The Nizkor Project: Remembering the Holocaust (Shoah)

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   Der praktische Arzt Dr. Walter Schulz, Nationalsozialist, Teilnehmer 
am Zuge, der mit den anderen am Boden lag, sagte in der Voruntersuchung aus:

   "Ich nahm wahr, dass Hitler der erste war, der aufstand und sich, 
scheinbar am Arm verwundet, nach rueckwaerts begab.  Ich eilte sofort 
Hitler nach und holte eines unserer am Zugende nachfahrenden Autos auf den 
Max-Joseph-Platz.  In dieses Auto wurde Hitler gebracht."

   Auch der zweite Zeuge ist Arzt, Dr. Karl Gebhard.  Er berichtet:

   "Beim Schiessen fuhr ploetzlich in die Menge hinein ein gelbes 
Automobil, auf dem ein Nationalsozialist stand und rief: wo ist Hitler?  
Dr. Schulz, der direkt in dem Haufen lag, anscheinend neben Hitler, rief: 
Hier ist er! und schon war Hitler in dem Automobil, das mit ihm und Dr. 
Schulz davon fuhr."

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  pp.176,177.

   Wenn er gelegentlich nach Muenchen ins Parteibuero hinabsteigt, 
fluechtet jeder, der es irgendwie kann.  Stundenlang ist dann an ein 
geregeltes Arbeiten nicht zu denken; Der Chef nimmt jeden fuer jede 
Laune in Anspruch und unaufschiebbare Aufgaben sind keine Entschuldigung.  
"Was geht mich ihr Mist an?" schreit er.  "Tun Sie, was ich Ihnen sage!"  
Ein besonders Geduldiger findet sich schliesslich, der es fertig bringt, 
durch Schweigen und Nachgiebigkeit den Fuehrer einzuwickeln und 
abzulenken: der junge Geschaeftsfuehrer der Reichsparteilleitung, Philipp 
Bouhler.  Die Angestellten der Druckerei Mueller & Sohn im Hintergebaeude 
haben ihren lustigen Tag, wenn Hitler im vorderen Fluegel taetig ist.  
Einen ganzen Nachmittag lang hoert man ununterbrochen seine Stimme ueber 
den Hof schallen; jetzt haelt er wieder einmal Reden, heisst es.  Man darf 
ihn wegen nichts ansprechen, will man nicht Gefahr laufen, eine halbe 
Stunde lang einen Vortrag ueber das Hitler gerade beschaeftigende Problem 
zu hoeren: "Warum kommen Sie damit zu mir?  Sie haben sich damit an Herrn 
Gengler zu wenden.  In meinem Betrieb muss jeder wissen, wem er 
unmittelbar verantwortlich ist.  Glauben sie, ein Fridericus waere jemals 
der Held von Leuthen geworden, wenn er sich um jeden Gamaschenknopf 
gekuemmert haette?  Ich lasse mir nicht mit jedem Mist kommen.  Wir 
muessen vom Vorbild des preussischen Generalstabs lernen, wo jeder genau 
seine Funktionen zu kennen hatte....."

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.225.

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-- so geht das eine gute Weile fort, der unglueckliche Fragesteller 
wuenscht sich weit weg.  Im Betriebe wird es allmaehlich zu einer 
vielgeuebten Kunst, den Fuehrer auf moeglichst gute Art von den 
Arbeitsraeumen fernzuhalten.  Der Verlag fuehlt sich etwas entlastet, 
als das Parteibuero vom "Beobachter" getrennt wird und sich schraeg 
gegenueber, Schellingstrasse 50, in den Ateliers Heinrich Hoffmanns ansiedelt.

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.225.

   Abends sass er gern in der "Osteria Bavaria", einem kleinen Weinlokal, 
Ecke Schelling- und Schraudolph-Strasse, nahe dem Parteibuero.  Auch hier 
ist oft ein grosser Kreis beisammen, der viel Alkohol konsumiert und 
tuechtig laermt.  Bisweilen aber sitzt er auch ganz allein mit Geli Raubal, 
der Nichte, zusammen.  Er ist im allgemeinen ein friedlicher und beim 
Personal wohlgelittener Gast; die Kellnerin vertraut einem Stammgast an, 
dass sie nationalsozialistisch gewaehlt habe, weil Herr Hitler ein so 
anstaendiger Mensch sei und sie ihm gern die Freude mache.  Ein juedischer 
Student wagt es, dem Fuehrer der deutschen Antisemiten zuzuprosten; 
freundlich hebt Hitler sein Glas mit Fruchtsaft und tut Bescheid.

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.228.

   Wenn eine Verstaendigung ganz unmoeglich ist, hilft man sich, so gut es 
geht.  Einmal sind die beiden zu einer Besprechung ueber eine kitzlige 
Sache in Leipzig verabredet.  Hitler weiss, dass Strasser einen ganzen 
Sack voll Beschwerden mitbringt.  Sie treffen einander im Restaurant.  
Hitler entschuldigt sich, er muesse noch einmal auf die Toilette, geht 
-- und kommt nicht wieder.  Nach einer Weile schoepft Strasser Verdacht, 
geht hinaus, findet seinen Fuehrer nicht und erfaehrt schliesslich, dass 
Herr Hitler durch den Seitenausgang das Lokal verlassen hat und im Wagen 
davongefahren ist.  Auf so genial einfache Weise loest der Fuehrer 
politische Fragen.

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.230.

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   Einen Tag vor der Harzburger Kundgebung treten Hitler und Goering vor 
Hindenburg an.  Die nationalsozialistischen Darstellungen sind sehr 
schweigsam ueber diese Begegnung, die ein schwerer Misserfolg von Hitlers 
Verhandlungskunst ist.  Offenbar hat er vergessen, dass ein alter Soldat 
nur auf die Fragen seines Feldmarschalls antwortet; er kommt nach seiner 
Gewohnheit ins unendliche Reden und wird dem alten Herrn laestig.  Nach 
der Begegnung sagt der Praesident zu Schleicher, er habe ihm da einen 
sonderbaren Kerl geschickt; dieser boehmische Gefreite wolle 
Reichskanzler werden?  Niemals! "Hoechstens Postminister".

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.278.

   Schleicher erzaehlt von seiner Unterredungen mit Hitler: "Der Mann 
ist einfach verrueckt, man kann kein Wort mit ihm reden.  Er nimmt Ihnen 
den Satz aus dem Munde und redet dann wie ein Giessbach.  Sie fragen mich 
nach meinen Unterhaltungen mit ihm?  Was heisst hier Unterhaltung, das 
waren Monologe."

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.281.

   Schweren Herzens faehrt Hitler jetzt doch zum alten Herrn.  Roehm und 
Frick sind bei ihm.

Der alte Herr verabscheut Roehm, den Skandalhauptmann, den Homosexuellen; 
ist beleidigt, bietet den dreien keinen Stuhl an.  Der Sohn Oskar und der 
Staatssekretaer Meissner, ferner Papen und Schleicher sind zugegen.  
Stehend muss Hitler eine Ansprache des Alten ueber sich ergehen lassen.  
Hindenburg, ebenfalls stehend, auf den Krueckstock gestuetzt, liest ihm 
seine Plaene fuer ein Kabinett Papen vor.  Das ist der Genickstoss; es 
kann einem schwarz vor den Augen werden.  Hindenburg fragt den 
nationalsozialistischen Parteifuehrer streng, ob er mitarbeiten wolle.  
Zwischen seinen beiden Paladinen stehend, murmelt der erschoepft, er habe 
seine Bedingungen den Herren von Papen und von Schleicher bereits 
mitgeteilt.  Hindenburg, fast erfreut, dass alles so ist, wie er sichs 
dachte: "Sie wollen also die ganze Macht?"

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.299.

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Hitler moechte erlaeutern: er wolle Kanzler werden, aber nur wie Mussolini... 
Hindenburg, triumphierend: Aber das sei doch die ganze Regierungsgewalt!  
Das koenne er vor seinem Gewissen und dem Vaterlande gegenueber nicht 
verantworten, denn Hitler werde diese Macht einseitig anwenden.  Wenn der 
Kampf also weitergehen muesse, was er persoenlich bedaure, so moege Herr 
Hitler ihn wenigstens in Zukunft ritterlich fuehren.  Er bedaure uebrigens 
auch, dass Herr Hitler sich anscheinend nicht in der Lage sehe, ein von 
seinem, Hindenburgs, Vertrauen getragenen Kabinett zu unterstuetzen, wie 
er ihm das vor den Wahlen persoenlich versprochen habe.  Will sagen: Du 
Wortbruechiger!

Das Ganze hat sieben, acht Minuten gedauert, im Stehen.  Welch 
furchtbarer Hinauswurf!

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  pp.299,300.

Der Hoehepunkt dieser [unreadable] Kampagne war eine Versammlung der 
nationalsozialistischen Fuehrer im Palais Goerings.  Hitler sprach 
herzbewegend: wie er Strasser immer die Treue gehalten, wie Strasser sie 
ihm gebrochen habe; wie die Partei jetzt in einer schwierigen Lage, aber 
nahe vor dem Siege sei und welches Verbrechen Strasser mit seinem Abfall 
gerade in diesem Augenblick begehe.  "Nie haette ich Strasser das 
zugetraut" rief er und legte schluchzend den Kopf auf die Tischplatte.  
Vielen Anwesenden stiegen die Traenen in die Augen, als sie den Fuehrer 
sich verweinen sah.

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.308.

   Ein paar Tage nach der Machtergreifung liess die Umgebung Adolf Hitlers 
verlauten, der "Volkskanzler" have auf sein Gehalt verzichtet.  Ein grosser 
Teil des deutschen Vokes war geruehrt.  Er raucht nicht, hiess es, er 
trinkt keinen Tropfen Alkohol, er isst kein Fleisch und lebt in einem 
bescheidenen Haeuschen in den Bergen; er traegt fast immer das schlichte 
braune Hemd, sitzt nicht bei Festmaehlern und ist zeitlebens der schlichte 
Mann aus dem Arbeiterstande geblieben.  Hitler wird dem deutschen Volke 
und vielleicht auch sich selbst zur Legende.

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.323.

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   1923 sagte er zu einem Freunde: "Es ist doch ein erhabenes Gefuehl, 
wenn man durch seine jubelnde Volksmenge geht.  Man wird ein anderer 
Mensch dabei." ....Er wurde im steilen Aufstieg nur, was er wirklich war 
und wozu die Natur ihn abgestempelt hat: ein Herrscher mit Bettlerinstinkten. 
Er konnte von Haus aus nur absolut sein, sei als Fuerst oder Vagabund.  Er 
kann nicht leben, ohne tun zu duerfen, was er will; aber er muss das 
Gefuehl haben, dass alle es ihm erlauben.  In seinem tiefsten Empfinden 
kein Herr, sondern eben "ein Fuehrer"; geht nur voran, wenn er weiss, dass 
andere folgen.  In der Einsamkeit ein Hocker und Traeumer, vor der Masse 
ein gewaltiger Streber.  Kein Alleingaenger, sondern ein Alleinsitzer. 
.... Aus der Einsamkeit seiner Muenchner Jahre trieb es den jungen Adolf 
Hitler in den Weltkrieg; selbst bei den Kameraden heimatlos, floh er auf 
die Tribuene.  Bedrueckt von der eigenen Unfaehigkeit, mit Menschen 
umzugehen, erlebt er es wie eine Erloesung, dass die Masse auf ihn 
horcht.  Dieser Ungewoehnliche hat den Menschen nicht als Menschen erlebt, 
sondern als Masse.

   "Gleich dem Weibe liebt die Masse mehr den Herrscher als den Bittenden", 
sagt er.  Ein aeusserlich gescheites Wort, dessen tiefe Unwahrhaftigkeit 
gerade in seinem Munde uns in den naechsten Kapiteln noch klar werden soll.  
Der Redner Hitler ist kein Massenbeherrscher, sondern ein 
Massenumschmeichler und Massengoetzer.

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  pp.323,324.

Unser durchgefallener Realschueler aus Linz ist auf einer nie endenden 
Jagd nach Anerkennung.  Das ist keine kalte Herrschgier, nicht das 
Kraftgefuehl des Reitens und Zaehmens.  Das ist die ewige Streberei nach 
der guten Note, die bestaendige Wiederholung des einmal verbummelten 
Examens.  Als 1931 die SA-Fuehrer unter Stennes gegen den boehmischen 
Gefreiten meutern, schreibt er an die Partei einen weinerlichen offenen 
Brief, in dem er sich als Opfer des Klassenhochmuts seiner Widersacher 
hinstellt:

   "Ich war ja nicht das Kind vermoegender Eltern, nicht auf 
Universitaeten vorgebildet, sondern durch die haerteste Schule des Lebens 
erzogen worden, durch Not und Elend.  Die oberflaechliche Welt fragt ja nie 
nach dem, was einer gelernt hat, und am wenigsten nach dem, was er durch 
Zeugnis zu belegen vermag.  Dass ich mehr gelernt hatte, als Zehntausende 
unserer Intellektuellen, wurde nicht geachtet, sondern nur darauf gesehen, 
dass mir Zeugnisse fehlten."

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  p.324.

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   Das ist die Gemuetswunde, die das Leben taeglich aufreisst.  Ja, was 
waere wohl aus ihm geworden, haette er nicht den Beruf ergriffen, wo kein 
Zeugnis und Examen gilt: die Politik!

   Hitler, der Privatmensch, ist der recht alltaegliche Taugenichts mit 
den ewigen hochfliegenden Plaenen, der die fuenfzig Pfennig in der Tasche 
nicht hat, weil er grundsaetzlich nur Millionengeschaefte macht.  Hitler, 
der Politiker, ist ein unwahrscheinlicher Romanheld: der Taugenichts, 
der die Millionengeschaefte tatsaechlich macht. ....

   .....bei Hitler ist der Ehrgeiz kein Luxusgefuehl, sondern Lebenskern 
und Lebensnotwendigkeit.  Wenn dieser durch die Irrungen seiner Jugend 
gestoerte Charakter im Gleichgewicht bleiben soll, muss an die Schale 
seiner zentnerschweren Minderwertigkeitsgefuehle eine ebenso schwere 
Schale voll Anerkennung und Bestaetigung angehaengt sein, deren fluechtiger 
Inhalt dauernder Nachfuellung bedarf. ....

   ....Er kaempft fuer seinen Ergeiz um sein Volk.  Er formt es mit 
gewaltiger Suggestionskraft nach dem Vorbilde der eigenen verletzten 
Eitelkeit, fuellt es mit hysterisch uebersteigerten Vorstellungen von 
Ehre, Macht und Ueberlegenheit, fuellt es mit allen Irrtuemern und 
Vorurteilen eines Zukurzgekommenen.  Die nicht bestandene Pruefung auf 
der Realschule und die nicht bestandene Pruefung des Weltkrieges; die 
Wiener Elendsjahre und das nationale Elend der Nachkriegszeit; der 
vergebliche Kampf um die Anerkennung der Kameraden und das unverstandene 
Bemuehen um eine Anerkennung durch die europaeischen Voelker -- das sind 
starke Parallelen.

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  pp.324,325.

   Max von Gruber, Ordinarius an der Universitaet in Muenchen, fuehrender 
Rassehygieniker Deutschlands, hat Hitler allerdings nur einige Stunden 
lang im engeren Kreis beobachtet.  In einem Privatbrief schreibt er (1923): 
"Zum ersten Male sah ich Hitler in der Naehe.  Gesicht und Kopf schlechte 
Rasse, Mischling.  Niedere fliehende Stirn, unschoene Nase, breite 
Backenknochen, kleine Augen, dunkles Haar; Gesichtsausdruck nicht eines in 
voller Selbsbeherrschung Gebietenden, sondern eines wahnwitzig Erregten."

Heiden, Konrad: Adolf Hitler. 1936.  pp.327,328.

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   Wer von zahlreichen anderen Beobachtungen her Hitler fuer einen 
Hysteriker haelt, wird gerade in dieser zielbewussten, gebaendigten 
Fuehrung eine Bestaetigung sehen.  Die ferneren [unreadable] der 
Unausgeglichenheit sind doch allen kritischen Beobachtern aufgefallen: 
der unnatuerliche Wechsel zwischen fast steinerner Selbstbeherrschung und 
flatternder Wut; die einstudierte Imperatorenhaltung vor der Front und das 
verdoeste Dahocken bei grossen Feiern; der krampfige Schritt bei der Parade 
und das duselige, krumme Hinschlendern im Hausgarten, bei dem nur noch der 
Regenschirm unterm Arm fehlt.  Und zwischen diesen unvereinbaren Posen 
immer wieder der jaehe, zuckende Uebergang der verwirrte Sprung von der 
wahren zur kuenstlichen Natur.  Er kann weinen, wann er will, und lachen, 
wann er will, kann Ergriffenheit spielen und Wutausbrueche fabrizieren: 
kann sich kuenstlich Beizen und kuenstlich starr werden.  Obwohl er Traenen 
bei jeder Gelegenheit hervorbringt, ruehmt er sich heiteren Mutes, er habe 
jahrelang nicht geweint.  Bei starrer, aeusserer Ruhe laesst er im Innern 
einen Tobsuchtsanfall wohlberechnet hochsteigen, bis er gewissermassen aus 
der Roehre schiesst.

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