The Nizkor Project: Remembering the Holocaust (Shoah)

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pp.48/49. Rauschning, Gespraeche

Damit fand das Gespraech ein Ende. (Gespraech ueber das Ender der 
christlichen Religion und ihrer Ersetzung durch Heidentum). Wir sassen 
noch eine Weile um den Tisch. Hitler setzte sich zu uns. Frau Goebbels 
zeigte sich besorgt um das Wohl des Fuehrers. Es sei Zeit aufzubrechen. 
"Sie haben einen schweren Tag hinter sich, mein Fuehrer. Ein schwerer 
wartet Ihrer morgen." Wir verabschiedeten uns..... 

p.56. Rauschning, Gespraeche

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In jedem Sommer bin ich oefters Hitlers Gast an seiner Mittagstafel 
gewesen. Er bewohnte damals den zweiten Stock der neuen Reichskanzlei. Es 
ging gut buergerlich, man kann fast sagen, kleinbuergerlich bei ihm zu. 
Die Raeume waren beschraenkt, die Einrichtung war einfach und 
kuenstlerisch wertlos. Hitler hatte kein Stueck von erlesenem Geschmack 
oder kuenstlerischem Wert um sich. Hitler lud, wenn er in Berlin war, 
immer Gaeste an seine Tafel. Es galt als hohe Auszeichnung, zu ihr 
hinzugezogen zu werden. Zehn bis hoechstens zwanzig Personen nahmen an 
ihr Teil. Die Tafel war einfach. Auch hier gab sich der Parteifuehrer den 
Anstrich, das Muster der Schlichtkeit und Volksverbundenheit zu sein. Er 
aeusserte wiederholt, nichts von seiner bisherigen Gewohnheit aufgeben zu 
wollen, weder im Aeusseren seiner Person noch im Stil seiner Lebenshaltung. 
....Wo Hitler seinen Sitz im Auto nebem dem Chauffeur geflissentlich 
beibehielt und sich nicht in den Fond des Wagens setztem si tryg er draussen 
seinen bekannten Regenmantel, hatte fast nie einen Hut auf dem Kopf, und 
ging in der gleichen Mischung von Ziviljacke und Parteiuniform oder in 
derselben einfachen buergerlichen Habit herum, wie zuvor. Zur 
Mittagstafel gab es eine Suppe, ein Fleischgericht, es gab Gemuese und es 
gab Suesspeise. Hitler selbst ass kein Fleisch, er verschlang 
unwahrscheinliche Portionen von Suesspeise, um sein persoenlicher Koch, 
alter Pg., setzte ihm besondere Gemueseplatten vor. Aber fuer seine Gaeste 
hatte Hitler keine vegetarischen Zwangsgenuesse. Und er liess auch Alkohol 
in Gestalt von Bier herumreichen. Man konnte zwischen Bier und Limonade 
waehlen, und es war amuesant zu sehen, dass Neulinge, besonders 
leidenschaftliche Parteigenossen, mit einem Blick auf den abstinenten 
Fuehrer Limonade waehltne..... Es war schon eine bunte und wechselnde 
Gesellschaft an der Tafel. Es war immer eine besondere Persoenlichkeit 
da, sei es eine Filmschoenheit, ein Kuenstler, sei es eine Parteigroesse. 
Auch Damen fehlten nicht. Sie waren aber immer in der Minderzahl. ich sah 
einmal ein paar auffallend huebsche blonde Frauen. Auch Damen der 
Gesellschaft waren gelegentlich da. Die Schwester von Hess, eine tuechtige 
Kunstgewerblerin, lernte ich hier kennen. Sie band Hitlers Buecher ein. 
Staendiger Gast war damals Prinz August Wilhelm von Preussen. ....Hitler 
behandelte den Prinzen damals zuvorkommend. Es war die Zeit, als man sich 
in dem konservatieven Millieus der Hoffnung hingab, Hitler wuerde "Auwi" 
zum Kaiser machen. Dann war da als staendiges Inventurstueck Puzzi 
Hanfstaengel, dessen Welterfahrenheit und Sprachkenntnisse gebraucht 
wurden und dessen seltsam geformter Kopf mehr auffiel als das, was er zu 
sagen hatte. Haeufiger konnte man auch Goebbels treffen. Er machte sich 
immer so viel als moeglich um Hitler zu schaffen..... Staendig war auch 
der lange Brueckner, Hitlers Adjutant, haeufiger auch Dietricht bei Tisch. 
Was sonst an Parteigroessen durch Berlin kam, wurde von Hitler herangezogen. 

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Die Unterhaltung war zwanglos. Haeuffig schwieg Hitler, oder er griff nur 
gelegentlich ein. Dann wieder dozierte er mit seiner droehnenden Stimme, 
dass alles schwieg und zuhoerte. Man konnte dabei beobachten, wie sich 
Hitler in Rage redete, wie er, um beredt zu werden, der lauten Tonstaerke 
und des uebersteigerten Tempos bedurfte. Eine einfache Konversation war 
mit ihm nicht moeglich. Er schwieg entweder oder riss das Gespraech 
voellig an sich. Die Eloquenz Hitlers ist sichtlich keine natuerliche 
Begabung, sondern inneren Hemmungen abgerungen, die ihn noch heute im 
engsten Gespraech unbeholfen machen. Das Krampfhafte und Erkuenstelte 
seiner Natur zeigt sich gerade in solch engem Zirkel; es zeigt sich vor 
allem in der Abwesenheit jedes echten Humors. Hitlers Lachen ist kaum 
etwas anderes als eine andere Form des Hohns und der Verachtung. Es hat 
nichts Befreiendes. Und in seiner Unterhaltung gibt es nie ein Ausruhen. 
Ich hatte gerade an der Mittagstafel Gelegenheit, ihn seine Ansicht ueber 
Humor aeussern zu hoeren. Ich sass damals Hitler schraeg gegenueber, 
links von ihm sass, mir gegenueber, Goebbels. Beide sprachen ueber das 
nationalsozialistische Witzblatt und die Bedeutung des Witzes als 
Kampfmittel. Er sah auch in dem, was er Humor nannte, nur eine Waffe. Und 
damals fiel aus seinem Munde das spaeter in der Partei viel herumgebrachte 
Wort vom "Stuermer" und seinen Judenkarikaturen als der "im Dritten Reich 
erlaubten Form der Pornographie." Es war offensichtlich, dass Hitler sich 
an diesen Schmutzereien mit Behagen erfreute. Nach der Mittagstafel wurde 
damals Kaffee in Hitlers kleinem Arbeitszimmer gereicht, Kaffee und Likoer. 
Und uebrigens wurde auch geraucht, wenn auch wenig. Einige Male wurde auch 
der Kaffee auf einer dachgartenaehnlichen grossen Terrasse gereicht, von 
der man auf die Baumwipfel des alten Reichskanzleigartens herabsah. 
Hitlers Umgebung und vor allem seine Stiefschwester, Frau Raubal, die 
damals seinem Haushalt die hausfrauliche Note gab, waren in staendiger 
Sorge um Hitlers Sicherheit. Man befuerchtete schon damals Attentate, vor 
allem in dem Reichskanzleigarten. Hitler war gewarnt worden, in ihm zu 
prominieren. Er hatte damals wenig Bewegung. Die Balkonterrasse ersetzte 
ihm den Garten. 

pp.58/61. Rauschning, Gespraeche

....Ich wandte mich an Hanfstaengel, ob das nicht bedeute, die ganze 
Politik der Vorkriegszeit.... zu wiederholen..... Es stuende doch auch im 
Widerspruch zu den grundlegenden Aeusserungen in "Mein Kampf". Ich vernahm 
damals die erste abfaellige Bemerkung ueber dieses Buch in Gegenwart 
Hitlers und schloss daraus, dass es im internen Kreise keineswegs die 
allgemein verbindliche Quelle war... 

p.63. Rauschning, Gespraeche

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....es war schon nach dem 30. Juni 1934.... Hitler schwankte damals in 
seiner Stimmung zwischen tiefster Depression und zuegelloser Wut. Auf 
allen Seiten wuchsen seine Gegner ueber ihn hinaus.... Hitler fuehlte 
sich von allen Seiten umstellt. Er war nicht einmal seiner eigenen 
Partei nach dem fuerchterlichen Blutbad sicher. Er musste sich 
zusammennehmen und auf der Hut sein, um nicht voellig ueberspielt zu 
werden.... Im engsten Kreis liess Hitler sich gehen. Ich hoerte ihn 
schreien und mit Fuessen stampfen. Der geringste Widerspruch brachte ihn 
zu Wutausbruechen. Offenbar begann damals die Periode, in der er durch 
wohlberechnete Wutausbrueche seine Umgebung in Verwirrung setzte und 
kapitulationswillig machte. Man begann Furcht vor seiner 
Unberechenbarkeit zu haben. .....Ueberall saessen diese alten, infantilen 
und sterilen Maenner, die sich mit ihrem Fachwissen bruesteten und 
dafuer den gesunden Menschenverstand verloren haetten, klagte Hitler. 
....Und dann verlor sich Hitler in Phantasien, was er machen 
koennte, wenn diese alten, denkfaulen Routiniers nicht um ihn waeren..... 

pp.65/66. Rauschning, Gespraeche

Hitler kam dann auf den Reichstagsbrand zu sprechen..... "ich habe die 
alten Tanten Hugenberg und Genossen in Unruhe und Angst versetzt. Sie 
trauen mir zu, dass ich die Sache selbst angestiftet habe. Sie halten 
mich fuer den Gottseibeiuns selbst. Das ist gut so." Hitler machte sich 
ueber die schwierigen fachmaennischen Reden und Einwaende seiner 
Ministerkollegen lustig. Er erschrecke sie mit Absicht durch seine Reden. 
Es mache ihm unbaendigen Spass zu sehen, wie sie sich ueber ihn 
entruesteten und sich ueberlegen duenkten. "Sie halten mich fuer 
ungebildet, fuer einen Barbaren!" "Ja! Wir sind Barbaren. Wir WOLLEN es 
sein....." 

p.78. Rauschning, Gespraeche

Es waren erste Beschwerden ueber Konzentrationslagergreuel an Hitler 
herangetragen worden.... Es war ueberaus charakteristisch, dass Hitler 
dabei keineswegs, wie man vermuten sollte, ueber die grauenhaften Exzesse 
seiner Leute entruestet war, sondern sich vielmehr gegen diejenigen in 
Beschimpfungen erging, die von diesen "laecherlichen" Vorkommnissen 
ueberhaupt Wesens machten. 

pp.78/80. Rauschning, Gespraeche

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Ich habe Hitler damals (aus Anlass der Meldung ueber 
Konzentrationslagergreuel) zum erstenmal toben und schimpfen hoeren. Er 
gebaerdete sich wie ein ungezogener Knabe. Er zeterte in schrillen, hohen 
Toenen, stampfte mit dem Fuss auf, schlug mit den Faeusten auf Tisch und 
Waende. Schaum vor dem Munde, im masslosen Jaehzorn keuchte und stammelte 
er so etwas wie: "Ich will nicht! Alle weg! Verraeter!" Es war 
beaengstigend, ihn anzusehen. Die Haare zersaust um das Gesicht, stiere 
Augen, das Gesicht verzerrt, puterrot. Ich fuerchtete, dass er umfallen 
muesse, dass der Schlag ihn treffen wuerde. Aber ploetzlich war alles 
vorbei. Er ging im Zimmer umher. Er raeusperte sich, er strich sich ein 
paarmal die Haare, sah sich etwas scheu, misstrauisch um, warf ein paar 
pruefende Blicke auf uns. Ich hatte den Eindruck, dass er sehen wollte, 
ob irgendjemand lachte. Und ich muss gestehen, mir stieg, mehr als eine 
nervoese Reaktion auf die Spannung, so etwas wie Lachreiz hoch. 
"Laecherlich," begann Hitler mit verrosteter Stimme. "Haben Sie gesehen, 
wie die Masse zusammenstroemt, wenn sich zwei auf offener Strasse 
pruegeln? Grausamkeit imponiert. Grausamkeit und rohe Kraft. Der 
einfache Mann auf der Strasse laesst sich nur von brutaler Kraft und 
Ruecksichtslosigkeit imponieren. Die Frauen uebrigens auch, Frauen und 
Kinder. Die Leute brauchen den heilsamen Schrecken. Sie wollen, dass man 
ihnen bange macht, und dass sie sich jemandem schaudernd unterwerfen. 
Haben Sie nicht ueberall die Erfahrung gemacht nach Saalschlachten, 
dass sich die Verpruegelten am ersten als neue Mitglieder bei der Partei 
meldeten? Was schwatzen Sie da von Grausamkeit und entruesten sich ueber 
Qualen. Die Masse will das. Sie braucht etwas zum Grauen." 

pp.80/81. Rauschning, Gespraeche

Ist Hitler gefuehllos gegenueber Schmerzen anderer? Ist er grausam und 
rachsuechtig? Heute besteht wohl kaum ein Zweifel darueber, wie die 
Antwort lautet. Vor ein paar Jahren legte sich jeder diese Frage vor, der 
Gelegenheit hatte, die merkwuerdigen Aeusserungen Hitlers im engen Kreise 
zu hoeren. Jedes noch so einfache Gespraech schien zu beweisen, dass 
dieser Mann von einem grenzenlosen Hass besessen war? Man wurde nicht so 
recht klug daraus. Alles konnte ploetzlich seine Wut und seinen Hass 
erregen. Immer schien er etwas zum Hassen zu brauchen. Und der Uebergang 
von der Entruestung zur Sentimentalitaet oder Begeisterung war mitunter 
voellig unvermittelt. 

p.83. Rauschning, Gespraeche

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Im Mai 1933 hatten in Danzig Neuwahlen stattgefunden. Sie waren fuer den 
Nationalsozialismus besser ausgefallen, als die Wahlen im Reich..... Zur 
Belohnung lud Hitler eine Reihe von Danzigern zu sich in die Reichskanzlei 
zu Kaffee und Kuchen. Es war wirklich Kaffee und Kuchen "wie bei Muttern", 
Streuselkuchen und Napfkuchen. Und Hitler war die Hausfrau. Er war 
aufgeraeumt, geradezu liebenswuerdig..... 

p.83. Rauschning, Gespraeche

....Danach gab es den besagten Kaffee und Kuchen. ....Hitler hatte gerade 
mit dem Erlass der Tausendmarksperre seinen Kampf gegen das selbstaendige 
Oesterreich begonnen.... Man konnte merken, mit welcher Genugtuung er den 
Kampf aufnahm, den er uebrigens fuer bald beendet ansah. Ein geradezu 
funkelnder Hass schlug einem aus jedem seiner Worte entgegen. Hass und 
Hohn. ....Zwischenhinein forderte er uns auf zuzulangen. ....Hitler 
deutete an, wie alles fuer einen Putsch in Oesterreich vorbereitet sei... 
Aus der Leidenschaftlichkeit seiner Aeusserungen musste man schliessen, 
dass er nach blutiger Aktion, nach Verschwoerung, nach irgendeiner 
Vergeltung fieberte.... Ein heisser, krankhafter, versengender Hauch ging 
von diesem Gespraech aus. Es war kein Gespraech, es war vielmehr eine 
leidenschaftliche Selbstinterpretation, in die jedes Gespraech mit Hitler 
schliesslich immer ausmuendete.... "Ich werde diesem Dollfuss den 
Prozess machen lassen," schrie Hitler. "Dieser Mann wagt mir zu 
widersprechen. Stellen Sie sich vor, meine Herren! Sie werden noch auf 
den Knien vor mir liegen. Aber ich werde Sie eiskalt als Verraeter 
hinrichten lassen." Hass, persoenliche Rache klang aus diesen Worten, 
Vergeltung fuer entsagungsreiche Jugendjahre, fuer enttaeuschte 
Hoffnungen, fuer ein Leben der Armut und Erniedrigung. Es herrschte eine 
Zeitlang betretenes Schweigen. Hitler noetigte seine Gaeste, wie die 
Bauersfrau auf dem Lande. Junge SS Maenner brachten volle 
Kuchenschuesseln und schenkten Kaffee ein.... 

pp.84,85,86. Rauschning, Gespraeche

Hier liegt mir daran, den merkwuerdigen Eindruck zu vermitteln: eine 
friedlich, echt kleinbuergerliche Kaffeetafel; Parteigenossen aus der 
Provinz sozusagen; und der Kanzler des grossen deutschen Volkes: solcher 
Art aber sind die Reden! Totschlagen, Aufruhr, Gefaengnis, Mord, 
Beraubung! Der groteske Widerspruch zwischen dem linkischen, ungehobelten 
Kleinbuerger, der sich am wohlsten unter seinesgleichen fuehlte, mit 
seiner sich in lauter Verbrechen ergehenden Phantasie. Diese Kleinbuerger 
sind ja nicht friedlich und dramatisieren bloss, wie das so zu sein pflegt. 
Sie bersten vor innerem Hass und Neid, vor Missgunst und Schecksucht. Sie 
schicken sich wirklich an, die Welt auf den Kopf zu stellen, sich mit der 
barbarischen Groesse der heidnischen Vorzeit auszustatten oder die 
Verruchtheit der Renaissance nachzuspielen. Wahrhaft ein groteskes Bild! 
Kein Wort der Begeisterung, geistiger Aufmunterung, kein Wort der 
Verbundenheit mit den persoenlichen Sorgen des Einzelnen seiner Gaeste. 
"Was kuemmert mich persoenliches Glueck und persoenliches Ergehen" rief 
einmal Hitler unmutig. "Macht was ihr wollt, kuemmert Euch!" Rachsucht, 
primitiver Hass und die Gier nach der Macht: das waren die Worte, die 
Hitler seinen Leuten mit auf ihren politischen Lebensweg gab. 

pp.87/88. Rauschning, Gespraeche

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Aber Hitler wusste sehr wohl, dass der gewoehnliche Mensch von Hass und 
Rache allein nicht leben kann. Dieser Mann, der mit vollem Bewusstsein die 
schlechtesten Instinkte der Menschen ausnuetzte, kannte die Schwaechen und 
Begierden seiner Leute genau. "Wartet mit dem Heiraten bis ich an der Macht 
bin," pflegte Hitler frueher seinen Mitarbeitern zu raten.... "Ich sehe 
meinen Leuten nicht auf die Finger", aeusserte sich Hitler an der 
Mittagstafel. "Macht, war ihr wollt, aber lasst Euch nicht erwischen." Es 
war Hitler selbst, der mit voller Absicht seine Leute an die Futterkrippen 
kommandierte. ....Damals hoerte ich die merkwuerdige Wendung von der 
"beabsichtigten Korruption"..... ....Hitler hat sich, auf seine Weise 
freimuetig, zu dieser ganzen Entwicklung geaeussert. Es ist keineswegs so, 
dass er sie nur duldete und dass ihm hier etwas ueber den Kopf wuchs.... 

pp.89/91. Rauschning, Gespraeche

Hitler, der bisher unwirsch dagesessen hatte, griff ein und redete sich 
bald in Rage: "Ich hasse diese Pruederei und Sittenschnueffelei..... Ich 
kann Duckmaeusser und Tugendbuendler nicht brauchen. Ich kuemmere mich 
nicht um ihr (meiner Leute) Privatleben, so wie ich es mir verbitte, dass 
man hinter meinem Privatleben herschnueffelt...." 

pp.94/95. Rauschning, Gespraeche

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