The Nizkor Project: Remembering the Holocaust (Shoah)

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Hanfstaengl, Ernst
Hitler in der Karikatur der Welt; publ.1933. 

Der Zufall will es, dass gerade in diesen Tagen die grosse 
Weltoeffentlichkeit durch die englische Ausgabe von "Mein Kampf" zum 
ersten Male Gelegenheit erhaelt, sich an Hand dieser Lebensbeschreibung 
Hitlers unmittelbar ein Urteil ueber diesen Mann zu bilden, dessen ganze 
Willenskraft von frueher Jugend an selbstlos grossen deutschen Idealen 
gewidmet gewesen ist. Auch die breiteste auslaendische Oeffentlichkeit 
ist damit in die Lage versetzt, den Verzerrungen, die das vorliegende 
Buch wiedergibt, das wahre seelische Bild Hitlers gegenueberzustellen, 
das aus einem Leben voll endloser Muehen, voll Enttaeuschungen, 
Spannungen, bitternissen, Ueberraschungen und Erfolgen von Jahr zu Jahr 
klarer als das eines unbeugsamen Willen und Tatmenschen hervortritt. 

Denn was bedeutet gegenueber der fast kontrapunktisch anmutenden 
Folgerichtigkeit des politischen Handelns des Fuehrers und gegenueber 
der Symphonie seiner Erfolge die kuemmerliche Katzenmusik der Weltpresse. 

Hitler hat seinen Kampf gegen den Kommunismus und Marxismus als einen 
richtigen Heldenkampf ehrlich gewagt und ehrlich gewonnen. Er hat ihn 
als wahre Fuehrernatur fast ohne jede Hilfe allein durchgefuehrt -- 
gezwungen, die entscheidenden Wendepunkte in seinem politischen Kampfe 
gegen eine Welt von Widersachern mit nur wenigen erprobten Freunden zu 
durchleben. 

Preface of publisher, pp.11/13, Hanfstaengl, Hitler i.d. Karikatur 

Es war in den ersten Monaten dieses Jahres (1924), als ich gelegentlich 
eines Besuches in der Festung Landsberg, dem Fuehrer eine soeben 
erschienene Nummer des 'Simplizissimus' mitbrachte, deren Titelseite 
zur Verhoehnung des Gefangenen Hitler ein Phantasiebild: "Hitlers Einzug 
durchs Brandenburger Tor" als Aprilscherz trug. Abgesehen von der 
politischen Unkenntnis, die aus dem Bilde sprach, war es ein anderes, das 
mich an dem Bild beschaeftigte. Naemlich der Gedanke, dass es sich hier 
um ein ungewollt visionaeres erkanntes kuenftiges Geschehen handeln 
koennte. Als ich in dieser Verbindung der Gedanken die Worte aeusserte: 
"Ja, ja, so kommt es noch einmal," wurde gerade diese Karikatur uns 
allen zum geheimen inneren Antrieb, das damals, im April 1924, 
unmoeglich Scheinende moeglich zu machen. 

p.15.

Unter einem elementaren Ausbruch der Volksbegeisterung wurde damit der 
Bund zwischen der heroischen Vergangenheit des deutschen Volkes, 
verkoerpert im greisen Feldmarschall von Hindenburg, und der tatenfrohen 
Jugend der Gegenwart, verkoerpert in Adolf Hitler und seiner sieghaften 
Bewegung geschlossen.... 

p.17

00011135.gif (page 2)

Denn neben Hitler gibt es heute in Deutschland ueberhaupt keine Parteien 
und Parteifuehrer mehr. p.20 

Er hat...tatsaechlich nichts "Boeses" gewollt. p.22. 

...Hitler (ist) ....nur durch den Stimmzettel zur Macht gekommen und 
...fuer die Erlangung dieser sieghaften Stimmenzahl (hat) ....die 
Persoenlichkeit Hitlers die Grundlage geboten. p.24. 

Das Beachtlichste an dem Bild (aus St. Louis Post Dispatch, October 18, 
1930) erscheint, dass nicht von der Nationalsozialistischen Partei mit 
ihrer offiziellen Bezeichnung, sondern schon hier von der "Hitler-Partei" 
gesprochen wird, ein klarer Beweis fuer die Einschaetzung des Fuehrers 
als Persoenlichkeit. p.28. 

Hitler hat nach Uebernahme der Macht eine ganze Anzahl frueherer 
"Koepfe" in die Konzentrationslager "rollen" lassen. ....weil er 
entschlossen war ein grossmuetiger Sieger zu sein und weil er den 
Wunsch hatte der gesunden aufbaufreudigen Masse des deutschen Volkes die 
Schrecknisse einer blutigen Abrechnung zu ersparen. p.34. 

...schon heute (preisen) Millionen Deutsche das Auftreten Hitlers und 
sein Wirken als ein Geschenk des Himmels. p.48. 

...Hitler (ging) durchaus selbststaendig seinen eigenen Weg bis zum 
Volkskanzler... p.54. 

Er ist zur Macht gekommen durch das Vertrauen und die Liebe der 
Mehrheit. p.72. 

Hitler verfuegt als Kanzler ueber eine Macht, wie sie vor ihm kein 
deutscher Monarch und kein Kanzler innehatte. p.76. 

Entweder hat Hitler seine segensreichen Massnahmen allein getroffen, oder 
unter Beistand von Helfern. Im ersteren Falle waere bewiesen, dass er 
keine braucht, im letzteren, dass er solche hat. p.86. 

Hitler wird von dem Vertrauen und den breiten Schultern des ganzen 
deutschen Volkes getragen. p.92. 

...Hitler (ist) in jedem Sinne erfuellt ist von dem Gedanken, Deutschland 
zum Wiederaufbau und zum Gluecke zu verhelfen. p.108. 

Die sogennante Diktatur Hitlers stuetzt sich...auf das gesamte deutsche 
Volk. p.116. 

00011136.gif (page 3)

Praelat Bela Turi, Fuehrer der ungarischen Katholiken, in dem Blatt 
"Nemzeti Ujsag": 

'In den Gestirnen der neuen deutschen Staatsordnung ist eine unheimliche 
Energie aufgespeichert. Auf allen Gebieten, in der Wissenschaft, 
Kriegsfuehrung, Technik, auf dem Gebiete des kulturellen und 
wirtschaftlichen Aufbaues, mit einem Wort auf den tausendfachen 
Arbeitsgebieten des Lebens, stehen Hitler fachkundige, gebildete Maenner 
zur Verfuegung, und trotzdem erhaelt jeder den Impuls zum Erblicken der 
Dinge von Hitler, als ob jeder Plan, jeder Gedanke in seiner Urzelle aus 
der Seele Hitlers entsprungen waere.' p.146. 

Der Name "Hitler" kommt nachweisbar nur aeusserst selten vor. Die 
Geschichte mit dem Judennamen ist offensichtlich erlogen. (with reference 
to the fact that Jews in Poland of the name of Hitler applied for 
permission to change their name.) 

Jedes Kind weiss, dass Hitler nicht Vegetarier, sondern auch 
Antialkoholiker ist und seine Lebensweise, allem Luxus und Wohlleben 
abhold, ganz nach den spartanischen Grundsaetzen der Einfachheit und 
der Selbstzucht fuehrt. Auf dieser vorbildlichen Einfachheit des 
Fuehrers in allen Dingen des Lebens beruht es, dass Hitler heute ein 
in der deutschen Geschichte noch nicht dagewesenes Popularitaetsphenomen 
ist. p.154. 

Lore Rothermere in "Daily Mail" on July 10, 1933: 

"Es ist ein Glueck fuer Deutschland, dass es einen Fuehrer gefunden 
hat, der all die staerksten Kraefte des Landes zum Allgemeinbesten 
zusammenfassen versteht." quoted on .114 AND on p.156.

last page: picture of H., smiling:

Deutsche Leser:

Das Lied ist aus!
Ihr saht die Bilder dieses Buches alle.
Folgt Eurem Fuehrer auch in diesem Falle, tut, was er macht,
lacht, wie er lacht!

Denn immer ward der Mann,
der Zeitgeschichte lebt,
und seine Spur engraebt
in sein Jahrhundert,
was er auch tat und sann,
von einer falschen Welt,
je lauter stets entstellt,
je mehr sie ihn bewundert.

Was immer also sie von ihm verbreiten,
Er zwingt sie doch, um ihn uns zu beneiden.

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