Jackson (o juiz norte-americano que chefiou o julgamento) iniciou
seus trabalhos citando os seguintes documentos forjados ou que não vinham
ao caso: 1947-PS; 1721-PS, 1014-PS; 81-PS; 212-PS e muitos outros (II
120-142 <<141-168>>).

O Documento 1947-PS é a cópia da "tradução" de carta mandada pelo General
Fritsch à Baronesa Schutzbar-Milchling. Mais tarde a baronesa assinou uma
declaracão juramentada declarando jamais ter recebido a carta em questão
(XXI 381 <<420-421>>).

A "carta" falsificada do General Fritsch à Baronesa Schutzbar-Milchling foi
reconhecida como tal durante o julgamento e não se acha incluída entre os
volumes de documentos, onde deveria aparecer em XXVIII 44. Jackson,
todavia, não foi repreendido pelo tribunal (XXI 380 <<420>>).

Os americanos, entusiasmados, ao que parece forjaram quinze dessas
"traduções", após o que os documentos originais tiveram sumiço total (ver
Taylor, Documentos Capturados).

O Documento 1721-PS é falsificação na qual um homem da S. A. faz relatório
a si próprio sobre como está levando a cabo uma ordem que é citada ipsis
litteris no relatório. Marcas manuscritas às páginas 2 e 3 são
falsificações evidentes de marcas à página 1 (XXI 137-141 <<157-161>>;
195-198 <<219-224>>; 425 <<470>>; XXII 147-150 <<169-172>>. Ver também
Testemunho A Comissão, Fuss, 25 de abril, e Lucke, 7 de maio de 1946). Os
Arquivos Nacionais têm uma fotostática positiva do Documento 1721-PS e Haia
tem uma fotostática negativa. Tal "original" é fotocópia (XXVII 485).

O Documento 1014-PS é um discurso de Hitler, falsificado, escrito em papel
comum por pessoa desconhecida. O documento apresenta o cabeçalho "Segundo
Discurso" embora seja sabido que Hitler proferiu apenas um discurso naquela
data. Existem quatro versões desse discurso, três delas falsificações:
1014-PS, 798-PS, L-3 e uma versão autêntica, Ra-27 (XVII 406-408
<<445-447>>; XVIII 390-402 <<426-439>>).

Essa terceira falsificação, o Documento L-3, ostenta carimbo de laboratório
do FBI e jamais foi aceito como prova (II 286 <<320-321>>), porém 250
cópias do mesmo foram distribuídas à imprensa como autênticas (II 286-293
<<320-328>>).

Tal documento é citado por A.J.P. Taylor à página 254 em sua obra As
Origens da Segunda Guerra Mundial (Fawcett Paperbacks, 2a edição, com
Resposta aos Críticos, dando sua fonte como a Política Exterior Alemã,
série D vii, No. 192 ee 193).

O Documento L-3 é a fonte de muitas afirmações atribuídas a Hitler, de modo
especial "Quem hoje se lembra do destino dos armênios?" e "Nossos inimigos
são pequeninos vermes, eu os vi em Munique". Ali, esse "Hitler" se compara
a Gengiscã e diz que exterminará os poloneses, desferirá um pontapé na
virilha de Chamberlain, diante dos fotógrafos. O documento parece ter sido
preparado na mesma máquina de escrever que redigiu muitos outros documentos
em Nuremberg, como as duas outras versões do mesmo discurso. Essa máquina
de escrever era provavelmente uma Martin, fabricada pela Triumph-Adler
Werke, Nuremberg.

O Documento 81-PS é "cópia autenticada" de carta sem assinatura e em papel
comum, preparada por pessoa desconhecida. Se fosse autêntica teríamos o
primeiro rascunho de carta jamais enviada. Referência é invariavelmente
feita a ela como tendo sido escrita por Rosenberg, o que ele negou (XI
510-511 <<560-561>>). Falta assinatura ao documento, bem como iniciais,
número diário em branco (uma marca burocrática) e não foi encontrado em
meio aos papéis e documentos da pessoa a quem dirigido (XVII 612 <<664>>).
O Documento 81-PS é fotocópia, com número soviético (URSS 353, XXV
156-161).

O Documento 212-PS também foi preparado por pessoa desconhecida,
inteiramente em papel comum, sem qualquer marca manuscrita ou data,
endereço ou carimbo (III 540 <<602>>, XXV 302-306, ver também as fotocópias
de fotostáticas negativas em Haia).

Infelizmente se trata de caso bem típico. O Documento 386-PS, o "Hossbach
Protokoll", o suposto discurso feito por Hitler em 5 de novembro de 1938, é
fotocópia autenticada de cópia de microfilme de "cópia autêntica"
redatilografada, preparada por um americano, de "cópia autenticada",
redatilografada e preparada por um alemão, de anotações manuscritas, não
autenticadas, feitas por Hossbach, e referentes a discurso feito por
Hitler, escrito de memória por Hossbach cinco dias após tal discurso ter
sido feito. Não se trata do pior dos documentos mas de um dos melhores,
porque nele sabemos quem fez uma das cópias. O texto de 386-PS foi
"redigido" (XLII 228-230).

Assim sendo o "julgamento por documentos" funciona da seguinte maneira: A,
pessoa desconhecida, ouve alegadas afirmações verbais "feitas por B", e faz
anotações ou prepara documento com base nessas alegadas declarações
verbais. O documento é então apresentado como prova não contra A que fez a
cópia mas contra B, C, D, E e uma série de outras pessoas embora nada haja
para ligá-las ao documento ou às alegadas afirmações verbais. Declara-se de
modo casual, como sendo fato, que "B disse" ou que "C fez" ou que "D e E
sabiam". Isso vai contrariamente às regras de comprovação de qualquer país
civilizado. Tampouco são os documentos identificados por testemunhas.

A falsificação de documentos originais foi raramente usada em Nuremberg
porque os documentos não foram trazidos ao tribunal. O "documento original"
- isto é, a "cópia"original e sem assinatura - era mantida em cofre no
Centro de Documentos (II 195 <<224>>, 256-258 <<289-292>>).

Em seguida, duas "fotocópias da "cópia" (V 21 <<29>>) ou 6 fotocópias (II
251-253 <<284-286>>) foram preparadas e levadas ao tribunal. Todas as
outras cópias foram redatilografadas em mimeógrafo usando estêncil (IX 504
<<558-559>>).

Nos Anais a palavra "original" é usada no sentido de "fotocópia" (II
249-250 <<283-284>>; XIII 200 <<223>>, 508 <<560>>, 519 <<573>>, XV 43
<<53>>, 169 <<189>> 171 <<191>> 327 <<359>>) a fim de distinguir as
fotocópias das cópias mimeografadas (IV 245-246 <<273-274>>).

"Traduções" de todos os documentos achavam-se à disposição no início do
julgamento (II 159-160 <<187-189>>, 191 <<219-220>>, 195 <<224>>, 215
<<245>>, 249-250 <<282-283>>, 277 <<312>>, 415 <<458>>, 437 <<482-483>>),
mas os textos alemães não puderam ser examinados senão dois meses mais
tarde. Tal foi imposto não só às sessões preparatórias e denúncias oficiais
do julgamento, etc mas A TODOS OS DOCUMENTOS. A defesa não recebeu
documento algum em alemão senão após 9 de janeiro de 1946 (V 22-26
<<31-35>>). Talvez os originais não existissem!

Os documentos que parecem ter sido preparados na mesma máquina de escrever
incluem o Documento 3803-PS, carta de Kaltenbrunner ao Prefeito de Viena e
carta de acompanhamento desse mesmo Prefeito, enviando a carta de
Kaltenbrunner ao tribunal (XI 345-348 <<381-385>>). Essa carta de
Kaltenbrunner contém um termo geográfico falso (XIV 416 <<458>>).

KARL DÖNITZ

Dönitz foi preso por "fazer guerra submarina ilegal" contra os ingleses. Na
lei internacional tudo é questão de reciprocidade e de acordos
internacionais, que só podem ser levados a efeito por meio da
reciprocidade. Na guerra a melhor defesa contra uma arma é o contraataque
vigoroso com a mesma arma. Os ingleses, devido a seu domínio dos mares,
combateram em ambas as guerras por meio do bloqueio e do sistema chamado
Navicert. Os navios neutros eram detidos no mar e obrigados a seguir para
portos ingleses, onde eram examinados de acordo com fórmulas complicadas;
se um país neutro importava mais alimentos, adubos, lã, couro, borracha,
algodão, etc do que era julgado necessário para suas próprias necessidades
em 1915 (pelos critérios dos britânicos), acreditava-se que a diferença
estava sendo enviada para reembarque à Alemanha e toda a carga era
confiscada por eles. Resultado: o navio (e com ele toda a sua carga) era
confiscado e vendido em leilão, o que também constituía uma violação às
cláusulas de todos os contratos de seguros marítimos britânicos).

Em 1918-19 o bloqueio foi mantido durante oito meses após o Armistício para
forçar os alemães a assinar o Tratado de Versalhes. Centenas de milhares de
alemães morreram à fome após a guerra enquanto os diplomatas hesitavam, o
que constituía evidente violação das condições do armistício e de todo o
Direito Internacional e, pelo que Hitler afirmou, "a maior violação da
palavra de todos os tempos". O ponto de vista britânico parece ser de que o
bloqueio em si foi legal mas levado a cabo de maneira inteiramente ilegal;
cf. 1911 Encyclopaedia Britannica, "Neutrality"; 1922 Encyclopaedia
Britannica, "Blockade", "Peace Conference". Na guerra contra o Japão os
norte-americanos afundavam "tudo aquilo que se movia, desde o primeiro dia
de guerra".

Os ingleses jamais ratificaram a Quinta Convenção de Haia, de 18 de outubro
de 1907 sobre os direitos dos neutros, mas consideraram seus termos
aplicáveis aos alemães e japoneses, a despeito de sua cláusula de
participação de todos, isto è, a convenção não se aplica se um não
signatàrio participar no conflito.

Os países neutros, entre eles os Estados Unidos, se queixavam-se de que
isso violava sua neutralidade mas atendiam, mais uma vez violando sua
própria neutralidade. A nação que permite sua neutralidade ser violada pode
ser tratada como beligerante, determina a lei internacional.

Em 1939 os alemães tinham apenas 26 submarinos capazes de navegar o
Atlântico, um quinto do total do total de submarinos da França, apenas.
Ademais os sub-marinos alemães eram muito menores que os de outras nações.
O contra-bloqueio contra os ingleses sômente poderia ser feito avisando aos
neutros para não navegar em águas próximas às ilhas britânicas. Para os
ingleses isso era "crime".

Desses 26 submarinos alemães, muitos se achavam, nesta ou naquela
oportunidade, recebendo reparos, sem navegar, de modo que por alguns meses
apenas dois ou três deles podiam estar operando no mar. Mostra-se óbvio que
os submarinos não podem levar a efeito a busca e captura do mesmo modo como
os navios de superfície. O submarino, vindo à superfície, quase não tem
defesas contra o menor canhão montado em navio mercante, para não falar em
rádio, radar e aeronaves inimigas.

Foi imposto pelos ingleses, em Nuremberg, que os submarinos alemães deviam
ter vindo à superfície, notificado ao navio sua intenção de busca; esperar
que o navio iniciasse hostilidades e depois afundar esse navio,
presumivelmente com os canhões de convés do submarino; após o que,
recolhessem as dezenas ou centenas de sobreviventes a bordo do submarino
(onde eles estariam em perigo muito maior que em qualquer escaler
salva-vidas) e levá-los à terra mais próxima.

Quando aviões ingleses apareciam e afundavam o submarino, matando os
sobreviventes, estes haviam, está mais do que claro, sido "assassinados"
pelos alemães. Nenhuma convenção internacional requer isso e nenhuma nação
lutou desse modo. Já que salvar os sobreviventes tornava os submarinos
incapazes de agir e com freqüência resultava na perda desse submarino e de
sua tripulacão, Dönitz proibiu qualquer ato de salvamento. Isso foi
considerado equivalente à uma ordem de "exterminar os sobreviventes". No
entanto, durante o julgamento tal afirmação não recebeu validade.

Dönitz foi também acusado de incentivar o povo alemão a uma resistência
inútil, crime igualmente cometido por Winston Churchill. Dönitz respondeu:

"Foi muito penoso que nossas cidades ainda estivessem sendo bombardeadas e
reduzidas a destroços e que por meio desses ataques de bombardeio e a luta
continuada outras vidas se perdessem. O número dessas pessoas é cerca de
300.00 a 400.000, o maior número das quais pereceu no bombardeio de Dresden
que não pode ser justificado do ponto de vista militar e não podia ser
predito".

"Mesmo assim essa cifra é relativamente pequena quando comparada aos
milhões de alemães que teriam perdido a vida na frente oriental, soldados e
civis, caso houvéssemos capitulado no inverno" (XIII 247-406 <<276-449>>;
XVIII 312-372 <<342-406>>).

HANS FRANK

Frank foi acusado de fazer centenas de declarações anti-semitas em
documento de 12.000 páginas, intitulado seu "diário". O "diário" contém
apenas uma página assinada por Frank e centenas de afirmações de caráter
bem humano, que foram ignoradas (XII 115-156 <<129-173>>). As declarações
foram escolhidas pelos russos e compostas em documento curto, apresentado
como prova e Documento 2233-PS, invariavelmente chamado o "diário de
Frank".

O "diário" real de 12.000 páginas consiste em resumos (não em anais ipsis
litteris ou anotações estenográficas) e conferências em que cinco ou seis
pessoas falavam com freqüência ao mesmo tempo, em circunstâncias de grande
confusão. Não se mostra claro a quem tais afirmações deviam ser atribuídas
(XII 86 <<97-98>>).

Frank deu seu "diário" aos americanos na crença de que o mesmo o
favoreceria. Ele protestara contra a ilegalidade de Hitler em discursos
públicos, correndo grande risco pessoal e tentara demitir-se 14 vezes (XII
2-114 <<8-128>>; XVIII 129-163 <<144-181>>).

Frank se convencera de que as atrocidades haviam ocorrido, após ler sobre o
Julgamento Soviético de Majdanek, na imprensa estrangeira (XII 35 <<43>>).
Auschwitz não se achava no território controlado por Frank.

Ele encarava sua tarefa como a de criar um judiciário independente em um
Estado Nacional-Socialista, tarefa essa que julgava impossivel. Em discurso
proferido por ele a 19 de novembro de 1941, Frank afirmou: "A lei não pode
ser degradada à posição na qual se torna objeto de barganha. A lei não pode
ser vendida. Ela existe ou não existe. A lei não pode ser negociada na
bolsa de valores. Se não encontra apoio, nesse caso o Estado também perde
seu esteio moral e soçobra nas profundezas da noite e do horror".

As ilegalidades de Hitler jamais incluíram a aprovação de uma lei ex-post
facto e em 3 casos a punição foi aumentada retroativamente (XVII 504
<<547>>).

O alegado saque de tesouros artísticos por Frank será examinado juntamente
com o caso de Rosenberg, mais adiante.

WILHELM FRICK

Frick foi enforcado por "germanizar" os habitantes de Posen, Dantzig,
Prússia Ocidental, Eupen, Malmedy, a terra dos sudetos, a terra de Memel e
a Austria. Quanto a esta última, tratava-se de terras que haviam sido do
Reich prussiano, separadas da Alemanha pelo tratado de Versalhes. Malmedy
fala francês. As demais áreas, todas elas, falam alemão. A Austria não pôde
subsistir como unidade econômica após 1919 e exigira sua união à Alemanha
pelo voto de seus habitantes. Os vencedores aliados responderam, ameaçando
cortar todos os abastecimentos de alimentos (XVIII 55 <<66>>, XIX 360
<<397>>).

Outro crime imputado a Frick foi o de ter morto 275.000 deficientes
mentais, de acordo com o "relatório" da "Comissão de Crimes de Guerra"
tcheca. Frick, como Göring, foi acusado por responsabilidades na existência
de campos de concentração. Em sua defesa foi afirmado que a "custódia
protetora" existira antes do acesso dos Nacional-Socialistas ao poder,
tanto na Alemanha como na Austria. Nesta, foi chamada de "Anhaltehaft",
tendo sido usada para aprisionar milhares de Nacional- Socialistas (XXI
518-521 <<572-576>>). "Custódia protetora" existe hoje, na Alemanha
Ocidental, sendo chamada de "U-haft". No julgamento final de um dos mais
importantes de Dachau, o Julgamento de Martin Gottfried Weiss e Trinta e Um
Outros, Relatórios Legais dos Julgamentos de Criminosos de Guerra, Volume
XI, pg. 15, publicado pelas Nações Unidas, encontramos o seguinte trecho:

"No caso do Campo de Concentração de Mauthausen... os fatos foram
basicamente os mesmos, embora os números atingidos pelas baixas fossem
muito maiores, como extermínio em massa por meio de uma câmara de gás que
funcionou -"

Será este o reconhecimento de que não existia câmara de gás em Dachau? De
acordo com os Relatórios Legais de Julgamentos de Criminosos de Guerra,
julgamento nenhum em Dachau "provou" a existência de uma câmara de gás
naquele local.

Em Nuremberg uma "cópia autenticada" do Julgamento de Gottfried Martin
Weiss e Trinta e Nove Outros, foi apresentada como prova com aquela frase
apagada como Documento 3590-PS (V 199 <<228>>) juntamente com três outros
documentos alegando o extermínio em massa em Dachau (Documento 3249-PS, V
172-173 <<198>>, XXXII 60; Documento 2430-PS, XXX 470; e 159-L, XXXVII
621).

Frick recebeu do depoente a acusação pelos "gaseamentos em massa em Dachau"
em sua declaração juramentada, Documento 3249-PS (escrita pelo tenente
Daniel Margolies, também envolvido na falsificação de três discursos de
Hitler, XIV 65 <<77>> e assinados pelo Dr. Franz Blaha) e de ter visitado
Dachau. Frick negou isso e exigiu falar para ser confrontado com Blaha e
depor em sua própria defesa. Isso lhe foi negado e Frick aparentemente
desistiu. Jamais depôs. O resumo de sua defesa aparece em XVIII 164-189
<<182-211>>.

O depoente, Dr. Franz Blaha, comunista, tinha sido presidente da Associação
Internacional de Dachau em 1961, afirmando ainda ter testemunhado
gaseamentos em massa e outros artefatos que tinham sido feitos de pele
humana.

O julgamento de Martin Gottfried Weiss se encontra em seis carretéis de
microfilme (MII 74, Arquivos Nacionais). A documentação das câmaras de gás
antes do julgamento (relatório, diagramas, bicos de chuveiro, carretel 1)
jamais foi apresentada como prova e não está presente nas apresentações do
julgamento (carretel 4). Os anais (carretéis 2 e 3) não mencionam qualquer
câmara de gás em Dachau, a não ser por algumas frases no depoimento do Dr.
Blaha (Vol 1, pp. 166-169. A pele humana provinha de toupeiras (vol 4, pp.
450, 462, 464).

HANS FRITZSCHE

Fritzsche se convenceu, com base em uma carta, de que as mortes em massa
estavam sendo efetuadas na Rússia, e procurou verificá-lo. No entanto não
conseguiu encontrar prova alguma (XVII 172-175 <<191-195>>).

Fritzsche é defensor importante pois em seu caso foi admitido que os
jornais estrangeiros publicavam muitas notícias falsas sobre a Alemanha
(XVII 175-176 <<194-196>>, ver também XVII 22-24 <<30-33>>). No entanto
essas mesmas reportagens e relatórios pelo rádio constituíram os "fatos de
conhecimento comum" para os quais o tribunal alegou não precisar de provas
(Artigo 21 de Regras Para Provas, I 15 <<16>>, II 246 <<279>>).

Foi demonstrado na defesa de Fritzsche que não existe convenção
internacional alguma regulamentando a propaganda ou as histórias sobre
atrocidades falsas ou verdadeiras e que apenas uma única lei nacional de um
estado (Suíça) tornava ilegal insultar chefes de Estado estrangeiros. Que
Fritzsche não podia ser culpado de fato algum tornou-se simplesmente
irrelevante, em Nuremberg. Foi considerado indesejável efetuar um
"julgamento" em que todos os acusados fossem condenados. Nas negociações
que antecederam o veredito final foi concordado em que Fritzsche seria
libertado (XVII 135-261 <<152-286>>; XIX 312-352 <<345-388>>).

WALTER FUNK

Funk era pianista clássico vindo de família artística muito respeitada,
casado por 25 anos à época do julgamento e ex-editor financeiro. Como a
maioria dos acusados Funk se viu imputado de "executar atos imorais", tais
como aceitar presentes de aniversário de Hitler, demonstrar "participação
voluntária no Plano Comum". (Obviamente, tais atos não são ilegais).

Afirmou Funk que os ingleses e os poloneses haviam conspirado para levar a
Alemanha à guerra, na crença de que os generais alemães derrubariam Hitler
(XIII 111-112 <<125-126>>).

Foi também acusado de conspirar com a SS a fim de assassinar os internos em
campos de concentração para financiar o esforço de guerra, extraindo-lhes
os dentes. Os dentes com ouro eram guardados em cofre no Reichsbank,
juntamente com aparelhos de barbear, canetas, despertadores grandes e
demais quinquilharia inútil. Foi esquecido o testemunho de Rudolf Höss, de
que os dentes eram derretidos em Auschwitz (XI 417 <<460>>).

Funk declarou que as espécies e montantes de saque eram "absurdos" e fez
ver que a SS agia como polícia alfandegária e fazia valer os regulamentos
de controle de câmbio, incluindo a propriedade dos montantes de ouro, prata
e moedas ou papel-moeda estrangeiro. Era muito natural que os SS
confiscassem grandes quantidades de objetos valiosos e que eles, como órgão
do governo, tivessem contas financeiras e as mesmas contivessem objetos de
valor. Os alemães mantinham seus objetos de valor também nos mesmos cofres,
aos quais o Reichsbank não tinha acesso, já que se tratava de contas de
depósitos privados.

Com o aumento das incursões de bombardeio aéreo pelos Aliados, uma
quantidade cada vez maior de objetos valiosos era depositada nos cofres por
cidadãos alemães comuns. Por fim, após uma incursão especialmente
destruidora sobre o banco, esses objetos foram retirados para uma mina de
potássio em Thüringen. Os americanos encontraram ali esses objetos e
falsificaram o filme feito sobre os mesmos.

Funk e seu advogado demonstraram a falsidade do filme usando uma testemunha
de oposição, em testemunho dos mais astutos e no interrogatório duplo
durante todo o tempo do julgamento (XIII 169 <<189-190>>, 203-204
<<227-228>>, 562-576 <<619-636>>; XXI 233-245 <<262-275>>).

Pouca vida teve, também, o testemunho ridículo de Oswald Pohl, Documento
4045-PS, no qual Funk era acusado de debater o destino a ser dado aos
dentes de ouro dos judeus mortos a fim de ajudar na guerra, isso em jantar
ao qual compareceram dezenas de pessoas, entre elas garçons (XVIII 220-263
<<245-291>>). Tal depoimento está em alemão e tem por testemunha Robert
Kempner. Pohl foi mais tarde condenado por "vaporizar pessoas até que
morressem" em Treblinka e fazer capachos com os cabelos das vítimas (NMT IV
1119-1152) (Quarto Tribunal Militar Nacional, Nuremberg).

Como outros acusados, Funk acreditava que os crimes houvessem ocorrido mas
sustentou que nada sabia sobre eles. Sua crença de que tais crimes tivessem
ocorrido não prova, em si própria, que tivesse base na realidade.

KURT GERSTEIN

Kurt Gerstein é muitas vezes citado como "testemunha" de um Holocausto; no
entanto isso não é correto. Como "testemunha" geralmente se entende a
pessoa que viu alguma coisa e que se apresenta para depor com base em seu
conhecimento pessoal; Gerstein não fez isso. Foi declarante ou depoente sem
juramento, o que significa que é simplesmente um nome surgido em
"declaração" datilografada em francês, que ele pode ou não ter escrito
(Documento 1553-PS, rejeitado em Nuremberg (IMT VI 333-334 <<371-372>>,
362-363 <<398-399>>).

Uma das histórias circulando sobre Gerstein é que ele fez essa declaração
na prisão Cherche-Midi, e suicidou-se, e em seguida seu corpo desapareceu.

Mostra-se muito mais provável que a declaração tenha sido escrita em
francês por interrogador-"intérprete" judeu alemão e que partes das
incoerências (como a do inverno ocorrer em agosto, ou estar em automóvel,
numa de suas frases e num trem na seguinte) resultasse de transcrição
imperfeita das anotações do interrogatório e formulário de declarações. Nos
julgamentos de crimes de guerra menores e nos julgamentos de crimes de
guerra japoneses as "declarações" não juramentadas desse tipo são muito
comuns, com base na teoria de que possuem "valor probante", porém menos
"peso" do que as declarações juramentadas. Igualmente possível é que
Gerstein também tenha morrido de ferimentos recebidos durante o
"interrogatório"; ou talvez ele se enforcasse com a fita da máquina de
escrever.

Esse documento foi mais tarde citado repetidamente no Julgamento de Pohl,
onde ficou "provado" que Treblinka tinha dez "câmaras de gás" (1553-PS) e
10 "câmaras de vapor" (3311-PS) no mesmo campo, ao mesmo tempo.

G. M. GILBERT

Um dos relatos mais famosos sobre o comportamento e psicologia dos acusados
no Julgamento de Nuremberg é aquele feito pelo psicólogo nascido na
Alemanha, G. M. Gilbert, em seu livro Diário de Nuremberg. Grande parte
desse material consiste em conversas que os acusados e outras pessoas, como
Rudolf Höss, alegadamente mantiveram com Gilbert ou um com outro (!) e que
Gilbert alegadamente anotou mais tarde, com base naquilo de que se
lembrava, em sua memória.

Uma comparação de textos com os anais do Julgamento de Nuremberg
demonstrará que os acusados não falavam no estilo atribuído a eles por
Gilbert. Este não fazia anotações, nenhuma testemunha se achava presente.

As pessoas que crêem que os Documentos 1014-PS, 798-PS e L-3 sejam
"discursos de Hitler", pelo menos em comparação com o Documento Ra-27,
podem continuar acreditando que o livro de Gilbert contenha "declarações
dos acusados no Julgamento de Nuremberg". Isto não exclui, é evidente, que
possam ter sido feitas declarações semelhantes àquelas alegadamente
"relembradas" por Gilbert. Este acreditava que os acusados haviam gaseado
milhões de judeus. Se não sentiam culpa por seus atos, tal provava que eram
"esquizóides"

Torna-se óbvio que tal crença por parte de Gilbert teria influenciado sua
percepção e memória em certa medida, ainda que estivesse dizendo a verdade
como se lembrava dela. Se mentiu, não foi o único "americano" em Nuremberg
que o fez. Telford Taylor, por exemplo, foi incapaz de repetir com correção
a mais simples declaração (ver XX 626 <<681-682>>), as declarações do
general Manstein, comparadas à "citação" feita por Taylor quanto a esse
general, XXII 276 <<315>>).

A desonestidade de Gilbert fica melhor comprovada no lançamento feito para
14 de dezembro de 1945: o major Walsh continuou a ler as provas documentais
do extermínio dos judeus em Treblinka e Auschwitz. Um documento polonês
dizia: "Todas as vítimas tinham de despir-se e se descalçar, sendo esse
material colhido depois, com que todas as vítimas, mulheres e crianças em
primeiro lugar, eram levadas para as câmaras de morte... as crianças
menores eram simplesmente jogadas lá dentro" (p. 69, primeira edição).

A "prova documental" é, naturalmente, o "Relatório de Crimes de Guerra"
comunista e as "câmaras da morte", naturalmente, são "câmaras de vapor"
(III 567-568 <<632-633>>).

HERMANN GÖRING

Göring foi acusado de criar o sistema de campo de concentração e planejar
"guerra agressiva" contra a Polônia. Sua defesa foi a de que a Alemanha era
Estado soberano, reconhecido por todos os governos do mundo (XXI 580-581
<<638-639>>); que Hitler fora legalmente eleito; que todas as nações têm o
direito de legislar e organizar seus negócios como desejarem; que o general
von Schleicher tentara dirigir ilegal e inconstitucionalmente, sem o apoio
dos Nacional-Socialistas; que a Alemanha estava à beira da guerra civil em
1933; que os campos de concentração foram inventados pelos ingleses durante
a guerra dos boêres e que o internamento de estrangeiros e adversários
políticos fora praticado tanto pela Grã-Bretanha como pelos Estados Unidos
durante a Segunda Guerra Mundial.

A ordem de criar os campos era inquestionavelmente legal sob cláusula de
emergência na Constituição de Weimar e assinada por Hindenburg (Decreto do
Presidente do Reich de 28 de fevereiro de 1933), sob a autoridade do Artigo
48, parágrafo 2, da Constituição de Weimar (XVII 535 <<581>>, XIX 357
<<394>>).

De acordo com o documento da acusação, o Documento R-129 (III 506
<<565-566>>), havia 21.400 internos em todos os campos de concentração
alemães, somados, em 1939. E que 300.000 pessoas se achavam confinadas em
prisões comuns (XVII 535-536 <<581-582>>, XX 159 <<178>>).

Um ano após a guerra 300.000 alemães foram mantidos em campos de
concentração Aliados sob cláusulas de "prisão automática" em acordos
Aliados (tais como o Ponto B-5 da Declaração Conjunta de Potsdam) (XVIII 52
<<62>>).

A maioria dos prisioneiros nos campos de concentração era de comunistas e
criminosos comuns (XVII 535-536 <<581-582>>, XXI 516-521 <<570-576>>,
607-614 <<677-685>>).

Durante a guerra, devido ao bloqueio Aliado, o sistema de campos foi
expandido a fim de utilizar a mão de obra dos estrangeiros inimigos,
criminosos, testemunhas de Jeová e comunistas. Foi acentuado que os Estados
Unidos haviam aprisionado 11.000 Testemunhas de Jeová (XI 513 <<563>>).

A Grã-Bretanha lutou em ambas as guerras mundiais desafiando a lei
internacional e reduzindo a Alemanha e qualquer território ocupado à fome
declarada por meio do bloqueio (XIII 445-450 <<492-497>>; XVIII 334-335
<<365-367>>). Isso tornara necessário fazer requisições e recrutar mão de
obra nos territórios ocupados, o que é legal sob o Artigo 52 da Convenção
de Haia. Tal providência fizera as pessoas sentir-se bem em trabalhar na
Alemanha e mandar salários para suas famílias (cerca de dois e três bilhões
de Reichmarks durante a guerra).

Os "escravos" pagavam impostos alemães sobre seus salários e eram
disciplinados por meio de multas que não podiam ultrapassar o salário de
uma semana (V 509 <<571>>). Por indisciplina declarada podiam ser mandados
a campo de trabalho (não campo de concentração) por período que não
ultrapassasse 56 dias (XXI 521 <<575-576>>). Era rigorosamente proibido
bater-lhes ou maltratá-los.

Os prisioneiros de guerra podiam apresentar-se voluntariamente para ser
soltos dos campos de prisioneiros de guerra e trabalhar na indústria, caso
em que eram tratados como quaisquer outros operários industriais (XVIII
496-498 <<542-544>>) mas perdiam a proteção dada pela Convenção de
Prisioneiros de Guerra de Genebra. Não podiam ser obrigados a fazê-lo.

O regime de Vichy na França obteve a soltura e imediato regresso ao lar de
um prisioneiro de guerra para cada três trabalhadores mandados à Alemanha
sob contrato, por período de seis meses (XVIII 497 <<543>>). Não era
possível violar a Convenção de Prisioneiros de Guerra de Genebra forçando
prisioneiros franceses, belgas ou holandeses a participar em atividades
contra seus próprios países, porque esses países não mais estavam lutando
(XVIII 472-473 <<516>>.

Quanto ao ataque à Polônia, a crise polonesa existira por todo um ano antes
do Pacto Molotov-Ribbentrop e do ataque alemão e soviético. Por todo esse
tempo os poloneses jamais pediram a formação de Tribunal de Arbitragem
internacional e imparcial; jamais apelaram para a Liga das Nações; isso
porque não desejavam uma solução justa; contentavam-se em continuar a
violar seus acordos internacionais, expulsando cidadãos poloneses de
descendência alemã, bem como muitas centenas de milhares de judeus (XVI 275
<<304>>).

O influxo de judeus poloneses à Alemanha foi a causa imediata principal do
anti-semitismo alemão, de acordo com muitos acusados e testemunhas da
defesa (XXI 134-135 <<155>>; XXII 148 <<169>>). Os judeus poloneses se
envolveram em muitos escândalos financeiros e planos de estelionato, como
demonstra o caso Barnat-Kutitsky (XXI 569 <<627>>).

Quanto à conspiração para fazer a guerra desafiando as leis da guerra,
naturalmente foram os ingleses que o fizeram, com bombardeios aéreos em
massa. Os soldados alemães iam à luta com instruções escritas detalhadas no
sentido de que a propriedade devia ser respeitada, o prisioneiro tratado de
modo humano, as mulheres respeitadas e assim por diante (IX 57-58
<<68-69>>, 86 <<100-101>>, XVII 516 <<560>>).

Julgamentos freqüentes, resultando em penas de morte contra alemães, foram
levados a efeito pelos alemães contra os membros de suas próprias forças
armadas por estupro ou saque, mesmo se o valor da propriedade prejudicada
fosse pequeno (XVIII 368 <<401-402>>, XXI 390 <<431>>, XXII 78 <<92>>).

A requisição de propriedades era legal, sob a Convenção de Haia. A União
Soviética não era signatária dessa convenção. De qualquer modo, nos países
comunistas não existia propriedade privada. Göring declarou ter estado na
Rússia e que o povo por lá nada tinha para ser roubado (IX 349-351
<<390-393>>).

Ademais, os Aliados estavam praticando tudo de que acusavam os alemães
terem feito (XXI 526 <<581>>; XXII 366-367 <<418-420>>).

Göring demoliu a acusação de "experiências médicas em câmara de pressão",
dizendo que todos os aviadores tinham de passar por provas de suas reações
físicas a grandes alturas; nada de sinistro havia quanto a uma chamada
"câmara de pressão" (XXI 304-310 <<337-344>>). Os americanos levavam a
efeito experiências médicas que resultavam em mortes, enquanto o Julgamento
de Nuremberg ainda transcorria (XIX 90-92 <<102-104>>; ver também XXI 356,
370 <<393, 409>>).

Foi irônico ter-se alegado que a "guerra defensiva" incluía o ataque
preventivo (XXII 448 <<508>>) ou para proteger o cidadão de país
estrangeiro contra seu próprio governo (XIX 472 <<527>>; XXII 37 <<49>>), a
não ser quando os alemães o fizeram (X 456 <<513>>). Os protestos de que os
alemães sabiam exatamente disso foram ignorados.

Os soviéticos tinham 10.000 tanques e 150 divisões situados ao longo da
fronteira oriental e haviam aumentado o número de aeroportos em sua parte
da região de 20 para 100. Mapas detalhados foram encontrados mais tarde,
mostrando que não teriam sido necessários para fins defensivos.
Acreditava-se que esperar o ataque aos campos petrolíferos da România ou
campos de carvão da Silésia teria sido suicídio (XIX 13-16 <<20-23>>, XX
578 <<630-631>>; XXII 71 <<85>>).

Parece pouco provável que nações com vastos impérios coloniais
(Grã-Bretanha, França) ou proclamação de direitos sobre hemisférios
inteiros (Estados Unidos, como no caso do continente americano, sul, norte
e centro) pudessem concordar com a definição sobre "guerra agressiva". Na
verdade foi reconhecido no julgamento em Nuremberg que "defesa", "agressão"
e "conspiração" jamais haviam sido definidos (XXII 464, 467 <<527, 531>>).
Sem dúvida a "guerra defensiva" é o bellum justum medieval em roupagem de
jargão liberal (IX 236-691 <<268-782>>; XVII 516-550 <<560-597>>; XXI
302-317 <<335-351>>).


RUDOLF HESS

De acordo com o relatório de Robert H. Jackson (citado pelo Juiz Bert A.
Röling do tribunal de Tóquio, escrevendo em Tratado de Lei Criminal
Internacional, vol. 1, pp. 590-608, editado por M. Cherif Bassiouni e Ved
F. Nanda, Chas Thomas Publisher), os ingleses, franceses e soviéticos em
Nuremberg não queriam acusar os alemães de "guerra agressiva", em absoluto,
por motivos óbvios. Tal acusação foi inventada pelos americanos com o
objetivo único, expresso e reconhecido de justificar as violações
perpetradas pelos americanos contra a lei internacional.

Tais violações da lei internacional incluiriam o Programa Lend-Lease
(Empréstimo e Arrendamento), fazer comboios e consertar os navios de guerra
ingleses por dois anos antes de Pearl Harbor; permitir que os navios
ingleses se declarassem como americanos, enquanto os Estados Unidos se
diziam oficialmente neutros; a declaração ilegal do limite de 300 milhas de
águas territoriais; a ocupação da Islândia; dar informações sobre os
movimentos de submarinos alemães e italianos; bombardeassem e colidissem
propositalmente com submarinos alemães e italianos já em julho de 1941, e
outros atos obviamente próprios de "guerra agressiva".

Desse modo Hess foi mantido preso por 47 anos não apenas por atos que não
eram ilegais (buscar dar um fim à guerra, salvar milhões de vidas e impedir
a destruição da Europa e do império britânico) mas por "crimes" que foram
inventados a fim de encobrir os crimes de seus acusadores.

Não se alegou em Nuremberg que a Alemanha cometera "agressão" contra a
Grã-Bretanha ou França; a questão de saber se a Grã-Bretanha e França
haviam, portanto, cometido "agressão" contra a Alemanha, ficou sem resposta
(IX 473 <<525>>; XVII 580 <<629>>).

Hess foi acusado de haver tramado com Hitler para tirar a Grã-Bretanha da
guerra de modo que Hitler pudesse atacar a Rússia. Sua defesa foi a de que
seus atos tinham sido ditados pela sinceridade; que ele nada sabia sobre
qualquer ataque à Rússia.

O resumo da defesa de Hess aparece em XIX 353-396 <<390-437>>. De sua
declaração final (e única) (XXII 368-373 <<420-425>>) Hess parece ter sido
um homem que se mostrava totalmente louco neste momento e brilhantemente
lúcido, lógico, momentos depois. E possível que tal estado tenha sido
adquirido na Grã-Bretanha.



NAO CULPADOS EM NUREMBERG-3


WILHELM KEITEL 

Keitel foi enforcado por sua alegada responsabilidade nas atrocidades que
afirmaram ter sido cometidas na Rússia, e pelos Decretos Comissário e Noite
e Nevoeiro. As provas contra Keitel consistem em grande parte nos
"relatórios" das "Comissões Soviéticas de Crimes de Guerra" (XVII 611-612
<<663-664>>, XXII 76-83 <<90-98>>). Trata-se de resumos contendo juízos
finais, conclusões e generalizações sem qualquer comprovação ou documentos.
Nesses relatórios os órgãos militares são erradamente designados e
confundidos.

Entre os documentos soviéticos usados para condenar Keitel encontram-se os
Documentos USSR-4; 9; 10; 35; 38; 40; 90; 364; 366; 407 e 470.

O USSR-4 é "relatório" que alega a disseminação intencional de epidemia de
tifo a fim de exterminar a população russa. A responsabilidade por esse
crime é atribuída ao "governo de Hitler e ao Comando Supremo das Forças
Armadas". (Ver também: Relatório sobre Crimes dos Estados Unidos na Coréia,
Beijing (1952) [Guerra bacteriológica americana]).

Os Documentos USSR-9, 35 e 38 são também Relatórios Soviéticos de Crimes de
Guerra.

O Documento USSR 90 é o julgamento de um tribunal militar soviético,
afirmando que "invasores fascistas alemães cometeram crimes bestiais" e
atribui tais crimes ao "Comando Alemão das Forças Armadas".

Os documentos originais não são anexados e ordens taxativas não são
mencionadas. O nome de Keitel não é mencionado. Os outros documentos são
"cópias autenticadas" (XVIII 9-12 <<16-19>>) de documentos supostamente em
poder dos russos.

O "Decreto de Noite e Nevoeiro" (XVIII 19-22 <<27-30>>) pretendia ser a
alternativa à opção de abrir fogo contra membros da resistência. Foi
concedido pela acusação que essas pessoas podiam ser legalmente mortas (V
405 <<456>>) mas os alemães achavam indesejável condenar todos eles à
morte.

Sentenças de prisão eram tidas como pouco capazes de dissuadir os
resistentes, já que todos contavam que a guerra ia terminar em poucos anos
(XXI 524 <<578-579>>). A Ordem Comissário tivera pouco ou nenhum efeito
prático, em parte devido à dificuldade em determinar quem era comissário,
em meio aos russos (XXI 404-405 <<446-447>>); XXII 77 <<91>>).

Keitel foi acusado até hoje de impedir acesso a Hitler, isto é, proteger
Hitler contra certas informações. Tal acusação extremamente absurda é
refutada às páginas 654-661 <<710-717>> do Volume XVII.

Também usado contra Keitel foi o Documento 81-PS, citado no discurso de
abertura de Jackson e o Documento USSR 470, "cópia autêntica" significando
que o documento foi redatilografado, para fazer a cópia, de documento
"original" escrito inteiramente em servo-croata e supostamente encontrado
na Iugoslávia, com assinatura datilografada de Keitel. Não foi alegado que
Keitel compreendesse servo-croata, e sim que se tratava de "tradução" de
documento escrito em alemão, que os iugoslavos não haviam encontrado (XV
530-536 <<578-585>>).

O julgamento de Keitel aparece em X 468-658 <<527-724>>; XI 1-28 <<7-37>>;
XVII 603-661 <<654-717>>; und XVIII 1-40 <<7-48>>. 

CONSTANTIN VON NEURATH

Von Neurath foi vítima de grosseira falsificação, o Documento 3859-PS. Os
tchecos redatilografaram documento autêntico, fazendo grandes alterações e
acréscimos e apresentaram a "fotocópia" de sua "cópia", com assinaturas
datilografadas, ao tribunal. O documento original estava na
Tchecoslováquia.

Nesse documento praticamente tudo está errado: a burocracia alemã era
extremamente complexa e muitos documentos da acusação trazem endereços
falsos, referências falsas e marcas de procedimento incorretos, que não se
mostram óbvias de modo imediato. Com relação a esse documento von Neurath
disse:

"Lamento dizer que vocês estão mentindo" (XVII 67 <<79>>; 373-377
<<409-413>>).

Von Neurath foi condenado por fechar universidades tchecas (o que não é
crime, sob a lei internacional, quando executado por governo de ocupação)
pela morte de nove líderes estudantis tchecos após demonstração pública.
Esses crimes foram "provados" com vários documentos: USSR 489; "cópia
autenticada", autenticada pelos tchecos, USSR-60, "relatório" de uma
"Comissão de Crimes de Guerra", citando as "declarações" de Karl Hermann
Frank, que não foram juntadas ao relatório; e USSR-494, "declaração
juramentada" assinada por Karl Hermann Frank 33 dias antes de sua execução.
As declarações atribuídas a Frank no Relatório de Crimes de Guerra não
estavam, naturalmente, assinadas ou datadas e os documentos originais se
achavam na Tchecoslováquia (XVII 85-90 <<98-104>>).

Grande parte das "provas" forjadas contra Von Neurath, Schacht, Von Papen,
Raeder e outros, adveio das declarações juramentadas de um diplomata
americano idoso, residente no México (Documentos 1760-PS; 2385-PS; 2386-PS;
EC-451).

Afirmou-se que esse diplomata, por nome Messersmith, era idoso demais para
comparecer ao tribunal (II 350 <<387>>); foi negado, todavia, que estivesse
senil (II 352 <<389>>). A "prova" consiste nas opiniões pessoais de
Messersmith sobre as motivações e caráter das outras pessoas.

O "julgamento" de Von Neurath aparece em XVI 593-673 <<649-737>>; XVII
2-107 <<9-121>>; XIX 216-311 <<242-345>>).

FRANZ VON PAPEN

Von Papen foi acusado de ter conspirado com Hitler a induzir Hindenburg a
aceitar Hitler no governo como Chanceler do Reich. De acordo com tal
opinião Hindenburg teria sido enganado por Von Papen a crer que a guerra
civil estouraria se tal não fosse feito.

O Chanceler do Reich dessa época, Von Schleicher, tentara governar ilegal e
inconstitucionalmente por algum tempo, sem o apoio dos
Nacional-Socialistas, que detinham a maior maioria na história do
Reichstag. Muitas das ilegalidades de Hitler datam, na verdade, de período
anterior ao do governo de Von Schleicher (XXII 102-103 <<118-119>>). Fora
essa a última alternativa para o caos de 41 partidos políticos, cada qual
representando algum interesse financeiro privado.

Os vencedores democráticos exigiram de Von Papen, em 1946, que tivesse
previsto a intenção de Hitler de "desencadear guerra agressiva" em 1936 e
conspirado com Von Schleicher para governar por meio de ditadura militar.

Von Schleicher foi mais tarde fuzilado, em seguida ao Putsch de Röhm. Tais
mortes foram consideradas legais por Hindenburg, como se tornou evidente em
telegrama dele, dando parabéns a Hitler (XX 291 <<319>>; XXI 350 <<386>>;
577-578 <<636-637>>; XXII 117 <<134-135>>). Von Papen também achava que a
morte de Röhm e seus seguidores fora justificada pela emergência (XVI 364
<<401>>) mas achava que muitas outras mortes não justificadas haviam tido
lugar e que era dever de Hitler efetuar investigação e punir os culpados.
Tal não foi feito.

Foi concedido pela acusação, em Nuremberg, que o Programa do Partido
Nazista nada continha de ilegal e na verdade era quase merecedor de elogios
(II 105 <<123>>). Os Nacional-Socialistas tinham sido declarados legais
pelas autoridades de ocupação no Reno em 1925 (XXI 455 <<505>>) e pelo
Supremo Tribunal da Alemanha em 1932 (XXI 568 <<626>>) e pela Liga das
Nações e pelo Residente Geral Polonês em Dantzig em 1930 (XVIII 169
<<187-188>>).

Não ficou claro em 1933 que o Exército apoiasse unanimemente Von Schleicher
contra os Nacional-Socialistas, que tinham direito legal ao governo. A
recusa de Hindenburg em violar a Constituição ao risco da guerra de guerra
civil levou Hitler ao governo de modo inteiramente legal (ver também XXII
111-112 <<128-129>>).

Von Papen foi acusado de "atos imorais", na promoção do "Plano Comum" tais
como o uso íntimo do tratamento du ("tu", segunda pessoa do singular) em
conversa com o Ministro Exterior austríaco, Guido Schmidt. Nesse momento
Von Papen observou: "Sir David, se já esteve na Austria alguma vez, saberá
que todos usam du dirigido a qualquer outra pessoa (XVI 394 <<435>>).

Os atos de Von Papen que não podiam ser chamados de "criminosos" foram
empregados para provar "a duplicidade", sem trocadilho, do acusado. Uma
construção mental foi erigida sobre os atos de Von Papen, usando para isso
a interpretação pessoal posterior ao fato.

As vezes se alega que como Von Papen, Fritsch e Schacht foram absolvidos,
Nuremberg terá sido julgamento "justo". O contrário não se aplica ao
Tribunal Militar Internacional do Extremo Oriente, ou a outros julgamentos
em que não houve absolvições. Esquecem-se de que os julgamentos de
feiticeiros do Século XVII davam uma média de 5 a 10% de absolvições.

O julgamento de Von Papen aparece em XVI 236-422 <<261-466>>; XIX 124-177
<<139-199>>.

ERICH RAEDER

Raeder foi acusado de "conspirar" com os japoneses para atacar os Estados
Unidos. Outros crimes cometidos por Raeder incluíam ouvir discursos, estar
presente a conferências, ter conhecimento dos planos de contingência e
receber presentes de aniversário.

Raeder provou que os americanos sabiam do ataque iminente a Pearl Harbor
dez dias antes do mesmo ocorrer, enquanto os alemães de nada sabiam (XIV
122 <<137-138>>).

O exame feito por Raeder sobre os preparativos militares alemães e os
discursos de Hitler serão examinados juntamente com os de Von Ribbentrop
(XIII 595-599 <<656-660>>; 617-631 <<680-696>>; XIV 1-246 <<7-275>>; XVIII
372-430 <<406-470>>).

JOACHIM VON RIBBENTROP

Von Ribbentrop foi enforcado por ter assinado o Pacto Molotov-Ribbentrop,
que antecedeu e possibilitou o ataque à Polônia. Ribbentrop defendeu seus
atos com base em que um milhão de alemães tinha sido expulso de território
polonês em período de 20 anos, seguido por numerosas atrocidades cometidas
contra eles e queixas ao Tribunal Mundial em Haia e à Liga das Nações em
Genebra, queixas essas que tinham sido ignoradas por todo esse tempo.
Tratava-se de alemães étnicos com cidadania polonesa, residindo em terras
dadas ao novo estado polonês pelo Tratado de Versalhes.

A 23 de outubro de 1938 Ribbentrop fez oferta aos poloneses, oferta que o
embaixador britânico, Sir Neville Henderson, reconheceu como razoável,
chamando-a de "proposta pura da Liga das Nações": Ribbentrop pedia o
plebiscito no Corredor Polonês; a devolução de Dantzig (cidade cem por
cento alemã) ao Reich e a construcão de ferrovia extra-territorial de pista
dupla e acesso por rodovia, por esse Corredor, à Prússia Oriental, que
havia antes sido separada do resto da Alemanha e só podia ser alcançada
pelo mar, desafiando todo o bom senso, isto é, uma ponte terrestre à
Prússia Oriental (X 260-269 <<295-304>>; 280-281 <<317-318>>; 367-369
<<416-417>>).

Em troca os poloneses receberiam ajuste financeiro vantajoso; a garantia de
uso portuário e saída para a produção polonesa pelo porto de Dantzig. O
futuro do Corredor seria decidido de acordo com o princípio de
auto-determinação, os poloneses receberiam saída para o mar e a maior parte
do Pacto de Amizade Alemão-Polonês (assinado por Hitler em 1934 diante de
amarga oposição alemã) seria renovada por um período a mais (XIX 362-368
<<399-406>>. Para saber da versão adotada pela acusação quanto a esses
acontecimentos, ver III 209-229 <<237-260)).

Era esse o "plano nazista para conquistar o mundo", que serviu de pretexto
para toda a guerra, incluindo, com o tempo, Pearl Harbor, Hiroshima e
Yalta.

Em resposta os poloneses disseram que qualquer alteração na situação de
Dantzig representaria a guerra com a Polônia. Foi ordenada a mobilização
geral. As expulsões continuaram, enchendo os campos de refugiados ao longo
da fronteira polonesa-alemã.

O embaixador polonês, Lipski, afirmou a 31 de agosto de 1939, ao que se
diz, que tinha muito boa noção da situação na Alemanha, tendo servido nesse
país por muitos anos. Não se interessou por qualquer nota ou proposta vinda
da Alemanha. Em caso de guerra eclodiria a revolução na Alemanha e o
exército polonês marcharia em triunfo até Berlim (XVII 520-521 <<565-566>>;
564-566 <<611-614>>; XX 607 <<661>>).

Ribbentrop afirmou que a atitude dos poloneses tornava inevitável a guerra;
que o problema do Corredor e das expulsões tinha de ser resolvido; para
tanto Hitler como Stálin os territórios em causa tinham sido perdidos para
ambos os países após guerra desastrosa, seguidos por tratados igualmente
desastrosos (X 224-444 <<254-500>>; XVII 555-603 <<602-655>>).

Aos alemães de Nuremberg apareceu somente esta explicação: os poloneses e
os ingleses achavam-se em contato com o chamado "subterrâneo" alemão, que
tivera sua importância amplamente exagerada (XVII 645-661 <<699-717>>; XIII
111-112 <<125-126>>).

O intérprete de Hitler apresentou-se como testemunha e declarou que os
alemães não podiam acreditar que os ingleses entrassem na guerra por algo
que seu embaixador admitia ser razoável. De acordo com esse intérprete de
Hitler, Paul Schmidt, seguiu-se todo um minuto de silêncio quando a
mensagem de declaração de guerra dos ingleses foi feita, após o que Hitler
se voltou para Ribbentrop e perguntou: "O que faremos agora?" (X 200
<<227>>).

O testemunho de Paul Schmidt fez luz em famosa observação atribuída a Von
Ribbentrop, a de que os judeus deviam ser mortos ou confinados a campos de
concentração. O que ocorreu, de acordo com as declarações de Schmidt (X
203-204 <<231>>) foi que Hitler estava pondo pressão sobre Horthy, para que
este adotasse medidas mais fortes contra os judeus. Horthy disse: "O que
devo fazer? Não posso matá-los". Von Ribbentrop ficara muito irritado e
dissera: "Há duas alternativas. Fazer exatamente isso ou eles podem ser
internados". Isto apareceu nos anais da conferência como afirmação do
Ministro do Exterior do Reich no sentido de que "os judeus deviam ser
mortos ou confinados a campos de concentração." A declaração foi usada
contra Von Ribbentrop e todos os demais acusados durante o julgamento, a
despeito do testemunho prestado por Schmidt, de que as atas de registro
estavam incorretas (X 410-411 <<462-463>>).

De acordo com Von Ribbentrop, Gúring, Raeder e quase todos os acusados, com
exceção de Schacht, os alemães não estavam preparados para a guerra e não
planejavam "agressão" (XVII 522 <<566-567>>), XXII 62, 90 <<76, 105>>).

A invasão da Bégica, Países Baixos e França não foi "agressão", porque a
França declarara guerra à Alemanha. A Bélgica e os Países Baixos esperavam
que os aviões ingleses sobrevoassem seus países, todas as noites, para
lançar bombas sobre o Ruhr. Os alemães protestaram por escrito 127 vezes
(XVII 581 <<630>>, XIX 10 <<16>>).

Göring, Raeder, Milch e muitos outros depuseram no sentido de que a
Alemanha tinha apenas 26 submarinos no Atlântico, com número insuficiente
de torpedos, em oposição a 315 submarinos em 1919 (XIV 26 <<34>>) e
quantidade "ridícula" de bombas (XIX 4-5 <<11-12>>).

Hitler disse ao Marechal de Campo Milch, em maio de 1939, que não havia
necessidade de produção total de bombas, pois não haveria guerra. Milch
replicara que a produção completa de bombas levaria meses para atingir seu
máximo. A ordem para iniciar a produção total de bombas só foi dada a 12 ou
20 de outubro, 1939 (IX 50 <<60-61>>; XVII 522 <<566-567>>).

A Força Aérea Alemã (Luftwaffe) era destinada à defesa e ao bombardeio de
precisão; os alemães cooperavam tanto com os russos como com os ingleses na
troca de informações técnicas de valor militar até 1938 (IX 45-133
<<54-153>>; XIV 298-351 <<332-389>>).

Os alemães jamais fabricaram qualquer coisa próxima ao número de navios e
principalmente submarinos (XIV 24 <<31>>) que lhes era permitido sob os
termos do Acordo Naval Anglo-Germânico de 1935 (XVIII 379-389 <<412-425>>).
Esse acordo representava o conhecimento, pelos ingleses, de que o Tratado
de Versalhes estava desatualizado. Era também a limitação voluntariamente
imposta por Hitler ao armamento naval alemão (XIX 224-232 <<250-259>>).

Quando a guerra irrompeu, muitos encouraçados alemães grandes ainda estavam
em construção e tiveram de ser sucateados porque teriam levado anos para
completar (XIII 249-250 <<279-280>>; 620-624 <<683-687>>). De acordo com
declaração assinada por seu capitão, um dos maiores encouraçados da
Alemanha, o Gneisenau, se achava em viagem de treinamento perto das ilhas
Canárias quando a guerra eclodiu, sem qualquer munição a bordo (XXI 385
<<425>>).

Hitler era blefador que gostava muito de aterrorizar os políticos com
discursos altamente ilógicos e muito contraditórios (XIV 34-48 <<43-59>>;
329-330 <<366>>), uns a contradizer os outros (XXII 66-68 <<80-81>>). Por
esse motivo as anotações estenográficas exatas jamais foram feitas antes de
1941 (XIV 314-315 <<349-350>>).

Muitos "discursos de Hitler" são semi-falsificações ou falsificações
completas (XVII 406-408 <<445-447>>, XVIII 390-402 <<426-439>>; XXII 65
<<78-79>>).

Os alemães acreditavam que não mais seriam impedidos pelo Tratado de
Versalhes porque seus termos -- o preâmbulo à Parte V -- haviam sido
violados pelos ingleses e principalmente pelos franceses. O desarmamento
alemão deveria ser acompanhado pelo desarmamento geral (IX 4-7 <<12-14>>;
XIX 242 <<269>>, 356 <<392>>).

Hitler oferecera desarmar-se até a última metralhadora, desde que as outras
nações fizessem o mesmo; mas a a Alemanha não podia permanecer para sempre
em posição enfraquecida, para ser invadida e esmagada a qualquer momento. A
reocupação do Reno trazia à Alemanha uma fronteira natural que protegia o
Ruhr e teria sido questão corriqueira para qualquer governo. A Europa
Oriental fervilhava em conflito entre estados altamente armados; a Prússia
Oriental não era defensável; os poloneses se achavam abertamente a exigir
partes da Silésia superior (XII 476-479 <<520-524>>; XIX 224-232
<<249-259>>, XX 570-571 <<623-624>>).

O Acordo Franco-Soviético de 5 de dezembro de 1934 violava o Pacto de
Locarno, do qual os alemães foram condenados por violação (XIX 254, 269,
277 <<283, 299, 308>>).

Não se tornava claro se a ocupação do restante da Tchecoslováquia violava o
Acordo de Munich (X 259 <<293-294>>). Isso ocorria porque os russos estavam
construindo aeroportos por lá, em colaboração com os tchecos. Estes
contavam transformar o restante da Tchecoslováquia em "porta-aviões" dos
quais a Alemanha pudesse ser atacada (X 348 <<394-395>>; 427-430
<<480-484>>). Roosevelt declarara que os interesses americanos se estendiam
a todo o Hemisfério Ocidental e a Grã-Bretanha proclamara seu domínio sobre
metade do mundo; por certo o interesse alemão podia estender-se até a
Tchecoslováquia. De Praga a Berlim, por avião, leva-se meia-hora; as ações
tchecas estavam claramente ameaçando a segurança alemã.

Não existe coisa tal como o tratado que dure para sempre. De modo geral
eles são substituídos por tratados subseqüentes e se tornam obsoletos. Isso
em geral é encoberto na linguagem do próprio tratado pelas palavras rebus
sic stantibus. Em 1935, Versalhes e Locarno se haviam tornado obsoletos.

ALFRED ROSENBERG & FRITZ SAUCKEL

Assim como Frank, Rosenberg foi acusado de "saquear" e "pilhar" obras de
arte. Rosenberg e Frank fizeram ver que a Alemanha tinha de proteger obras
de arte, sob os termos da Convenção de Haia, e para fazê-lo se tornava
necessário removê-las do cenário de hostilidades. As obras de arte foram
cuidadosamente avaliadas, embaladas e reparadas. Se houvesse intenção alemã
em "saquear" ou "roubar", não teria sido necessário catalogar essas obras
com anotação exata de nome e endereço do proprietário, caso este fosse
conhecido.

Diversas obras de arte foram apropriadas por Göring não para seu uso
pessoal mas para um museu que Hitler pretendia criar em Linz. Rosenberg
protestou contra tal apropriação, dizendo que era seu dever manter as
coleções intactas até o final da guerra, na esperança de que o acordo de
paz pudesse ser feito com relação a esses objetos.

Rosenberg foi também acusado de roubar milhares de vagões ferroviários
cheios de mobília. Tais móveis haviam pertencido a judeus que tinham
abandonado os lares ante a chegada dos alemães a Paris. Os apartamentos dos
judeus ficaram fechados por 90 dias, após os quais sua propriedade foi
confiscada por abandono, já que sua manutenção não podia ser assegurada.
Com o tempo passaram a ser usados pelos alemães que haviam perdido seus
lares nos bombardeios aéreos. Também então se contava chegar a acordo ao
final da guerra.

O ministério de Rosenberg recebeu grande número de queixas, das quais
muitas foram investigadas. Numerosas deram por resultado não estarem
baseadas em fatos. Em Nuremberg supôs-se simplesmente que todas as queixas
fossem "verdadeiras". Cartas enviadas a Rosenberg foram usadas contra ele
como provas, embora suas respostas a essas cartas houvessem sido perdidas.
As queixas e cartas foram trazidas para provar "participação voluntária no
Plano Comum".

Rosenberg foi acusado de conspirar com Sauckel para obter "escravos" para o
esforço de guerra, arrecadados dos territórios ocupados. Rosenberg,
Sauckel, Speer, Gúring e Seyss-Inquart, todos protestaram que não fosse
pelo bloqueio aliado, tal "saque" e "escravidão " não teriam sido
necessários; que o bloqueio marítimo era ilegal e causava desemprego em
massa nos territórios ocupados; e que os governos de ocupação podem exigir
pagamentos em serviços, conforme a Convenção de Haia. Os "escravos"
recebiam o mesmo salário que os trabalhadores alemães, que também se
achavam sujeitos ao trabalho obrigatório. Funk afirmou que os "escravos"
remetiam dois bilhões de Reichmarks em salários às suas famílias (XIII 136
<<153>>). Seyss-Inquart afirmou que havia 500.000 desempregados na Holanda
como resultado do bloqueio e se não fossem dotados de emprego, voluntário
ou não, juntar-se-iam ao movimento de resistência, que era ilegal pela Lei
Internacional. Tais requisitados se mostravam muito felizes por trabalhar
em fortificações alemãs nos Países Baixos porque isso tornava menos
possível que a invasão aliada ocorresse por aquele país (a probabilidade de
invasão pelos aliados foi também motivo para a deportação dos judeus
holandeses) (XV 662-668 <<719-726>>; XIX 99-102 <<113-115>>).

Fritsche e outros afirmaram que os "escravos" podiam ser vistos andando
livremente por todas as cidades alemãs (XVII 163-164 <<183-184>>), tinham
bastante dinheiro e controlavam o mercado negro (XIV 590 <<649>>). Ademais,
centenas de milhares desses "escravos" recusavam-se a deixar o país após a
guerra, embora seus próprios países tivessem sido "liberados" e a Alemanha
estivesse devastada (XVIII 155 <<172-173>>). Tampouco os "escravos" se
revoltaram ao final da guerra (XVIII 129-163 <<144-181>>; 466-506
<<509-554>>; XIX 177-216 <<199-242>>; XXI 471-472 <<521-522>>).

Sauckel declarou que o recrutamento de "trabalho escravo" na França foi
executado pelo governo francês e por organizações colaboracionistas
francesas. Muitas pessoas queriam ser "obrigadas", a fim de evitar vingança
pela resistência (XV 1-263 <<7-290>>) mas todas receberam os mesmos
salários que os trabalhadores alemães e desfrutaram os mesmos benefícios de
saúde e termos de contrato. Longe de "saquear" os territórios ocupados, foi
preciso importar muito equipamento valioso. Na Rússia tudo havia sido
destruído na retirada, pelos russos. Quando os alemães importaram
equipamento e depois o retiraram, em sua própria retirada, a isso chamaram
"saque" (IX 171-172 <<195-196>>).

Exemplo de "queixa" que se tornou "crime" foi o caso em que os
freqüentadores de teatro se viram, dizia a informação, arrebanhados e
levados à "escravidão". Sauckel investigara por alguns meses e descobriu
ter sido o caso em que um empreiteiro de mão de obra interrompeu a festa de
seus próprios trabalhadores a fim de levá-las a outro local de trabalho (XV
17-18 <<25-26>>).

A medida que as condições de vida pioravam, tornava-se necessária maior
obrigação. Se os aliados tinham o direito de confiscar propriedade dos
neutros no mar os alemães tinham o de utilizar os recursos dos territórios
ocupados na terra.

Outra acusação contra Rosenberg foi a chamada "Ação Feno" em que 50.000
crianças foram "raptadas" para o "trabalho escravo". Rosenberg e Von
Schirach afirmaram, ambos, que se tratava de programa de aprendizado
destinado a retirar órfãos da zona de guerra (XI 489-490 <<538-539>> XIV
501-505 <<552-556>>). Se o ministério de Rosenberg não retirasse os órfãos
da área o Exército o faria.

Uma acusação relacionada a essa é a da organização Lebensborn, alegadamente
uma trama constituída para raptar recém-nascidos após ser-lhes medida a
dimensão dos pênis (de acordo com "historiadores" judeus mentalmente
enfermos). O objetivo de tal organização era remover o estigma da
ilegitimidade e ajudar as famílias com prole numerosa (XXI 654-664, volumes
alemães; nos volumes americanos não aparecem. Ver também o XXI 352 <<389>>.

O julgamento de Rosenberg aparece em XI 444-599 <<490-656>>; XVIII 69-128
<<81-143>>).

HJALMAR SCHACHT

Schacht constitui anomalia como acusado, porquanto as acusações contra ele
contradizem as acusações apresentadas contra os demais acusados. Enquanto
estes eram incriminados por "atos de torpeza moral", tais como aceitar
presentes de aniversário; fazer discursos de aniversário; ser fotografados;
assinar leis legalmente aprovadas pelo Chefe de Estado; achar-se em acordo
político com o Chefe de Estado; ou, em caso contrário, faltar a seu "dever
moral" de derrubar e assassinar o Chefe de Estado (obviamente não se trata
de um dever imposto pela lei, que possa encontrar apoio da lei). Schacht
foi acusado de todas essas coisas e, ademais, de violar seu juramento de
lealdade a Hitler e enganar Hitler! Isso foi considerado prova de
malignidade especial (XII 597 <<652-653>>).

A observação feita por ele sobre a necessidade de mentir tem sido
amplamente disseminada a fim de provar a duplicidade nazista. Esquece-se
que a pessoa a quem se mentia era Hitler.

Schacht ridicularizou uma acusação após outra com suas tiradas e foi ainda
mais sarcástico do que Göring. Jackson, todavia, não era dotado de
perspicácia bastante para perceber que Schacht o estava fazendo de palhaço
(XII 416-493 <<454-539>>; 507-602 <<554-658>>; XIII 1-48 <<7-58>>; XVIII
270-312 <<299-342>>.

A mentira de Jackson, a de que ele obrigara Schacht a "reconhecer que havia
mentido", tem sido levada a sério por muitas pessoas que deviam pensar
melhor. Jackson mentia habitualmente (como exemplo, II 438 <<483>>; IX
500-504 <<555-559>>).

BALDUR VON SCHIRACH

Von Schirach foi acusado de conspirar com milhões de crianças para
conquistar o mundo, usando imitações de uniformes de escoteiro. Em sua
defesa foi dito que tal conspiração envolvendo milhões de participantes
constitui absurdo lógico (XIV 360-537 <<399-592>>, XVIII 430-466
<<470-509>>.

Para adiantar-se em tais objetivos conspiratoriais os participantes se
empenhavam em práticas de tiro ao alvo com armas de calibre 22 (XIV 381
<<420-421>>) e entoavam canções que às vezes tinham 300 anos de idade (XIV
474 <<521>>).

Em Nuremberg os crimes podiam ser encontrados por toda a parte. Nos casos
contra a S. A. (Sturm Abteilung), um artigo sobre como cuidar dos pés foi
citado a fim de demonstrar a intenção de empenhar-se em "guerra agressiva"

Schirach foi acusado por Hans Marsalek de ter conhecimento de atrocidades,
cuja "recordação" assim transcrita de memória, da "confissão" de Ziereis
(entre aspas), um ano após Ziereis ter morrido, que foi utilizada contra
Kaltenbrunner (XI 330-333 <<365-369>>; XIV 436-440 <<480-485>>).

Outro crime cometido por Schirach foi o de ser de baixa estatura e gordo
(declaração juramentada de Georg Ziemer, 244-PS, XIV 400-401 <<440-441>>).
Schirach negou isso, a carga de que "um líder estudantil baixote e gordo"
fizera discurso anti-semita em algum lugar.

Foi declarado contra Schirach que ele recebera relatórios dos
Einsatzgruppen como Gauleiter em Viena. Tais documentos são fotocópias de
"cópias autênticas" em papel comum, sem cabeçalho ou assinaturas,
preparados por pessoas desconhecidas e descobertos em uma mina de sal (II
157 <<185>>) pelos russos (IV 245 <<273>>, VIII 293-301 <<324-332>>). Katyn
é apresentado como crime alemão (NMT IX 96-117, Julgamento de Otto
Ohlendorf).

Aos alemães atribui-se terem eles morto 22.000.000 de pessoas (XXII 238
<<270>>) ou 12.000.000 (XXII 312 <<356>>), após o que os corpos foram
queimados e os documentos sepultados.

Documentos são combustíveis, mas os corpos não. Schirach e Streicher foram
ambos enganados na "fotocópia" de documento de Hitler em que este
"confessava" mortes em massa (XIV 432 <<476>>; XII 321 <<349>>). Já que
Hitler era um gênio (X 600 <<671-672>>) e como os gênios não matam milhões
de pessoas com escapamento de Diesel e inseticidas que levam 24 horas para
matar insetos (Documento NI- 9912), temos que o significado de tal
documento foi exagerado. Na verdade, mostra-se típico de Hitler: cheio de
linguagem violenta mas falto em teor de fatos. Tampouco é certo que Hitler
tivesse equilíbrio mental em 1945 (IX 92 <<107>>). A "confissão" de Hitler
é a "fotocópia autenticada" (Documento 9 da defesa de Streicher, XLI 547).

ARTHUR SEYSS-INQUART

Seyss-Inquart é exemplo do modo como hábitos perfeitamente legais são
apresentados e considerados "crimes" quando empreendidos por alemães,
enquanto atos idênticos, ou atos criminosos, pelo estatuto do próprio
tribunal (tais como bombardeios de Dresden, ilegais sob o Artigo 6(b),
(XXII 471, 475 <<535, 540>>) foram tratados como contingências de menor
importância na grande cruzada para eliminar o Mal.

Pela lei internacional os governos de ocupação podem legislar como bem
entenderem (direito afirmado pelo próprio tribunal, XXII 461 <<523>>, porém
contradito em XXII 497 <<565-565>> e é requerida a obedência à sua
autoridade. Eles podem recrutar mão de obra dentro de certos limites,
confiscar propriedade do governo, criar impostos para cobrir os custos da
ocupação e não se lhes pede que tolerem resistência armada, greves,
publicação de jornais hostis ou se empreguem funcionários locais que não
atendam às ordens que lhes sejam dadas. Pôr iniciais em documentos ou
transmitir ordens não são crimes, pela lei internacional. Seyss-Inquart
impediu muita destruição desnecessária ao final da guerra, destruição essa
que teria sido ilegal (XV 610-668 <<664-726>>; XVI 1-113 <<7-128>>; XIX
46-111 <<55-125>>).

Como Reichskomissar para a Holanda, Seyss-Inquart transmitiu ordens para
executar membros da resistência após serem julgados por atos de sabotagem
ou resistência armada, ilegais sob a Convenção de Haia. As execuções foram
levadas a efeito após repetidos atos de sabotagem. A isso se chamou
"execução de reféns". A palavra "refém", no entanto, é incorreta (XII 95-96
<<108>>, XVIII 17-19 <<25-27>>, XXI 526 <<581>>, 535 <<590>>).

Para examinar a lei internacional do ponto de vista da promotoria,
aceitando a legalidade de suas ações, ver V 537 <<603-604. A acusação
reconheceu que os membros da resistência podem ser executados (V 405
<<455-456>>).

A IV Convenção de Haia sobre Guerra Terrestre, de 18/10/1907, contém
cláusula sobre a participação de todos (Art. 2); beligerantes que a violem
podem ser levados a pagar indenização (Art. 3); proíbe bombardeios "por
quaisquer meios" de cidades abertas, monumentos culturais (Arts. 23, 25,
27, 56). Não foi ratificado por Itália, Grécia, Bulgária, Iugoslávia. Foi
ratificado pela Rússia tzarista.

ALBERT SPEER

Albert Speer foi condenado por conspirar na escravização de milhões de
pessoas nas indústrias alemãs de armamento, onde eram obrigadas a dormir em
"mictórios" (Documento D-288, declaração juramentada do Dr. Wilhelm Jäger)
e eram torturadas em caixas de tortura produzidas em massa e disfarçadas
como armários normais (as "camuflagens" bizarras servem para permitir a
apresentação de objetos comuns como "provas" esmagadoras) (Documentos
USA-894, 897).

Com relação a essa acusação Speer declarou:

"Encaro essa declaração como mentira... Não é possível arrastar o povo
alemão na sarjeta de tal maneira" (XVI 543 <<594>>).

Speer era o tipo de homem bem-sucedido em qualquer sistema. Sempre afirmava
nada saber sobre os "extermínios" mas disse que teria sabido se os
prisioneiros houvessem sido cremados usando-se bombas atômicas (uma
alucinação de Robert Jackson, XVI 529-530 <<580>>).

Speer declarou ter tramado para assassinar Hitler usando gás nervoso
altamente sofisticado (XVI 494-495 <<542-544>>). A trama falhou porque o
gás só podia ser ativado em altas temperaturas (XVI 529 <<579>>). Na
verdade o gás Zyklon apresenta problema semelhante, já que o líquido deve
evaporar-se e só o faz vagarosamente, a não ser que seja aquecido. A magia
técnica alemã e o adiantamento industrial em geral tornam ridícula qualquer
idéia de um "holocausto" usando inseticida ou escapamento de Diesel. Seria
mais difícil "arrastar o povo alemão na sarjeta" se houvesse menor número
de pessoas hipócritas e oportunistas como Albert Speer (XVI 430-588
<<475-645>>); XIX 177-216 <<199-242>>).

JULIUS STREICHER

Julius Streicher foi enforcado por "incitar ao ódio racial", crime que se
torna cada vez mais popular. A acusação contra Streicher é notável, pelo
fato de que as nações que pregam a a separação entre Estado e Igreja e a
liberdade de expressão e imprensa viessem a conspirar com os judeus e
comunistas para enforcar um homem, tendo ele expresso opiniões das quais
não se alegou estarem destituídas de verdade.

Um dos crimes de Streicher foi a publicação de suplemento de "assassinato
ritual", atribuído aos judeus, em seu jornal anti-semita, Der Sturmer.
Ficou expressamente reconhecido pela acusação que suas ilustrações eram
autênticas (V 103 <<119>>) e que o artigo tinha referências corretas. Entre
as referências de Streicher achava-se pelo menos um erudito, o Dr. Erich
Bischof, de Leipzig, e também procedimentos legais modernos (IX 696-700
<<767-771>>). Percebeu-se que investigar a validade de tais referências
teria indevidamente prolongado o julgamento, de modo que o artigo não foi
apresentado como sendo inverídico. Em vez disso a acusação se saiu com
prodigioso ato de telepatia mental e Streicher foi enforcado pelos seus
alegados processos e motivações mentais.

Outro crime de Streicher foi o de chamar o Velho Testamento de "romance
criminoso horrível... Esse 'livro santo' está cheio de assassinato,
incesto, fraude, roubo e indecência". Nenhuma prova foi apresentada para
rebater seu ponto de vista (V 96 <<112>>).

Streicher tornou-se famoso como "pornógrafo", "pervertido sexual" e
"trapaceiro". A "coleção pornográfica", recebendo melhor exame, mostrou ser
o arquivo que seu jornal, Der Sturmer, recolhera de fontes judaicas (XII
409 <<445>>). A acusação de "pervertido sexual", fortemente acentuada pelos
russos, teve por origem o chamado Relatório Göring, uma medida disciplinar
trazida por um dos muitos inimigos de Streicher. A acusação foi abandonada
em Nuremberg e retirada dos registros do julgamento; a Streicher foi dito
que não precisava responder qualquer pergunta relacionada a tal acusação
(XII 330, 339 <<359, 369>>).

A "trapaça" em propriedade foi igualmente tirada do Relatório Göring e se
relacionava a caso isolado, que tinha a ver com os Mars Works. O homem
responsável pelas acusações contidas no relatório, por mera questão de
coincidência, era o mesmo responsável pela compra efetuada e apresentava
como acusação contra Streicher (V 106 <<123>>). Tal relatório afirma que as
ações haviam sido devolvidas e o dinheiro despendido por Streicher por
elas, 5.000 Reichmarks, lhe fora devolvido após a investigação.

Streicher dava a seus gerentes comerciais completo poder para fazer o que
quisessem, dizendo-lhes: "Não me ocupem com questões de negócios. Existem
coisas mais importantes que o dinheiro". Afirmava ele que seu jornal era
publicado em casa alugada e assim foi até o fim da guerra. Não se tratava
de jornal do partido e Streicher nada tinha a ver com a guerra.

Um dos empregados de Streicher apresentou-se como testemunha e declarou:
"Quem conhece Herr Streicher como eu conheço, sabe que Herr Streicher
jamais tirou coisa alguma de judeu" (XII 385-386 <<420>>).

A segunda esposa de Streicher, Adele Streicher, apresentou-se para dizer:
"Acho inteiramente impossível que Julius Streicher tenha adquirido ações
desse modo. Acredito que ele nem saiba dizer como é uma ação" (XII 391
<<426>>).

Não foi alegado em Nuremberg que Streicher houvesse escrito todos os seus
artigos e publicações. Trau keinem Fuchs auf grçner Heid, und keinem Jud'
bei seinem Eid, traduzido pela promotoria como "Não confies numa raposa,
seja lá o que tu fizeres, nem ainda no juramento de qualquer judeu"
(XXXVIII 129) tomou seu título de Martinho Lutero, Der Giftpitz (O fungo
venenoso) e foi escrito por um dos redatores de Streicher, inspirando-se em
famoso atacante de crianças, o industrial judeu, Louis Schloss (XII 335
<<364-365>>).

Mais tarde Schloss foi assassinado em Dachau, o que se tornou outra
"atrocidade nazista". No debate da acusação quanto ao assassinato de
Schloss jamais é mencionado que ele foi um atacante sexual de crianças; em
vez disso foi insinuado que Schloss fora morto por ser judeu e não por
outro motivo (Documento 664-PS, XXVI 174-187).

Nexo causal algum foi em qualquer momento mostrado entre Streicher, Frank
ou Rosenberg em suas crenças anti-semitas e a comissão de qualquer crime.
Tampouco ficou provado que o crime em causa (isto é, o chamado
"Holocausto") tenha de fato sido cometido. Isso foi suposto e os escritos
de Streicher foram encarados como tendo ajudado a "causá-lo".

Streicher fez diversas observações "altamente impróprias", que foram
retiradas dos anais do julgamento e pelas quais foi advertido, com o
consentimento de seu advogado, o Dr. Marx. Uma dessas observações foi
apagada após o quinto parágrafo da página 310 do volume XII dos anais
compostos <>, mas pode ser
encontrada às páginas 8494-5 dos anais mimeografados americanos. Streicher
disse:

"Se eu puder terminar agora com a descrição de minha vida, será com a
descrição de uma experiência que lhes mostrará, cavalheiros do tribunal,
que sem que o governo quisesse, coisas podem ter acontecido e que não são
humanas, não de acordo com os princípios da humanidade. Cavalheiros, eu fui
preso e durante meu internamento passei por coisas pelas quais nós, da
Gestapo, temos sido acusados. Por quatro dias fiquei sem roupa numa cela,
queimaram-me, fui jogado ao chão e uma corrente de ferro posta sobre mim.
Tive de beijar os pés de negros que cuspiam em minha cara. Dois homens de
cor e um oficial branco cuspiram em minha boca e quando eu não mais a
mantive aberta eles a abriram com um pedaço de pau e quando pedi água fui
levado à latrina e me disseram para beber do vaso sanitário".

"Em Wiesbaden, cavalheiros, um doutor se apiedou e digo aqui que era o
diretor judeu do hospital, que agiu corretamente. Declaro aqui, para não
ser mal compreendido, que os oficiais judeus que nos estão guardando aqui
na prisão agiram corretamente e os médicos também me trataram e são dotados
de consideração. Os senhores podem ver, nestas minhas declarações, o
contraste entre aquela prisão e este momento".

Outra observação "imprópria" de Streicher foi apagada após o primeiro
parágrafo à página 349 do Volume XII <> e
aparece nos anais mimeografados americanos, à página 8549:

"Assim sendo, para evitar qualquer mal-entendido, tenho a declarar que fui
espancado em Freising, tanto que por dias seguidos, sem roupas, perdi 40%
de minha audição e as pessoas riem quando faço perguntas. Não foi minha
culpa que me tratassem assim. Por isso peço que me façam a pergunta outra
vez".

Ao que o coronel Griffith Jones respondeu:

"Posso mostrar-lhe e repetiremos a pergunta tão alto quanto quiser".

Como se tratava de questão dentro do conhecimento pessoal de Streicher, e
não por ouvir dizer, mostra-se difícil atinar com o motivo pelo qual tais
observações foram apagadas, enquanto que informações de oitiva, favoráveis
à acusação, foram mantidas (na verdade, a carga feita pela promotoria
consiste em pouco mais, além de oitiva oral e escrita). Se a acusação não
acreditou no depoimento de Streicher, de que havia sido torturado, tinha
liberdade de interrogá-lo quanto às incoerências e mostrar que estava
mentindo; em vez disso foi simplesmente repreendido e tais trechos
apagados. A isso chamam verdade, justiça e julgamento justo...

Streicher afirmou que suas exigências pelo "extermínio" dos judeus foram
causadas em sua maior parte pelas incursões aliadas de bombardeio e
conclamações, feitas no exterior, de extermínio do povo alemão, por parte
dos adversários.

"Se na América um autor chamado Erich Kaufmann pode publicamente exigir que
todos os homens na Alemanha capazes de fazer filhos sejam esterilizados com
o objetivo de exterminar o povo alemão, nesse caso eu digo, olho por olho,
dente por dente. Esta é uma questão literária teórica" (XII 366
<<398-399>>). (V 91-119 <<106-137>>; XII 305-416 <<332-453>>; XVIII 190-220
<<211-245>>).


Do mesmo autor:

MADE IN RUSSIA: THE HOLOCAUST :
Fotocópias do processo verbal de Nuremberg: sabão de gordura humana, meias
de cabelo humano, execuções a vapor escaldante, por eletricidade, cremações
com bombas atômicas, etc. "As mentiras mais gigantescas de todos os
tempos". 412 páginas; em inglês. Disponível com Ernst Zündel, 206 Carlton
St., Toronto, Canadá, M5A 2L1.

JAPS ATE MY GALL BLADDER: Phony atrocity tales of WWII 
Citações literais dos processos por crimes de guerra: sopa japonesa de
fígado e baço humanos, câmara de gás em Dachau, paletós de couro humano,
Holocausto, etc; 40 páginas; em inglês. Disponível em REMARKS, PO Box 234,
Aurora, NY 13026-026 (Estados Unidos).



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Xref: trends.ca alt.revisionism:176492

NIZKOPROPHAGISTS REFUTE PORTER ON SWINDLER'S MIST [Mist = manure in German]
 

[From the Nizkor ADL lie site]

Deceit & Misrepresentation
The Techniques of Holocaust Denial

Appendix 1
Carlos Porter & Schindler's List


-
[The Nizkor technique has always been to pick a small number of points,
usually from the very  beginning of an article because they are too lazy to
read any further, create confusion without proving anything, then
pontificate about revisionist "deceit and misrepresentation". In this case,
the harm done is minimal because the original article by PORTER is
reproduced on the same site, although in a different file.]

The only important points made by Nizkor in their "refutation" involve a
deliberate confusion between Degesch disinfestation chambers and homicidal
gas chambers, followed by a reference  to an "official German document" to
which no reference is given by Nizkor. The document is a forgery.]

[* marks points commented upon by Nizkor. Only 4 points are dealt with.] 


ORIGINAL TEXT BY PORTER [posted by Dan Gannon, but never posted on CODOH in
English simply because the references are in French]

----------------------------------

Dear Sirs,

It might be noted that the book SCHINDLER'S LIST (an admitted work of
fiction) contains the following factual assertions which are UNTRUE:

* CLAIM:  Zyklon becomes instantly gaseous  

* 

* CLAIM:  Zyklon served no purpose other than mass murder.  Zyklon and
crematory ovens are proof of mass murder .

* 

CLAIM:  Crematory ovens burn corpses in a few minutes 



CLAIM:  Corpses can be burnt in pyres by dousing them with gasoline 



CLAIM:  Human ashes are so light in weight that they float through the air,
like pollution 



CLAIM:  Kurt Gerstein is taken seriously .



CLAIM:  The "human hair booties for U-boat crews" (Document USSR 511) are
taken seriously 



CLAIM:  There was no way to combat typhus except by boiling clothing <260>.
Oskar Schindler was the only person to steam clothing, providing the only
preventive measure against typhus .



The book also makes the following factual admissions, all TRUE:

TRUE:  Most Holocaust "proofs" are of Polish or Soviet communist origin
<342, 417, 520>.

TRUE:  Many Jews are Marxists who forged thousands of German documents,
fabricating German stamps by the hundreds <182, 251, 285, 458, 459, 460,
474>.

TRUE:  Concentration camp inmates died of epidemic disease including
scarlet
fever, typhoid, dysentery, and typhus <353, 421, 445, 449>.

TRUE:  Auschwitz was a swamp, full of mud, snow, and ice   (forgetting to tell us that the funeral pyres were in holes in
the ground, according to Document USSR-8, a Soviet "War Crimes Report"
which
is our principal source of information).

TRUE:  All concentration camps were industrial installations with huge
factories <327, 413, 421>.  All camps contained hospitals <439>.

TRUE:  There was a children's camp at Auschwitz <520>.  Inmate labour was
required for industrial purposes .

Obviously, if only the "unfit" were gassed , there was no attempt to exterminate the Jewish people
"as
a whole".

                               Faithfully,

                       [signed] Carlos W. Porter

__________________________________________________________________________

NIZKOR REFUTATION:


Writer: Mike Stein 
[Continued] 

[The "refutation" starts here, but erroneously says "continued". There used
to be a first half of  the article which disappeared a year or two back for
reasons best known to Nizkor.]

Porter continues: 



... contains the following factual assertions which are UNTRUE: 

* CLAIM: Zyklon becomes instantly gaseous [CLAIM: Zyklon becomes instantly
gaseous .

[p. 159: "Schindler avait vu dans le bulletin SS du budget et de la
construction un appel aux offres pour la construction d'un crematoire dans
un camp situe au sud-est de Lublin, Belzec."]

[p. 417:  "Ils avaient vu la fumee s'elever en permanence au-dessus des
crematoires et des buchers… en depits de rumeurs… les Russes avaient
decouvert dans le camps de Lublin cinq cents caissons de Zylon B et
plusieurs fours crematoires contenant des ossements humains…"] 


NIZKOPROPHAGIC REFUTATION:

In the text which most closely corresponds to this description, Keneally
says: "Late the previous year, Schindler had seen in the SS Bulletin of
Budget and Construction an invitiation for bids for the construction of
some crematoria in a camp southeast of Lublin. Belzec."24 

Looking further, we find:25 



The Schindler women had not been precisely informed of the statistics of
Birkenau or of the Auschwitz duchy in itself. They could see, though,
beyond the birch trees at the western end of the enormous settlement,
constant smoke [!] rising from the four crematoria [!] and the numerous
pyres. They believed they were adrift now, and that the tide would take
them down there. But not with all the capacity for making and believing
rumors [!] that characterizes a life in prison would they have guessed
[!!!] how many people could be gassed there on a day when the system worked
well. The number was - according to Höss - nine thousand [!!!] [COMMENT:
Source: Hoess's "autobiography", written in Communist Poland, in which the
Polish appears to have been written first, and simply copied in Hoess's
handwriting]. 

The women were equally unaware that they had arrived in Auschwitz at a time
when the progress of the war and certain secret negotiations between
Himmler and the Swedish Count Folke Bernadotte were imposing a new
direction on it. The secret of the exermination centers had not been kept,
for the Russians [!] had excavated the Lublin camp and found the furnaces
[!] containing human bones [!] and more than five hundred drums of Zyklon B
[!]. 

News of this was published throughout the world, and Himmler, who wanted to
be treated seriously as obvious postwar successor to the Führer, was
willing to make promises to the Allies that the gassing of Jews would stop.
He did not, however, issue an order on the matter until some time in
October - the date is not certain [COMMENT: of course not; nobody ever
found the document]. 

One copy [!] went to General Pohl in Oranienburg; the other, to
Kaltenbrunner, chief of Reich Security. Both of them ignored the directive
[if it ever existed], and so did Adolf Eichmann. Jews from Plaszow,
Theresienstadt, and Italy continued to be gassed [!] up to the middle of
November. The last selection for the gas chambers is believed, however, [!]
to have been made on October 30. 25 

Porter: 


TRUTH: Zyklon was invented as a fumigant in 1922, and is marketed today
under the trade name Cyanosil. Crematory oven technology dates back to the
1890s. [For example, see 1911 Encylopaedia Britannica, "Cremation", and
especially "Destructors". If crematory ovens -- or any form or coke, coal,
or oil-fired furnace -- had to emit smoke, the Spanish-American War would
have been fought with sailing vessels, because a column of black smoke
would have alerted the enemy as to the location of our warships.]


NIZKOPROPHAGIC REFUTATION:

The whole truth: While in the quote above [COMMENT: lifted from the
autobiography of Rudolf Hoess again; since the technology is over a century
old, couldn't we do better?], Auschwitz-Birkenau had a maximum killing
capacity of 9,000 per day [!], an offical document [!]

[COMMENT: Note that no source is given for this assertion. The document, a
letter said to be dated June 28 1943, although 26 June would appear to be
the correct date, is an obvious forgery reproduced on page 247 of TECHNIQUE
AND OPERATION OF THE GAS CHAMBERS by Jean-Claude Pressac. The letter,
BW/30/42, is a "certified true copy" of a "photocopy", with a typewritten
heading, a typewritten signature by Jaehrling with the umlaut apparently
missing, without any handwritten markings or stamps of any kind, and
transmitted  by the Committee of Anti-Fascist Resistants of the German
Democratic Republic. The German wording of the document is rather strange:
instead of "corpses" it refers to "persons". Instead of "Im Auftrag", i.e.,
"On Behalf Of", or "In Vetretung", i.e., "In Representation Of", the form
usually employed in German correspondence, it states "Fuer die Richtigkeit
der Abschrift", i.e., "Certified True Copy". This is the form ordinarily
used when a copy has been re-typed for use in court, i.e., there is no
pretence that this is an original document. This is followed by the
handwritten signature of a more or less unknown person, and should probably
be accompanied by a stamp. There are no stamps anywhere on the document.
Since the document is supposed to constitute proof of mass murder, it seems
remarkable that the letter is not marked "Secret", i.e. "Geheim", "Geheime
Kommandosache", Geheime Reichsache", etc. ], 

gives the maximum capacity of the crematoria as "only" 4,756 per 24-hour
day [CORRECT: 4,756 "persons" per 24-hour day]. But even if you pretend
that the crematorium workers only worked a forty hour week, with paid
vacation, that still comes out to just under 400,000 per year [!]. Yet the
"official" death toll was only about 150,000 for the entire life of the
camp. 

Something is very, very wrong here [!]. It is not crematory ovens that
prove mass murder [!!!], but the fact that they built to such a capacity
[!!!]. [COMMENT: So where is the proof that they were so built to such a
capacity, or that such a capacity was possible?] Nobody builds such
overcapacity unless they expect to use it [!!!], or did use it [!!!]. The
official records of deaths were false - because they did not take into
account the people gassed immediately, without ever being tattooed and
entered onto the books [!!!]. [COMMENT: What an extraordinary series of
circular arguments that one is!] 

[COMMENT: So the question remains: how long does it take to cremate a
corpse? Did the Nizkoprophagists ever think of asking a funeral director or
consulting a forensic textbook?]

[Continued] [sic]

[There appears to be no continuation to this article whatsoever; like the
references themselves, the article ends simply hanging in space. 

------------------------------------------------------------------------


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The Nizkor Project 
webmaster@nizkor.org 
Director: Ken McVay OBC 
HTML: Rich Green 

June 15, 1997 

[Back to the drawing board (or the manure pile) for the Nizkoprophagists.]


On poison gas warfare, see:

Julius Meyer, Der Gaskampf und die chemischen Kampstoffe, Leipzig, 1922
(discusses approximately 160 different WWI chemical warfare agents, their
usage and effectiveness); 

1922 Encyclopaedia Britannica, Poison Gas Warfare; 

1938 Enciclopedia Italiana, Gas, asfissianti.

 
CARLOS W. PORTER
15 May 1998




From cwporter@tornado.be Mon Jun  1 10:45:49 EDT 1998
Article: 179130 of alt.revisionism
From: "CARLOS W. PORTER" 
Newsgroups: alt.revisionism
Subject: GASSINGS AT DACHAU
Date: 30 May 1998 13:11:37 GMT
Organization: Tornado News Processing System
Lines: 262
Message-ID: <01bd8aff$c6508060$LocalHost@QBCD.tornado.be>
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Xref: trends.ca alt.revisionism:179130




------------------------------------------------------------------------
The Gas Chamber at Dachau: 
Now You See It, Now You Don't 

By Carlos W. Porter 

------------------------------------------------------------------------
We are all familiar with an instrument called the kaleidoscope, in which
loose bits of glass are reflected by plane mirrors showing each bit of
glass in 6 places at once, creating the illusion of a symmetrical design. 



    A similar phenomenon occurs in "War Crimes Trials," in which gas
chambers are shown in 3 different places at once, and anywhere from 1 to 6
in number, creating the illusion of a Common Design (sometimes referred to
as a Common Plan) for the extermination of human beings. 

    An example of this illusion is the Gas Chamber at Dachau, which
appeared in April of 1945, disappeared from Dachau by November of that
year, only to reappear at Nuremberg in December,after which it disappeared
>from  Nuremberg and only entered the scene again as "proven fact" in the
trial of Oswald Pohl in 1947 (along with the steam chambers of Treblinka). 

    The following is, I believe, a complete list of pretrial exhibits
mentioning this "gas chamber", which was to be "proven" in the First Dachau
Trial (trial of Martin Gottfried Weiss). The gas chamber accusation was
dropped before trial. It is apparent that the U.S. Army Corps of Engineers
knew before November 15, 1945, that no gas chamber could function in the
manner described, and that other stories of gas chambers functioning in a
similar manner were not true. Yet a decision was made to continue this
accusation in other trials for political reasons. 

    (Microfilm pages 00005052): 

    Report of the Atrocities Committed at Dachau Concentration Camp. Vol.
1. War Crimes Investigation Team No. 6823. Signed by David Chavez Jr.
Colonel, JAGD, 7 May 1945. 

    (Microfilm pages 0000713): 

    Exhibit F photograph of gas panel. 

    "S3 photograph of gas chamber 

    V2 plan of water and gas installations 

    V10 shower nozzle removed from gas chamber 

    V11 label removed from cans (Zyklon) found in or near gas chamber 

    Page 25 of "Chavez Report", 00089 of microfilm pages: "The new building
had a gas chamber for executions... the gas chamber was labelled "shower
room" over the entrance and was a large room with airtight doors and double
glassed lights, sealed and gas proof. The ceiling was studded with dummy
shower heads. A small observation peephole, double glassed and hermetically
sealed was used to observe the conditions of the victims. There were grates
in the floor. Hydrogen cyanide was mixed in the room below, and rose into
the gas chamber and out the top vents. (Exhibit 34) 

    Dr. Blaha witnessed the first test of the gas chamber in the new
crematorium in early 1944, and examined the 7 victims used. Two were killed
in the first test, an experiment to determine the amount of gas needed to
kill a person (Exhibit 5). 

    "Weight of general testimony shows that the gas chamber was developed
successfully to get the desired results. Witness after witness mentions
seeing living persons herded into the crematorium and never being seen
again. When the chamber was not used it was because of the shortage of the
materials to make the gas, the same reason for not using the crematorium
continually, and certainly no change of heart on the part of the SS in
charge. No witness can testify as an eye witness to an execution by gas
except Dr. Blaha, because the crematorium and gas chamber was made up of
condemned prisoners who lived in the crematorium yard and once in there,
never left the area alive. Men picked for such duty knew that they were to
be killed as persons too dangerous to the SS as possible future witnesses".


    (Col. Chavez testified at trial on November 15, 1945, and made no
mention of any gas chamber. There is no mention of any gas chamber in the
testimony of Col. Lawrence Ball, another government expert witness. There
is no mention of any gas chamber in the prosecution opening statement,
summation, or judgement. No mention in the defence summations. No mention
in the testimony, except for a few sentences in the testimony of Dr. Blaha.
Not one of the forty defendants was asked a single question concerning any
gas chamber. Dr. Blaha testified twice. In his second appearance as witness
during prosecution "rebuttal", he also makes no mention of any gas chamber.
The Chavez report was rewritten and introduced into evidence at Nuremberg
as "proven fact", even though it was known to be untrue. (Documents 159L,
2430PS). 

    The existence of a gas chamber at Dachau was not upheld in the
judgement at Nuremberg. 

    Page 56 of this same report, the "Chavez Report" (000120 of the
microfilm pages, reel 1, M1174, National Archives): 

    "This new building also contained a gas chamber for execution... the
gas chamber was labelled "shower room". The first test of a gas chamber was
in 1944, when prisoners were used to determine the amount of gas required
to kill a person". 

    000132: "(Diagrams) drawing of piping section above chamber,
ventilator, galvanized piping, open into gas chamber. Insulated piping. Gas
chamber... gas chamber. Dachau prison camp. 

    000133: "Grill covered inlets. Hinged door. Water (?) drains. Gas
chamber. Dachau prison camp". 

    000134: "Vents. Ceiling. Gas Chamber. Dachau prison camp. Shower heads
flush with ceiling". 

    000135: (Diagram) Gas Chamber. Gas tight doors. Wooden shed believed to
contain pump or compressor (?). Piping system above chamber ceiling,
dimensions of chamber 24' x 18' x 6'. Chamber constructed of smooth,
paleyellow brick like refractory brick, with small cement joints.
Elevation. Gas chamber. Dachau prison camp". 

    PreTrial Witness Interrogations and Other Exhibits. 

    000199: "In February 1945, 65 Jewish children... arrived in the camp..;
the children started crying and said: Please don't put us into the gas
chamber. When we replied there was no such thing as a gas chamber, they
said: oh yes, our parents told us that we were going into another camp and
that we would be put into a gas chamber. We repeated there was no such
thing, but they answered: oh yes, oh yes, our father or mother, or uncle or
cousin, ... were put into the gas chamber because they were Jews. The
children were kept in the camp for 2 or 3 weeks and were sent to the
extermination camp in Auschwitz. Even old and hardened prisoners who had
witnessed great inhuman treatment were deeply moved by the sight of the
children". 

    000204: "There was no gas chamber in the camp in working order (!). A
gas chamber was being built in the crematorium and in January 1945, work
was going on at a high speed. The chamber was soon completed except for the
gas boiler (?). A railway worker who had to go in and out of the camp told
me that a boiler had arrived at the Ostbanhof, Munich, from Auschwitz. But
this boiler, together with many gas cylinders had been destroyed in an air
raid. 

    000212: "The years 1940/43 seem to have been the worst period in Dachau
and other similar camps. I was told by eyewitnesses of the mass
extermination of Jews who were sent in a gas chamber 500 at a time..."
report on Prison Camp conditions dictated by Captain P.M. Martinot, 23 May,
1945. 

    000248: "Another specific provision was for a crematorium of four ovens
and one gas chamber (called "desinfection chamber") (!). I do not know
whether this camp was ever built". 

    000250: "The most important building projects which were planned and
executed during my presence were as follows:... one crematorium called
"Barracke X" in the concentration camp at Dachau, containing six individual
gas chambers (!) and 2 combustion ovens". 

    000277: "The Polish priests were compelled to build the well-known
crematory and gas chambers (plural)... they were dragged by their legs to
the chambers of death..." 

    000379: "Source said he visited a building that was designated as a
shower room, but which in reality was a gas chamber". 

    000417: "The following Signal Corps photos are contained in 1222614 and
have been retained in the War Crimes Office in Washington D.C. Gas Chambers
(plural)". 

    000420: Photo of soldier in front of door reading "Gaszeit: (illegible)
Vorsicht! Gas! Lebensgefahr! Nicht `ffnen!... Dachau Atrocity Camp: Gas
Chambers (plural), conveniently located to the crematory, are examined by a
7th Army soldier. These are part of the horror chambers used by the Nazis
before the 7th Army liberated the camp. 

    000445: "The following Signal Corps photos are contained in 12226 and
have been retained in the War Crimes Office in Washington D.C.... (Gas
Chamber)" (singular). 

    000455: "Photo... Yank examines fake showerhead in the gas chamber
(singular) at the Dachau Concentration Camp. Located in the crematory,
unknowing prisoners were brought into the shower room marked "showers".
here they were stripped and after the door was closed, they were gassed". 

    000485: "Here also, there were gas chambers (plural) camouflaged as
"showers" into which prisoners were herded under the pretext of bathing and
the huge crematory ovens". 

    000486: "Inside as well as outside (?) were gas chambers (plural) with
adjacent crematory ovens... almost 100 naked bodies were stacked neatly in
the barren room with cement floors. They had come from a room on the left
marked "Brausehad" for "shower bath". It really was a gas chamber
(singular) a low ceilinged room about 30 feet square. After 15 or 20 were
inside, the doors were firmly sealed and the faucets turned on and poison
gas issued (!). Then the bodies were hauled into a room separating the gas
chamber from the crematorium. There were four huge ovens with a huge flue
leading to a smokeblackened stack". 

    000489: "The troops also discovered gas chambers, torture chambers and
ovens". 

    000496: "We saw the original gas chambers, four huge cells (!) into
which victims apparently were crowded and put to death. Later on this
method was improved by construction of a large chamber with a jet in the
ceiling, similar to showerbath sprinklers. The prisoners undressed in a
room, where a man sat, with flowers on his desk, who gave them soap and a
towel. Herded into the shower room, the gas was turned on while the
operator watched its effect through a telescopic peephole". 

    000497: "Gas chamber executions". 

    000506: "Here one can see for oneself the lethal chamber where the
people the Nazis doomed were gassed. It has imitation shower baths,
installations with dummy sprinklers set in a pipeless ceiling (!), and
gratings looking like water drains in the floor through which gas was sent"
(So did it come through the floor or through the ceiling?). 

    000508: "Shower rooms' (plural again) where gas was poured (!) into
chambers. 

    000509: "Jarolin (deputy camp commander at Dachau, defendant in Trial
of Martin Gottfried Weiss)... said he thought they had gone to the gas
chamber". 

    000513: "Gas chamber deaths at Belsen. 

    It was admitted by the prosecution that many inmates were mentally ill,
had lost their minds, or were wandering around in a mental daze, yet their
statements were accepted as "fact", no matter how contradictory. It was
also admitted that Dachau had 6 hospitals and that 15,000 people died of
disease in the last few months, and that emaciation is a symptom of
dysentery. Defendants were convicted of "aiding and abetting in a common
design", even if no accusations were made against them by inmates (case of
Gretsch and Schoepp). 

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Gas Chamber at Dachau
 


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From cwporter@tornado.be Mon Jun  1 10:45:50 EDT 1998
Article: 179384 of alt.revisionism
From: "CARLOS W. PORTER" 
Newsgroups: alt.revisionism
Subject: CREMATION OF BODIES AFTER THE BATTLE OF SEDAN
Date: 30 May 1998 17:57:58 GMT
Organization: Tornado News Processing System
Lines: 275
Message-ID: <01bd8bdd$26cc5300$LocalHost@QBCD.tornado.be>
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Xref: trends.ca alt.revisionism:179384

INTRO:

I am indebted to my good friend and esteemed colleague, Mr. Ken Oi Veh of
the Nizkoopropaghic Lie Site, for the following item of deliciousness,
posted simultaneously on alt.rev. and alt.history by the illustrious Mr. Oi
Vey himself.
.
It deserves to be read in full prior to proceeding with my comments.

Carlos W. Porter  

Archive/File: people/e/erichsen.hugo/cremation-of-the-dead
Last-Modified: 1998/05/25



"[the Belgian government] dispatched Colonel Creteur to
examine into the grievances, and, if possible, remove them.
One's hair stands on end when one reads the report of the
colonel on the condition of the Sedan battle-field. The only
way to remedy the evil was to destroy the dangerous cadavers
by cremation, which was a difficult task, under the
circumstances, but which was nevertheless accomplished by
the ingenious Creteur. The colonel's report is full of
horrible facts.

[????] 

The bodies of German soldiers 

[!!!!] 

in a trench at
Laid-Trou were covered so little by earth that carnivorous
animals had already devoured part of the hands and faces.

Rain-water 

[COMMENT: Must have beeon pretty soggy for cremation purposes!] 

had caused 30 large pits [!!!], 

containing the remains
of Bavarians [!!!]

[COMMENT: What about the Saxons, Prussians, Wuerttemburgers, etc. who also
made up the German army?] 

to cave in, and had laid bare the bodies.
Between Belan and Bazailles, the owners of a field had
leveled the elevation of a Bavarian  

[COMMENT: See above] 

grave. Relics of the
dead protruded from the ground. The bodies were covered only
by a thin layer of earth, in which corn flourished
luxuriantly 

[COMMENT: Must have been some considerable time after the battle.] 

Wild bears, foxes, and dogs, relishing the
human flesh, helped to scratch away the soil over the
remains, as did the numerous crows upon the pit in which the
horses had been buried. Dogs, having once feasted on this
fare, would not eat anything else. 

[COMMENT: I'll try it on my dog, and see what he says.]

Creteur at first could not obtain men to carry out his
plans, as every one who attempted to open the trenches
contracted phlyctaena, an eruption of the skin. Finally, by
promising good pay, he enlisted 27 workmen, whom he
endeavored to protect by saturating their clothing and
moistening the graves with a solution of carbolic acid. But
this only intensified the phlyctaena. He then determined to
cover the graves with a layer of chloride of lime, and to
pour diluted muriatic acid upon them subsequently. By this
means he succeeded in laying bare the topmost layer of the
corpses.


[COMMENT: The top layer only!!!].

He then had large quantities of coal tar poured into the
pit, which trickled down among the bodies to the bottom 

[COMMENT: How the hell could it penetrat to the bottom if only the top
layer was uncovered, i.e., the rest of the pit was still full of mud, dirt,
etc. and the bodies were totally covered???],

thoroughly covering the remains 

[COMMENT: i.e., saturating buried bodes with coal tar -- how is that
possible?].

 He then had more chloride
of lime heaped upon the corpses 

[COMMENT: Don't forget, most of them are still buried], 

and finally had bundles of
hay, previously saturated with kerosene, thrown burning into
the pit. 

[COMMENT: OK, you set fire to the bodies on top; but what about the bodies
on the bottom?]

Creteur declares that from 200 to 300 bodies were consumed
within 50 to 60 minutes 

[COMMENT: About the same time as the most modern crematory ovens, but let's
not argue about it.]
. 
The smoke, impregnated with the
smell of the carbolic acid that was formed by the
combination of the chloride of lime and coal tar, was not
offensive 

[COMMENT: Actually, this is true of cremations generally, once the initial
moisture has been destroyed], 

and proved entirely harmless to the workmen.

[COMMENT: Now get this:]

About one-fourth of all the contents remained in the pits,
consisting of calcined bones and a dry mass [!!!]. 

[COMMENT: in other words, they didn't burn!!!]

These were
again covered with chloride of lime, and then the trenches
were closed. In this way. 

[COMMENT: In other words, they were simply reburied!!!]

 45,855 human and equine bodies 
were disposed of." 

[COMMENT: does this mean they disappeared without a trace? Apparently not,
since "one fourth of all the contents remained in the pits, consisting of
calcined bones and a dry mass". So what did they do with the 100 to 200
tons of bone fragments, teeth, and human "and equine" ashes, which are not
combustible?]

,    
(Erichsen, 137-138)

                         Work Cited
                              
Erichsen, Hugo. Cremation of the Dead. Detroit, 1887

[Nizkoprophagic self-advertising blurb deleted]


COMMENTS:


This raises the following questions:

a) The battle of Sedan, fought on 1 September 1870, was a German victory,
one of the most decisive military victories of the 19th century. The German
army consisted of Bavarian, Saxon, Wuerttemburgish, and Prussian regiments,
presumably among others. How many Bavarians could there have possibly been
in these mass graves?

b) The Germans lost a total of 9,000 killed and wounded in the battle of
Sedan, while the French lost a total of 17,000 killed and wounded. The
French surrendered unconditionally at the end of the day, with 82,000
prisoners. Obviously, the first thing the Germans would do after the battle
is bury the dead -- the dead of both sides -- giving them a decent burial,
and mark the graves. They certainly had enough manpower at their disposal
(the 82,000 French prisoners aforesaid) to dig as many graves as they
wanted. Would any victorious army in the world allow a defeated enemy to
treat their fallen heroes in this degrading, disgusting, and revolting
manner?

c) Since the total killed on both sides totalled no where near 45,000, how
many of the dead were simply horses? Not that it matters. 

d) How did the French count the bodies if they didn't dig them up first?

e) What did they do with the 100 to 200 tons of bone fragments, etc.? [I
know I asked this question earlier, but If the Nizkorophagists can repeat
themselves, so can I]

f) According to this account, the French -- even though they lost the
battle (and the war) -- were in complete control of the battlefield
afterwards, just as if they had won, and
were allowed to treat the fallen Bavarians in any disgusting and revolting
manner they
liked. How likely is that?


g) What did the French do with their own dead -- dead French -- presumably
in mass graves as well, of whom there would have been many, many more?

h) The text certainly doesn't imply that 45,000 bodies or horses and men
(or giraffes and elephants, too, for all I know) disappeared without a
trace -- no bones, no ashes, no teeth, no nothing, like the 4,000,000
kikes, gypsies, faggots and communists at Auschwitz and elsewhere.


i) That being the case, do you suppose my esteemed colleague Mr. Ken Oi Vey
could provide us with a precise map (x marks the spot) where we could dig
for all this evidence at Auschwitz, Treblinka, Sobibor, etc. etc. -- tens
of thousands of tons of it -- so a to prove the truth of these revolting
allegations when made against the Germans?

CONCLUSION: One of the best pieces of advice I ever heard -- attributed to
a professional gambler -- is as follows: 

"Believe nothing you hear, and only half of what you see". 

I have seen this tale of mass cremations at Sedan quoted before, by
revisionists, and I do not believe it. 

I do believe, of course, that creamation in ditches is utterly impossible,
and this tale certainly does not prove the contrary.

The only explanation I can think of as the possible origins of this horror
story, is that:

a)  somebody found a few bodies years after the war, and indeed attempted
to dispose of them in this manner described, but exaggerated the numbers
(easily done, since they were never dug up), 

or 

b)  the French made up this horror story after the war to revenge
themselves on the Germans, at whose hands they had suffered a humiliating
and devastating defeat (losing 400,000 prisoners in 6 weeks, total
surrender followed by civil war in France, the Paris Commune, the Treaty of
Frankfurt (the proceeds of which were used by Jews for speculative purposes
in Germany, resulting in a disastrous financial crash, etc.,etc.) 

FURTHER CONCLUSIONS

The more things change, the more they are the same. A repeat performance by
the Germans in 1914 proved a failure, but was greeted by an ovation in
1940. . 

Desecration of the dead, like rape, is a means of psychological revenge (of
course, it is most commonly alleged by Jews to encourage passage of
anti-"Hate" laws). 

I cannot think of any reason why the Germans would make this story up in
1883 to humiliate the French, although it certainly does make the French
look like monsters.

Henry Ford said, "history is bunk". I recall reading somewhere (source
available on request) that, after Custer's Last Stand, the Indians stripped
Custer's troops (272 or 212 soldiers, depending on your source), and burned
them. 

How the hell could they do that? There are practically no trees in that
part of the world. Burning 272 bodies would be a hell of lot of work. Why
the hell would the Indians bother to do that?

I cannot refrain from remarking that cremation times have been know from
earliest antiquity. 
For example, in the last book of the Iliad, the cremation of Hector took 22
hours by my calculation, and it took days, maybe a week, just to collect
the wood! Of course, the body must have stunk pretty bad by that time --
maybe they put "Trojans" on their noses for "safer breathing". 



CARLOS W. PORTER  
May 30, 1998







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