The Nizkor Project: Remembering the Holocaust (Shoah)

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From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 01 14:25:51 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Re: Radikale Linke (Neosozis)
Date: 1 Nov 1997 13:25:51 GMT
Message-ID: <63fakv$pio$1@news02.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland
References: <61r2if$34r$1@news01.btx.dtag.de> <623k4n$t6@bgtnsc01.worldnet.att.net> <6251mb$4ce@hades.rz.uni-sb.de> <62go8r$tg1$1@news00.btx.dtag.de> <62iqkp$89i$2@jupiter.NIC.DTAG.DE>
Lines: 22
Organization: ELIAS BBS

On Tue, 21 Oct 1997 , musashi@advis.de (Sven T. Reichelt) wrote:

>>>>Ist die >http://members.aol.com/eliasbbs Adresse korrekt? 

>>>diese URL richtig "eliasbse"

>Joschi, ich bin auch sicher: "eliasbse"
>(Soll man es glauben?)  :-))

Ja, Sven - bitte glaube es ! http://members.aol.com/eliasbbs
ist richtig - so wahr mir Odin (Gott) helfe.

>Jetzt sind wir 12, es kommen 3 hinzu, dann sind wir 17!

 Soll das heissen, zwei sind schwanger ?


Joschi
http://members.aol.com/eliasbbs  (mit "erotischer Seite")

           tout lŽesprit, qui est au monde, 
           est inutile a celui quinŽen a point

From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 01 14:25:53 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Re: Radikale Linke (Neosozis)
Date: 1 Nov 1997 13:25:53 GMT
Message-ID: <63fal1$pio$2@news02.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland,de.soc.politik
References: <61r2if$34r$1@news01.btx.dtag.de> <623k4n$t6@bgtnsc01.worldnet.att.net> <6251mb$4ce@hades.rz.uni-sb.de> <62go8r$tg1$1@news00.btx.dtag.de> <199710212011147412570N@station.prima.de>
Lines: 17
Organization: ELIAS BBS

On Tue, 21 Oct 1997 , nospickel@station.prima.de (Jochen Nospickel) wrote:

[Elias-Homepage]
>Ja, und auf der Seite, wo es Informationen über die nationale
>Online-Szene gibt, spielt die virtuelle Jukebox "When the saints go
>marching in". Ey Leute, da habe ich mehr von Euch erwartet.

 Magst Du etwa keine "Negermusik" ?  :-)
 Im Ernst - Du bist mit voellig falschen Erwartungen, bezw. einem
 Kuebel Vorurteile zur "Elias-Homepage" gesurft !


Joschi
http://members.aol.com/eliasbbs  (mit "erotischer Seite")

           tout lŽesprit, qui est au monde, 
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From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 01 14:25:55 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Re: Radikale Linke (Neosozis)
Date: 1 Nov 1997 13:25:55 GMT
Message-ID: <63fal3$pio$3@news02.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland,de.soc.politik
References: <61r2if$34r$1@news01.btx.dtag.de> <3453487c.7492526@news.sang.net>
Lines: 65
Organization: ELIAS BBS

On Sun, 26 Oct 1997 , mackowiak@sang.net (wolfgang) wrote:

>>Lieber eine radikale Linke
>>==========================
>>Hoert und liest man
>>heute Reden von Parteichef Oskar Lafontaine, fuehrt der Vergleich mit der
>>wortgewaltigen Eloquenz und geschliffenen Diktion Schumachers zu tiefen
>>Depressionen. 

>An eloquenten Rednern der Vergangenheit (der SPD) waere zunaechst mal
>an Herbert Wehner zu erinnern, auf den die Bezeichnung "Linker" - was
>immer das auch sein mag - wohl noch am ehesten zutrifft. 

 Im Prinzip hast Du schon recht. Aber erstens war Wehner kein "Linker"
 sondern ein Hochverraeter (sollte sich schon bis zu Dir rumgesprochen
 haben), zweitens laesst sich der eklatante Unterschied zur heutigen
 SPD eben besser an Schumacher aufzeigen.

>In diesem Zusammenhang jedoch auf Oskar L. zu verweisen, zeigt nur, wie weit
>sich das politische Spektrum der BRD schon nach rechts bis
>rechtsaussen verschoben hat.

Gut ! Oskar ist bestenfalls ein Salon-Linker - aber bestimmt kein 
 Pseudo-Rechter !
 Auch wenn man das "verschobene Koordinatensystem" unterstellt.

> Heute gelten ja schon Hetzer wie Lintner,
>Gauweiler, Kanther u.s.w. als "liberal".

 "Liberal" ist doch vielfach schlicht ein Alibi-Begriff - diese
 Erkenntnis ist doch wahrlich nicht neu !

>Willst Du jetzt auch noch gegen die traurigen Reste der
>sogenannten "Meinungsfreiheit" in dieser Republik ankaempfen ?

 Im Gegenteil !

>Hier moechte ich Dich nur auf ueberlieferte NS-Terminologie, wie
>beispielsweise "das Boot ist voll" und aehnliche Auswuechse im
>Zusammenhang mit Asylanten oder auch der Verfaelschung von Daten zur 
>"Auslaenderkriminalitaet verweise. 

 Mit grosser Verblueffung las ich dieser Tage von einer weiteren
 NS-Terminologie: "Verfolgungsdruck" !
 Dieser - von den Nazis erfundene - Begriff wird heute wie
 selbstverstaendlich von den sog. "liberalen", aber auch den
 sog. "linksliberalen", Kraeften gerne benutzt.

>Wovon redest Du eigentlich ? Ist in deinen paranoiden Gedankengaengen 
>die RAF wieder auferstanden oder worauf beziehst Du dich ?

 "Die RAF" waere mir wahrlich lieber (von der Gewaltanwendung
  abgesehen) als das pseudo-linke Spiesbuergertum, das sich
  ueberall breitmacht.
  In meinem Artikel "Radikale Linke (Neosozis) II." kommt die
  RAF-AussteigerIn Inge Viett zu Wort.
  Nebenbei zeigt der Artikel das "pseudo-linke Spiesbuergertum"
  in Aktion.


Joschi
http://members.aol.com/eliasbbs  (mit "erotischer Seite")

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From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 01 14:25:57 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Radikale Linke (Neosozis) II.
Date: 1 Nov 1997 13:25:57 GMT
Message-ID: <63fal5$pio$4@news02.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland,de.soc.politik
Lines: 110
Organization: ELIAS BBS

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             Die Ex-Terroristin Inge Viett diskutiert mit Studenten

                             *Ein Lob fuer die Genossin*
=====================================================================

Als unlaengst der prominente DDR-Dissident Hermann von Berg der Berliner
Humboldt-Universitaet vorwarf, noch immer ein Ueberwinterungsplatz fuer
gewisse Alt-Stalinisten zu sein, ging ein Aufschrei der Entruestung durch
die Alma mater. Dem Verfasser des seinerzeit fuer grosses Aufsehen
sorgenden sogenannten "_Spiegel_-Manifests", mit dem sich oppositionelle
Kraefte innerhalb der SED erstmals massiv in der Oeffentlichkeit
artikulierten, wurde unterstellt, die Universitaet zu verleumden, weil er
hier nach der "Wende" nicht in den Lehrkoerper aufgenommen worden sei. 

Dieser Tage nun bot sich an der Humboldt-Uni folgendes Bild:
Unter lautstarken Bekundungen der Hochachtung schritt Inge Viett,
Ex-Terroristin der "Bewegung 2. Juli" und spaeter der RAF angehoerend,
zu dem Podium in der Mensa, vorbei an ihren Bewunderern, die dicht
gedraengt auf den Stuehlen und dem Boden hockten, um sich ja kein Wort
der seit einem halben Jahr wieder auf freiem Fuss befindlichen
RAF-Veteranin entgehen zu lassen. 

Inge Viett enttaeuschte ihre Anhaenger nicht. Da liess sie sich von
"Wolfgang", der nach eigenen Angaben auch einmal dazu gehoert hat,
bescheinigen, keine miese Verraeterin gewesen zu sein.

  "Du bist nicht wie andere durch die Kronzeugenregelung zum
   Verraeter geworden, hast dich nicht freizukaufen versucht",

sprach er der kampfgestaehlten Genossin sein Lob aus. Inge Viett nahm es
laechelnd entgegen.
Flankiert von Mitgliedern des Zentralkomitees der Kommunistischen
Partei Kubas gab sie sich ganz als unbeugsame Kaempferin, frei nach
dem Motto, dass eine verlorene Schlacht laengst nicht das Ende des
Kampfes bedeute.

Anfang der siebziger Jahre hatte sie sich der terroristischen
"Bewegung 2. Juli" angeschlossen, machte sich im Untergrund mit
dem Gebrauch von Schusswaffen und selbstgebastelten Bomben vertraut,
um den Staat BRD zu bekaempfen. In Paris floss dann Blut, als
Inge Viett einen Polizisten niederschoss, als man ihr auf die Spur kam.
Der verletzte Polizist ist seitdem ein Krueppel, waehrend Inge Viett
sich nach sechsjaehriger Gefaengnishaft von jungen Leuten wie eine
Heldin feiern laesst.

In den achtziger Jahren hatten sie und andere Terroristen in der
DDR Unterschlupf gefunden. Die Stasi verpasste ihr eine neue Identitaet;
sie erhielt einen Pass, ausgestellt auf den Namen Eva-Maria Schnell,
einen Arbeitsplatz als Kindergaertnerin sowie eine Wohnung in einem
Plattensilo. Die DDR gefiel sich in der Rolle einer "Schutzmacht" fuer
diese politischen Wirrkoepfe, die ihren Marx total missverstanden hatten,
sich begierig die Worte Che Guevaras von den vielen Vietnams zueigen
machten, die es zu schaffen gelte, um dem US-Imperialismus eine Schlappe
zuzufuegen. Daraus ruehrten sie sich eine Ideologie zurecht, die statt auf
Ueberzeugung lieber - gemaess Mao - auf Gewehrlaeufe setzte. 

Klueger ist Inge Viett in den vergangenen Jahren nicht geworden. Was sie
in der Humboldt-Uni von sich gab, liess froesteln. Zu den Selbstmorden im
Hochsicherheitstrakt Stammheim im O-Ton:

  "Es gibt ueberhaupt keinen Grund der Staatsversion zu glauben,
  dass es sich hier um Selbstmorde gehandelt hat."

Zur Bekaempfung des Staates mit terroristischen Mitteln:

  "Wir hielten die Verhaeltnisse dafuer reif, heute muessen wir
   einsehen, es war eine falsche politische Analyse. Wann heute
   die Situation wieder so sein wird oder nicht, dies weiss man
   einfach nicht."

Ueber die Guerilleros in Lateinamerika:

  "Konkret habe ich keine Beziehungen dorthin, noch nicht.
   Ich erwarte aber, auch fuer mich, dass von dort neue Impulse
   zu uns kommen, die uns auch wieder erwecken."

Ueber die heutige Bedeutung von Che Guevara fuer die Linke:

  "Mit ihm bleibt die Hingabe fuer den revolutionaeren Kampf, den es
  wieder bei der Jugend attraktiv zu machen gilt. Wir muessen unsere
  Ideale fuer die Nachkommenden retten, sie wieder zum Leuchten bringen."

Dafuer umbrandet sie minutenlanger Beifall. 

Dann wird sie von ihren Sympathisanten umdraengt, die mit der Unbeugsamen
einen Haendedruck wechseln moechten. Die Haende auf dem Plakat, das gross
zu ihren Haeuptern prangt, umklammern Gewehrkolben, waehrend die Finger
die Abzugshebel spannen. "Wir koennen auch anders", steht darauf zu lesen.
Die Abbildung zeigt Spartakisten, die hinter einer Barrikade von
Sandsaecken in Stellung gegangen sind. Es handelt sich dabei um ein
Werbeplakat des ehemaligen FDJ-Zentralorgans *Junge Welt*, das heute mit
Che und Inge wirbt. 

14 Tage zuvor liess die PDS-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke, die ihre
politische Lehrzeit beim linksextremen "Kommunistischen Bund" hatte,
in der Berliner Humboldt-Universitaet durch Mitarbeiter ihres Bonner
Bueros die Heimatvertriebenen verteufeln.
Offensichtlich liegt Hermann von Berg mit seiner Feststellung
doch nicht ganz falsch.
 
Quelle: "Junge Freiheit" http://www.jungefreiheit.de
=====================================================================


Joschi
http://members.aol.com/eliasbbs  (mit "erotischer Seite")

           tout lŽesprit, qui est au monde, 
           est inutile a celui quinŽen a point

From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 01 20:35:54 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Die Rechte, ein mikroskopisches Phaenomen?
Date: 1 Nov 1997 19:35:54 GMT
Message-ID: <63g0aq$vg7$1@news02.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland,de.soc.politik
Lines: 403
Organization: ELIAS BBS

EduardPfarr@swol.de meinte am 30.10.97
zum Thema "Die Rechte, ein mikroskopisches Phaenomen?":

 Gruess Dich, Eduard !

EP> Da bringt die Wochenzeitung "Junge Freiheit" beispielsweise ein
EP> Interview, welches angekuendigt wird mit:
EP> "Vergangenheitsbewaeltigung als Staatsraeson: Guenter Maschke ueber
EP> die Aufloesung der deutschen Nation und die intellektuelle Lage
EP> der politischen Rechte".

 Ein wirklich sehr interessantes und lesenswertes Interview !
 Damit auch interessierte Teilnehmer ohne Internet-Anschluss
 an dieser Diskussion teilnehmen koennen, habe ich mir die
 Muehe gemacht und das Interview abgetippt:

=====================================================================
Vergangenheitsbewaeltigung als Staatsraeson:
Guenter Maschke ueber die Aufloesung der deutschen Nation und die
intellektuelle Lage der politischen Rechte

         *"Die Genusssucht wird mit Zerknirschung bezahlt"*

                von Dieter Stein /Hans B. von Sothen
=====================================================================

  Herr Maschke, Sie haben vor fast sechs Jahren in einem Interview
  mit dieser Zeitung gesagt, in Deutschland waere der Raum geistiger
  Freiheit nahezu verdampft. Die Lage wird sich wohl kaum gebessert
  haben ?

*Maschke:* Nein, die Lage hat sich keineswegs verbessert, weil die
Vergangenheitsbewaeltigung sich sogar noch verschaerft hat. Ihre
eigentliche Krux ist nicht die staendige hysterische Abgrenzung von Hitler
und angeblichen faschistischen oder neofaschistischen Gefahren, sondern
dass sie ausgeweitet wird auf die fernsten Zonen und Zeiten. Wenn ich heute
ueber - sagen wir mal - den Minnegesang etwas schreibe, so muss ich dabei
die Degradierung der Frau durch ein autoritaeres Patriarchat beklagen und
darauf hinweisen, dass schon hier die Schrecken der dunkelsten Jahre zu
ahnen sind oder aehnliches und wenn ich die Buergerkriege zwischen den
antiken griechischen Staaten behandle, so komme ich um ein
spruchkammerhaftes Moralisieren nicht herum. Das ist etwas karikierend,
aber die Tendenz geht in diese Richtung. Ich darf praktisch keine Epoche
mehr aus sich selbst heraus sehen, aus dem Imperativ Rankes, dass alle
Epochen gleich stehen zu Gott, - ich muss ueber alles die Sauce dieser
diffusen, suggestiven, erpresserischen Moral giessen. _Das_ Problem der
Vergangenheitsbewaeltigung ist weniger, dass ich bei gewissen Namen, Daten,
Tatsachen oder Tatsachenbehauptungen den Kopf einziehen muss und die
gewuenschte Meinung zu aeussern habe,- sondern dass ich tendenziell alle
geschichtlichen Ereignisse unter dem Aspekt vermeintlicher Emanzipation,
von Schuld und Vorlaeuferei betrachten muss. Die Vergangenheitsbewaeltigung
durchdringt und verpestet die Geistes- und Geschichtswissenschaften und
zerstoert die Faehigkeit zu geschichtlichem, psychologischem Denken und
so weiter. Dieses Nichtwahrnehmenkoennen der jeweils eigenen
gesellschaftlichen und geschichtlichen Bedingungen, diese damit in Gang
gesetzte Verdummung ist vielleicht schwerwiegender als eine punktuelle
Political correctness gegenueber dem Nationalsozialismus.

  Wie erklaeren Sie sich, dass sich die Vergangenheitsbewaeltigung
  derart verselbstaendigt hat, dass die Kampagnen wie Fieberanfaelle
  uns in immer kuerzeren Intervallen schuetteln ? 

*Maschke:* Ich glaube, es gibt wenig Dinge, die ein derart gutes
Karriere- und Machtmittel sind wie die Vergangenheitsbewaeltigung, weil
ich durch sie natuerlich ueberall irgendwelche Spuren des Unheils oder
Vorahnungen oder Anfaenge sehen und unbegrenzt alle und alles verdaechtigen
kann. Wenn Sie an der Frauenemanzipation die leisesten Zweifel aeussern,
wird Ihnen in jedem Parteivorstand die Ruebe abgemacht. Die bis in die
fernsten Regionen gehende Vergangenheitsbewaeltigung kann ueberall
eingesetzt werden, um den Gegner als reaktionaer, gefaehrliche Tendenzen
hegend und so weiter, zu diffamieren. Die normale Pluralitaet eines
Gemeinwesens wird sofort aggressiv in Frage gestellt, und das ist
natuerlich ein grossartiges Mittel im Machtkampf.
Die Vergangenheitsbewaeltigung spielt zwar insgesamt eine bedeutende Rolle
bei der Selbstverohnmachtung Deutschlands, doch im innerpolitischen und
-parteilichen Machtkampf bietet sie unzaehlige Instrumente, um dem Gegner
eins ueberzuziehen. Der grosse Machiavellismus wird getoetet, der kleine
so richtig in Schwung gebracht.

  Ist das der Grund, warum diese Art der Machtausuebung jetzt auch
  exportiert wird, etwa auch nach Frankreich oder in die Schweiz ? 

*Maschke:* Ich glaube, dass es ein allgemeines Dekadenzphaenomen einer
Gesellschaft ist, die sich nicht mehr selbst will, die weil sie unfaehig
ist, zu kaempfen, ihre Genusssucht mit Zerknirschung bezahlen muss, - das
ist endlos... Das Hauptproblem scheint zu sein, dass diese Phaenomene,
immer Zeichen fuer Dekadenz sind ,- und da sind wir natuerlich auch wieder
fuehrend. In Frankreich gab es einmal eine gesunde Schizophrenie, man
sprach von Menschenrechten, orientierte sich aber an der Staatsraeson und
so weiter. Jetzt hat Frankreich nicht mehr die Kraft, an dieser
"Schizophrenie" festzuhalten, man hat jetzt diese neue Machtquelle entdeckt
und da jeder aeltere Politiker irgendwann einmal gelebt hat und damals
irgendetwas passiert ist, wird man immer etwas finden... Im Falle der
Schweiz ist es gelenkt, weil es darum geht, den Finanzplatz Schweiz zu
schwaechen. Das ist ein ganz klares Motiv.

  Wie erklaeren Sie sich, dass es nach der Wiedervereinigung nicht
  zu einem Erlahmen der Vergangenheitsbewaeltigung gekommen ist ? 

*Maschke:* Je groesser Deutschland ist, desto mehr wird die
Vergangenheitsbewaeltigung zunehmen. Die Gefahr bestand, dass man sich zu
einer anderen Politik entschliesst, einer Politik der Wir-Findung, einer
Machtpolitik... diese Gefahr bestand ja, wenn auch eher in den Augen des
Auslands, dessen Aengste bei uns kniefaelligst zur politischen Leitlinie
erklaert wurden. Man gestattete sich dann die Wiedervereinigung als
Einpassung in Europa, sie wurde zum hinzunehmenden Nebenprodukt der
Vereinigung Europas erklaert. Letztlich beruht die
Vergangenheitsbewaeltigung
darauf, dass Deutschland nie wieder eine starke, eigenstaendige Macht sein
darf, das ist ja der Konsens. Das ist das, was ich einmal die Verschwoerung
der Flakhelfer genannt habe. In dem Moment, wo auch nur entferntest die
Gefahr droht, dass sich hier etwas tut, muss die Vergangenheitsbewaeltigung
intensiviert werden. Das gelang vor sieben Jahren aber auch nur deshalb,
weil die Ideologie der DDR, beseitigt man nur etwas den SED-Aufputz,
so verschieden von der der BRD nicht war...

  Wer ist Traeger dieses antinationalen Konsenses ? 

*Maschke:* Der Traeger ist die politische Klasse selbst, die ihre Macht
daraus zieht, dass Deutschland keine Macht hat oder nur eine sehr
begrenzte;
dabei wird unter dem Beifall dieser Klasse sogar die letzte deutsche
Machtressource aufgeloest, die D-Mark ! Wenn dies geschehen ist, werden
aber
die anderen groesseren Laender ihre nationalen Praerogative wahren, wir
aber
buchstaeblich nichts mehr in Haenden halten. Wenn wir dann kein Geld mehr
haben, wenn sich unsere Krise verschaerfen wird, wenn wir Europa nicht mehr
finanzieren koennen, dann werden wir die groessten Schweine in Europa sein
und
dann wird es wieder riesige Kampagnen wegen der Vergangenheit geben.
Darauf sollten wir vorbereitet sein.

  Klingt unlogisch: Die politische Klasse strebt doch
  normalerweise nach immer mehr Macht !

*Maschke:* Sie gewinnt, sie verstaerkt und verbessert ihre Macht im Inneren
durch den Verzicht nach aussen. Der Verzicht nach aussen verstaerkt die
totalitaere Formen annehmende Herrschaft im Inneren. Der Verzicht auf
eine Verfolgung deutscher Interessen innerhalb Europas beinhaltet einen
Machtgewinn, der sicher und kalkulierbar ist, zumal die intellektuellen
Mittelschichten aehnlich denken und sich nach Entnationalisierung sehnen:
sie wollen sich nicht einbringen in Europa, sie wollen sich dort aufloesen.
Wenn der Deutsche stolz sagen wird, dass er Europaeer sei, wird ihm der
Brite
oder Franzose sagen, *nein, du bist ein Deutscher, du Ferkel !*
*Und da wird dieser Europaeer Augen machen !* Hinzu kommt ja noch, dass die
offizielle Politik Kohls die eines neuen *cauchemar des coalitions* ist,
also der Alptraum der Koalitionen, die der neuen Einkreisung.
Bismarck hatte diesen Alptraum auch - und deswegen wird ja Herr Kohl
seltsamerweise als Fortsetzer Bismarcks betrachtet... 

  ...mit gegenteiligem Ergebnis... 

*Maschke:* Ja, weil Kohl daraus nicht die Frage ableitet: Wie halten _wir_
uns durch auf diesem gefaehrlichen Terrain, wie gewinnen _wir_ die
notwendige Staerke, sondern Kohl propagiert die deutsche Selbstfesselung,
verspricht die deutsche Selbstfesselung. Im Grunde betreibt er Selbstmord
aus Angst vorm Tode. Mir faellt dazu nur Clausewitz ein:
*"Zum Sterben ist immer noch Zeit".* Das ist keine Politik, die von anderen
geglaubt werden kann und das ist auch keine, die uns zu einem respektierten
Mitglied in Europa macht. Im Gegenteil, wegen dieser Politik und dieser
Mentalitaet, wegen dieser Reue- und Machtverzichtspolitik werden wir im
Ausland verachtet und - sogar verschaerft - beargwoehnt.  

  Wie erklaeren Sie sich, dass beim Thema Globalisierung in
  Deutschland die Linke zu den Hauptbefuerwortern gehoert,
  obwohl es klar sein duerfte, dass im Zuge dessen die
  Arbeitnehmer die Zeche zahlen werden - wie etwa beim Euro ? 

*Maschke:* Die Linke hofft auf die Aufloesung des deutschen Volkes, sie ist
darin noch radikaler als das Volk selbst - wenn dies auch nur ein
gradueller Unterschied ist. Aber man muss sehen, dass die Globalisierung
von
Teilen der Linken auch scharf kritisiert wird, zum Beispiel in dem Buch von
Elmar Altvater und einer Frau Birgit Mahnkopf "Grenzen der Globalisierung",
erschienen im Verlag Westfaelisches Dampfboot. Sieht man von den etwas
biederen Loesungsvorschlaegen ab, so sind wohl nirgends so eindringlich die
katastrophalen oekonomischen, oekologischen und auch seelischen Folgen der
Globalisierung, die entsetzliche Entwurzelung der Menschen, geschildert
worden. Von der rechten Seite aus, von uns aus, gibt es leider keine auch
nur annaehernd so gute Analyse ! 

  Woran liegt die desolate Lage der intellektuellen
  Rechten in Deutschland ?

*Maschke:* Die Rechte ist ein rein mikroskopisches Phaenomen, man muss sich
sogar fragen, ob es ueberhaupt noch eine Rechte gibt.
Ich glaube, Ernst Juenger hat einmal gesagt, dass es seit der Affaere
Dreyfus
keine Rechte mehr gibt. Auch die Rechte glaubt heute an die
Volkssouveraenitaet und sie ist sogar vulgaer-rousseauistisch: das Volk ist
gut. Bei ihr ist aber nicht der Kapitalismus schuld, sondern die
Vergangenheitsbewaeltigungsindustrie oder die Alliierten oder das korrupte
Fernsehen. Doch muss man wohl zugeben, dass das deutsche Volk seelisch und
intellektuell voellig verkrueppelt und heruntergekommen ist; es ist um
keinen
Deut in einem besseren Zustand als die politische Klasse. Das wagt die
Rechte auch nicht zu sagen. Viele Dinge, die als rechts gelten, sind es
keineswegs - man denke nur an die seltsame Liebe vieler Rechter zu unserem
Grundgesetz, an die Fata Morgana eines rechten Verfassungspatriotismus !
Die Rechte bei uns spricht gerne ueber Metapolitik, landet aber nur in
einer
sehr kurzatmigen Bildungshuberei. Man begnuegt sich mit einer Collage des
rechten und konservativen Bildungsgutes der Vergangenheit - aber zu
Discountpreisen. Drei Seiten hierueber, zwei Seiten darueber, da ist eine
wirkliche rechte Haeppchenkultur entstanden. Man sieht nicht den Sinn
ambitioeser, strenger theoretischer Arbeit, man will rasch zu Potte kommen
und wird es nicht, weil keine Ausmessung der Krise, der wahrhaft
furchtbaren seelischen und spirituellen Situation des modernen Menschen
geleistet wird, die alles Politische uebersteigt.  

  In letzter Zeit ist es in Mode gekommen, zu behaupten, dass
  immer mehr Linke angeblich nach rechts gewandert waeren, zum
  Beispiel - um mal Namen zu nennen - Klaus Rainer Roehl.
  Kann man davon ueberhaupt reden ? 

*Maschke:* Bei Roehl sehe ich, dass er antikommunistisch wurde,
antitotalitaer, aber als Rechten wuerde ich ihn nicht bezeichnen.
Im Gegenteil, bei ihm gibt es eine Identifikation mit dem bestehenden
System. Diese Art von Rechtsliberalen, von Nationalliberalen, glaubt ja,
dass diese Republik im Grunde gut waere, dass man selbst diese Republik
verteidigen muesse gegen links. In Wirklichkeit wuerden sie eher von diesen
Linken depossediert als umgekehrt. Ein fuehrender rechter Intellektueller,
dessen Namen ich jetzt mal nicht nennen will, der regte sich einmal ueber
Joschka Fischer auf, und ich sagte ihm, dass dies eher der Staat
Joschka Fischers sei als der seine. Es gibt genuegend Etablierte, die noch
nicht begriffen haben, dass sie nur noch geduldet werden. Sie appellieren
an eine bundesdeutsche Substanz, die sich laengst in anderen Haenden
befindet.

  Sie haben sich eine Weile staerker publizistisch auf der Rechten
  geaeussert. Jetzt haben wir den Eindruck, Sie haetten sich mehr auf
  die wissenschaftliche Arbeit zurueckgezogen. Haengt das auch mit
  Frusterlebnissen zusammen, dass sie nicht sehen, dass sich rechts
  etwas bewegt ?

*Maschke:* Man soll das machen, von dem man glaubt, dass man es am besten
kann, das ist abendfuellend genug. Und wie schon gesagt: Ich glaube, dass
die
Rechte es lernen muss, dickere Bretter zu bohren. Ich halte das nicht fuer
Resignation. Ich kann nicht auf zwei oder drei Hochzeiten tanzen.  

  Sehen Sie in Deutschland oder seinen Nachbarlaendern jemanden,
  der dazu in der Lage waere, diese theoretische Arbeit von
  rechts zu leisten ?

*Maschke:* Ja, ich kenne einige Leute, auch Dreissigjaehrige, denen ich
viel zutraue; bei uns, auch in Belgien, Frankreich, Spanien Italien. Das
Problem wird von manchen gesehen, sicher... doch wenn man hier und anderswo
gewisse Buecherschraenke betrachtet, gewisse rechte Buecherschraenke, so
findet sich darin nur Publizistik, Zeitgeschichte und dergleichen.
Natuerlich, auch das muss man lesen. Aber ich kenne relativ bekannte
Autoren der Rechten, die noch nie ein klassisches Werk der
Politikwissenschaft im weitesten Sinne, sei es nun Tacitus, Tocqueville
oder Carl Schmitt, gelesen haben, die aus zweiter oder gar dritter Hand
leben.
*Das ist einfach die wahrhaft erschuetternde Situation.* Man muss sehen,
dass mehr getan wird und auch, dass ein jahrzehntelang umkonditioniertes
Volk mit einem voellig verschuetteten Bewusstsein nicht durch ein paar
witzige Formulierungen oder ein paar flotte Phrasen kuriert werden kann.
Die Rechte muss intellektuell und wissenschaftlich ernsthafter werden,
wozu es auch Ansaetze gibt.

  Sie muss also ihr Handwerk neu lernen ? 
     
*Maschke:* Ja, weil wir fast keine Ressourcen mehr haben.
Wir sind intellektuell in einer viel schlechteren Lage als in den
fuenfziger Jahren, wo gewisse grosse Autoren noch meinungsbildend sein
konnten, zum Beispiel Arnold Gehlen. Man muss sozusagen erst einmal wieder
auf diesen Erkenntnis- und Bewusstseinsstand kommen, weil wir uns heute
unter diesem Niveau befinden. Denken Sie einmal an den Parlamentarismus !
Obgleich der Parlamentarismus der heutigen Republik viel katastrophaler,
viel niveauloser ist als der von 1955, liegen fast alle Rechten heute, was
die Einsicht in den Wert und Unwert des Parlamentarismus angeht, unter dem
Niveau eines Winfried Martini von 1955 mit seinem Buch
"Das Ende der Sicherheit". Wir sind in einer unendlich schwachen Position,
und wenn der Feind zu wer weiss was daemonisiert, dann nur deshalb, weil
_er_ wirklich totalitaer ist, weil er eine ganz und gar minoritaere Sache
im Keim ersticken will. Die Political Correctness ist eben totalitaer und
vor allem ist sie analog zum faschistischen Autoritaetssyndrom. Gemaess
diesem ist der Feind winzig, laecherlich, dumm, historisch widerlegt,
schmutzig, erbaermlich - und zugleich ungeheuer gefaehrlich !
So werden wir behandelt. Daraus duerfen wir aber nicht schliessen, dass wir
wirklich gefaehrlich sind, sondern nur, dass der Feind die bescheidensten
Ansaetze mit gutem Instinkt sofort ersticken will. Zweitens aber duerfen
wir daraus schliessen, dass dieser Feind die hoechsten Werte auf der
F-Skala der Frankfurter Schule erreichen wuerde, nicht wir! 

  Die politische Entwicklung laeuft momentan rasant in Richtung
  Aufloesung der Nationalstaaten. Ist es ueberhaupt sinnvoll und
  realistisch, dagegen Widerstand zu leisten ?
  Oder ist es konsequent, dass es zu groesseren staatlichen Gebilden
  und Grossraeumen kommt ?
   
*Maschke:* Der Trend dahin ist sicher zwangslaeufig, nur ist das, was hier
entstehen soll oder entstehen wird, kein Grossraum: dieses Gebilde hat
weder einen Hegemon, noch besteht Einigkeit ueber den Feind, noch besteht
eine Homogenitaet der Mitglieder des Bundes, noch eine von allen bejahte
politische Idee und deshalb auch keine gemeinsame Metaphysik, noch gibt es
ein Interventionsverbot fuer raumfremde Maechte. Was vermutlich
herauskommt,
ist eine Lateinamerikanisierung Europas, eine erleichterte Penetration
Europas durch die Vereinigten Staaten. Im Grunde geht es heute ja nicht
mehr um ein Interventionsverbot fuer raumfremde Maechte, sondern um ein
Penetrationsverbot - ein zwar wuenschenswerter, aber nur schwer
vorstellbarer Prozess, da man die Vereinigten Staaten der Europaeischen
Union aus den Ganglien reissen muesste. Im uebrigen wird die Europaeische
Union vermutlich scheitern, weil nach der monetaeren Einheit die
politischen Differenzen zwischen den einzelnen Staaten anwachsen werden,
weil jeder im anderen den Schuldigen suchen und finden wird. Die Krisen
werden sofort kontinentalisiert, ohne dass man einen klaren Adressaten
faende, ohne dass man sich einig werden koennte ueber "den Schuldigen" und
die ganze Relation von Schutz und Gehorsam, die ohne klare Autoritaeten und
Verantwortlichkeiten nicht funktionieren kann, wird in diesem
Pseudo-Grossraum zusammenbrechen.
Die Voelker werden sich entzweien und die hohe Zeit der - sogar
nationalistisch verschaerften - Demagogie wird das sich ver-uneinigende
Europa heimsuchen. Der Prozess wird sozial - im weitesten Sinne sozial -
zerstoererisch sein, ohne dass ein politisches Konzept und ein wirklich
eiserner Rahmen da ist. Man koennte der ganzen Sache zustimmen, wenn die
Ausschliessung der Vereinigten Staaten angestrebt wuerde und wenn eine
gemeinsame politische Idee vorhanden waere - ja, wenn...  

  Koennte es nicht sein, dass Europa auch
  fuer Deutschland von Interesse ist ?

*Maschke:* Nur wenn man ein Interesse daran hat, sich in irgendeiner Form
durchzusetzen. Dann muss man sagen: Wir wollen, zu einem gewissen Grade,
ein deutsches Europa. Jetzt aber will man, auch bei uns, Deutschland
einbinden, sprich fesseln; das deutsche Verhalten in Sachen Maastricht
zeigt das ja. Uebrigens: den Hegemon im neuen Europa zu spielen fiele auch
dann schwer, wenn wir die Vergangenheitsbewaeltigung abschuetteln koennten.


  Aber ist nicht gerade die Vergangenheitsbewaeltigung auf eine
  eigenartige Weise zu einem ganz neuen nationalen Rueckgrat der
  Deutschen geworden ? Wurzelt die Aufforderung gruener Politiker
  fuer deutsche Beteiligung an militaerischen Interventionen nicht
  darin ? Dahinter steht doch die hybride Vorstellung, dass die
  Deutschen regelrecht historisch auserwaehlt sind, nicht wie vor
  50 Jahren in nationalistischem Sinne, sondern im umgekehrten
  Sinne, allen zu sagen, was moralisch gut ist ... 
      
*Maschke:* Das mag mitspielen, aber es ist mehr ein voelliges
Sich-Ueberlassen der US-amerikanischen Missionsideologie.
Theodore Roosevelt sagte 1909, dass die Deutschen an ihrer Geographie
ersticken wuerden und danach den US-Amerikanern ein nuetzliches Hilfsvolk
sein koennten. Ist ein Engagement fuer die "Hilfsvolk"-Rolle
nationalistisch?
Jetzt lassen wir uns von der inzwischen wieder US-amerikanisch
kontrollierten UNO instrumentalisieren ohne dieser irgendwelche Bedingungen
zu stellen, sieht man einmal von den albernen Forderungen nach einem Sitz
im Sicherheitsrat ab. Wir nehmen die offiziellen humanitaristischen
Schwungradvorstellungen ernst, unsere Politiker glauben ihren eigenen
Luegen und so geraten wir in die Gefahr, die dummen Jungs eines Buendnisses
zu werden, das gegen uns errichtet wurde. Ein Deutscher saniert die
Finanzen der UNO, die Deutschen wollen oder sollen militaerische Aktionen
der UNO durchfuehren - und fordern nicht einmal die Beseitigung der
Feindstaatenklauseln !

  Haben Sie nicht den Eindruck, dass man den Deutschen von 1997
  am staerksten irritieren kann, wenn man ihm seine historische
  Taeterrolle nimmt ?
     
*Maschke:* Ja, natuerlich, weil man ihm ja auch nur die gelassen hat.
Das geht so weit, dass man fordert, dass Menschen anderer Nationen, die bei
uns eingebuergert werden, an dieser Schuld teilhaben sollen.
Also zum Beispiel Tuerken, die Deutsche werden. Die werden aber dann sagen:
*"Grossvater damals nix dabei gewesen".* Aber immerhin wird es von ihnen
erwartet, immerhin mutet man ihnen diese Ersatzidentitaet zu. Hier ist die
deutsche Politik extrem widerspruechlich: Wenn wir ewig bereuen sollen,
wenn
wir uns ewig unserer furchtbaren, unvergleichlichen Schuld bewusst bleiben
sollen, muss man dann das deutsche Volk nicht intakt halten, muss man dann
nicht verhindern, dass das deutsche Volk durch den Massenimport von Fremden
biologisch und gesellschaftlich aufgeloest wird ?
Damit das deutsche Volk dem Schuldmessianismus weiterhin froenen kann, muss
es in seiner ethnischen Substanz erhalten werden und darf nicht durch
Multikulti und Masseneinwanderung geschaedigt werden.
*Diese Behauptung ist nur fuer den absurd, der nicht bemerkt,*
*in welchem Absurdistan er lebt.* 

  Kommt die Forderung nach Normalisierung Deutschlands
  nicht schon staerker vom Ausland ?

*Maschke:* Ja, aber das Ausland versteht unter Normalisierung, dass wir an
seinen Schweinereien, dass wir an dieser imperialistischen westlichen
Konstellation gleichberechtigt teilnehmen, vor allem finanziell. Das kann
nicht unser Interesse sein. Zum Beispiel lag es nicht in unserem Interesse,
das Techno-Massaker der Vereinigten Staaten am Irak mitzubezahlen,
einem Land, das uns nie bedrohte; in einem noch viel geringeren Interesse
laege es, in Zukunft an solchen Interventionen, die zunehmen werden, sich
aktiv zu beteiligen. Eine Verschaerfung unserer Dienstfertigkeit gegenueber
den Siegermaechten darf man nicht Normalisierung taufen oder gar zur
nationalen Pflicht proklamieren.
=====================================================================

Joschi
http://members.aol.com/eliasbbs  (mit "erotischer Seite")

           tout lŽesprit, qui est au monde, 
           est inutile a celui quinŽen a point

From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 01 20:35:55 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Pressemeldung des Nordland-Netzwerk
Date: 1 Nov 1997 19:35:55 GMT
Message-ID: <63g0ar$vg7$2@news02.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland,de.soc.politik.misc,de.soc.politik
Lines: 31
Organization: ELIAS BBS

                           Pressemitteilung des Nordland-Netzwerk
                             und des Nationalen Medienverband


----------------------------------------------------------------------
Nationales Infotelefon Preussen in Betrieb

BERLIN (BBZ) - Neben dem *REP-Infotelefon* und dem JN/NPD-nahen *NIT  
Berlin-Brandenburg* gibt es mit dem *NIT Preussen* seit dem 30. Oktober  
1997 einen weiteren telefonischen Infodienst in der Hauptstadt. Unter der  
Rufnummer 030-63307950 wurde gestern erstmals eine Sonderansage aufs Band  
gesprochen. Das *NIT Preussen* will sich in seiner Berichterstattung von  
den anderen Einrichtungen vor allem dadurch unterscheiden, daá es gezielt  
Nachrichten ueber regionale Projekte und Aktivitaeten von Gruppen bringt,  
die von den parteinahen NITs nicht gebracht werden. Auf diese Weise soll  
auch die Arbeit der unabhaengigen Kameradschaften mehr beleuchtet werden.  
Neben den verschiedenen Radiosendungen und Regionalzeitungen rechnet sich  
das *NIT Preussen* dem Nationalen Medienverband zu.

BBZ-Redaktion
http://BBZeitung.com

Nordland-Netzwerk
http://members.aol.com/eliasbbs


Joschi
http://members.aol.com/eliasbbs  (mit "erotischer Seite")

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           est inutile a celui quinŽen a point

From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 08 10:43:31 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Pressemeldung des Nordland-Netzwerk
Date: 8 Nov 1997 09:43:31 GMT
Message-ID: <641c83$mlg$1@news01.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland,de.soc.politik
Lines: 90
Organization: ELIAS BBS

            *Pressemitteilung des Nordland-Netzwerk*
              *und des Nationalen Medienverband*

Betreff: Strafanzeige gegen die Polizei wegen Diebstahls

BERLIN (BBZ/kv) - Am 9. August 1997 loeste die Polizei rechtswidrig ein  
Konzert mit Veit Kelterborn in Fuerstenwalde bei Berlin auf. Wie die BBZ  
bereits in ihrer zurueckliegenden Ausgabe berichtete, ordnete Einsatzleiter

Gassner ein besonders brutales Vorgehen seiner Beamten an, wobei Gruende  
fuer die Aktion nicht genannt wurden. Diverse Gegenstaende wurden von der  
Polizei mitgenommen. Dazu zaehlte zum Beispiel eine Fahne der Stadt  
Fuerstenwalde und ein Aufnaeher mit den franzoesischen Staatsfarben.  
Besonders zugeschlagen wurde aber bei den CDs. Insgesamt 91 Scheiben mit  
Aufnahmen der "*Brutalen Haie*", Soldatenliedern, Frank Rennicke und Veit
Kelterborn, allesamt weder verboten noch indiziert, liess die Polizei  
mitgehen.

Nach Gesetzeslage muss eine Beschlagnahme spaetestens nach drei Tagen vom
zustaendigen Amtsgericht bestaetigt werden. Dieses meldete sich aber bis  
Ende Oktober 1997 trotz zweifacher Aufforderung nicht. Ebenso blieben  
Nachfragen bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder und der Polizei  
erfolglos. Zwischen Fuerstenwalde, Berlin und Frankfurt/Oder schien ein  
"Bermuda-Dreieck" zu bestehen. Saemtliche Anfragen wurden nicht einmal
beantwortet.

Der Geschaeftsfuehrer des VBR-Verlages, Frank Schwerdt, erstatte nun
Strafanzeige gegen die Polizei unter anderem wegen des Verdachtes auf  
Diebstahl und reichte eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein. Bei der  
Staatsanwalschaft Frankfurt/Oder schien es allmaehlich zu daemmern. Die  
beantragte jetzt ploetzlich, nach mehr als 15 Wochen, beim Amtsgericht  
Fuerstenwalde die Beschagnahme aller CDs um sie auf "Verstoesse gegen
Pa. 86a" zu pruefen. Das Amtsgericht gab dem VBR-Verlag immerhin die
Gelegenheit zur Stellungnahme. Eine Entscheidung steht noch aus.

Der VBR-Verlag hat darauf hingewiesen, dass die Staatsanwaltschaft
immerhin mehr als 15 Wochen zur Pruefung auf "Verstoss gegen Pa. 86a"
Zeit hatte. Die jetzt geplante Beschlagnahme sei der Versuch, "das  
rechtswidrige Verhalten der Polizei im Nachhinein zu bemaenteln und dem  
Verlag schweren wirtschaftlichen Schaden zuzufuegen", so Schwerdt.
Die CDs haetten immerhin einen Verkaufswert von fast 3.000 Mark.

BBZ-Redaktion
http://BBZeitung.com 
                               ++

Betreff: Weiterer Schlag gegen die Pressefreiheit

BERLIN (BBZ) - Zum wiederholten Male wurde kuerzlich die Redaktion
der regimekritischen Zeitschrift "Sleipnir" von einem Kommando des  
Staatschutzes heimgesucht. Beschlagnahmt wurden Restposten der
Ausgabe 2/97. Der staatlichen Zensur zum Opfer fallen zwei zeithistorische

Artikel von Hugo Rauschke sowie Roger Garaudy.

Die Berliner Staatsanwaltschaft faehrt somit fort, einzelne Saetze aus der
"Zeitschrift fuer Kultur, Geschichte und Politik" herauszugreifen und zu  
kriminalisieren. Gegenueber der "Berlin-Brandenburger Zeitung" aeusserte
sich Sleipnir-Herausgeber Roehler zur erneuten Beschlagnahme der
Ausgabe 2/97 wie folgt: "Dieses Verfahren ist auf der logischen Ebene
unsinnig und auf der rechtlichen ungesetzlich". Die Annahme man koenne
einzelnen Saetzen einer historischen Abhandlung einen zuverlaessig zu
isolierenden strafbaren Inhalt zuweisen, sei "naiv" und zeuge von
Unkenntnis. Der Gesetzgeber habe zu Recht - "und auch um sich nicht
laecherlich zu machen" - Schrifttum das zum Bereich wissenschaftlicher
Betrachtung gehoere, von der Strafverfolgung ausdruecklich ausgenommen.
Die neuerliche Beschlagnahme stelle somit einen fortgesetzen Rechtsbruch
dar und sei ein weiterer Schlag gegen die Pressefreiheit.

BBZ-Redaktion
http://BBZeitung.com 
----------------------------------------------------------------------
(V.i.S.d.P.), Verlag der Freunde, Postfach 350264.
10211 Berlin, Tel./Fax: 030 6927863;
eMail: 100.119271@germanynet.de
----------------------------------------------------------------------
                               ++

Betreff: Anzeige von Martin Blumentritt gegen Helmut Fuchs

(UseNet) Der "tolerante" Martin Blumentritt hatte den UseNet-Teilnehmer
Helmut Fuchs wegen "Volksverhetzung" angezeigt weil dieser sich
erdreiste eine andere Meinung zu haben als Blumentritt.
Wie wir erfahren haben wurde Herr Helmut Fuchs freigesprochen !
                               ++

Joschi
Nordland-Netzwerk
http://members.aol.com/eliasbbs


From Juergen.Jost@t-online.de Sun Nov 09 16:53:27 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Offener Brief an Hardraht
Date: 9 Nov 1997 15:53:27 GMT
Message-ID: <644m9n$fuo$1@news01.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland,de.soc.politik,de.soc.politik.misc
Lines: 165
Organization: ELIAS BBS

Gruss zuvor !

Nachfolgend ein "offener Brief" der NPD an den saechsischen
Innenminister Klaus Hardraht.

Sicher lehnen viele Teilnehmer die politischen Ziele der NPD ab !
Gleichwohl sollte der "offene Brief" aufmerksam gelesen werden,
er zeigt viel ueber die derzeitige politische Lage in diesem
Lande.

(Anmerkung: Umlaute wurden von mir konvertiert)

Joschi
http://members.aol.com/eliasbbs (Nordland-Netzwerk)


---------------------------------------------------------------------
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
- Rechtsabteilung -
Leitung: Per Lennart Aae, Tel: 08063 - 1300, Fax: 08063 - 9521
------------------------------------------------------------------------
NPD Rechtsabteilung,

Einschreiben:

Herrn Staatsminister Klaus Hardraht
Saechsisches Staatsministerium des Innern
01 095 DRESDEN

Datum:  20.09.1997

Fernschriftlich voraus an: 0351 - 564 31 99

Das Verbrechen von Schildau (23.08.1997)

Offener Brief der NPD Rechtsabteilung an Sie, Herrn Innenminister, vom
02.09.1997

Hier: Weiterer offener Brief

Herr Minister,

am 02.09.1997 schrieb ich Ihnen einen offenen Brief, in dem ich Sie
schwerer Verstoesse gegen die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland
und gegen die allgemeinen Menschenrechte bezichtigte.

Insbesondere stellte ich fest, dass ich Sie fuer einen schwerkriminellen,
sadistischen Ueberfall auf nicht-polizeipflichtige, friedliche Buerger in
Schildau, Kreis Torgau-Oschatz, fuer verantwortlich halte. Die voellig
unprovozierte und jeder rechtlichen Grundlage entbehrende Gewaltaktion fand
am 23.08.1997 statt, und zwar auf einem Freizeitgelaende, auf welchem ca.
100 Personen, zum Teil aus dem nationalen politischen Lager, friedlich
einen Geburtstag feierten.

Bis dato konnte ich keinerlei Reaktion von Ihnen persoenlich - oder auch
nur aus Ihrem Haus - auf meinen Brief feststellen. Aus diesem Grund wende
ich mich nun erneut mit einem offenen Brief an Sie.

Bei dem Verbrechen von Schildau handelte es sich in der Tat um einen 
"Ueberfall", und zwar im Wortsinn, denn der Pruegelorgie der sich als
"Polizei" bezeichnenden terroristischen Einsatzgruppe ging keinerlei
polizei- oder versammlungsrechtliche Anordnung oder sonstige Mitteilung
voraus, weder auf akustischem noch auf optischem Wege. Die Opfer wurden
regelrecht ueberfallen und vorsaetzlich misshandelt. Dabei spielten sich
u.a. folgende Szenen ab:

 - Zwei "Polizeibeamte" stuerzten sich auf einen jungen Mann und
   pruegelten auf ihn ein. Der eine trat ihm in die Genitalien und
   schlug ihm mit einem Schlagstock in die Nieren, waehrend der andere
   auf den Schaedel einschlug. Als der Mann anschliessend am Boden lag,
   wurde er von beiden SEK-Schergen mit Fusstritten traktiert.

 - Ein junger Mann, der sich schuetzend vor die Masse der Feiernden
  (darunter Frauen und Kinder) stellte und die Arme ausbreitete, wurde
  mit dem Schlagstock auf den Kopf geschlagen.

 - Eine junge Frau hielt den Schlagstock eines "Beamten" fest, der auf
   ihren bereits am Boden liegenden Freund einschlagen wollte. Daraufhin
   erhielt sie von einem anderen uniformierten Gewalttaeter einen Schlag
   auf den Kopf mit einer Stabtaschenlampe, so dass sie zusammenbrach.
   Dann wurde sie von den "Beamten" getreten und an den Haaren
   weggeschleift.

 - Ein junger Mann kruemmte sich vor Schmerzen nach einem Hundebiss in
   die Brust. "Polizeibeamte" trieben ihn trotzdem mit Schlaegen vor
   sich her, wobei er sich in gebueckter Haltung rueckwaerts bewegte,
   das Gesicht mit den Haenden und die Brust mit den verschraenkten
   Armen schuetzend. Als er stolperte und stuerzte, misshandelten ihn
   die Polizeischergen mit Elektroschocks an den Oberarmen, spruehten
   ihm CS-Gas ins Gesicht und traten auf ihn ein.

 - Ein junger Mann wurde von mehreren "Beamten" umkreist. Dann sah man
   Schlag- und Trittbewegungen. Als die Uniformierten weggingen, lag der
   Betroffene ohnmaechtig am Boden.

 - Die perversen Gewaltverbrecher schickten sich an, eine hochschwangere
   Frau in sadistischer Weise gezielt zu misshandeln. Zwei Jugendliche,
   die sich ihnen in den Weg stellten und sie auf die Schwangerschaft
   aufmerksam machten, wurden zusammengeschlagen.
   Kommentar der uniformierten Bestien:
   "Na und, ein Kind von euch weniger!".

 - Die Hochschwangere Frau wurde von den sogenannten "Beamten" gejagt
   und musste sich Hals ueber Kopf in den See stuerzen. Schwimmend
   erreichte sie in der Dunkelheit das etwa 100 m entfernte
   gegenueberliegende Ufer.

 - Einem jungen Mann wurde waehrend der Knueppelei die Brille vom Kopf
   geschlagen. Er wies einen "Beamten" auf die am Boden liegende Brille
   hin, doch dieser lachte hoehnisch und zertrat sie mutwillig mit den
   Worten "Die hier?".

 - Es konnte beobachtet werden, dass "Beamte" ihre Opfer wuergten und
   ihnen in die Augen und in die Genitalien griffen.

 - Gegenstaende wurden entwendet und z.T. mutwillig zerstoert oder
   weggeschmissen, natuerlich ohne die Spur eines Beschlagnahmeprotokolls
   o.ae.

 - Waehrend der ganzen Aktion verunglimpften die "Beamten" ihre Opfer
   in primitivster Weise, z.B. mit Ausdruecken wie "Wichser", "Asoziale",
   "Gesindel" oder "Nazischweine".

Nach meinen Kenntnissen werden SEK-Aktionen u.ae. grundsaetzlich vom
zustaendigen Innenminister veranlasst. Wenn dies auch fuer die oben
beschriebene Aktion zutrifft, sind sie, Herr Minister, persoenlich
verantwortlich.

Ich zoegere keinen Augenblick, festzustellen, dass ich jeden, der eine
dermassen verabscheuungs- und verachtungswuerdige, niedertraechtige,
perverse und feige Untat, wie die oben geschilderte, veranlasst, plant,
befiehlt, durchfuehrt oder auch nur duldet, fuer einen ebenso ehrlosen
wie gewissenlosen Lumpen und fuer einen Feind nicht nur der freiheitlich-
demokratischen Grundordnung, sondern jeder gesitteten Ordnung halte.

An dieser politisch-moralisch-rechtlichen Feststellung, zu der ich durch
das Grundgesetz und meine Treue zur freiheitlich-demokratischen
Grundordnung verpflichtet bin, ist nicht zu ruetteln.

Nehmen Sie diese Feststellung zur Kenntnis, Herr Minister, und pruefen
Sie bitte zusammen mit Ihren Kollegen in der Innenministerkonferenz und
auch zusammen mit den anderen einflussreichen Interessenten, inwieweit
die moralisch-rechtliche Hypothek, die Sie und Ihresgleichen - aus mir
unverstaendlichen Gruenden - zur Bekaempfung der noch verhaeltnismaessig
schwachen nationalen Bewegung in Deutschland aufbauen, noch vertretbar
ist.

Als Rechtsreferent derjenigen Partei, deren politisches Umfeld Sie mit
Ihrer Aktion wahrscheinlich treffen wollten, fordere ich Sie erneut auf,
zum Verbrechen von Schildau sehr bald Stellung zu nehmen. Denn wir
Nationaldemokraten werden es so lange anprangern, bis Sie, Herr Minister,
sich fuer die Untaten Ihres Einsatzkommandos bei den Opfern entschuldigen,
und bis Sie geloben, die Politik der "knallharten Repression", d.h. der
kriminellen Gewalt, gegen nationale Buerger in Sachsen zu beenden.

Selbstverstaendlich stehe ich Ihnen jederzeit - oeffentlich oder
nicht-oeffentlich - auch persoenlich zur Verfuegung.
---------------------------------------------------------------------

Ausserhalb dieses Schreibens:
Fuer weitere Auskuenfte steht der Leiter der Rechtsabteilung der NPD,
Per Lennart Aae, Tel: 08063 - 1300, Fax: 08063 - 9521 zur Verfuegung.
Er ist auch fuer den Inhalt dieses Schreibens verantwortlich.
                        == ENDE ==


From Juergen.Jost@t-online.de Sat Nov 29 03:58:44 1997
From: Juergen.Jost@t-online.de (Juergen Jost)
Subject: Mordaufruf
Date: 29 Nov 1997 02:58:44 GMT
Message-ID: <65o0d4$p71$1@news01.btx.dtag.de>
Newsgroups: de.soc.politik.deutschland
Lines: 20
Organization: ELIAS BBS

Gruss zuvor !

Der Mordaufruf von "Zecke20000" fuehrt m.E. direkt zu den
Leipziger Gruppe um Alexander Heidenreich, Willi Schwarz,
Thorsten Schroeder u.a. (hier wird auch eine Berliner Gruppe
genannt)

 Diese Gruppen sammeln seit langem Daten von Anderstdenkenden
wie sie jetzt wieder auf dem Mordaufruf auftauchten.

Tatsaechlich kam es in der Nacht vom 22.Nov.97 zu einem Anschlag
auf die Familie des Betreibers der nationalen Mailbox GERMANIA !

 Die Fakten liegen auch der deutschen Polizei vor !

Bitte unterrichtet Eure Freunde in aller Welt von den Vorgaengen und
das wir durchaus Beweise auf die Taeter haben !

gruss..joschi
http://members.aol.com/eliasbbs


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